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Pro e.V.: Erstes Treffen von „FCK - e.wig V.ereint“ (e.wig V.ereint)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Pro e.V.: Erstes Treffen von „FCK - e.wig V.ereint“

Am vergangen Samstag haben sich 25 interessierte FCK-Mitglieder zu einem ersten offenen Treffen der Interessengemeinschaft „1. FC Kaiserslautern - Ewig Vereint“ zusammengefunden. Die Teilnehmer waren sich nach dem ersten Gedankenaustausch zur vom FCK-Vorstand „angekündigten“ Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung des 1. FC Kaiserslautern e.V. einig, dass für sie die Rechtsform des „eingetragenen Vereins“ zu bewahren ist.

In dem zweieinhalbstündigen Treffen wurden die bisher bekannten Fakten, die uns von der Jahreshauptversammlung, Fan-Sitzungen und aus Zeitungsinterviews bekannt sind, reflektiert, mögliche Alternativen angesprochen und auch die positiven Elemente des „eingetragenen Vereins“ herausgearbeitet.

Als Konsens unter allen Teilnehmern steht fest, dass man sich klar zum 1. FC Kaiserslautern e.V. in seiner jetzigen Rechtsform bekennt und für diese zusammenstehen wird.

Für uns bedeutet dies mittlerweile, unter all den Kapitalgesellschaften im Profifußball, auch ein Alleinstellungsmerkmal, das unseren Klub ausmacht, sowie Tradition, Leidenschaft und Mitbestimmung im eigenen Verein.

Vor dem nächsten Heimspiel des FCK gegen Heidenheim am 4. April 2015 werden wir uns zu einem nächsten Treffen zusammenfinden. Jedes interessierte Vereinsmitglied und jeder Befürworter der Rechtsform „e.V.“ ist dazu wieder herzlichst eingeladen. Der genaue Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

1. FC Kaiserslautern - Ewig Vereint / Pro e.V.

Quelle: Ewig Vereint

Update, 03.04.2015:
Das angekündigte nächste Treffen findet vor dem morgigen FCK-Heimspiel gegen Heidenheim ab 10:00 Uhr in der Gaststätte „Alte Münz“, Mühlstraße 4, 67659 Kaiserslautern statt.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
20JahreBlock8
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Beitrag von 20JahreBlock8 »

Mit dieser Einstellung landen wir mittelfristig in der Dritten Liga. Wie man so kurzsichtig sein kann ist mir ein Rätsel. Dass man dann auch noch unter einem Motto "Ewig Vereint" agiert, was suggeriert dass die Mitglieder im Allgemeinen so denken, stößt mir als langjährigem Mitglied bitterst auf. Wer hat denn hier den Schuss nicht gehört. MIt der Standard-Vereinsstruktur werden wir niemals längerfristigen Erfolg im ProfiGESCHÄFT haben. Das einzig Positive ist die Romantik, die das beinhaltet. Wenn ich Vereinsfussball haben möchte, gehe ich in meinem Ort/Dorf/Stadt zu den Amateurkickern bis inkl. A-Klasse. Darüber hinaus läufts nur mit Kohle. Je mehr, desto höher. So einfach isses.
Ich will den FCK OBEN !!! sehen. Das singen wir jede Woche im Stadion und so soll es auch sein.
Das soll nicht heißen dass wir uns auf Gedeih und Verderb verkaufen sollen, aber wir MÜSSEN und Investoren gegenüber öffnen. Im Prinzip haben wir es mit der Fan-Anleihe ja schon getan. Aber wer wirklich glaubt dass der FCK jemals wieder international oder dauerhaft erstklassig spielt, ohne "Geld von Aussen" ist ein Träumer.
Wahrscheinlich stecken hinter "Ewig Vereint" die Leute, die fordern dass mit Talenten wie Willi, Domme, Zimmer, Müller, etc. langfristige Verträge abgeschlossen werden sollen. Nur mit welchem Geld sollen wir die Jungs als Nachwuchs-Nationalspieler bezahlen??? Das geht in KEINEM Verein.

Wahrscheinlich bemängeln diese Leute auch die diletantische Verhaltensweise unseres Vorstandes, ohne sich dabei an die eigene Nase zu fassen.

Überlegt doch mal logisch, wenn man 1000 Kumpels zusammenrauft, auf die MV fährt, dann kann man diese demokratisch auseinandernehmen wie man will. Dann sitzen Heinz Becker und Karl Napp, gemeinsam mit Rudi Rüssel und wAlter Speck im AR und bestimmen Heinz Blöd zum VV.
Wer sollte uns mit diesem traditionellen Vereinskonstrukt Kapital zur Verfügung stellen???


PRO PROFIFUSSBALL in Kaiserslautern und der dafür notwendigen Maßnahmen.


:teufel2: :teufel2: :teufel2: :teufel2: :deutschland: :schild: :pyro: :schal:
2.6.1900

Beitrag von 2.6.1900 »

Genau, nur wenn man ausgliedert, kann man erfolgreich Fußball spielen. Nur mit einer Ausgliederung kann man Sponsoren anheuern, nur durch eine Ausgliederung bekommt man gute Spieler,...
Mal überlegt, was dir als Mitglied bei einer Ausgliederung alles flöten geht (gehen kann)??
Nennen wir mal Schalke als Beispiel. Als eingetragener Verein ständig in den oberen Tabellenregionen der Bundesliga daheim. Nach deiner Aussage wäre dies gar nicht möglich?! Komisch, dass es doch möglich ist. Jeder hier, auch die Pro e.V. Leute wollen den FCK oben sehen, dass geht auch als eingetragener Verein. Dies setzt aber auch reibungslose Arbeit im Management voraus, was bei uns ja Jahrelang nicht vorhanden war. Willst du irgendwann haben, dass ein fremder Investor 49%, und nach der abgelaufenen Frist dann noch mehr Prozente vom Verein hat und somit mehr zu sagen haben als die Leute die das beste vom Verein wollen. Ich kann es einfach nicht verstehen wie man so denken kann und den Verein für angebliche Erfolge verkaufen will. Und wer hier den Schuss nicht gehört hat bist wohl eher du!! Schau doch mal zu den Ausgliederungen nach Hamburg oder schau zu den Löwen nach München. Beides ausgegliederte Vereine die weniger Erfolgreich sind als einige eingetragene Vereine!! Es kommt wie schon gesagt nicht auf die Rechtsform eines Vereines an, sondern auf die handelnden Personen im Verein an!
Naheteufel11
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Beitrag von Naheteufel11 »

Dann benenne doch mal die Investoren. Wir sind nicht der FCBayern. Wie Du richtig bemerkst, spielen wir nicht international, Sponsoren stehen nicht gerade Schlange...erst als man Gegenwind bekam, nahm man die Ausgliederung zurück, nun brauchen wir Sie auf einmal aus steuerlichen Gründen. Der SC Freiburg schafft es auch mit e.V., hat sich erst kürzlich dazu bekannt. Ein Investor bekommt Mitspracherecht, und eine hohe Verzinsung...und wer Profitiert? Teure Spieler und deren Berater.Und wenn das Geld der Investoren weg ist, ohne Internationale Beteiligung, was dann?
Jean Zimmer hat verlängert...Auch mit Investoren werden wir auf Transfererlöse angewiesen sein!
Leider ist mir der Weg der falsche, und nur um Löcher zu stopfen, die man jahrelang nicht bedient hat( Rückführung der Besserungsscheine) keine Ausgliederung!
Gott fragte die Steine, ob Sie Lautrer sein wollen. Da antworteten die Steine "Nein, dafür sind wir nicht hart genug".
AlbiundIssi
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Beitrag von AlbiundIssi »

20JahreBlock8 hat geschrieben:
Überlegt doch mal logisch, wenn man 1000 Kumpels zusammenrauft, auf die MV fährt, dann kann man diese demokratisch auseinandernehmen wie man will. Dann sitzen Heinz Becker und Karl Napp, gemeinsam mit Rudi Rüssel und wAlter Speck im AR und bestimmen Heinz Blöd zum VV.
Wer sollte uns mit diesem traditionellen Vereinskonstrukt Kapital zur Verfügung stellen???
so siehts aus...
dabei wäre rudi rüssel viel geeigneter als VV -
als VV braucht man eine gute nase! da wäre ein rüssel gold wert!

:lol:
bank24
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Beitrag von bank24 »

Argumente weder für noch wieder der Ausgliederung stehen hier... Schade! Bisher stehen auf der Liste nur Probleme mit der Gemeinnützigkeit (Was das mit Ausgliederung zu tun hat weiß ich allerdings auch nicht) und Mitspracherecht der Mitglieder ( theoretisch kann man diese trotz Ausgliederung erhalten)
Ich bin also immernoch bei Null...
"Jetzt ist es raus... Erleichterung!"
Kosta Runjaic, 01.08.2014, Pressekonferenz, nachdem das Saisonziel "oberes Drittel" ausgegeben wurde
20JahreBlock8
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Beitrag von 20JahreBlock8 »

[quote="2.6.1900"]
Nennen wir mal Schalke als Beispiel. Als eingetragener Verein ständig in den oberen Tabellenregionen der Bundesliga daheim. Nach deiner Aussage wäre dies gar nicht möglich?! Komisch, dass es doch möglich ist.

Da hast du ja nicht zwingend Unrecht. Aber mal dran gedacht dass Schalke trotz der Russengasmillionen zig Untergesellschaften hat, die Ihre Zulieferer prellen und der Club mit über 250 Millionen in der Kreide steht? Das ist derenm Preis für das "in den vorderen Tabellenregionen stehen".
Alle anderen Vereine, ausser den risikofreudigen Schalkern, kämpfen jährlich ums sportliche und wirtschaftliche Überleben. Dazu gehört halt auch das Tafelsilber jährlich zu verkaufen. Das wiederum gafällt mir nicht. Ich seh hier lieber mal unsere Junge über Jahre hinweg, als dass ich mich gegen eine "Modernisierung in der Rechtsform" stelle. Wir reden hier ja auch nicht über einen Kaninchenzuchtverein, sondern über ein Unternehmen das ein Umsatzvolumen eines guten Mittelständlers erwirtschaftet.
Nochmal kurz zu Schlacke 04: Ich kann mich noch gut an eine risikofreudige und sportlich extrem erfolgreiche Zeit in unserem Club erinnern, die der Grundstein für die letzten 10 Jahre war.

EV`s- in der BuLi:

Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e. V.

1. Fußball- und Sportverein Mainz 05 e. V.

Sport-Club Freiburg e. V.

Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e. V.

SC Paderborn 07 e. V.


Aber jetzt werd ich langsam nervös.... Derbyzeit!! :doppelhalter: :schal: :pyro:
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Ich hatte vor ein paar Tagen auf VT eine interessante Aussage von Tönnies zu diesem Thema gelesen. Sinngemäß: "Eine AG auf Schalke - mit mir nicht. Wir bleiben ein Verein".
Tönnies steht sicherlich nicht in einer Reihe mit Martin Luther King oder Mahatma Gandhi, der wird schon gechecked haben, welches die günstigste Lösung für seine ureigenen Ambitionen auf Schalke ist.Er ist sicherlich auch abgewichst genug um zu wissen ob eine Ausgliederung zukünftig unumgänglich werden wird - oder eben nicht.
Ich Frage mich halt nur, wie man uns die unumgängliche Ausgliederung aus fiskalischen Gründen unterjubeln will, wenn der in seiner Branche führende europäische Unternehmer das Thema mit einem Satz ad acta legt.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Phil
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Beitrag von Phil »

20JahreBlock8 hat geschrieben: Überlegt doch mal logisch, wenn man 1000 Kumpels zusammenrauft, auf die MV fährt, dann kann man diese demokratisch auseinandernehmen wie man will. Dann sitzen Heinz Becker und Karl Napp, gemeinsam mit Rudi Rüssel und wAlter Speck im AR und bestimmen Heinz Blöd zum VV.
:teufel2: :teufel2: :teufel2: :teufel2: :deutschland: :schild: :pyro: :schal:
Genau was soll schon die Demokratie? Mitglieder haben ihren Beitrag zu zahlen und die Fresse zu halten...
baeckerman83
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Beitrag von baeckerman83 »

Und das beste dieses Dosen Zeugs aus dieser Stadt in Ostdeutschland ist auch ein Verein. Also gehts im Verein auch mit Investor. Und die Rechtsform scheint es auch herzugeben das man da gewinn macht und abzockt.
Mörserknecht
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Beitrag von Mörserknecht »

baeckerman83 hat geschrieben:Und das beste dieses Dosen Zeugs aus dieser Stadt in Ostdeutschland ist auch ein Verein. Also gehts im Verein auch mit Investor. Und die Rechtsform scheint es auch herzugeben das man da gewinn macht und abzockt.
Leider alles falsch. http://www.dierotenbullen.com/statisch/impressum.html
Gislason, wink emol!
2.6.1900

Beitrag von 2.6.1900 »

@Mörserknecht: RB hat vor kurzem erst ausgegliedert, da (so gehen die Gerüchte rum) Angst hatte, das eine 50+1 Regel auch für e.V. eingeführt werden soll. DFB und DFL hatten da ja mal ne Tagung gemacht und ich glaube einen Tag vorher oder so hat man schnell ausgegliedert. Also hat Baeckermann83 schon Recht mit dem was er schreibt!

@20JahreBlock8:
Schalke hatte Stand 2010 250 Millionen Schulden, jetzt ca. 164 Millionen und wird diese bis 2019 hin unter 100 Millionen Euro bringen und weiter abbezahlen, bis alle Schulden beglichen sind. Und das ohne Ausgliederung. Bei einem Umsatz von 215 Millionen Euro fehlen mir einfach die Argumente bei Schalke, dass dort er e.V. schlecht sein soll. Bei dir liest es sich so, als würden die Schulden gar nicht existieren, wenn Schalke ausgegliedert hätte.
Aber schweifen wir mal nicht so in die Ferne, sondern schauen mal zu Vereinen, mit denen man sich vergleichen kann. Ich nehme hier immer gerne 1860 München als Beispiel, da es dort gut aufzeigbar ist. Seit der Ausgliederung im Jahr 2002 geht es dort stetig bergab und auch der Einstieg des Investors hat dort nur für noch mehr Unruhe gesorgt als das von dir beschworene! Aktuell läuft doch alles so gut bei uns, die Finanzen sind in Ordnung, wir haben aktuell wieder eine sehr gute Nachwuchsarbeit die immer wieder neue Stammspieler für die erste Mannschaft zum Vorschein bringt, wir sind aktuell wieder auf einem guten Weg in die erste Bundesliga und das alles als e.V., dort wo die Mitglieder noch 100% das Sagen haben, so wie es sein soll. Und jetzt kommen Leute wie du und wollen Ausgliedern? Sorry, aber für mich ließt sich das eher danach, als ob ihr nur auf schnellen Erfolg aus seid. Lasst es doch so weiterlaufen wie es aktuell ist. Läuft doch zu fast aller Zufriedenheit, da muss man doch nicht jetzt so eine Unruhe reinbringen und eventuelle Aufstiegsfreuden bei einem Großteil der Mitglieder mit irgendwelchen Ausgliederungsgedanken zerstören....

115 Jahre haben wir als eingetragener Verein überlebt, das werden wir auch die nächste 115 Jahre schaffen :teufel2:
baeckerman83
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Beitrag von baeckerman83 »

Mörserknecht hat geschrieben:
baeckerman83 hat geschrieben:Und das beste dieses Dosen Zeugs aus dieser Stadt in Ostdeutschland ist auch ein Verein. Also gehts im Verein auch mit Investor. Und die Rechtsform scheint es auch herzugeben das man da gewinn macht und abzockt.
Leider alles falsch. http://www.dierotenbullen.com/statisch/impressum.html
Ich wusste es nur bis vor der Saison, da waren die noch nen Verein, so genau interessiert mich das Konstrukt ja nicht. Wollte nur sagen, dass Profifussball und Verein sich nicht ausschließt.
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Gerade der FCK ist doch das Paradebeispiel wie man sich als e. V. durch unsägliche Inkompetenz abwirtschaftet!

Ich persönlich möchte im übertragenen Sinn lieber einen adidas Chef im Aufsichtsrat haben als einen Wieschemann oder Kessler!
Ich möchte dort Persönlichkeiten die durch ihr Wissen, Kontakte und Kompetenz den Verein bereichern und keine Provinzfürsten!

Und solche guten Leute bekommt man eben NUR durch eine Ausgliederung!
Jedes Unternehmen, welches gerne viel Geld investieren möchte will natürlich auch eine eigene Person im Aufsichtsrat haben, das ist eben normal und gehört sich auch so. Da passte es schlicht nicht dass Durchschnittsmitglieder solche Personen dann aus der Emotion heraus abwählen. Denn das ist unprofessionell!

Mal davon abgesehen dass der Verein e. V. an sich ja nicht aufgelöst wird.
Auch Bayern oder Dortmund haben noch eine e. V. und führen jedes Jahr die üblichen Mitglieder-versammlungen durch!

Wir leben im 21. Jahrhundert und hier sind immer noch viele null bereit diese neuen Wege zu gehen und fürchten Scheichs die einsteigen.

Die oben genannten Vereine in der Bundesliga die noch e. V. sind dümpel ALLE unten rum bis auf Schalke...die haben im Pott aber ein Fanpotenzial von 8 Millionen Einwohnern!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
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Beitrag von Lautern-Fahne »

WernerL

Ich sehe das nicht so. Der FCK ist strukturell wie eine AG aufgestellt. Es gibt einen hauptberuflichen Vorstand sowie einen Aufsichtsrat. In unserem Aufsichtsrat sitzen mit Prof. Rombach (Frauenhofer Institut), Dr. Riesenkampf (ehemaliger CEO Paysafecard) und Herrn Theis (Finanzchef bei Karlsberg) Personen, die als Vertreter von Sponsoren in diesem Gremium sitzen. Von daher macht deine Ausgliederungsargumentation in dem Punkt keinen Sinn (im Bezug zu Abel stimme ich dir evtl. zu). Die Ausgliederung in eine AG macht den FCK nicht per se "professioneller" oder attraktiv für DAX Unternehmen.

Es ist bei einer Ausgliederung meiner Meinung nach entscheidend, ob man aus einer Position der Stärke argumentieren kann wie z.B. die Bayern. Die haben ein florierendes Unternehmen präsentiert, das mit den Vorständen von Adidas und Telekom aus Augenhöhe argumentieren konnte. Die bekamen Bayernanteile und somit jedes Jahr einen Teil des Gewinns. Wenn wir ausgliedern, sind wir genauso ein Bittsteller wie 1860 München oder Hamburg, die vom Geld anderer abhängig sind. Solange wir kein funktionierendes Scouting und Jungendförderung haben, die über Jahre gute Spieler herausbringen und uns unabhängig machen, bricht uns eine Ausgliederung genauso wie Hamburg oder 60 das Genick. Dann setzt uns das Unternehmen einen in den Vorstand/Aufsichtsrat, der nurnoch den Schaden begrenzen soll.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
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Beitrag von FCK58 »

@Werner L
Adidas - Chef? :shock:
Da war doch mal was, da war doch mal was... :nachdenklich:
... und außerdem verkaufst du gerade eine Seele.
Nein. Nicht deine denn die ist vermutlich schon länger weg. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Das ist doch alles Phrasendrescherei ohne auch
nur ein Argument pro oder contra e. V. darzulegen,
was wichtig wäre damit sehr viele auch mal verstehen was dahinter steckt und sich nicht durch plakatives Gesäusel beeindrucken lassen.
Man würde seine Seele verkaufen, das ist doch Spökes hoch drei!

Diese Aufrechnung welche Vereine in der Bundesliga doch immer noch erfolgreich als e. V. auftreten würden bringt uns nicht weiter.

Viele bekommen scheinbar nicht mit, dass sowohl der HSV als auch Stuttgart die Ausgliederung planen und Heidel bereits ebenfalls davon gesprochen hat, dass die e. V. kein Zukunftsmodell
ist!
(mal davon abgesehen dass sich alle e. V.'s in der Bundesliga im Abstiegskampf befinden)

Grundsätzlich sollten wir mal festhalten, dass man sowohl eine e. V. oder GmbH oder AG, wie auch immer, gut und schlecht führen kann.
Das sind also keine Argumente!

Natürlich hängt das immer von den handelnden Personen ab, bzw Personenkreis der agiert.

Grundsätzlich hat ein FCK aber (und das ist Fakt) mit einer Ausgliederung wirtschaftlich bessere Möglichkeiten!
Das ist alleine deswegen schon so, weil Unternehmen das quasi ständig mitteilen wie Daimler letztens bzgl. VfB.

Eine Ausgliederung bietet eben eine viel bessere Schnittstelle zu Unternehmen die sich in diesen Strukturen besser zu Recht finden weil diese eine bessere Planungssicherheit für ein Engagement bei einem FCK bietet.

Daneben kommen eben steuerrechtliche Vorteile die den Handlungspielraum einfach erweitern.
Schaut euch das VereinsRecht doch mal an, das ist was für Dorfvereine und Kegelgesellschaften. Damit kann man seine Verwandtschaft einmal im Jahr zusammenrufen um über Würstchenverkäufe aufm Dorfplatz abzustimmen zu lassen!
Das ist nicht mehr etwas für PROFIunternehmen im 21. Jahrhundert.

Es geht vor allem darum dass endlich einmal Wirtschaftskompetenz einzug hält
was beim FCK oft nicht der Fall war.

Sicher, aktuell sieht es so aus als stünde der FCK gefestigt da.
Das war aber die Arbeit von Kuntz, der diese Kakofinie der Jahre 2003-2008 beendet hat.
Schlimm war das, die größten Inkompetenzen haben sich die Klinke in die Hand gegeben!Keiner hatte Plan! es wurde nur dumm rumgelabert mit dem Ergebnis 2008 und dem Fastabstieg und kapitalem Imgageschaden!

Eine Ausgliederung kann auch hier nicht zu 100% verhindern dass irgendwann wieder
Deppen das Ruder übernehmen.
Aber sie kann es trotzdem zu einem größeren Teil verhindern weil die Handelnden Personen aus dem Unternehmertum insgesamt mehr Kompetenz mitbringen!

Im Übrigen heisst Ausgliederung NICHT, dass ein Scheich oder Russe den Laden aufkauft.
Weiss nicht wie viele immer direkt auf diese Schauergeschichten kommen nur weil
1860 diesen Weg gegangen ist.
Übrigens wären die aber insolvent gewesen ohne den Investor, das mal nur nebenbei!

Zudem wird er FCK auch weiterhin als e. V. vorhanden sein, eben neben einer Kapitalgesellschaft wie es bei Bayern, Köln und allen anderen doch auch der Fall ist.
Hoeness lässt sich auch im kommenden Jahr wieder von einer geblendeten Mitgliederversammlung
bestätigen, da muss niemand Angst haben dass er als Fan nichts mehr zu sagen hat!

Wir sollten uns einfach nicht selbst im Weg stehen und nicht die Buxe voll haben
nur weil jemand "Ausgliederung" ruft!
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
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Beitrag von FCK58 »

Daimler sagt also : "Es ist besser so" - Tönnies dagegen : "Mit mir nicht".
Wem soll ich jetzt glauben? Daimler, weil sie die größeren Autos bauen oder Tönnies, der die dickeren Würste hat. :?

Deine eigene Argumentation solltest du dir durchaus auch noch einmal durch die Birne gehen lassen: "andere sagen, andere machen oder andere wollen" ist nämlich alles andere als eine schlüssige und nachvollziehbare Argumentation.

Vielleicht triffst du ja zufällig jemanden, welcher gerade von der Rheinbrücke springt und schreit "juchhuu, ich habe Flüüügel", springst du dann auch?
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
pfuideiwel

Beitrag von pfuideiwel »

WernerL hat geschrieben: ... Eine Ausgliederung bietet eben eine viel bessere Schnittstelle zu Unternehmen die sich in diesen Strukturen besser zu Recht finden weil diese eine bessere Planungssicherheit für ein Engagement bei einem FCK bietet.

Daneben kommen eben steuerrechtliche Vorteile die den Handlungspielraum einfach erweitern.
Schaut euch das VereinsRecht doch mal an, das ist was für Dorfvereine und Kegelgesellschaften. Damit kann man seine Verwandtschaft einmal im Jahr zusammenrufen um über Würstchenverkäufe aufm Dorfplatz abzustimmen zu lassen!
Das ist nicht mehr etwas für PROFIunternehmen im 21. Jahrhundert...
Wie man sehr schön an dem schweizerischen Dorfverein Fifa und Kegelbruder Blatter sieht:

Finanzen und Sponsoren

Von 2003 bis 2006 erzielte die FIFA bei Erträgen von 3,328 Milliarden Franken einen Gewinn von 816 Millionen Franken. Allein 2006 wies sie einen Gewinn von 303 Millionen Franken aus und bezahlte dafür nur 1,06 Millionen Franken an Steuern, da die FIFA als nicht gewinnorientierte Organisation gilt und wie ein Verein besteuert wird.[4] In den Jahren von 2011 bis 2014 nahm die FIFA 5,718 Milliarden Dollar ein, wovon 338 Millionen Dollar Gewinn verblieben. Sie verfügt im Jahr 2014 über ein Kapital von 1,523 Milliarden Dollar.[5] (de.wikipedia.org/wiki/FIFA)

Ein gemeinnütziger Verein mit 1.523.000.000,00 US$ Rücklage, da verblasst doch jedes Profiunternehmen des 21.Jahrhunderts :lol:
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Sch... genial!!!
wie konnte ich dieses fähige Modell übersehen
Es lebe der e. V.
:lol: 8-) :D




aber ernsthaft
Ich habe bisher leider keine schlüssigen sinnvollen Argumente pro e. V. gehört.

Warum sollte der Verein FCK also ein e. V. bleiben?

Als Alleinstellungsmerkmal?
(was nicht passiert weil ab der 2. und 3. Liga fast alle ohnehin e. V. bleiben werden)

Wird man Fan eines Vereins weil er rechtlich ein e. V. ist?

Das ergibt für mich keinen Sinn!

Fan werde und bin ich weils Heimat ist oder der Verein guten Fussball, wenn möglich in der 1. Liga, spielt!

Sonst müsste auch der Betze, bzw. das FWS dauerausverkauft sein!
Auch der Namenserhalt lockt gegen Aue nicht mehr als 22000 Zuschauer hervor!

Zuschauer lockt aber die 1. Bundesliga gegen BVB, Bayern, Schalke und Gladbach hervor!
(Im Übrigen wäre der Betze gegen Bayern auch ausverkauft wenn das Stadion "Latschenkieferarena"
heissen würde - was hoffentlich nie der Fall sein wird).

Und um da zu spielen brauche ich Möglichkeiten:
Finanziell, rechtlich, kompetenztechnisch! Und Voraussetzung dafür ist eben eine Kapitalgesellschaft besser als ein e. V.!

Vielleicht haben viele eine andere Wahrnehmung oder Zielsetzung generell:

Vielleicht wollen die meisten den FCK als e.V. mit FWS lieber in Liga 2!

Mir ist ein FCK mit Latschenkieferarena als AG aber lieber in Liga 1!

Jetzt kommen sicher gleich die ersten Argumente, man wolle aber den FCK als e. V. mit FWS
in Liga 1.

Ja, schon klar, und auch verständlich!

Nur dann muss uns aber klar sein, dass wir absolute Wettbewerbsnachteile gegenüber allen
anderen haben!
Uns fehlen Einnahmen aus dem Stadionnamen (das wird ohnehin so bleiben), aus unternehmerischen
Sponsorengeldern, aus Steuervorteilen und und und
Uns fehlen jetzt schon die 2,4 Millionen für die Betze-Pacht-Gelder!
(Alleine von diesem Geld könnte der FCK z. B. 6 Spielern 400.000€ mehr bezahlen, wir hätten
eine ganz andere Mannschaft durch alle Mannschaftsteile und wären vielleicht schon längst wieder 1. Liga)

Wir halten so eben keinen Sforza, keinen Lakic, keinen Trapp und bald keinen Zimmer oder Heintz,
weil wir deren Gehaltsforderungen einfach nicht erfüllen können!

Und wir bekommen auch für das Geld das wir zahlen keinen Ersatz der die Abgänge verstärkend
ausgleicht!
Nicht jeder Jugendjahrgang bringt uns 5-10 Talente die man locker in der Kader einbaut!
Nicht jeder Transfer wie einst Kuka oder Zoller wird einschlagen, das sind auch Zufälle!
Wir können uns so auch keine guten Trainer leisten und sind ebenfalls darauf angewiesen, dass
ein Nachwuchsmann wie Coach Kosta einschlägt!

Andere holen sich einen Stevens oder Tuchel mal so nebenbei!

Wir sind aus meiner Sicht überhaupt nicht konkurrenzfähig für unser aller Wunsch 1. Bundesliga!

Aber Hauptsache wir sind e. V. ?
So etwas sehe ich überhaupt nicht ein!!

Wenn keine schlüssigen Argumente aufgezeigt werden (aus meiner Sicht gibts keine für e. V.)
dann werden wir uns endlich endlich modern aufstellen!
dann hat dieser Diskussionsspuk endlich ein Ende!
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EchterLauterer
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Beitrag von EchterLauterer »

WernerL hat geschrieben:Gerade der FCK ist doch das Paradebeispiel wie man sich als e. V. durch unsägliche Inkompetenz abwirtschaftet!
Jetzt fehlt nur noch der Bezug dazu, daß dies an der Rechtsform lag, dann könnte man es als Argument im Sinne einer Diskussion gelten lassen. Bis zum Beleg dessen, ist es erstmal eine Killerphrase und Thema verfehlt, setzen, sechs.. Genausogut sind die 60er das Beispiel, daß man das als Kapitalgesellschaft zwangsläufig hinbekommt. Wie viele Unternehmen gehen pro Jahr kaputt - wegen Dummheit und Inkompetenz ihrer Führungsgremien?
Dummheit und Inkompetenz gibts überall, gerade auch
WernerL hat geschrieben:Ich persönlich möchte im übertragenen Sinn lieber einen adidas Chef im Aufsichtsrat haben als

bei (vormaligen) adidas-Chefs, wie der FCK teuer erfahren mußte und woran wir immer noch leiden. Den Messias haben wir gerufen, bekommen haben wir René Charles Jäggi, der zwar nicht übers Wasser laufen, dafür aber schnell wegrennen konnte, mit allen Konsequenzen.
WernerL hat geschrieben:Ich möchte dort Persönlichkeiten die durch ihr Wissen, Kontakte und Kompetenz den Verein bereichern und keine Provinzfürsten!
Ich auch! (wobei wir da im Moment wohl schon wieder ganz gut besetzt sind)
WernerL hat geschrieben:Und solche guten Leute bekommt man eben NUR durch eine Ausgliederung!
Schreibt sich leicht, aber hast Du einen Beweis, zumindest einen klitzekleinen Hinweis darauf, warum das so sein sollte?

Echte "Persönlichkeiten die durch ihr Wissen, Kontakte und Kompetenz den Verein bereichern" (und nicht sich selber) dürften keine Schwierigkeiten haben, vom Wahlvolk (gerade von unserem, hmmmm .... ) auch die notwendigen Stimmen zu bekommen. Gerade auf einer Versammlung wie sie bei uns doch immer wieder durchgeführt wird. Da ist mir die (zumindest ansatzweise) Demokratie aber allemal lieber, wo sich der Kandidat noch anstrengen muß, um echte Menschen von sich zu überzeugen, und nicht einfach nur im Hintergrund und unkontrolliert mit dem Scheckbuch wedeln muß. Abgesandte des Geldgebers, deren Rückgrat im Jackett eingebaut ist, das sie daher auch bei großer Hitze niemals ablegen dürfen!, haben da sicherlich schon eher Probleme ....
WernerL hat geschrieben:Wir leben im 21. Jahrhundert und hier sind immer noch viele null bereit diese neuen Wege zu gehen
Ach ja, jetzt wirds dann natürlich nicht lustig, aber komisch: Wir müssen also einfach nur mit dem gehen, was wohlmeinende und für uns gnädiger- und huldvollerweise vordenkende Menschen als "mit der Zeit" bezeichnen und schon wird automatisch alles gut. Und darum haben auch so viele Mitmenschen mit genau demselben Argument die Lehmann-Anleihen gekauft.
Wenn das Dein wichtigstes Argument ist, dann hast Du Deiner Sache aber wenig geholfen mit Deinem Beitrag.

Leider besteht Dein Beitrag nur aus großen Worten, sehr großen sogar, aber leider verbreitest Du statt Argumenten nur warme Luft mit einem leichten Hauch von Drohungs-Szenario. Und DAS will mir gar nicht gefallen, diese unterschwelligen Drohungen.
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Die unterschwelligen Drohungen nerven am allerwenigsten. Es ist ja schließlich allseits bekannt, dass bellende Hunde nicht beißen. :wink:
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
pfuideiwel

Beitrag von pfuideiwel »

Die Frage ist doch, werden wir durch eine Ausgliederung konkurrenzfähig?

Gibt es speziell für den FCK einen Sponsorenmarkt, der Gesellschaften gegenüber Vereinen bevorzugt?

Dann, und nur dann, bringt uns eine Ausgliederung weiter und, diesen Sponsoren, wenn es sie gibt, geht es bei der Ausgliederung nicht um "Berechenbarkeit", sondern um "Einfluss und Macht". Was mich zur letzten Frage führt:

Ist unsere Vereinsführung bereit, ihre Macht zu teilen?
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Diese Diskussion hat, wie leider schon bei früheren Gelegenheiten, eine derartig religiös fundamentalistische Komponente, dass die eigentliche Fragestellung untergeht.
All die vielen Argumente pro Ausgliederung, die von Protagonisten wie WernerL vorgebracht werden, Beten doch nur den Spruch herunter: Sponsoren finden sich nur bei einer AG (GmbH. KG ...)! Warum das besser gehen soll als bisher bei einem e.V. wird dabei aber nicht gerade deutlich.
Das einzige schlüssige Argument ist die Finanzamtsfrage und auch die wird nur verdreht dargestellt.
Schon heute hat der FCK einen Teil, der den Geschäftsbetrieb Profifußball behandelt, der da auch fleißig Steuern bezahlt, falls er denn einen Gewinn hat, und einen gemeinnützigen Teil.
Das Teilbereiche, wie z.B. der Fröhnerhof in einer eigenen Gesellschaft, die dem Verein gehört, organisiert werden sollte, weil das für die steuerliche Abgrenzung zwischen Profi- und Vereinsbereich günstiger ist, wird dann vorgeschobenes Argument für die komplette Ausgliederung des Profi- und Jugendbereiches.
Hat sich jemals einer gefragt, warum das geschehen soll? Cui Bono?
Die Ausgliederung dient doch nur dazu, die Mitglieder noch weiter als bisher aus den wirklich interessanten Entscheidungen heraus zu halten und der Oligarchenclique weitgehend Carte Blanche zu geben.
Das ist schade, denn in einer Änderung der Struktur und der Organisation läge durchaus eine Möglichkeit der Verbesserung, aber eine Diskussion darüber ist wegen der Kapitalfundamentalisten, die dies nur aus Eigennutz machen möchten, leider nicht möglich.
Hasta la Victoria - siempre!
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Beitrag von Benutzernamen »

pfuideiwel hat geschrieben:
Ist unsere Vereinsführung bereit, ihre Macht zu teilen?
Das hat sie doch bereits indirekt gemacht. Payafecard konnte nach der "Warten auf Godot"-Suche doch nur verplfichtet werden, weil man einen (in)direkt involvierten Aufsichtsrat ins Amt hievte und sich als sein Wahlkampf-Team vor den Karren spannen ließ. Jetzt hat man zwar einerseits einen Golf-Kumpel aus St. Leon Rot im Haus, aber eben auch Jemand, der ganz genau darauf schaut, ob der Image-Plan von Paysafecard auch in die Tat umgesetzt wird und dieses Investment auch entsprechend gehegt und gepflegt wird.
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