Neues vom Betzenberg
Samstag, 20:30 Uhr: Auf Punktejagd im Volksparkstadion
Der 1. FC Kaiserslautern gastiert nach über elf Jahren mal wieder beim Hamburger SV. Neben jeder Menge Fußball-Tradition könnte es im Top-Spiel des Wochenendes auch die eine oder andere Premiere geben.
Mit Sicherheit gehört die Partie beim HSV zu den Spielen, auf die sich die FCK-Fans seit dem geglückten Aufstieg und der Verkündung des Zweitliga-Spielplans am meisten freuten. Spätestens als Anfang September der DFB das genaue Datum verkündete, brach der Run auf Tickets endgültig los. Der Spieltermin am Samstagabend lädt schließlich geradezu dazu ein, ein ganzes Wochenende in der Hansestadt zu verbringen. Und so erwarten die Rothosen ein mit 57.000 Zuschauern ausverkauftes Haus gegen die Roten Teufel, bei dem auch der Auswärtssupport wieder bemerkenswert sein wird: Mit um die 10.000 Lautrer Schlachtenbummlern dürfte zu rechnen sein.
Nach 93 Duellen: Am Samstag folgt die Zweitliga-Premiere
Darüber hinaus trifft in diesem Duell natürlich geballte Bundesliga-Tradition aufeinander: Stolze 93 Mal fand die Paarung bereits statt, die letzte Partie liegt jedoch schon über zehn Jahre zurück: Im März 2012 verlor der FCK zuhause im Fritz-Walter-Stadion mit 0:1, nachdem das Hinspiel im Volksparkstadion noch 1:1 geendet hatte. Am Ende der Saison mussten die Roten Teufel den bitteren Gang in die 2. Bundesliga antreten und so trennten sich die Wege beider Vereine. Als der HSV 2018 schließlich selbst abstieg, ging es auch für den FCK wieder eine Liga tiefer. Am Samstagabend treffen sie sich nun wieder - und das zum allerersten Mal im Unterhaus. Historisch gesehen spricht die Bilanz für die Nordlichter: 43 HSV-Siegen stehen 28 Erfolge für den FCK gegenüber.
Noch dazu gelang der Elf von Tim Walter der beste Start in der mittlerweile fünfjährigen Zweitliga-Historie: Zuletzt gewann man fünfmal hintereinander und kletterte so an die Tabellenspitze. Mit fünf Gegentoren bildet die Raute zudem die beste Defensive der Liga. Doch auch die Schuster-Jungen müssen sich nicht verstecken: Seit sechs Spielen sind die Männer in Rot ungeschlagen, in zehn Spielen kassierte der Aufsteiger erst eine Niederlage - so wenige wie sonst nur Darmstadt und Heidenheim. Allerdings endeten die vergangenen fünf Partien auch "nur" remis. Die Motivation sollte ob der äußeren Umstände aber riesig sein, die Ungeschlagen-Serie weiter auszubauen und im Idealfall mit einem Auswärtssieg fortzuführen. Wie das geht, zeigten in dieser Saison schon Hansa Rostock (0:1 - begleitet von 10.000 Fans) und Darmstadt 98 (1:2), die jeweils alle drei Punkte aus Hamburg entführten.
Luthe zurück im FCK-Tor - Opoku-Debüt ausgerechnet beim HSV?
Personell kann Dirk Schuster pünktlich zum Top-Spiel wieder auf mehr Alternativen zurückgreifen. So wird Andreas Luthe nach seiner Ein-Spiele-Sperre anstelle von Ersatzkeeper Avdo Spahic ins Tor zurückkehren. Ein besonders pikantes Debüt könnte es zudem im Mittelfeld geben: Aaron Opoku, einen Tag vor Transferschluss vom HSV in die Pfalz gewechselt, hat seine Rot-Sperre abgesessen und könnte am Wochenende erstmals in einem Pflichtspiel für den FCK auflaufen - "ausgerechnet" gegen seinen Ex-Klub, wie man so schön sagt. Möglich ist ein direkter Einsatz in der Startelf, wahrscheinlicher aber wohl eine Einwechslung des 23-Jährigen. Auch Marlon Ritter, der gegen Braunschweig angeschlagen ausgewechselt wurde, hat wohl keine schwerwiegende Blessur davongetragen und sollte einsatzbereit sein. Beim HSV ist der Einsatz des Linksaußen Jean-Luc Dompé nach einem Bänderriss unwahrscheinlich. Für ihn könnte wieder Sonny Kittel beginnen. Aber auch Ransford Königsdörffer ist ein Startelf-Kandidat. Er erzielte am vergangenen Spieltag bei Hannover 96 den 2:1-Siegtreffer in der Nachspielzeit. Ihn kennt der FCK noch bestens aus der Relegation gegen Dresden. Ganz vorne liefern sich Ex-Lautrer Robert Glatzel (sechs Saisontreffer) und Terrence Boyd (fünf) ein Fernduell um Platz 1 in der Zweitliga-Torschützenliste.
Quelle: Der Betze brennt
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