
Vorbericht: 1. FC Kaiserslautern - VfL Bochum
Mit dem Rücken zur Wand
Nach dem vielversprechenden Start unter Trainer Jeff Strasser hat der 1. FC Kaiserslautern zuletzt zwei verheerende Niederlagen kassiert. Um den Anschluss an das rettende Ufer nicht aus den Augen zu verlieren, sollten die Roten Teufel die Punkte gegen den VfL Bochum besser auf dem Betze behalten.
Vier Punkte lautete die Ausbeute von Jeff Strasser in seinen ersten beiden Spielen als FCK-Trainer. Doch anstatt nach der Länderspielpause weiteren Boden im Abstiegskampf gut machen zu können, ließ die Mannschaft in den direkten Duellen gegen Duisburg und Regensburg fast alles vermissen. Vor dem 13. Spieltag beträgt der Rückstand auf Rang 15 nun bereits sechs Punkte. Auch aus dem Lazarett verkündete der Coach vor dem Spiel gegen Bochum keine guten Nachrichten.
Was den Coach dennoch zuversichtlich stimmt, lest Ihr in unserem Vorbericht:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
"Die Situation ist nicht so schön", sagte Trainer Strasser auf der Pressekonferenz vor der Partie. Und der Luxemburger meinte damit nicht die Tabellensituation, sondern das nach wie vor nicht wirklich kleiner werdende Lazarett der Pfälzer. Von den schon länger fehlenden
Spielern wird gegen den VfL niemand zur Verfügung stehen. Mit Osayamen Osawe(Zehenbruch) und Baris Atik (OP nach Nasenbeinbruch) fallen zudem zwei weitere Profis aus.
Beim zuletzt ebenfalls fehlenden Benjamin Kessel besteht zumindest Hoffnung. Strasser nahm vorerst 19 Spieler mit ins Teamhotel und wird kurzfristig entscheiden, ob der Defensivmann am Freitagabend eine Option ist. Darüberhinaus setzt der Coach auf eine Reaktion der Mannschaft. Die sei sich der Verantwortung bewusst, sagte Strasser mit
Verweis auf den offenen Brief an die Fans. "Die Verantwortung muss nun aber auch auf den Platz”, so Strasser.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Mit großen Ambitionen war der VfL Bochum in die Saison gestartet. Anstatt wie angekündigt um den Aufstieg mitzuspielen, fand sich der Traditionsclub aber von Beginn an im unteren Tabellendrittel wieder. Der erst kurz vor Saisonbeginn geholte Trainer Ismail Atalan wurde
entlassen, vorerst bis zur Winterpause wird das Team von Jens Rasiejewski betreut. Rasiejewski holte in seinem ersten Spiel einen Sieg gegen Sandhausen, verlor anschließend in Braunschweig sowie im Pokal in Paderborn und trotzte zuletzt Tabellenführer Düsseldorf beim 0:0 zumindest einen Punkt ab.
Beim Spiel in Kaiserslautern müssen die Bochumer auf die angeschlagenen Robbie Kruse, Patrick Fabian und den früheren Lautrer Sidney Sam verzichten. Lukas Hinterseer fehlt gesperrt, zudem ermittelt der DFB-Kontrollausschuss noch gegen Kevin Stöger. Der Ex-FCK-Profi soll im Spiel gegen die Fortuna eine nicht geahndete Tätlichkeit begangen haben, ein Urteil wird bis spätestens Freitag erwartet - auch Bochum hat deshalb vorläufig mit 19 Spielern die Reise nach Kaiserslautern angetreten.
Frühere Duelle
Viel Grund zur Freude hatten FCK-Fans zuletzt nicht. Entsprechend gerne erinnert man sich in der Pfalz an das jüngste Heimspiel gegen Bochum in der vergangenen Saison. Mit 3:0 setzten sich die Roten Teufel vor etwas mehr als einem Jahr durch, wobei die Schlagzeilen
im Nachgang fast ausschließlich dem dreifachen Torschützen Osayamen Osawe gehörten. Der Engländer war kurz zuvor wegen eines Ausflugs ins Pariser Nachtleben suspendiert worden und meldete sich mit einem Dreierpack gegen den VfL eindrucksvoll zurück. "Alle, alle, alle nach Paris", skandierte die Westkurve nach dem Schlusspfiff. Mal sehen, ob es auch bei der Neuauflage des Duells einen Lautrer Helden geben wird - und wo er denn herkommt. Osawe, so viel steht fest, ist es nicht. Der Angreifer fällt wie bereits erwähnt mit einem Zehenbruch aus.
Fan-Infos
Es ist das nächste richtungsweisende Spiel für den FCK gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Dabei wird das Fritz-Walter- Stadion aber nicht einmal zur Hälfte gefüllt sein, viele Fans wollen nach den Worten der Mannschaft offensichtlich erstmal passende Taten sehen: Um die 20.000 Zuschauer erwartet der Verein am Freitagabend, darunter etwa 250 Mitreisende aus Bochum.
O-Töne
FCK-Trainer Jeff Strasser: "Die Mannschaft ist sich der Verantwortung bewusst. Die Verantwortung muss nun aber auch auf den Platz."
VfL-Trainer Jens Rasiejewski: "Der FCK steckt in einer schwierigen Situation, das ist jedem bekannt. Der Gegner wird versuchen, das gegen uns mit aller Macht zu ändern."
Daten und Fakten
Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)
Voraussichtliche Aufstellungen
1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel (Ziegler), Vucur, Abu Hanna - Mwene, Moritz, Seufert, Guwara - Osei Kwadwo, Shipnoski - Andersson
Es fehlen: Albaek (Schambeinbeschwerden), Atik (OP nach Nasenbeinbruch), Correia(Sprunggelenkverletzung), Halfar (Hüftverletzung), Osawe (Zehenbruch), Przybylko (Ödem im Fuß)
VfL Bochum: Riemann - Gyamerah, Lossila, Bastians, Leitsch - Hemmerich, Celozzi, Eisfeld - Stöger (Tesche) - Diamantakos, Bandowski
Es fehlen: Fabian, Hinterseer (Gelb-Rot), Hoogland (Aufbautraining), Kruse (Knieprobleme), Perthel (Reha), Sam (Muskelfaserriss), evtl. Stöger (Sportgericht-Entscheid noch offen)
- Ca. 45-60 Minuten vor Anpfiff auf unserer Twitter-Seite: Die endgültigen Aufstellungen.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Rote Teufel mit Personalsorgen gegen Bochum (Der Betze brennt)

Rote Teufel mit Personalsorgen gegen Bochum
Trainer Jeff Strasser setzt im Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen den VfL Bochum auf eine Reaktion der zuletzt arg gescholtenen Mannschaft. "Die Spieler sind sich der Verantwortung bewusst", sagte der Coach vor der Partie am Freitagabend (18:30 Uhr). Sorgen bereitet Strasser derweil die nach wie vor angespannte Personalsituation.
Von den schon länger verletzt fehlenden Spielern Mads Albaek, Daniel Halfar, Marcel Correia und Kacper Przybylko wird gegen den VfL niemand zurückkehren, dazu fallen mit Osayamen Osawe (Zehenbruch) und Baris Atik (OP nach Nasenbeinbruch gegen Stuttgart) zwei weitere Profis aus. "Die Situation ist nicht so schön", sagte Strasser, der zumindest noch auf die Rückkehr von Benjamin Kessel (muskuläre Probleme) hoffen darf. Über den Einsatz des Defensivspielers werde man kurzfristig entscheiden. Entsprechend nimmt Strasser zunächst 19 Spieler mit ins Teamhotel. Ein Profi muss für das endgültige Aufgebot noch gestrichen werden.
Regensburg-Spiel "härter analysiert"
Das schlechte Spiel in Regensburg habe man etwas "härter analysiert". Grundsätzlich sei die Mannschaft in der Vorbereitung engagiert und fokussiert, sagte Strasser, der bei seinem Kader kein grundsätzliches Mentalitätsproblem sieht. Das Team habe in den besseren Spielen schon Mentalität gezeigt.
Angesprochen auf den offenen Brief, den das Team nach der Niederlage am vergangenen Wochenende beim Jahn an die Anhänger geschrieben hat, sagte Strasser, der Brief sei ein "Wunsch der Mannschaft" gewesen. Die Spieler seien sich der Verantwortung bewusst, so der Coach. "Die Verantwortung muss nun aber auch auf den Platz."
Bisher hat der FCK für das Spiel 15.610 Karten verkauft und rechnet mit bis zu 20.000 Zuschauern. Schiedsrichter der Partie ist der 31-jährige Abteilungsleiter Alexander Sather vom FC Grimma (Sachsen).
Alle weiteren Informationen rund um die nächste Partie der Roten Teufel erfahrt Ihr heute Nachmittag im ausführlichen Vorbericht auf Der Betze brennt.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Übersicht: Kompletter Team-Status des 1. FC Kaiserslautern
Ergänzung, 03.11.2017

Bochum muss auf Ex-Lautrer Stöger verzichten
Der VfL Bochum muss im Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend (18.30 Uhr) auf Kevin Stöger verzichten. Der Ex-Lautrer wurde wenige Stunden vor dem Anpfiff nachträglich für zwei Spiele gesperrt.
Stöger hatte sich im zurückliegenden Heimspiel gegen Zweitliga-Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf am vergangenen Montagabend (0:0) in der ersten Hälfte zu einer Tätlichkeit an Fortuna-Profi Adam Bodzek hinreißen lassen. Nach einem taktischen Foulspiel an Stöger war Bodzek auf dessen Rücken gefallen. Der Bochumer holte daraufhin mit dem Ellbogen aus und traf Bodzek im Gesicht. Schiedsrichter Benjamin Cortus war die Szene entgangen. Entsprechend konnte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Ermittlungen aufnehmen.
Diese allerdings zogen sich hin. Stöger, der kurz nach dem Spiel beteuert hatte, seinen Gegenspieler aus Versehen getroffen zu haben, trat am Donnerstag die Reise mit seiner Mannschaft nach Kaiserslautern an. Bochums Trainer Jens Rasiejewski hatte aber aufgrund des laufenden Verfahrens 19 Spieler in seinen Kader berufen, um Stöger kurzfristig ersetzen zu können.
Urteil ist bereits rechtskräftig - Auch Hinterseer fehlt
Von dieser Option muss der 42-Jährige nun Gebrauch machen. Knapp sieben Stunden vor dem Anpfiff auf dem Betzenberg gab der DFB nämlich bekannt, dass Stöger nachträglich für zwei Spiele aufgrund eines "krass sportwidrigen Verhaltens" gesperrt wird. Der Verein hat dem Urteil bereits zugestimmt, wodurch es rechtskräftig ist. Neben dem 24-Jährigen wird auch Lukas Hinterseer wegen einer Gelb-Roten Karte gegen den FCK fehlen.
Stöger gehört zum Stammpersonal beim VfL Bochum. In der laufenden Saison absolvierte der Österreicher zwölf Pflichtspiele für den Revierklub und war an drei Toren beteiligt. Für den FCK spielte er von 2013 bis 2015 und bestritt in diesem Zeitraum 36 Pflichtspiele für die Roten Teufel.
Quelle: Der Betze brennt
Weitere Links zum Thema:
- Zum Spielerprofil: Kevin Stöger

