
Offiziell: Michael Frontzeck ist neuer FCK-Trainer
Der 1. FC Kaiserslautern hat einen neuen Chef-Trainer: Michael Frontzeck wird Nachfolger von Jeff Strasser, der aufgrund einer ärztlich verordneten Pause sein Amt als Trainer des FCK nicht ausüben kann. Der frühere deutsche Nationalspieler unterzeichnete in der Pfalz einen Vertrag bis 2019, gültig für die Zweite und die Dritte Liga.
Der 53-Jährige, der in seiner aktiven Karriere 19 Länderspiele für den DFB absolvierte und 1992 mit der deutschen Auswahl Vize-Europameister wurde, wechselte nach seinem Karriereende im Jahr 2000 bei Borussia Mönchengladbach in den Trainerstab von Hans Meyer. Seine Ausbildung zum Fußballlehrer schloss er im Jahr 2001 als Jahrgangsbester ab.
Nach Co-Trainer-Tätigkeiten an der Seite von Ewald Lienen in Mönchengladbach und Hannover übernahm Frontzeck im Jahr 2006 beim damaligen Bundesligisten Alemannia Aachen erstmals eine Cheftrainertätigkeit. Es folgten Stationen in der Bundesliga bei Arminia Bielefeld und Borussia Mönchengladbach sowie in der Zweiten Liga beim FC St. Pauli. Zuletzt war Frontzeck im Jahr 2015 für den Bundesligisten Hannover 96 tätig, wo er wie zuvor in Bielefeld und beim FC St. Pauli die Mannschaft während der laufenden Saison übernahm und anschließend den Klassenerhalt feiern konnte.
Das Trainerteam von Michael Frontzeck beim 1. FC Kaiserslautern wird weiterhin von Co-Trainer Alexander Bugera, Torwarttrainer Gerry Ehrmann, Athletiktrainer Bastian Becker und Co-Trainer Analyse Martin Raschick gebildet.
„Ich freue mich auf meine Arbeit hier am Betze. Trotz der aktuell nicht einfachen Situation gehe ich mit viel Optimismus an diese Aufgabe heran. Jetzt gilt es schnell die Mannschaft kennenzulernen und sich auf das Spiel am Sonntag in Braunschweig vorzubereiten. Dabei werde ich mich auch mit Jeff Strasser absprechen, dem ich auch an dieser Stelle nochmals eine schnelle Genesung wünsche“, erklärt der neue FCK-Trainer Michael Frontzeck.
„Durch die gesundheitliche Problematik von Jeff Strasser benötigten wir kurzfristig einen neuen Chef-Trainer. Mit Michael Frontzeck können wir einen gestandenen Trainer verpflichten, der über sehr viel Erfahrung verfügt, die 2. Liga kennt und die nötige Ruhe und Souveränität hat, um die großen Herausforderungen mit uns gemeinsam in kommenden Wochen anzugehen. Wir sind froh, dass Michael sich für den FCK entschieden hat und sind fest davon überzeugt, dass er die Mannschaft optimal auf die kommenden Aufgaben vorbereiten wird.“, so FCK-Sportdirektor Boris Notzon.
Quelle: Pressemeldung FCK
Ergänzung, 15:30 Uhr:

Im Blickpunkt: Vorstellung der neuen FCK-Vereinsführung
"Wir packen das an, alle zusammen"
Großer Bahnhof im Fritz-Walter-Stadion: Drei Tage vor dem Spiel in Braunschweig stellte der FCK nicht nur Michael Frontzeck als Trainer vor, sondern offiziell auch den neuen Sportvorstand Martin Bader und Marketing-Direktor Klaus Drach.
In zwei nacheinander folgenden Pressekonferenzen sprach das neu formierte Führungsteam des 1. FC Kaiserslautern zu den zahlreich erschienen Journalisten im Medienzentrum. Den Anfang machten Trainer Michael Frontzeck und Sportdirektor Boris Notzon. Im zweiten Teil saßen Martin Bader und Klaus Drach gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Patrick Banf und Finanzvorstand Michael Klatt auf dem Podium. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.
Der neue FCK-Trainer Michael Frontzeck über ...
... seine Entscheidung für den FCK: "Es war eine Bauchentscheidung, emotional, so wie auch der Club hier ist. Ich hatte keine Zeit, wochenlang darüber nachzudenken."
... die Situation im Abstiegskampf: "Wir sind sportlich in einer Situation, die ist nicht lustig, aber auch in Braunschweig am Sonntag ist es noch kein Endspiel. Auch wenn dort verlieren, brauchen wir hier nicht den Betzenberg abschließen. Wir packen das an, alle zusammen, und versuchen den schweren Weg zu gehen. Die Tabelle ist erstmal uninteressant, wir schauen von Spiel zu Spiel. Vorerst wird sich nicht viel verändern. Es sind hier auf dem Berg schon außergewöhnliche Dinge passiert."
... seine neue Mannschaft: "Der Kader ist sehr jung. Die Mannschaft wurde jetzt in der Winterpause aber durch erfahrene Spieler ergänzt."
... sein Verhältnis zu Jeff Strasser: "Ich war Co-Trainer in Gladbach, Jeff war Spieler. Ich habe gestern länger mit ihm gesprochen, wir hatten immer ein gutes Verhältnis, auch mit meinem neuen Trainerteam habe ich mich schon vier Stunden lang ausgetauscht. Jeff hatte ich außerdem auch schon beim FCK-Spiel in Regensburg getroffen."
FCK-Sportdirektor Boris Notzon über ...
... die Situation rund um Jeff Strasser: "Die Diagnose der Ärzte ist eine Vorschau. Gesund sein und den Job eines Bundesligatrainers auszuüben, das sind zwei verschiedene paar Schuhe. Es gibt keine Garantie, dass er in vier bis sechs Wochen den Job wieder antreten kann."
... die getätigten Wintertransfers: "Es gab auch Gedanken in Richtung des Zentrums, einer Nummer sechs. Vier neue Spieler waren die Wunschvorstellung. Mit drei Neuen sind wir nahe dran an der Wunschvorstellung."
... den Last-Minute-Transfer von Halil Altintop: "Es war ein Transfer mit langem Vorlauf und vielen Details. Ich bin froh, dass es geklappt hat. Halil Altintop hat zumindest Teile der Vorbereitung in Prag absolviert. Details zu seinem Fitnessstand werden sich jetzt beim Training klären."
Der neue FCK-Sportvorstand Martin Bader über...
... die neue Herausforderung: "Ich möchte die FCK-Familie mit Taten überzeugen. Deshalb wollte ich auch möglichst schnell anfangen, um möglichst alle Facetten des Vereins kennenzulernen. Ich möchte, dass der Verein endlich zur Ruhe kommt. Denn nur ein Verein, der Ruhe und Kontinuität hat, wird auch erfolgreich sein. Und wenn wir hier alles wieder hinbekommen, ist das schon ein ganz besonderer Standort und ein ganz besonderer Verein.""
... den neuen Trainer Michael Frontzeck: "Es kann nicht schaden, wenn man weiß, wie ein Trainer arbeitet. Die Trainerposition ist die wichtigste Personalie eines Vereins. Michael Frontzeck kennt die Situation, sie erschreckt ihn nicht. Es ist wertvoll, einen Trainer zu haben, der so eine Situation schon erlebt hat. Seine Erfahrung wird uns sehr gut tun."
... die Zusammenarbeit mit Boris Notzon: "Ich bin gewohnt, mit Sportdirektoren zusammenzuarbeiten. Ich kenne Boris Notzon und wir werden Dinge wie Vertragsgestaltung oder Gespräche mit Spielern gemeinsam angehen. Die Verantwortung liegt final dann bei mir. Auch um das Nachwuchsleistungszentrum werde ich mich kümmern. Das ist für mich eine Herzensangelegenheit."
... den Transfer von Halil Altintop: "Jeff Strasser und Boris Notzon haben diesen Transfer seit Wochen angeschoben. Ich finde es bemerkenswert, dass der Spieler sagt: ‘Ich möchte das hier machen’. Ich glaube, dass wir von der Identifikation her nichts besseres bekommen können."
... die 3. Liga: "Es wäre fahrlässig, sich darüber keine Gedanken zu machen. Im Falle eines Abstiegs wollen wir die schnelle Rückkehr schaffen. Alles andere nimmt man uns nicht ab. Wir wollen keinen riesigen Umbruch, deshalb müssen wir frühzeitig Gespräche führen. Vertraglich fehlt uns leider der Durchgriff."
Der FCK-Aufsichtsratsvorsitzende Patrick Banf über ...
... den neuen Sportvorstand Martin Bader: "Martin Bader ist ein absoluter Sportfachmann. Er hat elf Jahre beim 1. FC Nürnberg gearbeitet, einem Verein mit ähnlicher Struktur, Tradition und Fankultur wie der FCK. Ich glaube, dass wir den richtigen Mann gefunden haben, auch langfristig."
Der FCK-Vorstandsvorsitzende Michael Klatt über ...
... die neue Führungsmannschaft: "Wir stehen vor wesentlichen Wochen und Monaten. Nicht nur sportlich. Ich bin froh, dass das Führungsteam komplett ist. Es gibt genügend Baustellen, an denen wir arbeiten können."
... die Lizenzierung für die dritte Liga: "Ich bin vorsichtig optimistisch. Es ist aber kein Selbstläufer, sondern eine große Herausforderung."
Der neue Marketing-Direktor Klaus Drach über ...
... seine neue Aufgabe: "Am Ende zählen beim Vertrieb die Zahlen. Und ich werde mich an Ergebnissen messen lassen müssen. Meine Abteilung kann natürlich keine Spiele gewinnen, aber wir können hinter den Kulissen nachhaltig arbeiten."
Quelle: Der Betze brennt
