Stimmen zum Spiel
Lieberknecht: "Wir wollten keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten"

Foto: Imago Images
"Aus unserer Sicht war es extrem wichtig, dass wir auch mal wieder so ein Spiel abgeliefert haben", resümierte Torsten Lieberknecht den Auftritt seiner Mannschaft auf der Alm. Nach vorne ging bei den Roten Teufeln zwar fast gar nichts, aber hinten zeigten sie sich erheblich verbessert gegenüber den viel diskutierten Auswärtsauftritten zuvor. Mit 27 Zählern steht der FCK nun wie geplant im oberen Drittel der Tabelle und könnte, obwohl noch längst nicht alles golden glänzt, nächste Woche mit einem Heimsieg gegen Magdeburg seine punktemäßig beste Hinrunde seit dem Aufstieg abschließen. Trainer Lieberknecht wertete den Auswärtspunkt daher zwar als nicht schön, aber erfolgreich: "Aus unserer Sicht war es extrem wichtig, dass wir auch mal wieder so ein Spiel abgeliefert haben. Wir haben (ohne Überzahl; Anm. d. Red.) zuletzt am zweiten Spieltag gegen Schalke zu Null gespielt. Bezüglich Bielefeld wussten wir, dass man ihnen mit ihren schnellen Spielern nicht viel Platz in der Offensive anbieten darf, denn sonst geht man hier als Verlierer vom Platz. Es war wichtig, heute mal eine andere Facette zu zeigen, die keine schöne ist, aber die enorm wichtig ist, um auch mal einen Punkt zu sichern. Durch Marlon Ritter hätten wir nach einem extrem sauberen Konter sogar den Lucky Punch setzen können. Dennoch war es nach vorne zu wenig. Aber das war heute nicht unsere Prämisse."
"Wir wollten keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten. Und das ist uns gelungen", lautete Lieberknechts Schlussfazit, dem sich auch DSC-Trainer Mitch Kniat nach der Nullnummer auf der Alm anschloss: "Dafür braucht man sich nicht zu entschuldigen. Es gibt kein schön und nicht schön, sondern es gibt nur erfolgreich und nicht erfolgreich."
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Semih Sahin erklärte, wie der Matchplan zur Analyse des Gegners passte: "Wir wollten mindestens einen Punkt mitnehmen und das haben wir geschafft. Wir haben den Gegner analysiert und festgestellt, dass Arminia nach Schalke die zweitschlechteste Mannschaft darin ist, einen tief stehenden Gegner zu bespielen. Deshalb haben wir heute so einen Ansatz gewählt. Allerdings ist dann auch der Weg zum gegnerischen Tor unfassbar weit, da brauchen wir dann schnelle Umschaltspieler. Die haben wir im Laufe der zweiten Halbzeit gebracht."
Fabian Kunze beschrieb, inwieweit die jüngsten Auswärtsspiele noch eine Rolle gespielt haben und lobte Kampf und Einsatz der Mannschaft: "Das war ein gewonnener Punkt. Ich denke, es ist normal, dass man nach den beiden schlechten Auswärtsspielen zuerst einmal versucht, kompakt zu stehen. Wir wollten dieselben Fehler nicht nochmal machen. Wenn wir jetzt gegen Magdeburg gewinnen, wäre es eine gute Hinrunde. Das heute war ein Kampfspiel. Jeder, der den FCK kennt, weiß, dass der Kampf immer im Vordergrund steht. Das sollte immer klar sein. Und heute haben wir das über 90 Minuten gut umgesetzt."
Maxwell Gyamfi haderte etwas mit den nicht genutzten Umschaltmomenten, sieht den FCK aber auf einem guten Weg: "Bielefeld hat vorne schnelle Spieler, deshalb wollten wir kompakt stehen und das haben wir auch getan. Die Umschaltsituationen hätten wir aber sauberer ausspielen müssen. Die Arminia ist ein schwieriger Gegner und man kann nicht immer dreifach punkten, man muss auch die Punkte so mitnehmen. Die Thematik der wenigen Zu-Null-Spiele wird, glaube ich, außerhalb ein bisschen größer gemacht als bei uns in der Kabine. Die letzten Spiele liefen auch etwas unglücklich. Am Ende des Tages stehen wir gut da. Man kann heute das Zu-Null betonen, aber wir gucken darauf, wie wir performen, wie wir uns entwickeln und da sind wir auf einem guten Weg."
Sportdirektor Marcel Klos war zufrieden mit dem Punkt und will am kommenden Spieltag ebenfalls die 30 Zähler knacken: "Ich bin glücklich, dass wir den Punkt hier geholt haben. Wir haben zu Null gespielt, wir haben fast nichts anbrennen lassen. Das war wichtig nach den vorigen zwei Auswärtsspielen. Wir wussten, dass Bielefeld ein starker Aufsteiger ist. Wir haben ein bisschen etwas umgestellt taktisch, sodass wir uns ein bisschen mehr auf den Gegner eingestellt haben. Jetzt haben wir noch ein Heimspiel. Da versuchen wir natürlich den Dreier zu holen und wenn wir dann mit 30 Punkten in die Winterpause gehen, dann sind wir alle zufrieden. Natürlich gibt es immer Punkte, die verbesserungswürdig sind. Und natürlich gehören da auch die Auswärtsspiele dazu. Aber ich finde, heute haben wir das Stadion hier schnell zur Ruhe gebracht, eigentlich von der ersten Minute an."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld
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