Kaiserslautern: Trainer Wolf lobt Abwehr und vermisst Effizienz
Der doppelte Retter: Hajnal bewahrt Daham und Reinert
Vor Wochenfrist noch gefeierter Held beim FCK, weil zweifacher Torschütze beim 4:0 über Aue, wäre Sebastian Reinert (19) am Sonntag in München um ein Haar in die Rolle des Unglücksraben geschlüpft. Sein schwach und halbhoch getretener Elfmeter war symptomatisch für Lauterns Abschlussschwäche.
Denn Torchancen hatten sich die "Roten Teufel" vergleichsweise viele erarbeitet, zumal auswärts bei einem Mitanwärter. "Wir müssen im Abschluss effektiver werden", hat Trainer Wolfgang Wolf längst erkannt, doch seine Schützlinge lieferten erneut einen Anlass zum Haareraufen nach dem anderen. "Bei einer solchen Chancenverwertung wirst du als Trainer nicht alt", beschreibt Wolf seinen Gemütszustand während der 90 Minuten.
"Normalerweise rächt sich das", weiß Wolf. Dass seine Kritik an Noureddine Daham (8., 38., 63.) nicht allzu harsch ausfiel und dass Sebastian Reinert die ungeliebte Rolle des Unglücksraben erspart blieb, war Tamas Hajnal geschuldet. Der 25-jährige Ungar hatte sechs Minuten vor Abpfiff seinen großen Auftritt. "Ich nahm dem Danny Schwarz im Mittelfeld den Ball ab, tanzte noch den Lamotte ganz hübsch aus und hielt dann einfach mal drauf", kommentierte der erneut überzeugend agierende Mittelfeldchef sein Siegtor. Und schiebt noch hinterher: "So etwas kannst du nicht üben." Soll heißen: So was muss man können!
Bei so viel Selbstbewusstsein tritt Wolf auf die Bremse: "Er ist wichtig für unser Spiel und hat einen guten Schuss, keine Frage. Aber so etwas will ich öfter von ihm sehen." Und so bekamen die verbalen Streicheleinheiten andere: Die Defensivabteilung ("Der Grundstein für diesen Erfolg") sowie Beinahe-Unglücksrabe Reinert: "Unglaublich, welches Laufpensum der Junge erfüllt."
Quelle: kicker.de
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