Neues vom Betzenberg
Funkel beim FCK: Hat jemand "Feuerwehrmann" gesagt?
Friedhelm Funkel war drei Jahre ohne hochklassigen Trainerjob. Nun soll der 70-Jährige Zweitligist Kaiserslautern vor dem Abstieg retten - mit seinem Pragmatismus, der schon oft unterschätzt wurde.
Pep Guardiola? Jürgen Klopp? José Mourinho? Wer am Mittwoch die Kommentarspalten des Onlineportals "Der Betze brennt" durchforstete, hätte meinen können, der 1. FC Kaiserslautern habe gerade einen der ganz großen Bringer der Trainergilde verpflichtet. "Aufbruchstimmung", "Hammer", "Fußball-Gott", "Genau ihn brauchen wir jetzt" "1-A-Lösung" - so der Tenor der ersten 19 Beiträge. Und selbst der zwanzigste Eintrag, der als vergleichsweise skeptisch zu lesen war, ließ sich auch als Kompliment verstehen: "Wenn Biden Präsident sein kann, kann Funkel auch den Klassenerhalt sichern."
Besagter Friedhelm Funkel, mit seinen 70 Jahren im Wettstreit mit dem 81-jährigen Biden fast ein Jungspund, leitete schon am Mittwochnachmittag sein erstes Training beim Zweitligisten als Nachfolger von Dimitrios Grammozis. Funkel gilt zwar fachlich nicht unbedingt als experimentierfreudig, dafür definitiv als Trainer, dem ein 1:0 lieber ist als ein 4:3. Vielleicht ist es dieser porentief pragmatische Ansatz, der so viele Fans des Traditionsvereins für den Mann einnimmt. Abgesehen von der Tatsache natürlich, dass er als grimmig dreinblickender Vollbartträger in den Achtzigerjahren 24 Tore in drei Jahren für den FCK geschossen hat.
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Quelle und kompletter Text: Süddeutsche Zeitung
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