Neues vom Betzenberg
Fritz-Walter-Stadion wurde zur Notunterkunft - wegen Bombenentschärfung
Wie die Geschichte losging, beschrieb heute die Stadt Kaiserslautern in einer Pressemitteilung wie folgt: "Am Donnerstag, 15. Januar 2026, wurde nachmittags bei Drainagearbeiten im Kaiserslauterer Stadtwald unweit des Schulzentrums Süd eine amerikanische 1.000-Pfund-Fliegerbombe des Typs M65 gefunden. Der ermittelte Evakuierungsradius betrug 750 Meter um den Fundort und betraf neben dem Schulzentrum Süd Teile des Wohngebiets 'Betzenberg' sowie 'Lämmchesberg'. Knapp 1.000 Menschen mussten den betroffenen Bereich räumen."
Wer nicht woanders unterkommt, verbringt den Abend beim FCK
In der Fanhalle Nord des Fritz-Walter-Stadions wurde eine Anlaufstelle für die evakuierten Personen eingerichtet. Rotes Kreuz, Malteser und weitere Helfer sorgten für die Betreuung der Menschen, auch für Getränke und warmes Essen. Von FCK-Mitarbeitern wurde ein Tischkicker aus der Geschäftsstelle in die Nordhalle runtergeschafft. "Wir haben kurz vor Feierabend die Anfrage erhalten, ob wir die Halle zur Verfügung stellen können, das haben wir selbstverständlich gemacht", erklärte FCK-Unternehmenssprecher Stefan Roßkopf gegenüber der "Rheinpfalz".
Rund 35 Menschen verbrachten laut der Zeitung die Abendstunden im Stadion. Die meisten anderen Anwohner waren bei Freunden oder Verwandten untergekommen. Vom Bombenfund bis zur -entschärfung vergingen rund sieben Stunden. Eine Verzögerung gab es wegen einer im näheren Umfeld des Fundortes verlaufenden Gasleitung. Um einen großflächigen Versorgungsausfall auszuschließen, wurde eine provisorische Überbrückungsleitung aufgebaut. Gegen 23:00 Uhr kam dann die Entwarnung: Der Kampfmittelräumdienst hatte die Weltkriegsbombe entschärft und die betroffenen Einwohner konnten ohne Übernachtung woanders wieder in ihre Wohnungen zurück.
Die Stadt teilte abschließend mit: "Der Dank geht an alle Einsatzkräfte und an die betroffenen Bürgerinnen und Bürger für den reibungslosen Ablauf. Der Dank geht auch an den 1. FCK für die Bereitstellung der Räumlichkeiten für die Evakuierten."
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