Neues vom Betzenberg
Elversbergs Marc Strauß soll zweiter FCK-Geschäftsführer neben Thomas Hengen werden

Foto: Imago Images
Von Strauß' bevorstehendem Wechsel auf den Betzenberg berichtet "Sky" - und schreibt dazu: "Eine mündliche Einigung soll bereits erzielt worden sein." Der neue zweite FCK-Geschäftsführer soll demnach am 1. Juli 2026, also zur kommenden Saison sein Amt antreten.
Promovierter Fachmann für Finanzen, Verwaltung und Vereinsentwicklung
Dr. Marc Strauß ist seit November 2014 als Vorstandsmitglied für Verwaltung und Vereinsentwicklung bei der SV Elversberg tätig und ging mit den Saarländern den Weg von der Regionalliga bis in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Er war und ist auch für den zweitligatauglichen Stadionausbau an der Kaiserlinde zuständig. Darüber hinaus wirkte der heute 41-Jährige am Aufbau des über 400 Partner und Sponsoren umfassenden "Business-Netzwerks" des Verein mit. Vor zwei Wochen wurde er zudem als erster Elversberger Club-Vertreter in die DFL-Kommission "Finanzen" gewählt, der er nun für den Zeitraum der nächsten vier Jahre angehört. Auch der 1. FC Kaiserslautern taucht im Lebenslauf des promovierten Wirtschaftswissenschaftlers (Thema der Doktorarbeit: "Fußballunternehmen in Europa - Konzernrechnungslegung, Lizenzierung und finanzielles Fairplay im deutschen und europäischen Profifußball"), der an den Universitäten Saarbrücken und Valencia (Spanien) ausgebildet wurde, auf: Von Februar bis Oktober 2014, also unmittelbar vor seinem Start in Elversberg, war Strauß als Projektleiter auf dem Betze tätig.
Der zurzeit noch fehlende zweite Geschäftsführer, der laut Satzung der FCK-Kapitalgesellschaft eigentlich fest vorgesehen ist, war klubintern schon länger ein Thema. Als Thomas Hengen im März 2021 noch im Abstiegskampf der 3. Liga sein Amt als sportlicher Geschäftsführer beim FCK antrat, hatte er mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt - der zuvor unter anderem erfolgreich die Planinsolvenz des Klubs gemanagt hatte - noch einen gleichberechtigten Partner an seiner Seite. Nach Voigts Ausscheiden im November 2021 stieg Hengen zum alleinigen Geschäftsführer auf. Später wurden eine Organisationsebene unterhalb von Hengen drei Direktoren-Posten für Sport, Kaufmännisches und CRM/Digitales geschaffen. Oberhalb des Geschäftsführers steht in der FCK-Kapitalgesellschaft der Beirat, dessen fünf Mitglieder sich aus drei Vertretern des FCK e.V. und zweien der Investorengruppe SPI zusammensetzen.
Erweiterung der Geschäftsführung ist schon länger geplant
In Hengens bisheriger Amtszeit konnte der FCK seinen Umsatz dank des sportlichen Erfolgs mit Etablierung in der 2. Bundesliga und herausragenden Zuschauerzahlen von 15 auf rund 60 Millionen Euro pro Saison vergrößern - mit weiterhin steigender Tendenz. Um den Klub sportlich, finanziell und strategisch noch weiter zu professionalisieren, hat sich der Beirat nun also zu der schon länger angedachten Installation eines zweiten Geschäftsführers entschieden. Der FCK-Beiratsvorsitzende Rainer Keßler hatte die jetzt vor der Umsetzung stehenden Pläne im Interview mit Der Betze brennt bereits vergangene Saison angekündigt. Er sagte damals: "Derzeit steht an erster Stelle, den FCK sportlich und wirtschaftlich weiterzuentwickeln, denn beides muss nebeneinander einhergehen. Da sehen wir uns im Moment gut aufgestellt. Perspektivisch aber, da haben Sie Recht, soll der FCK wieder zwei Geschäftsführer haben, vielleicht sogar drei. Und man muss kein Hellseher sein, um zu prophezeien, dass das auch so kommen wird. Es ist eben immer die Frage des Zeitpunkts, wann man so eine Veränderung umsetzt."
Den Vertrag mit Thomas Hengen hatte der FCK bereits im November 2025 erneut verlängert. Mit der Verpflichtung von Marc Strauß soll nun der nächste Schritt in der Klubentwicklung folgen.
Wer sich einen weiteren ersten Eindruck des eventuellen zukünftigen FCK-Geschäftsführers Marc Strauß verschaffen möchte, findet hier ein 45-minütiges Gespräch mit ihm im Podcast "Beautiful Business", das im Februar 2024 geführt wurde:
Zur Forumsdiskussion:








