Interview mit Axel Bellinghausen
Mittlerweile sind ja nach dem Freiburg-Spiel ein paar Tage vergangen. Das Umfeld war doch sehr frustriert. Wie sieht Deine Analyse aus?
Axel Bellinghausen: Die Mannschaft ist natürlich auch noch frustriert. Wir haben in Freiburg unsere Grenzen aufgezeigt bekommen und das ziemlich deutlich mit dieser 1:4-Klatsche, die wir uns da eingefangen haben.
Es gibt keine Ausflüchte und keine Ausreden für so ein Spiel, aber es ist weiterhin nichts passiert. Wir sind noch voll im Rennen.
Wie siehst Du nach der Schlappe die Tabellensituation in der zweiten Liga?
Axel Bellinghausen: Wir haben uns am Anfang der Saison von allen Kritikern belächeln lassen müssen, weil alle gesagt haben :"Ach, die vom FCK werden irgendwo um Platz acht bis zwölf mitspielen...". Acht Spieltage vor Schluss stehen wir auf dem vierten Platz, punktgleich mit dem Tabellendritten, der ja jetzt Gast bei uns am Montag ist. Ich denke schon, dass wir uns eine ganz ordentliche Ausgangsposition geschaffen haben, und dementsprechend auf den Aufstieg hinarbeiten werden, auch wenn der Stachel nach dem Freiburg-Spiel ein wenig tiefer sitzt. Aber es bringt uns heute nichts mehr auf Vergangenes zurück zu gucken.
Es zählt das 1:4 in Freiburg nicht, und es zählen auch die Siege gegen Unterhaching und 1860 München nicht. Das ist alles Schnee von gestern. Jetzt zählen nur die acht Spiele, die noch vor uns stehen.
Gegen die vermeintlich Großen wie Karlsruhe, Rostock und Freiburg habt ihr nicht gewonnen. Gerade dann, wenn es um die "Big Points" ging. Ist das eine Kopfsache?
Axel Bellinghausen: Wir Spieler sprechen da ja auch drüber. Es ist doch nicht so, dass das alles an uns vorbei geht. Aber wenn man nach 34 Spieltagen über dem Strich steht, dann hat das nichts mehr damit zu tun, dass man gegen die Großen nicht gewonnen hat, sondern weil man die ganze Saison konstant gespielt hat. Auch gegen die vermeintlich Kleinen, die es ja sowieso nicht mehr gibt, muss man punkten.
Nur noch wenige Tage vor dem Knaller gegen Duisburg. Gibt es schon eine gewisse Anspannung vor dem Duisburg-Spiel? Ist im Training "Schluss mit lustig"?
Axel Bellinghausen: Es wäre fatal, wenn wir jetzt nur noch schlechte Stimmung hätten und alles wäre grau in grau. Wir müssen auch die gute Stimmung ein wenig hoch halten. Natürlich wird ernster gearbeitet und weniger gelacht, weil dafür die Ergebnisse gesorgt haben und dieses haben wir uns auch selbst zu zuschreiben.
Aber wir haben mit dem MSV Duisburg nun einen idealen Gast hier, der gerade zum richtigen Zeitpunkt kommt: zum einen um die Freiburg-Schmach vergessen machen zu lassen, zum anderen um uns weiter oben zu festigen.
Und deswegen gilt es nur noch auf dieses Duisburg-Spiel hinzuarbeiten. Da braucht man eine gute Stimmung! Jetzt alles miesepetrig zu machen, macht alles auch nicht einfacher, und außerdem sind die Vorzeichen bei beiden Teams gleich.
Nach der Niederlage in Freiburg ist bis zum nächsten Spiel gut zwei Wochen Pause. Ein Nachteil?
Axel Bellinghausen: Ich hätte persönlich viel lieber letztes Wochenende gegen Duisburg gespielt. Man geht in eine Pause am liebsten mit einem positiven Ergebnis. Dieses bittere 1:4 hat man immer noch irgendwie im Kopf und man kann dieses Negative nicht schnellstmöglich wieder gut machen.
Noch acht Endspiele für den FCK. Alle warten gegen Duisburg auf ein klares Signal. So ist sicherlich auch die Einstellung im Team, nach dem Motto " Wir wollen es packen, wenn nicht jetzt, wann dann?".
Axel Bellinghausen: Ja natürlich, dieses Duisburg-Spiel ist richtungsweisend. Zum einen müssen wir nachlegen und zum anderen spielen wir am Montag und kennen die Ergebnisse der Konkurrenz. Wir können uns nicht darauf verlassen, dass die anderen Teams es für uns so einfach machen wie in den vergangenen Wochen. Wir müssen zusehen, dass wir eine 200-prozentige Steigerung zum Freiburg-Spiel abliefern und dann kommt auch zwangsläufig das positive Ergebnis, was wir uns alle wünschen!
Quelle: www.fck.de
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