paulgeht hat geschrieben:
In Bezug auf heute würde ich sagen: Die von Svensson genannten "Grundsäulen" sind halt genau das - Grundsäulen. "Intensiver Fußball" kann vieles sein, aber auf die alten Betze-Tugenden reduziert, sicher kein Alleinstellungsmerkmal mehr. Vor allem in der 3. Liga sind Leidenschaft, Einsatz, Biss usw. doch quasi die Basis jeden Vereins. Was dann "on top" draufkommt - das finde ich tatsächlich sehr spannend. Und es würde dem FCK grundsätzlich gut tun, sich vielleicht da auch mal eine langfristige, übergeordnete Vorstellung von zu machen. Bei allerdings im Schnitt drei Trainern im Jahr und der eben beschriebenen bröckelnden Basis wird das allerdings schwer. Und vielleicht ist die 3. Liga auch überhaupt kein guter Ort, um so etwas zu entwickeln.
Wir sind da ziemlich einer Meinung. Die angeführten Tugenden sind auch für mich eigentlich Grundvoraussetzungen für JEDEN Fussballverein, bzw. sollten zu der DNA eines jeden Fussballers gehören.
Ich finde auch, das man die wirklich klassischen Tugenden des FCK wie vor 30 Jahren heutzutage überhaupt nicht mehr ganz vorne auf die Agenda schreiben kann. Wir würden jedes Spiel mit mindestens einer roten Karte beenden. Das ist schade, aber bei den weichgespülten Spielern und vor allem Schiedsrichtern und Verbänden ist das einfach nicht mehr auf dem Niveau wie früher zu machen.
Wenn man mich fragt, was für den FCK gut wäre:
- eine, vor allem von der Jugend auf, technisch sehr anspruchsvolle Ausbildung, damit man mit
- schnellem kurzpass-Spiel überzeugen kann
- auch wenn ich schreibe, das man den früheren Betze-Fussball so nicht mehr machen kann, eine gesunde Härte gehört dazu.
- Das macht die Mannschaft dann taktisch viel variabler, wenn die Mannschaft mehr aus Fussballern, als aus holzer besteht.
Ich weiß, das ist die wohl von Grund auf, sagen wir ab der C-D Jugend, anspruchsvollste Ausbildung und Philosophie, die man durchziehen kann. Und sie wird von vielen Vereinen oben auf die Agenda geschrieben. Sie ist aber auch in meinen Augen die Philosophie, mit der man den meisten Erfolg, und das meiste Geld verdienen kann. Und sie dauert sehr lange, eine Basis zu schaffen, ohne zu viele externe Spieler in die Profimannschaft zu kaufen.
Daher muß man kurzfristig einen Mittelweg finden, den Verein so schnell wie möglich wenigstens eine Klasse nach oben zu bringen (vorausgesetzt, wir bleiben diese Saison drin), und Stück für Stück auf die angedachte Philosophie hin zu arbeiten, und wenn die nachrückenden Spieler aus der Jugend so weit sind, fliesend in den Seniorenbereich eingearbeitet werden können.