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Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - Dynamo Dresden

Fokus Wiedergutmachung

05.12.2025, 19:20 Uhr - Autor: Florian Reis

Nach dem Pokal-Debakel von Berlin muss sich der 1. FC Kaiserslautern rehabilitieren und seine in der Liga bekannte Heimstärke unter Beweis stellen. Gegen Aufsteiger Dynamo Dresden hat die Lieberknecht-Elf kaum mehr eine Ausrede.

Titelfoto

Die Situation dürfte den mitgereisten FCK-Fans nach dem 1:6 bei Hertha BSC bekannt vorgekommen sein. Erst ergibt sich die Mannschaft fast hemmungslos in ihr Schicksal, dann steht selbige minutenlang vor dem Gästeblock und holt sich absolut zurecht die eine oder andere Ansage der Anhänger ab. Seit dem Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga gab es das noch nicht so oft. Trotzdem schickten die Anhänger die Spieler dann noch mit lautstarken "Auf geht’s, Lautern kämpfen und siegen"-Rufen in die Katakomben des Olympiastadions. Die Botschaft: Es geht immer weiter und auch wenn der Pokaltraum für dieses Jahr vorbei ist, so ist in der Liga noch lange nichts verloren. Das Gute ist: Das nächste Spiel kommt immer, und zu diesem gastiert am Samstagmittag der zuletzt zweimal siegreiche Aufsteiger Dresden in Kaiserslautern. Spielbeginn im Fritz-Walter-Stadion ist um 13:00 Uhr.

Was muss man zum 15. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:

Der FCK: Ausgangslage und Personal



Die vergangenen beiden Partien in Pokal (1:6 in Berlin) und Liga (0:2 in Braunschweig) hängen ohne Frage noch in den Klamotten beim 1. FC Kaiserslautern. Nahezu alles wurde in den letzten Tagen im Internet und an den Stammtischen durchdiskutiert. Ist der Trainer der Schuldige? Reicht die vom Sportdirektor eingekaufte Qualität der Spieler einfach nicht? Hat die Mannschaft gar ein Mentalitätsproblem? So ist es eben bei einem Traditionsverein: Entweder alles gut oder alles schlecht. Zum Glück zieht aber die breite Mehrheit einen abermaligen überstürzten Trainerwechsel nicht ernsthaft in Erwägung und schenkt auch den Spielern - zumindest der ersten Elf - ihr Vertrauen. Schließlich ist auch der letzte Glanzauftritt, der 4:1-Heimsieg gegen Kiel, gerade erst zwölf Tage her. Klar ist aber auch: Am Samstag im nächsten Heimspiel wird eine Reaktion erwartet, die Antwort kann das FCK-Team auf dem Platz geben.

Personell muss Torsten Lieberknecht weiter auf die verletzten Jisoo Kim, Mahir Emreli, Simon Asta und Kenny Redondo verzichten. Dazu kommt leider auch Ivan Prtajin, der sich bei der Vorführung in Berlin zu allem Übel auch noch einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zuzog und in den nächsten sechs bis acht Wochen nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Für Prtajin dürfte wohl Daniel Hanslik auflaufen, ansonsten ist eher die Aufstellung von den letzten Ligapartien als jene starke Umformierung des Pokalspiels zu erwarten. Der Einsatz von Rechtsaußen Paul Joly, der angesichts der fehlenden Alternativen so wichtig wäre, entscheidet sich nach überstandener Zerrung erst kurzfristig.

Der Gegner: Ausgangslage und Personal

Dynamo Dresden hängt, wie es für einen Aufsteiger wohl größtenteils normal ist, im Abstiegskampf. 13 Punkte konnte die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm bisher einspielen. Zwei der drei Saisonsiege gelangen aber in den vergangenen beiden Wochen gegen direkte Konkurrenten aus dem unteren Tabellensegment. Einem 2:1 in Bochum folgte ein 2:1 gegen Düsseldorf.

Bei letztgenannter Begegnung musste die SGD aber auch eine Hiobsbotschaft verkraften, denn Ex-FCK-Keeper Lennart Grill verletzte sich schwer am Knie und wird lange ausfallen. Für Grill wird Tim Schreiber in Kaiserslautern das Tor hüten. Ansonsten kann Stamm in Lautern auf das Personal der vergangenen Wochen setzen.

Frühere Duelle

Zum 21. Mal treffen FCK und SGD am Samstag aufeinander. Elf Mal konnte Lautern gewinnen, Dresden sechs Mal. Die letzten Duelle sind in Kaiserslautern natürlich noch in guter Erinnerung: In der Relegation 2022 hieß es im Hinspiel 0:0, ein 2:0 in Rückspiel in Dresden sicherte dem FCK damals den Aufstieg in Liga Zwei. Daniel Hanslik erzielte den ersten erlösenden Treffer für die Roten Teufel und soll auch am Samstag möglichst wieder als Dresden-Schreck in Erscheinung treten.

Fan-Infos

Im Vorverkauf wurden 45.375 Tickets abgesetzt, es sind noch ein paar hundert Restkarten erhältlich. Im offiziellen Zweitmarkt des FCK gibt es angesichts der aktuellen Erkältungswelle ebenso wie in der DBB-Kartenbörse auch noch relativ viele Karten zum Einkaufspreis. Aus Dresden, wo diese Woche die "Ultras Dynamo" ihr 25-jähriges Bestehen feierten, werden 3.500 Fans erwartet.

Weil die Partie gegen Dynamo als Risikospiel eingestuft wird, ist mit Einschränkungen beim Straßenverkehr und einem großen Polizeiaufgebot zu rechnen. Nachdem es bei den letzten Aufeinandertreffen aber keine größeren negativen Vorkommnisse gab - die Ausschreitungen der Dresdner von 2013 haben trotzdem noch viele FCK-Fans im Kopf -, werden dieses Mal aber auch ein paar Einschränkungen aufgehoben, zum Beispiel gibt es kein Alkoholverbot. Weiteres Organisatorisches rund um das Spiel hat der FCK wie immer in seinen Fan-Infos zusammengefasst. Das Fritz-Walter-Stadion öffnet um 11:00 Uhr.

O-Töne

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Beim Pokalspiel haben wir einen Schlag in die Fresse bekommen. Zu Berlin ist alles gesagt, jetzt bereiten wir uns auf Dresden vor. Gegen Kiel haben wir gezeigt, wozu wir in der Lage sind. Dieses Vertrauen habe ich in meine Mannschaft, mein Trainerteam und mich selbst, dass wir das gegen Dresden wieder zeigen."

Dynamo-Trainer Thomas Stamm: "Kaiserslautern spielt Zuhause und da ist es nochmal etwas anders. Wer das Spiel am Dienstag gesehen hat, der kann es auch einordnen. Ich werde das Ergebnis nicht überbewerten, denn so deutlich wie es scheint, war das Spiel nicht."

Daten und Fakten

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FC Kaiserslautern: Krahl - Sirch, Gyamfi, Robinson - Joly (Abiama), Sahin, Kunze, Haas - Skyttä, Ritter - Hanslik

Es fehlen: Asta (Teilriss des Kreuzbandes), Emreli (Teilabriss der Adduktorensehne), Jisoo (Muskelfaserriss), Prtajin (Muskelbündelriss), Redondo (Fußverletzung), evtl. Joly (Zerrung)

Dynamo Dresden: Schreiber - Pauli, Boeder, Müller - Faber, Amoako, Herrmann, Rossipal - Lemmer, Hauptmann - Vermeij

Es fehlen: Grill (Knieverletzung), Menzel (Ellenbogenverletzung), Risch, Zickler (beide Schulterverletzung)

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