Azar Karadas spürt Rückendeckung und Aufwärtstrend
Es bewahrheitet sich, was Wolfgang Wolf prophezeite: "Wir brauchen Geduld im Aufstiegskampf." Platz sieben mit zehn Punkten nach sechs Spielen gibt demnach (noch) keinen Anlass zur Sorge. Zum Vergleich: Beim ersten Zweitliga-Gastspiel (1996/97) war der FCK zu diesem Zeitpunkt der Saison Fünfter, hatte zwei Punkte mehr.
Mit dem Toreschießen war es damals (Torverhältnis 6:1) wie heute ( 8:8 ) nicht weit her.
Noureddine Daham/Azar Karadas ist das Duo, dem der Trainer vorne vertraut. Noch. Außer Frage steht: Die Torausbeute (Daham 3, Karadas 1) lässt zu wünschen übrig. Hinzu kommt: Nicolas Pavlovich und Daniel Halfar sitzen der ersten Sturmreihe im Nacken. Daham hofft, schon das Länderspiel mit Algerien am Samstag gegen Gambia nutzen zu können, um mehr Kaltschnäuzigkeit zu zeigen. Klaren Aufwärtstrend verspürt Karadas (25), der beim FC Portsmouth in der Premier League zu wenig Spielpraxis (nur viermal in der Startelf bei 17 Einsätzen) hatte: "Ich musste viel aufholen. Mit jedem Spiel, jedem Training fühle ich mich besser. Allmählich kann ich zeigen, was ich kann." Was ihm zusätzlich hilft, bald an alte Stärke anzuknüpfen: "Der Trainer glaubt an mich!"
Dazu beitragen, in der Offensive durchschlagskräftiger zu werden, könnte Ricardo Villar. Doch das Engagement des 28-jährigen Brasilianers in der Pfalz steht unter keinem glücklichen Stern. Kaum spielberechtigt nach drei Monaten Zwangspause, sah er beim Punktspieldebüt im Regionalligateam Gelb-Rot! Neun Tore in elf Spielen erzielte Christoph Werner. Für den FCK Anlass, das 20-jährige Talent des hessischen Oberligisten SV Bernbach zur Probe vorspielen zu lassen.
Uli Gerke
Quelle: www.kicker.de
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