Das sagt der Gegner
"Unterschiedliche Gesichter:" Was Lilien-Coach Kohfeldt über Lieberknechts Lautrer denkt

Foto: Imago Images
"20:30 Uhr, Flutlichtspiel am Bölle - gefällt mir gut. Ich freue mich auf den Rahmen, auf das Spiel und auf einen sehr starken Gegner, der in den letzten Tagen seine Ambitionen nochmal mehr als untermauert hat. Rasmussen zu holen, Berisha zu holen, das ist gepaart mit dem, was schon im Sommer geholt wurde von Thomas Hengen und Marcel Klos, schon sehr viel Ambition", lobt Lilien-Coach Kohfeldt den 1. FC Kaiserslautern vor dem Aufeinandertreffen mit Darmstadt 98 im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor (Sonntag, 20:30 Uhr). Der 43-Jährige erwartet die Roten Teufel als unberechenbaren und kniffeligen Gegner: "Sie zeigen gegen den Ball grundsätzlich unterschiedliche Gesichter: Mal spielen sie sehr hoch und komplett Mann gegen Mann. Mal versuchen sie, ganz tief zu stehen und im Block zu verteidigen. Sie versuchen offensiv sehr schnell ins letzte Drittel zu kommen und zielen dort auf die individuelle Qualität ihrer Spieler ab. Dementsprechend geben sie in der Analyse kein ganz klares Bild ab, was Muster oder Spielweisen angeht. Sie sind sehr stark auf ein Eins gegen Eins sowohl offensiv als auch defensiv ausgelegt. Das erscheint mir auch sinnvoll und macht sie so gefährlich, weil sie diese individuelle Qualität halt haben mit Skyttä oder Ritter in der Offensive, auch wenn sie mit Prtajin jetzt einen ganz bitteren Ausfall haben, für den sie dann aber einen deutschen Nationalspieler (Mergim Berisha; Anm. d. Red.) kaufen. Auch wenn Torsten [Lieberknecht] zurecht sagen wird, dass er jetzt lange nicht gespielt hat."
"... das ist für eine Fußballmannschaft wichtiger als das reine Taktische"
Die aktuell zu den größten Aufstiegsfavoriten zählenden Darmstädter haben eine ihrer erst zwei Saisonniederlagen gegen den FCK eingefahren, beim 1:3 im August im Fritz-Walter-Stadion. Für Kohfeldt hat diese Partie einen hohen Stellenwert: "Das Hinspiel war jetzt auch nicht ohne große Emotionen, muss man sagen. Ohne dass es unfair gewesen wäre. Aber so spät diese Niederlage zu kassieren in Lautern, das hat uns schon sehr weh getan. Rückblickend muss man aber auch sagen, dass es vielleicht das wichtigste Spiel der Saison bislang für uns war - weil wir unsere Lehren daraus gezogen haben." Gegen Torsten Lieberknecht als FCK-Trainer war es sogar schon die zweite Niederlage nach jener im Mai auf dem Betze. Jetzt kehrt Darmstadts Aufstiegsmacher von 2023 erstmals als gegnerischer Coach ans Böllenfalltor zurück. "Ich freue mich auch darauf, Torsten hier das erste Mal zu seiner Rückkehr ans Bölle begrüßen zu können. Wir haben die letzten beiden Spiele auswärts gegen den FCK verloren und einen Riesenrespekt vor dem, was da auf uns zukommt. Aber morgen spielen wir zum Glück hier zuhause."
Eine interessante Aussage traf der für sein taktisches Knowhow bekannte Kohfeldt auf der heutigen PK auch noch mit Blick auf das wirklich Wichtige im Fußball, das er bei seiner Mannschaft aktuell auch als Stärke empfindet: "Man kann sich mit mir einschließen und wir können zehn Stunden lang über Fußballtaktik reden. Aber ich glaube ganz fest daran, dass eine Kabine, eine Energie, eine Seele wichtiger ist für eine Fußballmannschaft als das reine Taktische. Dieses Gefühl habe ich bei uns, und das ist ein schönes Gefühl."
Die komplette Pressekonferenz mit Florian Kohfeldt gibt es hier als Video:
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