SWR.de hat geschrieben:Krawalle auf dem Betzenberg
Nach dem Südwest-Derby in der 2. Bundesliga zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC ist es zu Ausschreitungen gekommen. Es gab Verletzte und Festnahmen.
Krawallmacher aus beiden Teams jagten sich am Samstagnachmittag gegenseitig über Sitze und Absperrungen hinweg. Nach dem Schlusspfiff durchbrachen laut Polizei etwa hundert, zum Teil vermummte Karlsruher-Anhänger mehrere Absperrungen und gerieten mit gegnerischen Fans aneinander. Bei der Prügelei seien sechs Ordner und je sechs Fans beider Seiten verletzt worden. Ein SWR-Reporter berichtete, von Ordnungskräften sei weit und breit nichts zu sehen gewesen.
Die Einsatzleitung der Polizei zeigte sich angesichts der Bilanz "fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager": Es habe insgesamt 18 Verletzte, drei Festnahmen, gezündete Pyrotechnik und massive Attacken auf Sicherheitskräfte sowie Sachschäden gegeben.
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Quelle und kompletter Text: SWR.de
Videolink: SWR-Bericht
Polizei KL hat geschrieben:Massive Ausschreitungen beim Südwestderby
Zu massiven Ausschreitungen ist es am Samstagnachmittag nach dem Südwestderby des 1. FC Kaiserslautern gegen den Karlruher SC gekommen. Die Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Westpfalz, der Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei hatten alle Hände voll zu tun und mussten immer wieder Auseinandersetzungen mit starkem Personalaufwand unterbinden.
Knapp 40.000 Zuschauer waren zum Spiel ins Fritz-Walter-Stadion gekommen – darunter etwa 5.000 Karlsruher, die mit Bussen, Privatfahrzeugen und der Deutschen Bahn angereist waren. Allein die zwei Entlastungszüge brachten rund 2.000 Anhänger aus Karlsruhe in die Westpfalz. Die Bahnreisenden wurden mit großem Personalaufwand zum Stadion begleitet, während die Busse und Kleinbusse weitestgehend am Stadion parkten.
Nach dem Eintreffen der Züge wurde die Unterführung in der Eisenbahnstraße wie geplant gesperrt. Die Polizei bittet im Nachhinein um Verständnis – die Sperrung war aus Sicherheitsgründen dringend erforderlich. Während der Sperrung zündeten insbesondere FCK-Anhänger mehrfach Böller und Pyrotechnik, was bei fünf Einsatzkräften zu Knalltraumen führte. Ein weiterer Beamter wurde leicht verletzt. Die Einheimischen hatten vehement versucht zu den Gästefans vorzudringen.
Richtig viel Arbeit bekamen die Beamtinnen und Beamten nach dem Schlusspfiff. Während die Polizei gerade im Ostbereich die Begleitung der Karlsruher und weitere Sperrungen vorbereitete, durchbrachen etwa 100 zum Teil vermummte Karlsruhe-Anhänger mehrere Absperrungen des Ordnungsdienstes und trafen auf der Südtribüne auf die etwa gleiche Anzahl einheimischer Anhänger. Es kam zu einer größeren Auseinandersetzung, die mit zeitlicher Verzögerung von Polizeikräften beendet wurde. Nicht mehr verhindern konnten die Beamtinnen und Beamten allerdings, dass jeweils sechs Ordner und Anhänger beider Seiten verletzt wurden.
Durch diese Auseinandersetzung konnte der von der Polizei begleitete Marsch der Karlsruher zum Bahnhof erst mit Verzögerung starten. Dabei kam es am Löwenburgkreisel zu Angriffen auf Polizeibeamte – drei KSC-Anhänger wurden festgenommen. Dies führte dazu, dass der zweite Entlastungszug erst gegen 17 Uhr starten konnte, weil sich die Bahnreisenden solidarisch mit den Festgenommenen erklärten und sich weigerten ohne die drei Personen in den Zug einzusteigen. Gleichzeitig kam es auf der Nord-Seite des Hauptbahnhofes zu weiteren Ausschreitungen, wo eine große Anzahl gewaltbereiter FCK-Anhänger randalierte. Es kam dabei zu Flaschenwürfen und mehreren beschädigten Dienstfahrzeugen.
Einsatzleiter Franz-Josef Brandt: "Die Polizei ist fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager – von Seiten der FCK'ler vor dem Spiel und den Karlsruhern nach dem Spiel." Gleichzeitig erklärte der Polizeidirektor, dass die Polizei alles unternehmen werde, um die Randalierer zu überführen. Dazu steht den Ermittlern umfangreiches Bildmaterial zu Verfügung, dass ausgewertet werden muss.
Quelle: Polizei KL
Sky.de hat geschrieben:Hier noch ein Telefoninterview von Sky mit Herrn Wolfgang Denzer von der Polizei Kaiserslautern.
Link: Wolfgang Denzer: "annhähernd 20 Verletzte"
Update, 05.10.2014:FCK.de hat geschrieben:FCK bedauert die Vorfälle nach dem Spiel FCK – KSC
Nach dem Spiel der Roten Teufeln gegen den Karlsruher SC kam es auf der Südtribüne des Fritz-Walter-Stadions zu unschönen Szenen zwischen beiden Fanlagern. Der 1. FC Kaiserslautern bedauert diese Vorkommnisse und verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste.
Etwa 15 Minuten nach Abpfiff durchbrachen gewaltbereite Fans der Gastmannschaft Absperrungen des Gästeblockes in der Osttribüne und gelangten so auf die Südtribüne des Fritz-Walter-Stadions. Dort kam es zu Auseinandersetzungen mit FCK-Fans.
Durch das Einschreiten der Polizei löste sich die Situation weitestgehend auf. Es konnten Festnahmen getätigt werden.
Der 1. FC Kaiserslautern bedauert sehr, dass Personen zu Schaden gekommen sind. Der Verein wird in enger Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen die Vorfälle intensiv aufarbeiten.
Quelle: fck.de
Quelle: ksc.deSüdwestderby: KSC bedauert und verurteilt Ausschreitungen
Der Karlsruher SC bedauert und verurteilt die Ausschreitungen, zu denen es am gestrigen Samstag im Nachlauf des Südwestderbys beim 1. FC Kaiserlautern kam, aufs Schärfste.
Im Nachlauf des Südwestderbys hatten sich gewaltbereite Stadionbesucher wenige Minuten nach Spielende Zugang zur Südtribüne des Fritz-Walter-Stadions verschafft, wo es in der Folge zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen beiden Fanlagern kam.
„Das sind schockierende und nicht hinnehmbare Dinge, die da passiert sind. Wir werden alles dafür tun, um diese Vorfälle aufzuklären und diesen Personen habhaft zu werden, die hier normale Fans und Stadionbesucher gefährden und darüber hinaus und den Fußball als Bühne für ihre Gewalttaten benutzen“, erklärte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in einer ersten Reaktion.
Der KSC wird im Kontakt mit dem 1. FC Kaiserlautern die Klärung der Vorfälle vorantreiben. Dazu hat der Verein die Berichte der Polizeibehörden, der Sicherheitsbeauftragten beider Vereine, der Fanvertreter und der Ordnungsdienste angefordert.
