Das Durchschnittsmitglied wird sich angesichts der gerade gemachten Erfahrungen mit der Anleihe hinsichtlich zu entlastender bzw. nicht zu entlastender Funktionäre natürlich schwer tun. Weiß man doch nicht, ob man nicht bei einer eventuellen Nichtentlastung einen Fehler macht, den man nicht mehr rückgängig machen kann. Denn inwieweit hätten einem vielleicht Vorgänge bekannt sein können, die sich im Endeffekt später als nicht sauber erweisen. Deshalb werden die Mitglieder tendenziell wohl eher zu einer Nichtentlastung tendieren. Nicht dass einem später wieder, so wie bei der Anleihe geschehen, von irgendwelchen Schlaubergern entgegnet wird, man hätte mal lieber das Kleingedruckte lesen sollen.
Persönlich empfinde ich eine JHV ohne Kuntz und Grünewalt (@daachdieb > mach bitte deinen Einfluss geltend

) zunächst einmal als Wohltat. Kuntz war zu sehr auf seinen Machterhalt aus - was eine seiner großen Schwächen war - und hat somit zu einer miesen Stimmung, einer unüberbrückbaren Kluft und einem Freund-Feind-Schema einen fatalen Beitrag geleistet. Trotz der im Vorfeld aufgetretenen Brisanz gehe ich von einer sachlichen Arbeitsatmosphäre aus. Ganz einfach deshalb, weil vom Podium ein ganz anderer Umgangston gewählt wird.
Stefan Kuntz hat eine schwierige Aufgabe übernommen, keine Frage. Aber - keine Ahnung ob seine fürstlichen Bezüge ihn da zu einer Selbstüberschätzung verleitet haben - er war diesen vielfältigen Herausforderungen nicht gewachsen. Er hat sich zusammen mit seinem Kompagnon schlichtweg übernommen. Leider hat er es viel zu spät eingesehen und hat letztendlich dann seinen Abgang provoziert, was dann zu einem lähmenden und gefährlichen Vakuum geführt hat.
Es fehlte an konzeptioneller und strategischer Reichweite. Strukturell wurde einfach zuwenig aufgebaut, um belastbare und zeitgemäße Perspektiven entwickeln zu können. Viel und wertvolle Zeit ist dabei ungenutzt verstrichen. Andere - auch kleinere Vereine - sind in ihrer Entwicklung an uns vorbeigesegelt. Schätzungsweise hat Kuntz hat es immer noch nicht richtig begriffen, warum diese Clubs uns mittlerweile voraus sind...
Wie gesagt wertvolle Zeit, die uns jetzt wegzulaufen droht. Mit Riesenkampff, Gries, Klatt und dem Teufelsrat haben wir jetzt Köpfe und Strategen an Bord, mit mehr Format und Weitblick. Dieses Mehr an Qualität könnte auf den letzten Drücker eine Wende zum Guten für unseren leidgeprüften FCK bringen.
Noch einen Unterschied scheint es zu geben: trotz der schlechten Erfahrungen der jüngsten und weiteren Vergangenheit genießen unsere beiden Vorstände scheinbar von Vielen ein gutes Stück an Vertrauen. Ihr Auftreten auf der Versammlung wird zeigen, ob das Vertrauen auch in der breiten Mitgliederschaft Fuß fassen wird.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.
Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.