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Ausgliederung und Investor beim FCK? Vorbereitung eines Beschlusses zur JHV 2014 angelaufen?

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Nach der zweiten Trainingseinheit im Trainingslager in Herxheim, am Donnerstag dem 03.07. stand das FCK-Trainerteam um Coach Kosta Runjaic den anwesenden Fans für eine kleine Diskussionsrunde zur Verfügung. Los ging es ab ca. 17.00 Uhr.

Laut Aussage des User bbBowser war es eine sehr aufschlussreiche und nette Runde, wobei so um die 100 Fans und der gesamte Trainerstab, Sportdirektor und Kuntz anwesend waren.
http://www.der-betze-brennt.de/forum/vi ... 97#p866997

Unter anderem wurde auch lt. User sandra auch das Thema Investor und damit auch Ausgliederung angesprochen:
Um mit anderen Vereinen Wettbewerbsfähig zu bleiben wird darüber nachgedacht Fck Anteile an Investoren zu verkaufen was bei der nächsten Mitgliederversammlung besprochen werden soll
http://www.der-betze-brennt.de/forum/vi ... 57#p867057

wkv meldete sich kurz darauf wieder zu Wort und fasste es wie folgt zusammen:
wkv hat geschrieben:Ist das die offizielle Ankündigung der Ausgliederung der Profis nach Vorbild des HSV?

FCK plus?
Daraus hat sich in dem Thread zur Diskussionsrunde mit den Fans eine recht interessante Diskussion entwickelt, die allerdings sich immer wieder mit anderen Fragen der Fans z.B. zur Spieltaktik, zur Kaderzusammenstellung, dem fehlenden Trikotsponsor vermischte.

Da das Thema zu wichtig erscheint, um es als Randnotiz zu einer launigen Fragerunde im Trainingslager abzutun und es in naher Zukunft damit wohl um existentielle Fragen des FCK geht, möchte ich hierzu diese neue Diskussion eröffnen.
Zuletzt geändert von Thomas am 05.07.2014, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verschoben in "Allgemeines".
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Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Da ich zu faul bin das alles noch einmal zu tippen, kopiere ich einen etwas älteren Beitrag einfach hier her.

--------------------------------------------------------------------------------------------------------
Meine bescheidene Meinung zum Thema Investor:
( Lonly Devil » 22.06.2012, 23:49 http://www.der-betze-brennt.de/forum/vi ... m&start=50 )

Mal rein theoretisch/spekulativ betrachtet.
Angenommen wir bekämen einen Investor Bzw. eine Investorengruppe. Ob das aus Hobbygründen / Geldvermehrung oder um sein Ego zu steigern geschieht sei mal offen. Aber ganz bestimmt nicht aus Nächstenliebe, oder "Jux und Dollerei". Die Prozentualen Anteile des Investors kannst Du, Dir selbst einsetzen.

Unser Verein wird Schuldenfrei und kann auf dem Transfermarkt zwar immer noch begrenzt ( Investorvorgabe ) aber dennoch kräftig zuschlagen, und eine Namentlich spielstarke Mannschaft zusammenstellen. Das sehe ich soweit positiv.

Ob diese Mannschaft auch erfolgreich sein würde ? Sehr Wahrscheinlich, aber eine 100%ige Garantie gibt es auch hier nicht.

Wie würde unser Stadion aussehen, wenn der Investor verlangt: "Ich will das Stadion grün gestrichen haben, mit rosa Streifen und gelben Tupfen. Oder ich bin weg, und mein Geld auch.

Es gab bei uns eine Zeit ( unter Göbel ? ) da glaubte ich bei jedem HS in Doofmund zu sein. Wegen dem gelben Schriftzug/Logo des damaligen Hauptsponsors.
Nur ein Sponsor wohlgemerkt, kein Anteilseigner.

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor verlangt der Spieler X / Y oder Z ( sind ganz nebenbei auch Puplikums/Fanlieblinge ) müssen weg. Grund: " Die haben mir nicht die Füße geküsst"

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor grundsätzlich verlangt: " Ihr macht was ICH will, oder ICH und mein Geld sind weg.

Wie würde der Verein finanziell dastehen, wenn sich der Investor anders entscheidet, sein Geld abzieht um wo anders aktiv zu werden ? Teure Spieler müssten verkauft werden, um Transfererlöse zu generieren, und Gehälter zu sparen. Billige Spieler würden nachrücken. Über kurz oder lang stände der Verein vor dem nichts !

Einige Beispiele sind mit Absicht etwas überzogen, um meine Meinung etwas deutlicher zu machen.

Man wäre als Verein IMMER von solchen Leuten abhängig.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Die Ausgliederung der Profiabteilung des FCK in eine Kapitalgesellschaft als AG ist in unserer alten Satzung schon von CF Jäggi vorbereitet worden. Allerdings traute er sich damals nicht wirklich und es bedarf dazu noch eines erneuten Mitgliederbeschlusses.
Art. 2 - Zweck und Aufgaben des Vereins

(5) Der Verein kann die Lizenzspieler-, Amateur-, A- und B-Junioren- Mannschaften der Fußball-Abteilung in eine Tochtergesellschaft „1. FC Kaiserslautern Fußball Aktiengesellschaft” ausgliedern. Der Verein ist mehrheitlich an der „1. FC Kaiserslautern Fußball Aktiengesellschaft” beteiligt und muss in der Haupt- oder Gesellschafter- Versammlung über mehr als 50 Prozent der Stimmrechte verfügen.

(6) Alle gewerblichen Schutzrechte im Zusammenhang mit dem Namen und dem Logo des 1. FC Kaiserslautern e.V. verbleiben dem Verein. Der Verein kann seinen Tochtergesellschaften Lizenzen zur Nutzung der gewerblichen Schutzrechte erteilen.

(7) Jede beabsichtigte rechtsgeschäftliche Verfügung, insbesondere eine Veräußerung oder Verpfändung oder sonstige Belastung der vom Verein gehaltenen Aktien an der „1. FC Kaiserslautern Fußball Aktiengesellschaft” ist von der Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen zu genehmigen.
In der Vergangenheit hatten wir ja schon mehrfach die Diskussion, zuletzt als wieder hochkam das im Jahre 2007/08 die DVAG bereit gewesen wäre, Anteile am FCK zu erwerben um ihn vor der Insolvenz zu retten. Beides, Ausgliederung und Insolvenz, ist aber nicht eingetreten

Eine Ausgliederung hätte tiefgreifende Einschnitte in unseren Verein zur Folge, die alleine mit dem Ausblick auf ein paar Millionen an frischem Geld nur schwer zu begründen sind.
Auch im Hinblick auf die Neugestaltung der Satzung, die wohl auch Thema der nächsten regulären JHV sein soll, wird die Ausgliederung wieder stark diskutiert.
In klarer Nichtbeachtung zum Votum der MV 2012 bei der eine AOMV zur Beschlussfassung über die neue Satzung angestrebt wurde, war schon bei der letzten JHV ein Teil der Satzungsänderungen versucht worden, in einer regulären MV durchzubringen, darunter versteckt auch recht kontrovers diskutierte Punkte, wie z.B. das Quorum für eine AOMV.
Soll jetzt wieder, quasi im Huckepack das grundlegende Thema Ausgliederung schnell und unerkannt durch die MV gewunken werden, in einer Art Überraschungscoup?

Oder ist die knappe Ankündigung dieses Themas jetzt der Beginn einer Kampagne, um angesichts der sich abzeichnenden schwierigen Finanzlage, den Retter Investor als Grund für eine Ausgliederung salonfähig zu machen.

Der Beschluß über die Ausgliederung, die Gründung einer AG, KGaA, GmbH oder einer GmbH&Co KG, würde zuerst einmal nur die Auslagerung in eine nur indirekt kontrollierte Kapitalgesellschaft bedeuten, mit einem weitgehend frei handelnden Management, das nicht mehr den Mitgliedern sich stellen muss.
Die störenden Mitglieder, der Satzungsausschuss, die Dauernörgler, diese blöden Wahlen von Aufsichtsratsmitgliedern, das würde nur noch innerhalb des Vereins geschehen. Dieser ist dann nur noch sehr locker, über seine Vertretern in der Gesellschafterversammlung der Kapitalgesellschaft, an der Lenkung der Fußballgesellschaft beteiligt.
Da hängt sehr viel von der Zusammensetzung des Gremiums ab und dem Kleingedrucktem im Gesellschafts-Vertrag oder dem Statut.
Ein einzelnes Mitglied hat in so einer Gesellschaft keine direkten Rechte, d.h. sogar noch weniger als die wenigen als ein Kleinaktionär der Deutschen Bank.

Ein anderer Aspekt gilt es ebenfalls zu betrachten, was geschieht mit dem Rest-Verein, was mit den heutigen Verpflichtungen.
Der Verein selbst ist ohne den Betrieb der Lizenzspielermannschaft pleite, da er kaum Einkünfte hat (die Mitglieder kosten laut FG ja mehr als sie bringen) und von Transfers aus dem Spielbetrieb abhängig ist. Eine große Breitensportaktivität wie die TSG hat der FCK nicht, um den Verein auf eigene Füße zu stellen. Wie werden die Jugend- und Amateurmannschaften behandelt? Normalerweise landet das NLZ in der Kapitalgesellschaft, was geschieht dann mit der Anleihe?
Wenn diese 6 Millionen Fremdkapital in der Eröffnungsbilanz auftauchen, das NLZ aber nur 2,6 Millionen wert ist, falls es die Stadt überhaupt noch übertragen darf, was passiert mit dem Cash, die gerade mal so hoch ist und dann für den Spielbetrieb gebraucht wird.
Wird die Betzeanleihe zuerst in eine Wandelschuldverschreibung umgewandelt oder gar in Anteilsscheine der Gesellschaft?
Was geschieht mit den Einlagen des Investors?
Und gibt es denn einen?
Wer der Kapitalgeber (Investor) sein könnte, darüber können wir hier nur spekulieren.
Ob sich Mateschitz wirklich einen Traditionsverein einverleiben will, wenn es mit dem Leipziger Kunstprodukt zu klappen scheint, wird sich zeigen, ansonsten war ja die DVAG mal bereit, aber die scheint jetzt draußen und andere sehe ich jetzt nicht. Für die sonst traditionell dem FCK nahestehenden Gesellschaften sehe ich auch keine Veranlassung sich über ihr heutiges Werbeengagement, das leider zum größten Teil mit Kompensationsgeschäften verknüpft ist, sich zu engagieren.
RB würde sich ja anbieten, offensichtlich hat man ja gerade ergiebige Kontakte genüpft. Das Rot würde in den Farben schon passen und mit einigen kleineren kosmetischen Retuschen wäre aus dem Schweinchen Dick Betzi auch ein Stierkälbchen machbar.
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werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

Meinen Segen und meine Zustimmung hat eine Ausgliederung, WENN es einen potenten Sponsor, Geldgeber, Investor gäbe.

Ich würde mich freuen und eine Zukunft für diesen Verein sehen. Ob das realistisch ist, muss man allerdings bezweifeln. Eher kommt der Gedanke, dass man sich im Suuuppppiii-Team überlegt, wie man die Ratten samt dem Schiff auf dem sie ihr Unwesen treiben, locker los wird.

Sollte es wirklich einen Investor geben, dann wäre ich nach dessen Nennung auch gerne zur Ausgliederung bereit - so denken sicher die meisten Mitglieder. Ohne Geld(geber) ist die FCK-Zukunft ungewiss, bis unmöglich.

Mag sein, dass ich zu unkritisch bin, mag sein, dass ich zu naiv bin, aber die Traditions-Spiele gegen Aachen, Preußen Münster und die Waldhöfer in Liga 5 machen mir keine Hoffnung auf eine gute Zukunft.

Das, was unvermeidlich ist, wenn man in die Zukunft mit dem FCK gehen will, muss gemacht werden.
Irgendwelche Bedenkenträger gibt es immer.

Mir reicht es, dass wir schon ein zu 2/3 leeres Stadion haben und wir eigentlich in der 2. Liga kaum konkurrenzfähig sind.

Und mal ehrlich: Wenn da wirklich einer ist, der sein Geld in den Verein pumpt und dafür verlangt, dass es keine Nulpenbusse beim FCK mehr gibt, dann hat er auch meine vollste Unterstützung.

Die Zeiten in denen das Geld dafür wohl von anderen Stellen gekommen ist, scheinen in jedem Fall vorbei.
wkv
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Beitrag von wkv »

Die Frage, die sich mir stellt ist die nach der Sinnhaftigkeit.

Mal abgesehen davon, dass der Verein als solches tot wäre (ganz im Ernst, ohne die Profis ist der FCK nicht mehr der FCK, bei allem Respekt vor den Amateuren und allen anderen Sportlern), ich frage mich immer, welchen GEWINN ein Investor denn erwartet....

Sponsoren wollen mit dem FCK werben.
Investoren wollen eben investieren, und dass aus einem gewissen Streben nach Gewinn.

Wie soll der generiert werden?
Rieddevil
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Beitrag von Rieddevil »

Ich kauf dann auch etwas davon hab noch einige Euros im Sparschwein :lol: :lol: :lol: :lol:
wkv
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Beitrag von wkv »

Und:

Von welchem Investitionsvolumen reden wir hier?

Was sind denn 49% eines "finanziell gesunden" ( :lol: ) 1.FC Kaiserslautern so wert?
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Und mal ehrlich: Wenn da wirklich einer ist, der sein Geld in den Verein pumpt und dafür verlangt, dass es keine Nulpenbusse beim FCK mehr gibt, dann hat er auch meine vollste Unterstützung.
Wie würde unser Stadion aussehen, wenn der Investor verlangt: "Ich will das Stadion grün gestrichen haben, mit rosa Streifen und gelben Tupfen. Oder ich bin weg, und mein Geld auch.
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor verlangt der Spieler X / Y oder Z ( sind ganz nebenbei auch Puplikums/Fanlieblinge ) müssen weg. Grund: " Die haben mir nicht die Füße geküsst"
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor grundsätzlich verlangt: " Ihr macht was ICH will, oder ICH und mein Geld sind weg.
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
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Rieddevil
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Beitrag von Rieddevil »

wkv hat geschrieben:Und:

Von welchem Investitionsvolumen reden wir hier?

Was sind denn 49% eines "finanziell gesunden" ( :lol: ) 1.FC Kaiserslautern so wert?

das ist unbezahlbar :lol: :lol: :lol:
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

wkv hat geschrieben:Sponsoren wollen mit dem FCK werben.
Investoren wollen eben investieren, und dass aus einem gewissen Streben nach Gewinn.

Wie soll der generiert werden?
Durch sportlichen Erfolg und den kann man sich erkaufen. Was mit Hoffenheim geht, geht mit Dortmund eben noch viel besser.

...mal rein spekulativ gedacht:
Eventuell ist ja jemand auf den FCK gekommen und hat gesagt: Ich kann jetzt 15 Jahre einen Nonameclub hochziehen und werde immer den Makel des Plastikclubs mit fehlender Tradition nicht los.
Oder ich investiere mal in einen sportlich maximal heruntergewirtschafteten, finanziell schwachen Traditionsverein?

Wären doch anfänglich ähnliche Voraussetzungen, bei ungleich besserer Zukunftsperspektiven?

@Lonly Devil
Lonly Devil hat geschrieben: Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor verlangt der Spieler X / Y oder Z ( sind ganz nebenbei auch Puplikums/Fanlieblinge ) müssen weg. Grund: " Die haben mir nicht die Füße geküsst"

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor grundsätzlich verlangt: " Ihr macht was ICH will, oder ICH und mein Geld sind weg.

Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:

Wie war es denn bei Dick? Dazu, Fanlieblinge zu verkaufen, haben wir auch keinen Sponsor gebraucht. Das haben die Nulpenkönige auch ganz ohne Sponsor hinbekommen, oder?

Wenn ein Geldgeber kommt, dann macht er genau das, was Du da sagst. Das was all die vergangenen Jahre bei uns mit 109 Nulpen samt Trainern abgegangen ist, kann sich KEIN Sponsor der Welt finanziell erlauben. Sorry, aber das ist doch die Realität, die stets geleugnet wurde?!

Andersherum gesagt: Mit einem Sponsor wären die Shechters, Borysiuks und Alushis niemals so über den Berg gewandert. Was bitteschön wäre daran schlechter gewesen, als die traurige Realität?
Zuletzt geändert von werauchimmer am 05.07.2014, 18:21, insgesamt 1-mal geändert.
CharlyRedDevil
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Beitrag von CharlyRedDevil »

werauchimmer hat geschrieben:
wkv hat geschrieben:Sponsoren wollen mit dem FCK werben.
Investoren wollen eben investieren, und dass aus einem gewissen Streben nach Gewinn.

Wie soll der generiert werden?
Durch sportlichen Erfolg und den kann man sich erkaufen. Was mit Hoffenheim geht, geht mit Dortmund eben noch viel besser.

...mal rein spekulativ gedacht:
Eventuell ist ja jemand auf den FCK gekommen und hat gesagt: Ich kann jetzt 15 Jahre einen Nonameclub hochziehen und werde immer den Makel des Plastikclubs mit fehlender Tradition nicht los.
Oder ich investiere mal in einen sportlich maximal heruntergewirtschafteten, finanziell schwachen Traditionsverein?

Wären doch anfänglich ähnliche Voraussetzungen, bei ungleich besserer Zukunftsperspektiven?
Super Idee. Und der kommt dann auf die Idee, dass ihm blau-schwarz besser gefällt und dass der Name anders sich auch besser vermarkten ließe... Ich hab wirklich Angst. :shock:
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

CharlyRedDevil hat geschrieben:Super Idee. Und der kommt dann auf die Idee, dass ihm blau-schwarz besser gefällt und dass der Name anders sich auch besser vermarkten ließe... Ich hab wirklich Angst. :shock:
Lächerlich, nochmals, wenn die Marke FCK einem gefällt und der die Kohle nimmt, damit zu arbeiten und dann auch Rendite zu erzielen, dann sind das einfach schwachsinnige Ängste.

Dann mach Dir lieber schon mal theoretische Gedanken, wie der neu zu gründende FC Kaiserslautern farblich gestaltet würde, der dem 1. FC Kaiserslautern e.V. nach dessen ja nicht völlig undenkbaren und völlig unmöglichen zukünftigen Insolvenz nachfolgt. Vieleicht müsste der blau-schwarz sein? 8-) :lol:
CharlyRedDevil
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Beitrag von CharlyRedDevil »

werauchimmer hat geschrieben:
CharlyRedDevil hat geschrieben:Super Idee. Und der kommt dann auf die Idee, dass ihm blau-schwarz besser gefällt und dass der Name anders sich auch besser vermarkten ließe... Ich hab wirklich Angst. :shock:
Lächerlich, nochmals, wenn die Marke FCK einem gefällt und der die Kohle nimmt, damit zu arbeiten und dann auch Rendite zu erzielen, dann sind das einfach schwachsinnige Ängste.

Dann mach Dir lieber schon mal theoretische Gedanken, wie der neu zu gründende FC Kaiserslautern farblich gestaltet würde, der dem 1. FC Kaiserslautern e.V. nach dessen ja nicht völlig undenkbaren und völlig unmöglichen zukünftigen Insolvenz nachfolgt. Vieleicht müsste der blau-schwarz sein? 8-) :lol:
Total schwachsinnige Ängste, klar. Die tollen Beispiele bei anderen Vereinen hast Du schon mitbekommen, oder?

Ein Investor möchte Mitspracherecht, sonst würde er es nicht machen. Und wer garantiert, dass dieser dann professionell arbeitet? Niemand! Nur, dass dann die Anteile weg sind und die Mitglieder keine Mitsprache mehr haben.
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Beitrag von werauchimmer »

CharlyRedDevil hat geschrieben:Und wer garantiert, dass dieser dann professionell arbeitet? Niemand! Nur, dass dann die Anteile weg sind und die Mitglieder keine Mitsprache mehr haben.
Und was exakt ist der Unterschied zur jetzigen Situation? Welche Vorteile haben wir jetzt?
Du hast schon verstanden, auf welchem Weg der FCK sich befindet?
Kannst Du mir mal bitte schlüssig darlegen, was "wir" (Mitglieder), außer einem theoretischen Mitspracherecht, überhaupt noch zu verlieren haben?
CharlyRedDevil
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Beitrag von CharlyRedDevil »

werauchimmer hat geschrieben:
CharlyRedDevil hat geschrieben:Und wer garantiert, dass dieser dann professionell arbeitet? Niemand! Nur, dass dann die Anteile weg sind und die Mitglieder keine Mitsprache mehr haben.
Und was exakt ist der Unterschied zur jetzigen Situation? Welche Vorteile haben wir jetzt?
Du hast schon verstanden, auf welchem Weg der FCK sich befindet?
Kannst Du mir mal bitte schlüssig darlegen, was "wir" (Mitglieder), außer einem theoretischen Mitspracherecht, überhaupt noch zu verlieren haben?
Wir können als Mitglieder einen neuen Aufsichtsrat wählen, der besser kontrolliert, ob und wie gearbeitet wird und auch entsprechend handelt. Wenn unsere bisherige Vereinsführung sich ihren Investor aussucht, wüsste ich nicht, wie sich irgend etwas verändern soll. Man beachte nur das Beispiel HSV, wo der Investor auch noch den neuen AR-Chef bestimmt, der zufällig bei ihm angestellt ist. Kontrolle sieht anders aus.

Wenn die Mitglieder keine Mitsprache mehr haben, haben wir keinerlei Chancen mehr, irgendwie entgegenzusteuern. Heute haben wir die Möglichkeit, dass dies nicht alle nutzen oder einfach alles glauben, was man ihnen erzählt - das ist das eigentliche Problem.
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Beitrag von werauchimmer »

CharlyRedDevil hat geschrieben:
Wir können als Mitglieder einen neuen Aufsichtsrat wählen, der besser kontrolliert, ob und wie gearbeitet wird und auch entsprechend handelt.

Heute haben wir die Möglichkeit, dass dies nicht alle nutzen oder einfach alles glauben, was man ihnen erzählt - das ist das eigentliche Problem.
Naja, das stimmt schon, aber wie realistisch ist das denn? Man wird es ja sehe bei der nächsten MGV. Mir wird jetzt schon schlecht, wenn ich Kuntz auf Kommando heulen sehen muss. Sorry, aber die einzigen die heulen können sind doch wir Fans.

Ich bin mal gespannt, ob Rombach nochmal in den Ring steigt, meine Prognose ist, dass er sich das nicht antut.

Rein rechtlich haben die alles absolut richtig gemacht, das steht fest. Und da haben wir das nächste Problem: Die Satzung und die dort dem AR zugewiesene Rolle.

Aber das sprengt hier den Rahmen....
Karl
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Beitrag von Karl »

Lonly Devil hat geschrieben: Wie würde unser Stadion aussehen, wenn der Investor verlangt: "Ich will das Stadion grün gestrichen haben, mit rosa Streifen und gelben Tupfen. Oder ich bin weg, und mein Geld auch.
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor verlangt der Spieler X / Y oder Z ( sind ganz nebenbei auch Puplikums/Fanlieblinge ) müssen weg. Grund: " Die haben mir nicht die Füße geküsst"
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:

Wie würde der Verein entscheiden, wenn der Investor grundsätzlich verlangt: " Ihr macht was ICH will, oder ICH und mein Geld sind weg.
Jawoll, Du großer segensreicher Geldgeber, das machen wir so. :nachdenklich:
...hallo? geldgeber und geld weg? was glaubt ihr denn, wie sowas funktioniert? da kauft jemand EINMALIG anteile gegen geld. warum? weil er sich eine rendite erhofft. und wenn er nicht ganz blöd ist, dann macht er sich im vorfeld gedanken darum, wie und warum das eine rendite erwirtschaften soll.

mehr geld reinbuttern? nur, wenn es auch mehr bringt. sonst eher nicht. gelder abziehen? klar kann er die anteile verkaufen. wenn das mit nachbuttern die entscheidende fragestellung war, dann aber eher mit verlust...

und nein, ein investor ist kein goldesel mit amöbenruhr. da zählt auch keine tradition, keine werte und kein walter fritz. da zählt geld. sonst nichts.
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Beitrag von Rheinteufel2222 »

Karl hat geschrieben:...hallo? geldgeber und geld weg? was glaubt ihr denn, wie sowas funktioniert? da kauft jemand EINMALIG anteile gegen geld. warum? weil er sich eine rendite erhofft. und wenn er nicht ganz blöd ist, dann macht er sich im vorfeld gedanken darum, wie und warum das eine rendite erwirtschaften soll.
Und wenn es dann mit der Rendite nicht so läuft, was bei Mißerfolg im Fußball schnell passieren kann, dann wird er anfangen gute Tipps zu geben. Es geht schließlich, um sein Geld. Und deswegen wird sein Wort auch Gewicht haben und man wird auf ihn hören.
- Frosch Walter -
Karl
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Beitrag von Karl »

sehr richtig, er wird versuchen, entscheidungen zu seinen gunsten zu beeinflussen, obwohl er nur 49% hält und das theoretisch gar nicht kann.

wie? das geht ganz einfach, blick ins ausland genügt. dann kauft eben nicht der verein einen spieler, sondern der investor, die transferrechte liegen dann auch beim investor. oder man vergibt weitere gelder in form gesicherter kredite an den verein, an dem man selbst beteiligt ist. mit der drohung, diese dann abzuziehen, kann man schon einiges bewirken...

oder noch einfacher: man besorgt sich die fehlenden stimmen bei den leuten, die sie haben...
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

CharlyRedDevil hat geschrieben:... ... Man beachte nur das Beispiel HSV, wo der Investor auch noch den neuen AR-Chef bestimmt, der zufällig bei ihm angestellt ist. Kontrolle sieht anders aus.
Wieso ?
Kühne kontrolliert doch alles. :D
CharlyRedDevil hat geschrieben: Wenn die Mitglieder keine Mitsprache mehr haben, haben wir keinerlei Chancen mehr, irgendwie entgegenzusteuern.
... ...
Bis auf den Investor, durch sein installiertes Führungsgremium ( siehe unsere Löwenfreunde ), wird dann wohl keiner mehr ein Mitspracherecht haben.
werauchimmer hat geschrieben: Wie war es denn bei Dick? Dazu, Fanlieblinge zu verkaufen, haben wir auch keinen Sponsor gebraucht. Das haben die Nulpenkönige auch ganz ohne Sponsor hinbekommen, oder?
Dick bekam eine Vertragsverlängerung angeboten (genaue Vertragsdetails dürften einzig den Beteiligten bekannt sein), die er durch verstreichen lassen seiner Antwortsfrist, abgelehnt hat.
Soweit der grobe, mir bekannte, Ablauf.
werauchimmer hat geschrieben: Andersherum gesagt: Mit einem Sponsor wären die Shechters, Borysiuks und Alushis niemals so über den Berg gewandert. Was bitteschön wäre daran schlechter gewesen, als die traurige Realität?
Auch mit einem "Geldgeber" ist man nicht vor Transferflops geschützt.
Aber, das muss ich einräumen, die Summen würden nicht so schwer wiegen.

Du erwähnst da einen Sponsor, der einen Werbevertrag mit dem Verein abschließt.
Gegen einen lukrativen Werbepartner, im Sinne von ALK, ist nichts einzuwenden.
Ein Investor hingegen kauft sich Anteile des Vereins und ist somit Miteigentümer des 1.FCK.
Wie hoch sollte da der Preis für ??% der Vereinsanteile und somit (Mit)Bestimmungsrecht sein ?

Wie bereits von anderen Usern angefragt:
Wie überlebensfähig wären die anderen Abteilungen des Vereins, wenn die Fußballprofis ausgegliedert werden ?
Wozu bräuchte es noch Mitglieder im Verein ?
Auch wenn die zur Zeit nur bedingt Einfluss auf das Geschehen im Verein nehmen können, bei einem Investor läge die Einflussnahme bei Null.

Heiligt der Zweck wirklich alle Mittel ?
Ist der Einstiegspreis, eines Investors wirklich jedes Opfer wert ?
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@Karl
Mir ging es bei der Fragestellung um die Machtposition, die ein Investor haben wird.
Klar, denen geht es nur ums Geld verdienen und sonst nichts.
Wie, ... .. und was dabei eventuell auf der Strecke bleibt ist dabei nur zweitrangig. Wenn überhaupt.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
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Beitrag von werauchimmer »

Lonly Devil hat geschrieben: Wie bereits von anderen Usern angefragt:
Wie überlebensfähig wären die anderen Abteilungen des Vereins, wenn die Fußballprofis ausgegliedert werden ?
Wozu bräuchte es noch Mitglieder im Verein ?
Auch wenn die zur Zeit nur bedingt Einfluss auf das Geschehen im Verein nehmen können, bei einem Investor läge die Einflussnahme bei Null.

Heiligt der Zweck wirklich alle Mittel ?
Ist der Einstiegspreis, eines Investors wirklich jedes Opfer wert ?
Die Zeiten, in denen wir uns die Fragen stellen konnten sind meiner Meinung nach leider rum.
Das wäre evtl. noch vor 4 Jahren gegangen, heute allerdings nicht mehr.

Ich sehe uns "alternativlos" (war das nicht das Unwort?). Wenn uns jemand Geld gibt und dafür Macht übernimmt, dann ist das legitim und bietet mehr als die Alternative mit dem kräftigen "Weiter so".

Schaut der Realität doch einfach mal bitte ins Auge.

Wenn man der Gerüchteküche Altstadtfest glauben darf, wird demnächst ein Trikot-Sponsor präsentiert. Ich wäre auf jeden Fall erleichtert.
MäcDevil
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Beitrag von MäcDevil »

Einen Investor wäre genau das, was der FCK braucht !
Denkt bitte mal an die 50+1 Regel die genau das verhindert was ihr befürchtet...komm mir hier manchmal vor wie bei Star Wars: Die dunkle Seite der Macht... :D
...und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" ...und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Was für ein Quatsch. 50+1 ist doch bereits jetzt schon an allen Ecken und Enden ausgehebelt.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
wkv
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Beitrag von wkv »

Dieses "wir haben doch keine andere Wahl" macht mich völlig nuts.

Erinnert mich an den Mann, der mit dieser Begründung die eigene Frau auf die Rassel schickt.
MäcDevil
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Beitrag von MäcDevil »

FCK58 hat geschrieben:Was für ein Quatsch. 50+1 ist doch bereits jetzt schon an allen Ecken und Enden ausgehebelt.
Sagen wir aufgeweicht. :wink:
...und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!" ...und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer...!
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