Stimmen zum Spiel
Skyttä "wie Messi" und Ritter als "würdiger Kapitän": Die Stimmen zum Heimsieg gegen Dresden
"Das war ein besonderes Spiel heute. Wir standen alle unter Beobachtung, die Mannschaft und das Trainerteam. Das war eine massive Drucksituation, in die wir uns selbst gebracht haben und der wir standhalten wollten", sagte Torsten Lieberknecht nach der Partie, die im Vorhinein stark unter dem Eindruck der jüngsten Niederlagen in Braunschweig (0:2) und vor allem in Berlin (1:6, Pokal) gestanden hatte. "Das Spiel war ein Beispiel dafür, wie eine Mannschaft lernt, mit so einer Situation umzugehen. Das wird uns für viele Momente die nötige Kraft geben. Die jungen Spieler brauchen auch solche Situationen. Deswegen sind wir total froh über diesen Arbeitssieg. Herausheben möchte ich heute Marlon Ritter, der einen FCK-Kapitän verkörpert hat, wie ich es schon lange nicht mehr von ihm gesehen habe - und das meine ich nicht als Kritik an seinen vorigen Leistungen. Er wusste, wie der Druck zu spüren ist, weil er es kannte. Deswegen hat Marlon die Kapitänsbinde heute würdig getragen."
Bei schwierigen Platzverhältnissen und Dezemberwetter feierten die Roten Teufel einen insgesamt klar verdienten 3:1-Sieg. Kapitän Ritter steuerte mit einem unwiderstehlichen Abschluss mit viel Übersicht den Treffer zum zwischenzeitlichen 2:0 bei. Davor war Naatan Skyttä zur Führung erfolgreich, der später auch den Treffer zum 3:0 durch Mika Haas überragend vorbereitete. Das Tor für die Gäste durch Jakob Lemmer war trotz des ein oder anderen Wacklers danach nur noch ein Ehrentreffer. Dank des Dreiers halten die Roten Teufel den Anschluss an die Aufstiegsplätze und tanken vor den beiden letzten Spielen bis zur Winterpause wieder Selbstvertrauen. Zumindest für die erste Halbzeit kehrte auch der schmerzlich vermisste Paul Joly zurück auf die rechte Außenbahn, ehe er zur Pause in der Kabine blieb. "Das war eine Vorsichtsmaßnahmen. Er hat gesagt, er spürt wieder etwas im Oberschenkel, dass er aber noch zehn bis 15 Minuten spielen kann. Wir haben dann entschieden, dass wir sofort wechseln", sagte Lieberknecht.
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Marlon Ritter beschrieb die schwierigen Bedingungen und stellte die Wichtigkeit von Naatan Skyttä heraus: "Natürlich ist so ein Sieg eine große Erleichterung. Wir wussten, was auf uns zukommt. Dass man hier auf dem Platz und bei dem Wetter nicht irgendwie schön spielen kann. Das war uns klar und das haben wir von Anfang bis Ende gezeigt. Was Naatan am Ball kann, ist unglaublich. Normalerweise muss er vor dem 3:0 selber schießen. Er war wieder so wichtig. Er hat wieder ein Tor gemacht und hat eins vorbereitet."
Mika Haas freute sich über sein nächstes Tor und fragte sich, warum er die fünfte Gelbe Karte bekommen hat, nach der er nun im nächsten Spiel gesperrt ist: "Ich bin jetzt bei zwei Toren, das freut mich natürlich riesig. Ich muss aber auch Naatan loben für diese super Vorarbeit. Wie Messi ist er da durchgelaufen. Meine Gelbe Karte hat das ganze Stadion nicht verstanden. Ich habe den Dresdner gar nicht getroffen. Klar, ich komme zu spät, aber ich berühre ihn kein Stück. Er läuft noch weiter und lässt sich dann fallen. Völlig unverständlich. Jetzt bin ich dummerweise gesperrt."
Julian Krahl bescheinigte der Mannschaft die richtige Reaktion und lobte insbesondere die Defensivarbeit: "Man kann immer darüber streiten, wie schön ein Spiel ist. Aber man muss halt akzeptieren, dass die Platzverhältnisse sehr, sehr schwierig waren. Wir haben es einfach ganz klar gehalten, haben uns an den Plan des Trainers gehalten und deswegen war das heute die richtige Reaktion. Dass es am Ende nochmal etwas enger wurde, ist ganz normal. Dresden hat dann lange Bälle gespielt und mit Kutschke noch einen Stürmer dafür reingebracht. Vielleicht hätten wir die eine oder andere Umschaltchance besser ausspielen können, um richtig Ruhe reinzubringen. Aber im Endeffekt haben die Jungs das super verteidigt, haben sich in alles reingeworfen und ich denke auch besonders die Zweikampfführung war heute das, was uns ausgezeichnet hat."
Leon Robinson beschrieb die Vorgabe des Trainers und das Erfolgsrezept auch für die kommenden Spiele: "Wir haben versucht, wirklich einfach zu spielen. Schnörkellos, wie es der Trainer gesagt hat. Ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Klar war Druck da von außen, weil wir auch wussten, dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Aber wir sind eigentlich ganz ruhig ins Spiel gegangen. Wir haben gesehen, dass wir immer Spiele gewinnen können, wenn wir diese Einstellung und diese Intensität auf den Platz bringen. Wenn wir das beibehalten, dann bin ich positiv gestimmt für die nächsten beiden Spiele."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden
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