
In der Nachspielzeit: FCK kassiert spätes 1:1
Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen ersten Auswärtssieg der Saison knapp verpasst. Beim FSV Zwickau trafen die Gastgeber in der Nachspielzeit per Elfmeter zum 1:1 (0:0)-Endstand.
Timmy Thiele hatte die überlegenen Gäste in der 60. Minute in Führung gebracht. Der FCK musste die Startformation verletzungsbedingt auf drei Positionen umbauen. Für die angeschlagenen Lukas Spalvis, André Hainault und Mads Albaek waren Julius Biada sowie jeweils zum ersten Mal Theo Bergmann und Lukas Gottwalt von Beginn an dabei.
Innenverteidiger Gottwalt hatte in der 33. Minute auch die beste Chance für die überlegenen Gäste. Der Schuss des Lautrers wurde von einem Zwickauer noch von der Linie gekratzt. Ebenfalls nahe an einem Torerfolg waren im ersten Durchgang Thiele (13.) und Jan Löhmannsröben mit einer Volleyabnahme (29.).
Thiele trifft im zweiten Versuch
Nach dem Seitenwechsel musste zunächst Jan Ole Sievers eine große Möglichkeit der Sachsen vereiteln (50.). Nach Zuspiel von Hendrick Zuck und im zweiten Versuch traf dann Thiele zur längst verdienten Führung (60.). In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Zuerst parierte Sievers einen Abschluss der Gastgeber spektakulär, dann entschied der Schiedsrichter auf einen mehr als strittigen Handelfmeter. Toni Wachsmuth verwandelte zum 1:1.
Am kommenden Wochenende pausiert die 3. Liga. Weiter geht es für die Roten Teufel mit einem Montagsspiel. Am 17. September um 19:00 Uhr ist Fortuna Köln zu Gast auf dem Betzenberg.
Welche Note gebt Ihr den FCK-Profis? Hier geht's zur Spielerbenotung nach dem Auswärtsspiel beim FSV Zwickau.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
Statistik zum Spiel: FSV Zwickau - 1. FC Kaiserslautern
Das FCK-Stimmungsbarometer: Wie ist die aktuelle Gefühlslage der Fans?
Ergänzung, 15:51 Uhr:

"Soll Cornflakes zählen": Schiedsrichter-Frust beim FCK
Dem 1. FC Kaiserslautern wurde im Auswärtsspiel beim FSV Zwickau kurz vor Schluss ein sicher geglaubter Sieg entrissen. Die entscheidende Elfmetersituation in der Nachspielzeit sorgte für großen Frust bei den Roten Teufeln.
Die Durststrecke dauert an: In Zwickau blieb der FCK im sechsten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Dabei waren die Mannen von Michael Frontzeck am Sonntagnachmittag den drei Punkten ganz nahe. Doch dann führte ein strittiger Elfmeter in der Nachspielzeit zum späten Zwickauer Ausgleich. Das Handspiel von Jan Löhmannsröben beschäftigte die Gäste im Nachgang natürlich am meisten. Zwar hatte der Mittelfeldmann unstrittig die Hände am Ball, zuvor aber einen Ellbogenschlag von Zwickaus Ronny König einstecken müssen. Schiedsrichter Markus Wollenweber blieb trotzdem bei seiner Entscheidung.
Löhmannsröben: "Der soll erst einmal Kreisliga pfeifen"
"Wenn das kein Foulspiel an mir ist, ja dann leck mich am Arsch. Wir kann man das nicht sehen? Mir fehlen da ein bisschen die Worte", sagte der aufgebrachte Löhmannsröben nach dem Schlusspfiff bei "Telekom Sport". "Wenn das ein Schiedsrichter ist, dann soll er Kornflakes zählen gehen. Da platzt mir die Krawatte. Ich hoffe, er kann eine Woche nicht pennen. Der soll erst einmal Kreisliga pfeifen."
Florian Dick ärgerte sich über den Pfiff in doppelter Hinsicht, weil Schiedsrichter Wollenweber kurz zuvor einen grenzwertigen Zweikampf, in dessen Folge Dominik Schad im Zwickauer Strafraum zu Boden gegangen war, nicht geahndet hatte. "Ich denke, jeder der das Spiel gesehen hat, weiß, dass der Punkt für Zwickau unverdient war", betonte der Kapitän. "Wir kriegen auf die Fresse, wenn wir Fehler machen. Jetzt muss auch der Schiedsrichter dazu stehen, wenn er mal Fehler macht."
Frontzeck: "Sechs Punkte aus sechs Spielen sind zu wenig"
Schon etwas ruhiger äußerste Cheftrainer Frontzeck. "Darüber brauchen wir nicht mehr reden. Wer das nicht sieht... da brauchen wir auch keinen Video-Schiedsrichter", sagte der 54-Jährige, der kurz zuvor seine Spieler noch auf dem Feld vom Referee weggezogen hatte, um diesem dann selbst ein paar deutliche Worte entgegenzuschleudern. "Vielleicht bringt es ja was, wenn man sich in der Öffentlichkeit etwas stärker aufregt. Vielleicht hat das einen Einfluss auf den Schiedsrichter", spielte Frontzeck auf Zwickaus Elfmeterfrust am Spieltag zuvor an, als der FSV einen unberechtigten Strafstoß in Jena kassiert und sich darüber mehrmals öffentlich beschwert hatte.
"Es tut mir leid für die Mannschaft. Normalerweise muss sie das Spiel gewinnen", fuhr Frontzeck fort. Seiner Ansicht nach habe das Team aber wie schon gegen Karlsruhe eine "ordentliche" Partie gezeigt. Klar sei aber auch: "Sechs Punkte aus sechs Spielen sind zu wenig. Da müssen wir nach der Länderspielpause anfangen, dreifach zu punkten."
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- In der Nachspielzeit: FCK kassiert spätes 1:1 (Der Betze brennt)
