Neues vom Betzenberg
Wahnsinn in der Nachspielzeit: Rote Teufel schlagen Hannover mit 3:1
Trainer Torsten Lieberknecht setzte zum Rückrundenauftakt auf Winter-Neuzugang Norman Bassette, beließ aber auch Daniel Hanslik in der Startelf. Stattdessen musste Semih Sahin seinen Platz im zentralen Mittelfeld räumen. Auf seine Position rückte Marlon Ritter. Vor 44.382 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion begann die Partie eher verhalten. In der ersten knapp halben Stunde näherte sich ausschließlich Hannover dem gegnerischen Kasten etwas an, wobei die beste Gelegenheit Benedikt Pichler per Kopf bereits in der 4. Minute hatte. Die Roten Teufel kamen in der 28. Minute zu ihrer ersten Möglichkeit – und die war richtig gut. Nach feiner Brustablage von Hanslik auf Naatan Skyttä scheiterte der Finne an 96-Keeper Nahuel Noll. Kurz darauf brachte Mika Haas eine Hereingabe von der linken Seite. Wieder kam Skyttä zum Abschluss, fand seinen Meister aber erneut in Noll (32.). Der FCK war nun das bessere Team. Bis zur Pause konnte er sich aber keine weiteren klaren Chancen mehr erarbeiten. Beim Stand von 0:0 ging es in die Kabine.
Nach Wiederbeginn taten sich die Lautrer im Offensivspiel zunächst wieder schwer. Hannover gehörten die ersten Minuten, ehe Lieberknecht nach einer knappen Stunde wechselte. Für Hanslik und Bassette kamen Prtajin und Sahin in die Partie. Mika Haas mit einem satten Linksschuss, den Noll zur Ecke parierte, hatte wenig später die erste gute Chance in Hälfte zwei (62.). Noch blieb die Partie torlos, was sich in der 67. Minute aber änderte. Nach einem Konter der 96er schien die Gefahr schon fast gebannt, als Waniss Taibi von der Grundlinie den Ball per Hacke zurück ins Zentrum legte. Dort hatte Enzo Leopold keine Mühe und schob die Kugel ein zum 0:1.
Noch blieb den Roten Teufeln aber genügend Zeit und einmal mehr konnte sich die Elf vom Betze auf ihren Torjäger verlassen. Nach Flanke von Paul Joly tauchte der Stürmer ab zum Kopfball und setzte das Leder genau neben den Pfosten ins Netz. 1:1 und alles wieder offen in der 74. Minute. Nur zwei Minuten später flog bei Hannover Waniss Taibi mit Gelb-Rot vom Platz, für die Schlussphase war der FCK somit in Überzahl. Die beste Chance zum Siegtreffer hatte schließlich noch einmal Skyttä, der mit seinem Flachschuss im Duell mit Noll aber wieder den Kürzeren zog (88.). Noch blieb den Gastgebern aber die Nachspielzeit - und die brachte dem FCK tatsächlich noch den Erfolg. Zuerst Sahin mit seinem ersten Treffer für den FCK und dann Skyttä ins verwaiste Tor schossen den am Ende ekstatisch gefeierten 3:1-Sieg heraus.
In der Tabelle überholen die Roten Teufel durch den Dreier sowohl die 96er als auch die Berliner Hertha und klettern auf Rang fünf. Und am kommenden Wochenende geht es direkt mit der nächsten großen Aufgabe weiter. Dann steigt am Sonntag ab 13:30 die Partie beim Tabellenführer FC Schalke 04.
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