Neues vom Betzenberg
"Kühlen Kopf bewahren": Rainer Keßler im DBB-Interview
Im exklusiven DBB-Interview spricht Rainer Keßler, der Beirats- und Verwaltungsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern, über die Entwicklung seit seinem Dienstantritt vor fünf Jahren. Es geht um das Sportliche, die Finanzen, die Strukturen und das Stadion.
Damals, am 1. Dezember 2019, hätte wohl jeder Anwesende auf der Mitgliederversammlung des FCK e.V. diese Entwicklung unterschrieben: Nach einer langen Zeit des Niedergangs und der Querelen geht es mit den Roten Teufeln endlich wieder aufwärts. Die harte Zeit in der 3. Liga wird beendet, die Finanzen werden geregelt und die internen Grabenkämpfe auf ein Minimum reduziert. Der seinerzeit mit dem "Team Merk/Keßler" gewählte Rainer Keßler blickt wie folgt auf die bisherige Amtszeit zurück: "Unterm Strich hat sich alles sehr stark zum Positiven entwickelt, und damit meine ich den Verein und die Kapitalgesellschaft, in die unser Profifußball ausgegliedert ist. Als wir antraten, war unser FCK ein vom Abstieg bedrohter Drittligist und hatte 24 Millionen Euro Verbindlichkeiten. Jetzt haben wir eine schuldenfreie Kapitalgesellschaft. Auf dem Verein lasten noch Verbindlichkeiten in Höhe von 5,5 Millionen Euro, aber wir sehen uns auch hier auf einem guten Weg. Wir haben Investoren gewonnen, die sich hundertprozentig mit dem FCK identifizieren. Wir leisten mittlerweile eine Gremienarbeit, bei der wir gerade auch nach außen ein seriöses gutes Bild abgeben. Wir haben auch mal konträre Sichtweisen, was völlig legitim ist, behandeln diese aber intern - so soll das sein. Das sind schon enorme Verbesserungen im Vergleich zu damals."
Etwas ins Stocken geraten ist allerdings die sportliche Entwicklung. Die letzte Saison war zwar geprägt vom Einzug ins DFB-Pokal-Finale, aber eben auch vom Zweitliga-Abstiegskampf bis fast zur letzten Minute. Und mit Markus Anfang steht schon der vierte Cheftrainer innerhalb von weniger als zwölf Monaten an der Seitenlinie. "Natürlich sind auch wir zurzeit nicht glücklich mit der Situation", gesteht Keßler im DBB-Interview ein. Dennoch zeigt er sich vom gemeinsamen Weg überzeugt: "Schwer zu akzeptieren ist der Sachverhalt, dass wir seit einiger Zeit die Spiele im sogenannten 'Pflichtprogramm' nicht überzeugend gestalten und lediglich in der 'Kür' unser wahres Gesicht zeigen. Trotzdem haben wir ein gutes Gefühl, dass es auf der Linie 'Mannschaft - Trainer - Geschäftsführer' stimmt, dass da ein konstruktiver Prozess im Gange ist. Natürlich ist es aber auch keine Phrase, dass Fußball Ergebnissport ist. Wenn wir die nächsten Spiele nicht gewinnen, wird es nicht lustiger, das ist klar. Aber auch dann dürfen wir nicht alles wieder über Bord werfen, was wir gerade aufgebaut haben. Wir sind gut beraten, einen kühlen Kopf zu bewahren."
Zum kompletten DBB-Interview mit Rainer Keßler:
» Teil 1 des Interviews: "Der FCK hat sich seit 2019 sehr stark positiv entwickelt"
» Teil 2 des Interviews: "Natürlich sind wir auch nicht glücklich mit der Situation"
Quelle: Der Betze brennt
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