Neues vom Betzenberg
Vorzeitiger Klassenerhalt für die Roten Teufel steht fest

Foto: Imago Images
Jetzt ist es amtlich: Der 1. FC Kaiserslautern hat trotz der Niederlage bei Hertha BSC den Klassenerhalt geschafft und wird auch in der Saison 2024/25 in der 2. Bundesliga spielen.
Möglich machte den "Klassenerhalt auf der Couch" der heutige 1:0-Erfolg von Eintracht Braunschweig im Verfolger-Duell gegen den SV Wehen Wiesbaden (Torschütze: Thorir Johann Helgason in der 22. Minute). Während der BTSV damit zwar vorläufig am FCK vorbeigezogen ist, können die nun auf Platz 15 stehenden Roten Teufel dank vier Punkten Vorsprung auf den SVWW nicht mehr weiter abrutschen - wer hätte vor drei Wochen gedacht, dass das ernüchternde 1:1 der Lautrer gegen Wehen jetzt eine solch entscheidende Auswirkung haben wird?
Wilde Achterbahnfahrt auf dem Betze endet glimpflich
Damit endet auf dem Betzenberg eine Saison wie eine wilde Achterbahnfahrt glimpflich. Mit Dirk Schuster, Dimitrios Grammozis und dem Ende Mai wohl ausscheidenden Friedhelm Funkel haben die Roten Teufel drei Trainer verschlissen. Geschäftsführer Thomas Hengen und vor allem sein Kaderplaner Enis Hajri müssen sich kritischen internen und externen Diskussionen stellen. Denn vor der Runde waren die Ziele noch ganz andere: Der einstellige Tabellenplatz aus der Vorsaison sollte bestätigt und möglichst verbessert werden, hierfür wurde der Etat auf gutes Zweitliga-Mittelfeld-Niveau angehoben und viel Geld ausgegeben. Inklusive Winterpause kamen 14 neue Spieler, für die alleine an Ablösesummen rund drei Millionen Euro ausgegeben wurden. Das erste Saisonviertel lief gut, der FCK rangierte nach neun Spieltagen auf Platz 3, geriet dann jedoch in einen Abwärtsstrudel enormen Ausmaßes.
Begleitet von zahlreichen Kollateralschäden gelang nun eine Woche vor Rundenende der Klassenerhalt, passenderweise nicht aus eigener Kraft, sondern dank der heutigen Schützenhilfe von Eintracht Braunschweig. Gegen den BTSV steht nächste Woche auch das nun nur noch für die Platzierung relevante letzte Heimspiel an. Und danach - ebenfalls ein Resultat der sportlichen Achterbahnfahrt - folgt noch das DFB-Pokal-Finale gegen Bayer Leverkusen am 25. Mai.
Aufsteiger & Absteiger: Weitere Entscheidungen in Liga 2 gefallen
Neben dem Klassenerhalt des FCK stehen seit diesem Wochenende auch schon zahlreiche weitere Entscheidungen für die nächste Zweitliga-Saison 2024/25 fest: Nach Holstein Kiel gestern Abend machte heute auch der FC St. Pauli den direkten Aufstieg in die Bundesliga klar. Fortuna Düsseldorf wird die Relegation bestreiten und dort auf den VfL Bochum, Mainz 05, Union Berlin oder den 1. FC Köln treffen, die unter sich den zweiten (Köln oder Berlin) und möglicherweise dritten Absteiger in die 2. Bundesliga neben Darmstadt 98 ausmachen.
Aus der 3. Liga gesellt sich als Überraschungsmeister der letztjährige Regionalligist SSV Ulm zu den kommenden Gegnern des FCK. Dahinter folgt mit dem vom Lautrer Sascha Hildmann trainierten Preußen Münster ein weiterer Aufsteiger, der mit Vorteilen ins Fernduell mit Jahn Regensburg geht. Regensburg oder Münster wird dann auch die Relegation zur 2. Bundesliga bestreiten: Gegner hier wird entweder der SV Wehen Wiesbaden (momentan mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 16) oder Hansa Rostock, das nach der jetzigen Tabelle den bereits feststehenden Absteiger VfL Osnabrück in die 3. Liga begleiten müsste.
Die Partien des 33. Spieltages in der Übersicht:
SC Paderborn - Hamburger SV 1:0 (Freitag)
1. FC Magdeburg - SpVgg Fürth 0:0
Hertha BSC - 1. FC Kaiserslautern 3:1 (Samstag)
Schalke 04 - Hansa Rostock 2:1
1. FC Nürnberg - SV Elversberg 3:0
Holstein Kiel - Fortuna Düsseldorf 1:1
FC St. Pauli - VfL Osnabrück 3:1 (Sonntag)
Eintracht Braunschweig - SV Wehen Wiesbaden 1:0
Karlsruher SC - Hannover 96 1:2
Quelle: Der Betze brennt
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