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Stimmen zum Spiel

"Erst totale Freude, dann ein bisschen Trauer": Die Stimmen zum 1:1 in Düsseldorf

02.11.2025, 17:08 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Der FCK führt 1:0 und bejubelt schon das 2:0, muss sich dann aber nach VAR-Entscheid und Gegentor doch mit "nur" einem 1:1 in Düsseldorf begnügen. Bei Trainer und Spielern überwiegt danach der Frust über den verpassten Auswärtssieg.

Titelfoto

"Es waren absolut unterschiedliche Gefühlswelten, von totaler Freude bis zu ein bisschen Trauer. Mein erstes Profi-Tor zu erzielen, das wäre schon etwas extrem schönes gewesen", beschrieb Leon Robinson nach dem Remis des 1. FC Kaiserslautern bei Fortuna Düsseldorf den Zwiespalt seiner Emotionen. Zunächst hatte Luca Sirch sein Team mit einem schönen Freistoßtreffer mit 1:0 in Führung gebracht. Robinsons über die Linie gedrückter Ball nach Vorarbeit von Ivan Prtajin wäre das 2:0 und vermutlich die Vorentscheidung gewesen. Nach mal wieder übermäßig langer Kontrolle durch den Video-Schiedsrichter wurde der Treffer des 24-Jährigen jedoch zurückgepfiffen und Düsseldorf kam in der emotionsgeladenen Schlussphase noch zum 1:1-Ausgleich. Für Robinson, der sich in der zurückliegenden Englischen Woche einen Stammplatz in der Innenverteidigung erobert hat, waren diese Minuten spielentscheidend: "Dass Ivan [Prtajin] vielleicht im Abseits stehen könnte, habe ich nicht gesehen. Ich wusste auf jeden Fall, dass ich es nicht bin. Wenn das 2:0 zählt, haben wir mehr Sicherheit und spielen das Ding wahrscheinlich sogar zu Null runter, denke ich. Stattdessen gab es diese fünf Minuten Pause durch den VAR. Das hat sich die Fortuna vielleicht zu Nutze gemacht und wir haben ein bisschen nachgelassen. Am Ende müssen wir es einfach konzentrierter und sauberer verteidigen."

Die weiteren Stimmen zum Spiel:



FCK-Trainer Torsten Lieberknecht ärgerte sich über die zwei aus der Hand gegebenen Punkte: "Das Endergebnis ärgert einen natürlich. Es ist eine Situation ähnlich wie letzte Woche gegen Nürnberg. Wir müssen das 2:0 nachlegen, um nicht den Ausgleich zu kassieren. Trotzdem fand ich, dass wir ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gezeigt haben. Aber unser Thema bleibt, dass wir die vielen Ballgewinne, die wir haben, sauberer ausspielen und unsere Passqualität erhöhen müssen. Heute sind wir und insbesondere ich aber erstmal sehr enttäuscht über die Tatsache, dass wir dieses Spiel nicht über die Runde gebracht haben."

FCK-Geschäftsführer Thomas Hengen differenzierte zwischen dem heutigen Spiel und der Gesamtsituation: "Leider gibt es die Regel 'Im Zweifel für den Angreifer' nicht mehr. Wenn man so lange Abseits prüft, dann muss es schon sehr, sehr, sehr knapp gewesen sein. Das ist dann natürlich bitter, wenn es das vermeintliche 2:0 gewesen ist. Dann wäre das Spiel glaube ich zu gewesen. Stattdessen bekommen wir einen Sonntagsschuss in den Giebel, und das ist dann ärgerlich. Es ist bitter, dass das so passiert ist. Auf der anderen Seite sind wir jetzt schon einige Spiele ungeschlagen und haben 20 Punkte nach elf Spieltagen, was nicht so schlecht ist."

Luca Sirch erklärte die Situation vor seinem Freistoßtreffer und bilanzierte die zurückliegende Woche: "Ich hatte ein gutes Gefühl. Wir haben uns besprochen, geschaut wie der Torwart die Mauer stellt, denn eigentlich war die Position für einen Linksfuß besser geeignet. Aber ich habe dann gesehen, dass es vielleicht auch um die Mauer drumherum geht, und habe es einfach probiert. Es war ein schönes Gefühl, so zu treffen. Trotzdem bin ich enttäuscht. Zwei Mal hintereinander nach Führung den Ausgleich zu kassieren, das schmerzt schon sehr. Allerdings haben wir die Englische Woche jetzt mit dem Weiterkommen im Pokal abgeschlossen und haben keins der Spiele verloren. Das ist auch wichtig."

Daniel Hanslik trauerte ebenfalls dem vergebenen Sieg hinterher, sieht seine Mannschaft aber genügend gefestigt, um in den nächsten Spielen wieder dreifach zu punkten: "Heue waren es zwei verlorene Punkte. Eigentlich hatten wir das Spiel im Griff, gehen verdient in Führung, machen dann das zweite, wo ich dachte: Jetzt legen wir das dritte nach und das Ding ist durch. Aber dann kommt diese gefühlt zehnminütige Unterbrechung vom VAR. Ungewissheit, die Technik ist auch wieder ausgefallen, keiner weiß warum. Dann war ein Bruch im Spiel, nach dem Düsseldorf wieder besser reinkommt. Wir müssen unsere Angriffe noch sauberer zu Ende spielen und das zweite Tor durchmachen. Das ist eine Phase, die wir jetzt durchmachen, aus der wir aber auch wieder rauskommen werden. Wir haben genug Qualität dafür. Es war jetzt eine Englische Woche, die mit dem Weiterkommen im Pokal gut war, aber mit zwei Unentschieden nach Führung in der Liga auch ein bisschen ärgerlich."

Ivan Prtajin war derweil froh, nach zwei verpassten Spielen wieder auf Torejagd gehen zu können, und sieht sein Team im Soll: "Wir nehmen einen Punkt bei einer guten Mannschaft mit. Ich bin glücklich, weil ich nach meiner Verletzung wieder spielen konnte, dieses Thema ist jetzt erledigt. Aber ich bin auch enttäuscht, denn wir wollten die drei Punkte holen. Wie auch schon letzte Woche gegen Nürnberg haben wir auch heute in Düsseldorf den Ausgleichstreffer aus dem Nichts kassiert. Trotzdem haben wir den Anschluss nach oben und können mit der aktuellen Situation zufrieden sein."

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf

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