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Anzeige gegen Trainer Sasic (SPORT BILD Printausgabe)

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Red Devil
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Anzeige gegen Trainer Sasic

Böses Spiel eines Fans: Er behauptete, der Kroate habe ihn geschlagen. Der Staatsanwalt ermittelte – da zog er alles zurück

Von Berries Bossmann

So hat sich Stefan Kuntz seinen Einstand als Vorstandsvorsitzender des abstiegsgefährdeten Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nicht vorgestellt. Nach dem 0:0 am Freitag bei Erzgebirge Aue ist der Klassenerhalt fast utopisch. Und dann gab es auch noch viel Wirbel um seinen Trainer Milan Sasic (49), der erst seit acht Wochen im Amt ist.
Was ist geschehen? Am Samstag, 5. April, wurde Sasic wegen Körperverletzung bei der Polizei Kaiserslautern angezeigt. Helmut Bleh, Leitende Oberstaatsanwalt bestätigte dies SPORT BILD vorige Woche: “Eine Strafanzeige gegen Herrn Sasic liegt vor.“
Die Vorwürfe des Zeugen waren hart: “Er hat ausgesagt, dass er Herrn Sasic nach dem Spiel gegen Hoffenheim zufällig in einem Treppenhaus des Stadions getroffen und ihn wegen seiner Taktik in diesem Spiel zur Rede gestellt hätte,“ erklärte Bleh. “Daraufhin wäre Herr Sasic spontan wütend geworden und hätte ihm mehrfach ins Gesicht geschlagen.“
Doch dann die plötzliche Wende: An diesem Montag erklärte Bleh, die Anzeige sei zurückgezogen worden. Und da die Staatsanwaltschaft nur eigenständig weiterermittle, wenn ein öffentliches Interesse besteht, diese Voraussetzung aber nicht gegeben sei, sei der Fall Sasic damit erledigt.

(...)

Da die Strafanzeige zurückgezogen wurde, bleiben Sasic natürlich strafrechtliche Konsequenzen und auch ein Prozess vor dem DFB-Sportgericht erspart. Denn der Kontrollausschuss hätte nach Aussage von DFB-Vizepräsident Rainer Koch, der dem Sportgericht vorsitzt, Ermittlungen aufgenommen, da es unmittelbar nach Spielende im Stadionbereich zu dem Vorfall gekommen sein soll.
Sasic ist rehabilitiert – im Gegensatz zu anderen Trainern: Im Mai 2000 hatte Aachens Eugen Hach den Cottbuser Franklin am Spielfeldrand gewürgt – der DFB sperrte ihn für drei Monate.
Willi Reimann wurde als Trainer von Frankfurt 2004 zu Innenraumverbot von fünf Spielen und 25.000 Euro Geldstrafe verurteilt, weil er in Dortmund den vierten Unparteiischen geschubst hatte.
Drei Monate Sperre wurde gegen Norbert Meier verhängt, der sich als Trainer des MSV Duisburg im Dezember 2005 an der Seitenlinie zu einem Kopfstoss gegen den Kölner Albert Streit hinreißen ließ. Maier wurde sofort entlassen.

Quelleund kompletter Artikel: SPORT BILD Printausgabe vom 16. April 2008 Seite 46 und 47
Klagt nicht, kämpft!!!!!