Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern feiert am 30.08.17 ab 13 Uhr sein 10-jähriges Jubiläum und zugleich die Eröffnung des neuen Domizils "Kartoffelhalle" am Kniebrech. Das Ziel der sozialpädagogischen Jugendhilfeeinrichtung ist ein Zentrum für Fankultur und Soziale Arbeit zu etablieren.
In Anwesenheit von Vertretern der Stadt Kaiserslautern, des Landes Rheinland-Pfalz, bundesweiter Fanprojekte und des 1. FC Kaiserslautern wird in mehreren Talkrunden die Entstehung des Fanprojekt-Standortes Kaiserslautern von der WM 2006 bis heute beleuchtet und zudem die gesellschaftliche Relevanz sozialpädagogischer Fanarbeit für Kaiserslautern erörtert.
"Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern ist nach 10 Jahren Fansozialarbeit in Kaiserslautern nunmehr fest etabliert, vor Allem in den letzten Jahren hat die Entwicklung an positiver Dynamik zugenommen. Wir bedanken uns bei unseren Förderern für das Vertrauen und deren Unterstützung, und sehen sie an unserer Seite, um die alsbaldige notwendige Finanzierungsaufstockung zur Deckung des Personalbedarfs dreier hauptamtlicher Stellen umsetzen zu können", so kommentiert Jörg Rodenbüsch, AWO-Bereichsleiter, das Jubiläum des Fanprojekt-Standortes Kaiserslautern.
Zugleich wird an diesem Tag die Eröffnung der neuen Räumlichkeiten am Kniebrech feierlich begangen. Im Rahmen der Talkrunden wird daher auch auf die Aspekte des Baader-Meinhof-Prozesses, der Mitte der 70er Jahre auch in der Kartoffelhalle stattgefunden hat, eingegangen. Eine kleine Ausstellung zum Baader-Meinhof-Prozess in den originalen Zellen der Kartoffelhalle rahmt die Veranstaltung Zum Abschluss wird es eine Begehung der Kartoffelhalle geben. "Grumbeersupp und Quetschekuche" runden den Tag ab.
"Mit dem Umzug in die geschichtsträchtige Kartoffelhalle und der Renovierung der Nutzungseinheit 1 ist für uns als Fanprojekt ein großer Sprung gelungen. Nicht nur die Renovierung mit den Fans hat erste positive Ergebnisse für die Arbeit gebracht. Sondern es ist uns nun möglich, Freiräume und fankulturelle Angebote anzubieten. Alsbald wollen wir die zweite Nutzungseinheit in unsere Räumlichkeit integrieren. Unser Ziel ist es, ein "Zentrum für Fankultur und Soziale Arbeit in Kaiserslautern zu realisieren", kommentiert Christian Hirsch, Leiter des AWO Fanprojektes Kaiserslautern die Eröffnung der Kartoffelhalle.
Quelle: Fanprojekt KL
Update, 31.08.2017:

Fanprojekt KL feierte zehnjähriges Jubiläum
Das AWO Fanprojekt Kaiserslautern feierte gestern sein zehnjähriges Jubiläum und zugleich die Eröffnung seiner neuen Räumlichkeiten in der "Kartoffelhalle" am Kniebrech. Mit dabei waren Vertreter der Stadt Kaiserslautern, allen voran Oberbürgermeister Klaus Weichel, sowie Vertreter des Landes Rheinland-Pfalz, der Deutschen Fußballliga (DFL), bundesweiter Fanprojekte und des 1. FC Kaiserslautern.
Ihren Namen erhielt die Halle nach dem Krieg, als in dem Gebäude Kartoffeln an die Bevölkerung verteilt wurden. Deutschlandweite Berühmtheit erlangte die Halle in den 1970er Jahren, als hier der "kleine" Baader-Meinhof-Prozess stattfand. Während der WM 2006 war sie Teil des Fancamps. Seitdem dient sie der Stadt als Archiv- / Lagerraum für das Stadtmuseum.
Das Fanprojekt, das bislang in der Pariser Straße angesiedelt war, nutzt nun einen kleinen Teil der rund 800 Quadratmeter großen städtischen Halle. Ziel ist ein "Zentrum für Fankultur und Soziale Arbeit". Die Renovierung der Räumlichkeiten erfolgte in Eigenregie, unterstützt vom städtischen Referat Gebäudewirtschaft, das unter anderem die Elektroinstallationen, verschiedene Brandschutzmaßnahmen sowie den Ausbau der Toiletten übernahm.
Peter Barrois, Geschäftsführer der AWO Südwest, erinnerte in seiner Ansprache an die vielen Gespräche und Verhandlungen, die man auf der Suche nach einem Standort geführt habe. Umso glücklicher sei man dann gewesen, als bei einem Gespräch im Rathaus dann der "Knoten durchschlagen" wurde und die Wahl auf die Kartoffelhalle fiel. "Ohne Oberbürgermeister Weichel wäre das hier nicht möglich gewesen", so Barrois, der sich bei allen Mitstreitern bedankte.
Der OB zeigte sich seinerseits hocherfreut über die nun erfolgte Einweihung und lobte das Fanprojekt als wichtigen Beitrag zur Jugendsozialarbeit im Stadtgebiet, das genau an der richtigen Stelle ansetze. "Es nicht hier nicht nur um reine Fußballthemen. Die Mitarbeiter im Fanprojekt leisten klassische Sozialarbeit und kümmern sich um ihre Schützlinge weit über den Spieltag hinaus", so das Stadtoberhaupt.
Das Fanprojekt wird – wie an allen mehr als 60 Standorten in Deutschland – von Stadt, Land und DFL gefördert. Mehr dazu unter http://www.fanprojekt-kl.de/
Quelle: Stadt KL
