Ciriaco Sforza möchte FCK-Trainer werden
Als Spieler wurde er Deutscher Meister mit dem FCK und irgendwann möchte er als Trainer auf den Betze zurückkehren: "Der Verein liegt mir am Herzen", sagt Ex-Kapitän Ciriaco Sforza.
Die Frage des Reporters zielte nicht auf eine mögliche Nachfolge des amtierenden FCK-Trainers Tayfun Korkut, sondern war allgemein formuliert. Im Interview bei
Sky Sport News HD wurde Ciriaco Sforza (46) nach seinen Ambitionen auf ein Traineramt beim 1. FC Kaiserslautern angesprochen. Sforzas antwortete nach kurzem Zögern: "Ich würde es mal so sagen: Ich habe als Spieler Erfolg gehabt beim FCK, ich hatte immer und habe auch jetzt noch ein Herz für diesen Verein. Jetzt bin ich Trainer, momentan arbeitslos, und wenn's so wäre – ich glaube ich könnte nicht Nein sagen."
Auch zur aktuellen Krisensituation bei den Roten Teufeln äußerte sich der Schweizer: "Die Leute haben nur den FCK, das bedeutet für sie alles. Wenn man sieht am Anfang der Saison - die Hütte war voll, die Leute gehen überall hin mit. Ich wünsche mir bessere, erfolgreichere Zeiten für den FCK, weil diese Stadt wirklich vom Fußball lebt."
Besonders gut ist die Trainerbilanz von Ciriaco Sforza – der in den vergangenen Jahren tatsächlich mehrfach als Kandidat auf dem Betzenberg gehandelt wurde – allerdings nicht: In seiner Schweizer Heimat war er zuletzt für den FC Thun tätig, zuvor coachte er Zweitligist FC Wohlen und die Erstligisten Grasshoppers Zürich und FC Luzern. Als beste Platzierung aus dieser Zeit steht Platz 3 in der Saison 2009/10 zu Buche.
Das kurze Sky-Interview mit Ciriaco Sforza als Video: Sky Sport News HD auf Facebook
Quelle: Der Betze brennt
Ergänzung am 21.10.2016:
Sforza? Moritz lacht, Korkut bleibt gelassen
Anfang der Woche hat Ciriaco Sforza im Fernsehen erklärt, sich ein Traineramt beim FCK vorstellen zu können. Nun haben sich Tayfun Korkut und Christoph Moritz dazu geäußert.
Zu Wochenanfang gab Ciriaco Sforza beim Pay-TV-Sender "Sky" ein Interview und gab offen zu, einem Traineramt beim 1. FC Kaiserslautern nicht abgeneigt zu sein.
Die Aussagen des ehemaligen Profis auf dem Betzenberg, die er am Tag darauf auch bei "Sport1" wiederholte und bekräftigte, lösten unter den FCK-Fans gemischte Gefühle und eine angeregte Diskussion aus.
Während die einen dem meinungsstarken Ex-Kapitän sofort zutrauen, die Roten Teufel in erfolgreiche Zeiten zu führen, verweisen Skeptiker auf Sforzas eher durchwachsene Trainerbilanz in der Schweiz.
Nun haben sich mit Cheftrainer Tayfun Korkut und Christoph Moritz auch zwei Akteure von offizieller Vereinsseite zu diesem Sachverhalt geäußert.
Korkut: "Jeder kann sich anbieten, wo er will"
Er habe davon das erste Mal am Freitag gehört, sagte Tayfun Korkut. Dass sich mit Sforza ein ehemaliger Profi der Roten Teufel öffentlich als sein Nachfolger in Stellung bringt, lasse ihn jedoch kalt. "Jeder kann sich anbieten, wo er will", sagte der 42-Jährige. "Ich habe kein Problem damit, wir sind ja alle freie Menschen." Mehr könne er dazu nicht sagen, fügte Korkut an, der solche Diskussionen nach eigener Aussage sowieso nicht verfolge.
"In dem Moment musste ich persönlich ein bisschen lachen", sagte Christoph Moritz, der das Interview bei "Sky" mit Freunden gesehen hat. Der Mittelfeldakteur warnte aber vor zu großer Hysterie. "Man muss dem Herrn Sforza ja zu Gute halten", erklärte er, "dass er da so ein bisschen von der Moderatorin reingezwungen wurde."
Man könne dem Schweizer deshalb keinen großen Vorwurf machen, fuhr Moritz fort. "Was soll er sagen? Nein, ich möchte nicht Trainer beim FCK werden, auch nicht in zehn Jahren oder wann auch immer?", ergänzte er. "Ich glaube, wir sollten da jetzt kein großes Fass aufmachen. Wir sind alle gerade so zufrieden, wie es ist."
Quelle: Der Betze brennt