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Fußball mit Hirn (Süddeutsche Zeitung)

Fußballthemen, welche den FCK nicht oder nicht direkt betreffen.
docschorle
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Beitrag von docschorle »

Fußball mit Hirn
Die Serien des FC Bayern und von Borussia Dortmund, auf Schalke und in Wolfsburg offenbaren mal wieder die seltsame Macht der Psyche im Fußball.

Aus seiner Winterresidenz in Naples/Florida teilte der Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp soeben mit, sein Vertrauen zum Trainer sei uneingeschränkt - "auch wenn die Mannschaft keinen guten Lauf hat". Bingo, da war es wieder, jenes mythenumrankte L-Wort, das im Fußballgewerbe inflationär verwendet wird: Man hat einen Lauf. Oder keinen. Gebildete Trainer gebrauchen auch gerne die englische Entsprechung: den flow, von Psychologen als Schaffensrausch übersetzt. Der niederrheinische Poet Berti Vogts schuf einst die Metapher einer "Wolke", auf die man bei großen Turnieren im ersten Spiel hüpfen müsse. Damit sie einen - juhuu! - bis ins Finale trage.

Lauf, Flow, Wolke - gemeint ist dasselbe: eine Erfolgsserie, die maßgeblich durch eigendynamische Prozesse entsteht und von Siegen mit Symbolkraft initiiert wird. Ergebnisse und mentale Haltung, jeder weiß das, schaukeln einander wechselseitig hoch, in schlechten Zeiten: zur Pleitenkette. Während Aufstellungen, Systeme und tausend andere Dinge analysiert werden, passiert im modernen, von hoher Leistungsdichte geprägten Fußball das Entscheidende oft in den (schwer erforschbaren) geistigen Sphären. "Laufen ist für Tiere, Fußball ist mit Hirn", weiß der Amsterdamer Branchenphilosoph Louis van Gaal. Allein der Kopf gewinnt/verliert viele Spiele.

Den kompletten Bericht findet Ihr unter:

http://www.sueddeutsche.de/sport/882/501141/text/ :teufel2:
Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage!