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Neues vom Betzenberg

Lieberknecht bei SWR Sport: "Der Fußball bewegt und ist nie nur ein Projekt für mich"

10.08.2025, 23:04 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Torsten Lieberknecht war am Sonntagabend Studiogast bei "SWR Sport". Wir haben die wichtigsten Aussagen des FCK-Trainers zusammengefasst - es ging unter anderem um den Heimsieg gegen Schalke, die zwölfminütige Nachspielzeit und um Roland Kaiser.

Titelfoto

FCK-Cheftrainer Torsten Lieberknecht bei "SWR Sport" über:



... die Nacht nach dem Heimsieg des 1. FC Kaiserslautern gegen Schalke 04: "Ich habe mir gestern die Roland-Kaiser-Mania auf MDR angeschaut, weil ich gar nicht einschlafen konnte. Irgendwann hat es dann doch geklappt."

... das Spiel: "Wir haben Schalke vor einer Woche gegen Hertha gesehen und haben ein stressiges Spiel erwartet, was es dann auch geworden ist. Wir wollten die zweiten Bälle bekommen, sie festigen und in Ruhe aufbauen. Das haben wir im Offensivspiel mit einer besseren Struktur als in Hannover geschafft. Das Entscheidende war, dass wir die DNA, die den FCK auszeichnet, über die gesamte Spielzeit gezeigt haben. Der Wille, auf die zweiten Bälle zu gehen, das war top."

... die zwölf Minuten Nachspielzeit: "Vor dem Spiel gibt es jetzt diesen Handshake-Dialog mit dem Schiedsrichter, den Trainern und den Kapitänen, was eine super Sache ist. Da hat uns der Schiedsrichter schon darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht überrascht sein sollten, wenn es eine lange Nachspielzeit geben wird. Diese wird aber nicht vom Schiedsrichter bestimmt, sondern von der DFL. Die haben oben jemanden sitzen, der minutiös alles aufschreibt. Erstmal ist man dann trotzdem überrascht von zwölf Minuten Nachspielzeit, aus denen dann auch noch 15 Minuten werden. Das war die erste Erfahrung, aber darauf müssen wir uns einstellen. Es geht dabei darum, die Netto-Spielzeit zu erhöhen. Aber mir wurde gesagt, dass die gestern trotzdem nur bei 58 Minuten war (60 Minuten sind das Ziel der DFL; Anm. d. Red.). Das hat was von englischen Verhältnissen, aber es macht auch Spaß, wenn du als Sieger vom Platz gehst."

... die Entwicklung von Spieltag zu Spieltag: "Gegen AS Rom haben wir aus dem Spielaufbau heraus den Gegner zum 1:0 eingeladen. Deswegen haben wir bei Hannover 96, die ähnlich pressen, für ein Überspielen dieses Pressings entschieden. Hätten wir es da verstanden, aus den festgemachten Bällen mutiger nach vorne zu spielen, hätten wir den einen oder anderen Abschluss mehr gehabt. Gegen Schalke 04 hatten wir dann bereits in der ersten Minute eine gute Chance durch Daniel Hanslik. Danach gibt es immer mal die Situation, wenn wir in der Passsituation nicht die Diagonale suchen, sondern eher in die Rückwärtsbewegung kommen, dann bringen wir uns in Druck und müssen lang schlagen. Schalke ist eine Mannschaft mit wildem Pressing. Da muss man auch mal mit einem langen Schlag das Risiko minimieren. Letzte Saison hatten wir oft mit der Defensive und den vielen Gegentoren gehadert. Wenn du etwas ganz Großes erreichen möchtest, dann ist es so, dass die Defensive Meisterschaften gewinnt. Da waren wir in Hannover einigermaßen stabil und gegen Schalke fand ich es richtig gut."

... die Verbindung zu den Fans: "Der Fußball ist Volkssport Nummer 1 und das wichtigste Sprachrohr eines Vereins sind die Fans. Die nehmen so viel auf sich und da gehört es sich, dass man ihnen Gehör schenkt und sich in kritischen Situationen mit ihren Themen auseinandersetzt. Man soll sich nicht von der Basis abnabeln, sondern bei der Basis bleiben. Sie sind diejenigen, die es ausmachen, wie gestern bei uns auf dem Betze eine Choreo machen, die Spieler verabschieden, die bei Wind und Wetter oder schwierigen Spielen immer da sind. Ich ziehe auch viel Energie aus Gesprächen mit Fans. So möchte ich mich zeigen, nicht weil ich etwas schauspielern möchte, sondern weil ich einfach so bin und weil es mir Spaß macht."

... den im Trainer steckenden Fußballromantiker: "Der Fußball ist ein hochprofessionelles Geschäft. Aber ich möchte mir auch die Romantik nicht nehmen lassen. Ich war vor einer Woche zusammen mit der Mannschaft zum ersten Mal im FCK-Museum - das ist etwas bewegendes. Der Fußball bewegt und ist nie nur ein Projekt für mich."

... die Ziele in dieser Saison: "Das Maximum rauszuholen ist immer das, was ich anstrebe. Und das vielleicht auch mit Mannschaften, denen man es nicht zutraut. Wir haben das Saisonziel ausgegeben, besser als Platz 7 abzuschneiden. Aber wir wissen auch, dass der Weg dorthin sehr lang ist. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn wir a) das schaffen und b) noch besser werden, so dass sich ein Traum erfüllt. Ich finde es auch nicht verwerflich, darüber zu sprechen. Die Leute hegen diesen Traum und für mich wäre es auch ein Lebenstraum, den FCK in die Erste Liga zurückzuführen. Ich weiß aber auch, wie beschwerlich so ein Weg ist und was man alles machen muss dafür. Ich bin optimistisch, dass wir uns als Mannschaft weiterhin entwickeln werden. Und dann bin ich auch optimistisch, dass es eine saubere und vielleicht auch eine top Saison wird."

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Weitere Links zum Thema:

- DBB-Sommerinterview, Teil 1: "Ein Spieler muss für unsere Ziele brennen, so wie ich auch dafür brenne"
- DBB-Sommerinterview, Teil 2: "Der Aufstieg mit dem FCK wäre ein Lebenstraum"