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Fußball im Jahre 2024

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
Der alter FCKler
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Beitrag von Der alter FCKler »

xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Zuletzt geändert von Der alter FCKler am 08.03.2014, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Shit. :oops:

Jetzt unterbreche ich leider den weiteren Verlauf Deiner Geschichte, über diesen fiktiven Fußballverein.

Eine Geschichte die traurig und nachdenklich macht und uns so hoffentlich erspart bleibt.

User "Anni4691" ( nur Stellvertretend für gleichgesinnte erwähnt ) können dann noch einmal erwägen, ob so ein Szenario wirklich erstrebenswert ist.

Hau' die anderen Teile auch noch raus - bevor da noch mehr Posts dazwischen hängen.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
BernddasBrot2
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Beitrag von BernddasBrot2 »

Alter Verwalter
@ Der alte FCKler
willst du mir schon heute das letzte bisschen Spass am Fußball nehmen?
Hoffentlich schaff ich den Abgang vorher noch.
Lieber Himmel, du bist ja noch schlimmer drauf als ich, was diesen ganzen Mist um den Fußball herum angeht.
... und wenn du glaubst es könnte nicht schlimmer werden, lass mal TH machen, der zeigt DIR wie es noch schlimmer werden wird.
paet_fck
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Beitrag von paet_fck »

:D
Gutes Ding, gefällt mir.

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Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Hmmm ..... :nachdenklich: :nachdenklich: :nachdenklich:

Das Stadionprogramm vor dem Spiel wurde ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

Die Mannschaftsaufstellungen werden ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

Der Eckball wird ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

Der Freistoß wird ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

Die Halbzeitergebnisse werden ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

Das Halbzeitprogramm wird ihnen präsentiert von ...
Mit freundlicher Unterstützung von ...

----------------------------------------------------------------------------------------------------
@alter FCKler

All zu Weit sind wir von Deiner Geschichte gar nicht mehr entfernt. :shock:
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
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Der alter FCKler
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Beitrag von Der alter FCKler »

Damit eure Laune nach den schlechten Ergebnissen etwas besser wird:

Eine vollkommen irrationale Geschichte, frei erfunden - jegliche Ähnlichkeiten mit irgendwelchen Personen, Handlungen usw. sind rein zufällig:

Fussball im Jahre 2024

„Kaasbromm, you never walk alone“

'Eine Geschichte aus der Zukunft einer früheren Sportart.'

- 26 Stunden 45 Minuten



Beitrag von User „Anni4691“ am 16.02.2013, um 10.57 h im FCK-Forum „Der Betze brennt“:


von Anni4691 » 16.01.2013, 10:57

Selten so einen Unsinn gehört! Dieses ewig gestrige Traditionsgesäusel, speziell beim FCK, geht mir tierisch auf den Sack. Ihr habt anscheinend immer noch nicht verstanden wie Profisport funktioniert, oder? Hier geht es um Arbeit, Arbeitsplätze und vor allem um viel Geld. Und da ist der Name völlig nebensächlich. Mir wäre es völlig egal, wenn der FCK "1. FC BASF Kaiserslautern" heißen würde, Hauptsache ist, ein verlässlicher und finanzstarker Partner ist da! Das ändert nix an meiner Liebe zum FCK. Also Leute, aufwachen!!! Oder in einigen Jahren in der Oberliga spielen...




FUSSBALL IM JAHRE 2024

Kaasbromm, you never walk alone

von: Der alter FCKler




Auf seinem Schreibtisch liegen drei gleiche Bücher, sonst nichts. Ein Buch ist aufgeschlagen, Seite 18, 2. Kapitel.

Es handelt sich um die drei letzten Exemplare eines Buches, welches der etwas ältere Mann im Jahre 2008 geschrieben hatte – es war die Zeit, als die Schutzmänner keine Schutzmänner mehr waren und daher nicht aufpassten als eine Horde geldgeiler Profilneurotiker sich anschickte, langsam aber sicher sich der einst schönsten Nebensache der Welt zu bemächtigen – diese einst schönste Nebensache der Welt nannte man damals noch Fussball, es gab damals sogar noch Fussballvereine und in einzelnen aber ganz kleinen Bereichen ging es sogar noch um diese Sportart..

Es gab nur eine einzige Auflage des Buches und dabei hätte er dem Verlag mehrmals sein Einverständnis zu weiteren Auflagen geben müssen, doch dazu wollte er es nicht kommen lassen.
Immer wieder hat er diese drei Bücher gelesen, erst das eine, dann das zweite, bis er schließlich auch noch das dritte in die Hand nahm und auch darin las. Er schüttelte immer wieder mit dem Kopf, so als wundere er sich, dass in jedem Buch die gleichen Worte zu lesen waren.

Natürlich kannte er den Text seines Buches in- und auswendig. Auch hatte er das Buch damals nicht in dem Glauben geschrieben, eine „müde Mark“ damit verdienen zu können, so naiv war er n icht.
Er hatte warnen wollen, warnen vor einer unheilvollen, herannahenden Zeit beim Fußball und in unserer gesellschaftlichen Entwicklung. Und natürlich auch bei seinem Lieblingsverein.
Immer wieder liest er sich die Texte durch, vergleicht die einzelnen Worte von Buch zu Buch, so als ob da doch verschiedene Texte vorhanden sein könnten.
Immer wieder schüttelt er den Kopf: „So wie ich das geschrieben habe, das hätte man doch verstehen müssen!“ Und wieder rollen ein paar Tränen aus den Augen des älteren Mannes und tropfen auf die drei Bücher – es sind nicht die ersten Tränen, das sieht man den drei Büchern an.

Damals, als das Buch 2008 kurz vor Weihnachten erschien, gab es einen richtigen Run auf das Buch, so dass dieses vielerorts ausverkauft war. Aber der Autor war enttäuscht als
er merkte, dass niemand den Sinn und Zweck des Buches verstanden hatte. Lediglich drei Personen verstanden was er sagen wollte - komisch jedoch, diese drei Personen hatten mit dem Fußball nichts, aber auch gar nichts zu tun, einer davon war sogar noch nie in einem Fußballstadion gewesen.

Komisch, sie hatten den tieferen Sinn der Texte verstanden.

Noch einer aus einem FCK-Forum hatte eventuell sein Anliegen verstanden, doch leider verbarg sich diese Person hinter einem Internet-Pseudonym „Krumpelfuß“ - oder so ähnlich – gern hätte er sich mit ihm bzw. ihr etwas unterhalten, doch besagte Person wollte nicht aus der Anonymität raus.

Inzwischen ist er müde, ausgebrannt, ausgelaugt, hat keine Lust mehr, keine Lust mehr auf Fußball bzw. auf den Rest dessen, was davon eventuell übrig geblieben sein könnte.

Etwas teilnahmslos schaut er plötzlich aus dem Fenster, irgendetwas muss wohl seine Aufmerksamkeit erregt haben. Da, ein paar junge Männer laufen in Fanklamotten den Berg runter Richtung Bahnhnof.

Er öffnet das Fenster: „Ehr Buuwe, schbield heid de Betze?““

Einer antwortet: „Klar, das lassen wir uns doch nicht entgehen, besonders weil ab heute wieder Pyros erlaubt sind“, dabei hält der junge Mann seine Hände hoch, in beiden hält er eine Art
rote Limonadenflasche hoch.

„Des sinn heidzudach eier Bengalos, ehr Buwwe?“

„Ja, und wir Ultras sind unheimlich glücklich, dass dies jetzt erlaubt ist, da ist endlich wieder Stimmung im Laden“

„Konn ich emol so e Pyro sieje?“

„Klar, aber bitte nicht anstecken, dafür braucht man eine besondere Genehmigung!“

„Konnsch Du so e Pyro oschtegge?“

Der junge Mann lächelt und meint ganz gelassen: „Na klar, ich darf das, ich muss vorher nur schnell die Batterien einlegen“ …......... legt ein und drückt bei beiden limonadenflaschenähnlichen Gegenständen auf einen Knopf.

Die beiden Flaschen leuchten rot auf und aus beiden ertönt glockenhell eine Kinderstimme:

„Pyro, Pyro, ich bin ein Pyro!“ Und danach: „Schieß ein Tor, ein Tor, ein To-o-or!“

Und weiter blinkt die Limonadenlampe, immer gefährlicher und angsteinflößender wird das Rot in der Flasche und schließlich erklingt es:

„Diese Pyroshow wurde Ihnen präsentiert von Abu Scheich Kamin, dem größten Batteriehersteller der Welt!“

Der junge Mann hat Tränen in den Augen, stolz und mit verklärtem Gesicht fragt er: „Gab es so was geiles früher auch schon als Sie noch auf den Betze gegangen sind?“

Der ältere Mann, eigentlich liest er während der ganzen Unterhaltung in seinem Buch weiter – es handelte sich um das 2. Kapitel, FCK gegen Barcelona: “Nee, so was hat´s friejer net gäbb. Awwer saan emol, ehr geen frieh enuff, wonn gehden des Schbiel los?“

„Ja, dienstags immer um halb elf , deshalb müssen wir auch bald weiter“

„Was, um halb elf moins, ja geht do iwwerhaubt jemond enuff“?

„Montags gibt es drei Spiele, um 10.00 Uhr morgens und dann nachmittags eins und eins um 22.30h, dienstags um zehn Uhr dreißig eins und nachmittags eins, mittwochs um 12.00 Uhr eins und eins abends, donnerstags um 13.30 Uhr und 22 Uhr, freitags eins morgens um 7.00 Uhr, eins um 15.00 Uhr und eines um Mitternacht, samstags eins um 7.30 Uhr, eins um 13.00 Uhr, eins um 17.00 Uhr und eins um 23.00 Uhr, sonntags gibt es drei Spiele, das erste beginnt um neunuhrdreißig, das zweite um 15 Uhr 30 und das dritte um 23 Uhr dreißig.!

„Wir gehen auch gleich los, denn wir machen noch eine Choreo!“

„Des gebbd's a noch?“

„Ja natürlich, die sind immer spitze. Heute haben wir von einem unserer Sponsoren hundert kleine Fahnen erhalten, die verteilen wir vor dem Spiel an die Rollstuhlfahrer.

„Was, hunnert Rollstuhlfahrer gebbd's?“

„Nee, nicht so richtig: Die Rollstuhlfahrer laufen immer ins Stadion und setzen sich dann in die Rollstühle. Es sind keine richtigen Rollstuhlfahrer, sondern 200-Euroglobalplayershopper. Die richtigen Rollstuhlfahrer dürfen nicht mehr in Stadion, von denen wollte einer vor 10, 12 Jahren kurz vor Weihnachten eine Wunderkerze ins Stadion schmuggeln, daraufhin haben alle Rollstuhlfahrer bundesweit Stadionverbot erhalten - er hat aber Glück gehabt, hätte man bei ihm auch ein Feuerzeug gefunden, wären alle Rollstuhlfahrer in Deutschland verhaftet worden und hätten 10 Jahre ins Zuchthaus gemusst, bevor man ihnen den Prozess gemacht hätte.“

„Es Zuchthaus, gebbd's a widder?“

„Ja, für Fußballfans!“

„Uff de onner Seid, viel Sinn macht des awwer ah net, ich ded doch nie ins Schdadion laafe unn mich donn in e Rollschduhl hogge!“

„Ja, aber unser anderer Sponsor, Abu-Dhabi—Bank-of-Oil-Wheelchairs, will das so und hat 100 Rollstühle gesponsort für Leute, die laufen können, nicht kriminell sind und keine Wunderkerzenpyros ins Stadion schmuggeln.“

„Aha, unn was sinn Euroglobelplayershoppers?“

„Das sind Leute, die von Hartz4 leben, die dürfen dazu noch eine Tätigkeit auf 200-Euroglobalplayerbasis ausüben.“

„Ich glaab, ich honn die ledschde fuchzeh Joor fepennt, was issen e Euroglobelplayer?“

„Das ist unsere neue Währung, hier das ist einer - ab Januar kann man nur noch mit Euroglobalplayer bezahlen.Und wenn Sie noch Euros haben, würde ich die umtauschen – wenn Sie auf der Bank noch Euros haben, würde ich die auch in Euroglobalplayers umtauschen, das wird nicht automatisch umgestellt. Wer nicht umtauschen lässt, verliert das Geld, das er auf der Bank hat. Das Geld kommt dann zur Hälfte den Parteien zugute, die andere Hälfte den Banken, damit sollen die letzten drei Bankpleiten finanziert werden – die Banken wollen ja schließlich wieder spekulieren.“

Der etwas ältere Mann schüttelt nachdenklich den Kopf und ruft: „Donke, ehr sinn richdisch klasse, ehr Buwwe, ich honn a ebbes fer eich, des schenk ich eich.“

Und er reicht den jungen Leuten durch das Fenster eine FCK-Fahne, eine Fahne, die ihm eigentlich sehr viel bedeutet: „Die Fohne honn ich ah e paarmol ge die Waldhefer debei gehatt, die hat schun oinisches mitgemacht.“
Wenn er ehrlich ist, hat er in seinem ganzen Leben nur zwei FCK-Fahnen besessen: Diese, die er gerade den jungen Leuten schenken will und eine ganz kleine, selbst gebastelte Fahne, die er vor vielen, vielen Jahren achtlos weggeworfen hatte – damals, als die Schutzmänner noch Schutzmänner waren und immer zu zweit durch Kaiserslautern auf Streife gingen.

„Aha, das ist also so eine Fahne wie es sie früher gab? Schön sieht sie aus, aber so etwas ist heute verboten, das darf nicht mehr mit ins Stadion genommen werden. Heute werden die Fahnen vom Verein zur Verfügung gestellt.“

„Dess is alles indresond, hänner noch a bisje Zeit, donn sahn mer doch emol wie so e Schbiel heidzudach ablaaft, awwer fun Ofong oo“

„Ich nehme an, so wie immer schon: Wir, die Ultras, machen eine Choreo, das dauert ca. 3 Minuten. Danach gibt es vor dem Spiel Werbung im Stadion, das dauert knappe 4 Stunden.
Dann kommt unser Stadionsprecher, Hugo Schböls und gibt bekannt: 'Achtung, FCK-Fans, extra für euch, jetzt kommt eure Zeit, jetzt kommen 150 werbefreie Sekunden für die besten Fans der Liga!
Und dann geben die vier Vorsänger in der West-, Süd-, Ost- und Nordtribüne bekannt, in welcher Reihenfolge die Sponsorenhuldigungslieder heute gesungen werden.
Dann ruft der Stadionsprecher:'Hallo Südtribüne, Südtribüne, wir brauchen eure Unterstützung!'
Und weiter geht er: ' Hallo Osttribüne, Osttribüne, mitmachen, mitmachen!'
Und auch zur Nordtribüne schreitet er: 'Hallo Nordtribüne, schön das Ihr alle wieder da seid, das freut unsere Sponsoren!'
Und langsam, ganz langsam und würdevoll schreitet er auf die Westtribüne zu, wir alle auf der Tribüne halten den Atem an und endlich ruft Hugo Schböls, unser Stadionsprecher: 'Und jetzt die größte Kurve der Stadt, die geilsten Fans der Liga, hallooooooo Westtribüne, wie heißt unser Sponsor, ''Abu-Scheich'?


„KAMIN“

kommt es brachialgewaltig – unterstützt von vier 500.000 Watt-Lautsprechern von den Sitzplätzen auf der West.

„Danke“ - „Bitte“

Dann ruft unser Stadionsprecher: 'Und jetzt alle, alle auf den Tribünen: Wie heißt unser Sponsor, 'Abu-Scheich?'

Und noch lauter kommt es von allen Sitzplätzen im Stadion, unterstützt von sechzehn 500.000 Watt-Lautsprechern:


„KAMIN“

„Danke“ - „Bitte“


„Unn dess gfallt eich?“

„Ja, natürlich, das ist super und die Stimmung ist phantastisch.“

„Unn wie geht’s donn weidder, was hänner gemähnt mit 'die Fohne derf mer nimmi mit ins Schdadion bringe'?“

„Das ist so: Solche Fahnen gibt es überhaupt nicht mehr, es gibt viel größere, die werden direkt vor dem Spiel von unseren Fahnenschwenkern..

„A widder 200-Euroglobalplayershopper?“

„Ja, also die stehen vor dem Spiel rund um das Spielfeld und schwenken diese riesengroßen Fahnen.“

„So wie die do?“

„So ähnlich, nur viel größer, das „FCK“ ist aber viel kleiner und steht links im Eck, in der Mitte steht ganz groß:

Kaasbromm

und darunter:

„You never walk alone“

und wir alle singen mit „Kaasbromm, you never walk alone, you never walk alone.“,

das gab's ja früher ja auch schon, dieses „You never walk alone“, das müssen Sie doch noch kennen!“

„Do hasche Reschd, dess had's bei uns a schun gebb und war damals schun vollkommen schwachsinnich – unn on des 'Kaasbromm' mit demm Fohneschwengge' konn ich mich irgendwie a noch erinnere, wonn ich nix vewechsle du, hat mer dess 'KAASBROMM' awwer e bisje onnerschd g'sproch und wahrschoinlich a g'schribb. Irschendwie hat sich awwer trotzdem net so viel feännert in de ledschde Joohre.“

„Dann fängt das Spiel an und alle 10 Minuten wird das Spiel unterbrochen und die Fähnchen an den Sitzplätzen werden gehisst und..“

„Die Fohne uf de Sitzplätz wern gehisst, was issen dess jetzt widder?“

„Lassen Sie mich doch mal ausreden: Erstens sind das keine Fahnen sondern so kleine Fähnchen und zweitens gibt es die auf allen Sitzplätzen, da gibt es an den Sitzen so ne Vorrichtung und da geht bei jeder dieser Unterbrechungen so ne kleine Fahne hoch, das sieht echt geil aus, Aldder! Vorne steht der jeweilige Sponsor drauf und hinten drauf steht der Text, der gesungen werden soll.Und unser Stadionsprecher läuft wieder durchs Stadion, zuerst zur Südtribüne und ruft:

„Hallo Südtribüne, Südtribüne, wir brauchen eure Unterstützung!“

„Hallo Osttribüne, Osttribüne, mitmachen, mitmachen!“

„Nordtribüne, Nordtribüne, toll, dass Ihr alle wieder da seid, wisst Ihr, was wir jetzt singen wollen?“

Und dann endlich kommt er zu uns zur Westtribüne und ruft:

„Hallo Westtribüne, sind die geilsten Fans der Liga bereit?“

und wir antworten: „JA“

„Dann singen die Vorsänger das Sponsorenhuldigungslied an und wir alle singen mit.“

„Was werden do so gsung?“

„Ja, meistens wird mit dem Doppel-Whopper-Fanblues begonnnen, immer das was halt gerade angezeigt wird, zum Beispiel das „Kaasbromm, you never walk alone“, oder „Oli Ditt, Du bist der beste Mann“

„Wer issen dess jetzt widder?“

„Olli Ditt ist Präsident der Deutschen Fussball-Liga , aber eigentlich der Sohn von Hoppmar Ditt.“

„Un denne Hoppmar Ditt muss mer kenne?“

„Eigentlich nicht, er muss aber ganz reich gewesen sein und soll sogar mal einen Fußballverein gehabt haben – irgendjemand hat mal gesagt, der hätte einen Verein mit lauter Stümper- und Krumpelfußballern zu einem Bundesligaverein gemacht, indem er mit seinem Geld überall teure Spieler gekauft hat und der Verein dadurch ein paar mal aufgestiegen ist, können Sie sich daran erinnern.“?“

„Joo, do kennt emol ebbes gewässd sinn, ich konn mich irschendwie on so ebbes erinnere – der hat wahrscheinlich zu viel Zeit un Geld gehat und ned gewissd wie er dess unner die Leid bringe soll – wahrschoinlich hadder sich Fußballschbieler, Träner und e Schdadion gekaaf weil er net gewisst hat wie mer e Schbielzeischeisebohn bedient.. Dess is awwer so was fun unindressont, wie gehden dess weidder?“


„Dort wo die kleinen Fähnchen sind, ist ein kleiner Kasten, dort kommt unten ein Zettel raus, da steht ein Gewinnspiel von einem unserer Sponsoren drauf, das muss man ausfüllen und dann wieder oben in den kleinen Kasten einwerfen.“

„Was heeßd, „das muss man ausfüllen“, mich konn doch niemond zwinge onneme Gewinnschbiel teilzunemme?“

„Ja, das ist schon irgendwie freiwillig, aber wer nicht an allen Gewinnspielen teilnimmt und die Karten nicht komplett ausfüllt, bekommt keine Eintrittskarten mehr - außerdem ist es wie jedes Gewinnspiel relativ einfach zu beantworten.“

„Aha, schwer sind die Fragen also nicht?“

„Nein, heute zum Beispiel: „Wie lautet dein Computer-Passwort? Die Antwort lautet natürlich 'FÄÄSBUGG' – es gibt ja gar kein anderes Passwort mehr, das ist fest in jedem Computerprogramm eingegeben und kann nicht abgeändert werden, zumal es auf der Gewinnspielkarte auch keine andere Antwortmöglichkeit gibt. Außerdem, wer würde sein Passwort verraten, wenn es verschiedene gäbe?“

„Demmnoh gebd's noch nädemol zwäh Ontworte und wer net mitmacht, krieht käh Oidriddskarde meh, rischdig? Gons schä perwers sowas!“

„Na ja, wir haben uns dran gewöhnt – aber sagen sie mal, sind Sie früher auch so richtig auf den Betzenberg gegangen – so zu jedem Spiel und auch auswärts?“

„Klar, iwwer e halwes Johrhunnderd long, zu jedem Hoimspiel unn wie ich jinger war un noch ned veheirad, bin ich a uff viel Auswärdsschbiele g'fahr, wonn ich ned honn misse schaffe.. Wie ich donn emol veheirad war, bin ich nimmie so oft zu de Auswärdsschbiele, nur noch so vier- bis fönfmal im Johr, awwer immer zusomme mit moim Frääche. Zu de Hoimschbiele war'n mer donn immer zu zwett gong, awwer irgendwonn hat's donn vorm Schbiel sogenonnde Gonskerberkondrolle gäb und do simmer donn nimmer hie, des war uns donn zu bled – mer wollten jo zum Fußball un ned zum Ginnikologe..“


„Die Ganzkörperkontrollen hat es früher auch schon gegeben? – das wusste ich nicht!“

„Jo, wonn ich misch rechd erinnere du, is dess kerz vor de Woinachde 2012 oigführt wor, ab donn sinn awwer viel Zuschauer nimmie hoch.“

„Wieso, das ist doch in Ordnung, wir haben uns alle schon für die Ganzkörperkontrollen beworben!“

„Sinn ehr donn veriggt, do dud mer sich doch ned defor bewerbe, fer so e Schwachsinn!“

„Doch, wenn man Glück hat, wird man sogar genommen, das kostet nur Zwölf-Euroglobalplayer-fünfzig pro Anruf aus dem Festnetz, mit Wri-Wa-Phones ist es natürlich entsprechend teuer!“

„Jetzt emol longsom, ehr bewärben eich unn zahlen sogar noch Geld defor, dass ner vorm Schbiel mit ner Gonskerberkondroll unnersucht wärn, sinner donn bled?“

„Nein, nein, das ist anders – wir nehmen an einem Gewinnspiel teil, da kostet der Anruf aus dem Festnetz Zwölf-Euroglobalplayer-fünfzig und wenn man Glück hat, kann man dann als Kontrolleur bei den Ganzkörperkontrollen mitmachen – außerdem bekommt man auf der 200-Euroglobalplayerbasis noch Geld dafür“.

„Ehr machen ernschdhaft bei so was mit, wo issen do de Witz debei?“

„Also erstens gibt es Geld dafür, zweitens kann man kostenlos das Spiel sehen und das geilste ist, wer viel Glück hat und einen der Hauptpreise gewinnt wird als Indoor-Kontrolleur im Ladies-Ganzkörperkontroll-Container eingesetzt wird.“

„Des Lädschde konn ich gud verschdehe, wär vielleischd sogar zu iwwerleje – awwer saht do die Bolizei nix dezu?“

„Nein, die bekommen ja selbst für jedes Spiel Ganzkörperkontroller-Freikarten!“

„Aha, die missen also on kähm vunn denne däbbische Gewinnschbiele mit nur äner Ontwortmechlichkeit teilnemme?“

„Nein, man hat das mal versucht, aber von denen hatte keiner die Antwort richtig angekreuzt, irgendwie war das wahrscheinlich zu schwer!““

„Des konn ich mer gut vorschdelle, wieviel von denne Gonskerberkondrollkondäner gebdsen iwwerhaubt?“



„Vor jeder Tribüne zwei Stück und jeder Container hat bei jedem Spiel drei verschiedene Namen, je nachdem, wer gerade die Ganzkörperkontroloen sponsert, das wird vor den Containern jeweils durchgegeben und in den Containern laufen auf den Bildschirmen auch die entsprechenden Werbespots ab.“

„Aha, die Gonskerberkondrollkondäner honn Nohme, ja had die de Parre gedaaft?“

„Nein natürlich nicht, die Namen wechseln ja dauernd und dann wird zum Beispiel vorm Container durchgegeben: „Die Ganzkörperkontrollen im Fääsbugg-Container werden Ihnen präsentiert von RB-Schluchtenbrause!“

„Kummt mer a igendwie bekonnt vor, wie schreibt mer donn „Fääsbugg?“

„F -Ä -Ä -S -B -U -G -G“

„Ich glaab, frijer hat mer dess onnerschd g'schrib, un was issen des RB Schluchtenbrause?“

„Mir hat mal einer erzählt, das soll so ein Brausegesöff mit Wasser aus dem Inn sein – die Ganzkörperkontrollen aus den verschiedenen Stadien werden dann als „Re-Live-Sendungen“ im Pay-TV übertragen.“

„So ähnliche Kuldursendunge had's bei uns a schunn gebb, „Dschungelbrother“, „Big-mich-hier-raus“, „Container-Star“, Schbort-TiVi-Glibs oder so ähnlich honn die gehäs, ich wees nimmi genau, ich kennd mich a teische. Ehr Buuwe, ich brauch jedsd äfach e Bier, ei wieviel Leid sinner donn, drinkener äns mit?“

„Für ein Bier ist immer Platz, da sagen wir nicht nein!“

„Da, uffmache kennener die Flasche beschdimd alläh!“

Der Mann gibt ein paar Flaschen und einen Flaschenöffner durch das Fenster, die Leute öffnen damit die Flaschen und das „Betzelied“ erklingt.

„Geil, was ist dann das?“

„Ja kennener dess donn nimmie, des derf doch net wohr soi!“

„Nein, das haben wir noch nie gehört – wurde das früher auch im Stadion gesungen?“
`

„Joo, awwer dess is schun long her, do sinn noch normale Leid enuff gong, irschendwonn sinn se donn all bleed wor un honn nimmi richtisch mitgesung, dodefor hänse sich awwer gescheseitisch mit ehre Händies fotografiert un mit denne Bilder donn ogebb wie siwwe Naggische.“

Auf der anderen Straßenseite laufen ein paar Leute in Kasper- bzw. Faschingskostümen den Berg runter.

„Gummo do driwwe, siehn aus wie Mänser, die uff de Fasching gehen, un dess midde im Summer!“

„Das sind keine Mainzer, die gehen auf die Südtribüne und haben deshalb alle das Südtribünen-Sponsering-Kompletttrikot an.“

„Dess konn ned schdimme, so geht doch nimmond in e Fußballschdadion, so beglobbd konn mer doch gar ned soi – waden, ich froh emol, des sinn beschdimmd Mänser!“.

„Hallo, gehner zum Fasching?“

„Nein, wir begeben uns zur Fußballarena!“

„Der ältere Mann leise zu sich selbst, so als würde er das nur denken:
„Ich glaab, ich schbinn „d i e b e g e b e n s i c h z u r F u ß b a ll a r e n a“, so Tübbe hädden se friejer mit de Eier om negschde Wellebrescher uffgehonk.“

„Kummen her, des inderessierd mich, ich honn a noch e paar Bier do!“

„Kein Problem, aber Bier trinken wir keins!“

„Unn warum geh'ner donn zum Fußball, oder geheern ehr zu denne hebgedrehde Sektglashalter, die vorm Schbiel in so ner WIP-Loosch erumschdehen, onnere Leid de Weg veschberren unn e Glas Schombus in de Hond hallen onschdadd e ohschdännische Härding un e Frigadell mit Senf zu fresse un drei, vier Schobbe zu saufe?“

„Bitte sind Sie uns nicht böse, aber ich glaube, Sie sind uns zu primitiv, wir laufen jetzt weiter, damit wir uns in die Fußballarena begeben können.“

„Jo gehen weidder, awwer sahn mer noch, hänn ehr so e VIP-Platz?“

„Ja, natürlich haben wir VIP-Plätze, wir sind ja auch very important people und haben einen Platz in der VIP-Longe-Indoor-Kaasbromm-Ebene – wir müssen jetzt auch wirklich weiter, denn um rechtzeitig auf unseren Platz zu kommen, ist es notwendig, dass wir uns fünf Stunden vor Spielbeginn am Fääsbugg-Container einbefinden.“

„Iss jo gud - was steht donn uff so ner Oidridskart eischendlich druff unn was hännern fer e Platz, kennener mol gugge?“

„M o m e n t, wir sitzen heute auf der Aldi-Südtribüne, in der VIP-Longe-Indoor-Kaasbromm-Ebene, Reihe Fääsbugg, im Lidl-Block, auf der Gewürzgurkenschlafcouch – mit Fielmann-Kopfstützen und Toto-Lotto-Heizkissen.“

Und darunter steht auch noch: Eintritt nur durch die Salatfix-Drehkreuze!

Fahnen, pyrotechnische Gegenstände sowie nicht vom Veranstalter vertriebene Fanutensilien dürfen nicht mit ins Stadion genommen werden.

Und weiter: Mit dem Erwerb der Eintrittskarte erkennen Sie die Bedingungen der Consumer- Sales-Promotion-Company in aller Form an und verpflichten sich an allen angebotenen Gewinnspielen des Veranstalters teil zu nehmen.“

„Alles klar, hänner a eier Schbazierschdegge, Gebisse, Heergeräde un Obereddegläser debei?“

„Mit Ihnen unterhalten wir uns nicht länger, Leute wie Sie haben sicherlich Stadionverbot.“

„Jo, dess honn ich mer awwer selbschd gebb!“

Die „Mainzer“ laufen weiter, verschwinden aus dem Blickfeld, dahinter laufen vier Männer in schwarzen Uniformen den Berg runter. Die Männer haben große Kanister auf dem Rücken und tragen Bauchtaschen, in den Händen haben sie Plastikschläuche.

„Do guggen, die Feierwehr geht a schun enuff!“

„Das sind keine Feuerwehrleute, das sind Seifenblasenvorbläser– die vier kenne ich, die sind von der Südtribüne.“

„Säfebloseforbloser, fer was wern donn die gebrauchd?“

„Jetzt machen Sie nicht so, das gab es doch früher bestimmt auch schon. Auf den Sitzplätzen gibt es an der Rücklehne des Vordermannes neben dem Ausgabeschacht für die Gewinnspielkarten vier Klappen und dort drin befrinden sich jeweils die Seifenblasenröhrchen der verschiedenen Sponsoren. Die Seifenblasenvorbläser heben dann die Hand und rufen über die Megaphone zum Beispiel:
„Südtribüne, Südtribüne, nehmt alle die gelben Commerzbank-Seifenblasenröhrchen mit dem Aufdruck ' Die besten Fans der Liga und die Commerzbank, ein Team voller Leidenschaft und Traditionen' heraus“.
Wenn man an der Seifenblasenshow mitmachen will, muss man dann auf den gelben Knopf an der Armlehne drücken, dann öffnet sich der rechte Handfixierungsbügel an der Armlehne und man kann mit der Hand nach dem jeweiligen Seifenblasenröhrchen greifen. In der Kopfstütze des Vordermannes ist eine kleine Kamera installiert, die so lange wie der Handfixierungsbügel geöffnet ist, alles filmt was man macht – das wird dann live ins Polizeipräsidium übertragen.
Seit das mit den Händefixierungsbügeln und den Kameras vor vier Jahren eingeführt wurde, hat man keinen Anstieg der Straftaten in den Stadien mehr verzeichnet.“

„Ja, wieviel Straftate im Stadion gab es denn davor??“

„Keine. Also, wie gesagt, die Seifenblasenvorbläser holen dann aus den Bauchtaschen ihre Seifenblasenröhrchen heraus, schließen die Plastikschläuche an die Kanister und fangen mit dem Seifenblasenvorblasen an – vor der Ost-, West-, Nord- und Südtribüne stehen von jedem Sponsor jeweils acht Seifenblasenvorbläser.“

„Unn donn machen die gonse Volltrottel im Schdadion des noh, unglaublisch!“

„Hat es so was früher bei Ihnen denn gar nicht gegeben?“

„Irschendwie schun, zumindeschdens hämmer Vorsänger gehat und die meischde Leid im Schdadion honn ohne zu iwwerleje nohgeplärrt was die vorgeleiert honn.“

Die Seifenblasenvorbläser verschwinden aus dem Bild.

„Gott sei donk, sinn die gonse Kaschber endlich ford – un dess waren jedsd tatsächlich Fans, awwer warum honn die ände so Eileschbiechel- beziehungsweise Kaschberlekläder ogehatt?“

„Die kann man in den Fanshops kaufen, das sind die offiziellen Vorrundenheimspiel-Unisex-Fan-Ganzkörper-Quick-Undress-Sponsoring-Clothes unseres Sponsoros Fääsbugg, kurz: „FÄOVHUFGKQUSC“ genannt.“

„So longsom werd's zum lache, vor allem, was honn die kinnische Bajjazzo-Koschdüme mit Sex oder mit Sex uff de Uniwersidäd zu due?“

„Die heißen 'Unisex' weil sie sowohl für Damen und Herren anwendbar sind, und „Quick-Undress“, weil man in den Anzug schnell einsteigen und aussteigen kann und sonst keinerlei eigenen Kleidungsstücke braucht– die wurden speziell für die Ganzkörperkontrollen entwickelt – dieses Modell ist aber nur für die Heimspiele in der Vorrunde gültig, für die Rückrunde und Auswärtsspiele gibt es andere.“

„Was gons onneres, weil mer fohin die Redd defun gehad honn: Sah'n mol, so e rischdische Härdingsfrigadell, e gudie Koscheri un ohschdännisches Bier gebd's awwer noch, wo mer donn mit 3 Lidder Bier, zwä Frigadelle und 2 Koschere im Ronse laudschdark Schdimmung mache konn?“

„Also seit wir ins Stadion gehen, gibt es dort nur die Verkaufsstände der Firma „Abu-Scheich-Kamin-Uni-Teigwaren-of-China“ - natürlich haben die auch so richtig regionale Pfälzer Spezialitäten wie Frikadellen, weiße, rote und farblose Würstchen, Bier, Cola und Wein.“

„Jedsd bin ich awwer baff, was issen des fer e Bier und wie schmecken die Frigadelle und Werschdscher?“

„Sie fragen viel auf ein mal, also erstmal zum Essen, ich erkläre Ihnen das am besten ganz: Man kauft sich an einem Stand mit seiner Just-Pay-Karte das was man essen will und erhält dann zum Beispiel einen Fastfood-Gold-Chip. Mit diesem Chip gehen Sie zum Ausgabeautomaten und stecken den Chip oben in den dafür vorgesehenen Schlitz – je nachdem was sie gewählt haben, erhalten Sie eine Wurst- oder Frigadellenform sowie eine Farb-, eine Geschmacks- und eine Geruchstablette. Die Form schieben Sie dann am Automaten nebendran unten am Essensausgabeschacht auf die Ausgabedüse. Die Farb-, Geschmacks- und Geruchstablette werfen Sie oben in den Teigbehälter und drücken die Programmtaste „Go“, warten eine Minute und dann drücken Sie noch auf die Programmtaste „Finishing“. Nach weiteren 50 Sekunden können Sie dann die Frikadelle oder das Würstchen am Ausgabeschaft aus der Form herausnehmen. Wenn Sie keine farbigen Würstchen oder Frikadellen wollen sondern lieber durchsichtige mögen, drücken Sie einfach die Taste „Keine Premiumklasse“ und die Bestätigungstaste und sie erhalten einen Silber-Chip – mit dem bekommen Sie dann wie gewünscht keine Farbtablette. Und wenn Sie Ihr Würstchen oder Ihre Frikadelle durchsichtig, geruchs- und geschmackslos wollen, drücken Sie einfach die Tasten „Standardversion“ und die Bestätigungstaste und Sie erhalten einen Bronze-Chip, da ist dann weder eine Farb-, noch eine Geruchs- oder Geschmackstablette dabei.
Das gleiche gilt dann für die Getränke: Sie bezahlen am Automaten das was Sie trinken wollen und erhalten einen Chip und einen Becher mit den entsprechenden Getränketabletten, also zum Beispiel für Bier, Cola, Weiss- oder Rotwein. Den Becher stellen Sie dann am Automaten nebendran unten unter die Flüssigkeitsausgabedüse, werfen oben in den Wassserbehälter die entsprechende Geschmacks- Geruchs- und Farbtablette ein, stecken den Chip oben rechts in den Schlitz und drücken einfach noch die Programmtasten „Go“, die Temperaturtasten „Cold“ „Warm“ oder „Hot“ , die Taste „Finishing“und die Bestätigungstaste. Nach 30 Sekunden haben Sie Ihr fertiges Getränk – natürlich können Sie bei den verschiedenen Getränken zusätzlich zu den verschiedenen Getränketemperaturen noch „farblos, „geruchslos“ und „geschmacklos“ wählen, je nachdem welchen Chip Sie kaufen bzw. wie Sie Ihr Getränk mögen.“

„Ach ehr Buwwe, Werschdscher, die ned schmeggt honn, had's friejer a schun gäbb - awwer was koschden zum Beischbiel so e Bierche?“

„Die großen 0,1 Liter Becher kosten vier Euroglobalplayer fünfzig, die mittleren Becher drei Euroglobelplayer fünfzig und die kleinen Becher kosten zwei Euroglobalplayer fünfzig.“

„So viel had sich do werglisch net feännert seid domols - so, dess hädden mer jedsd ah – also die Fohne wollener ned, awwer midd so me Buch kennener was ofonge?“

'“Von Büchern habe ich schon etwas gehört, das gab es früher. Mein Opa soll auch noch welche gehabt haben – wie sieht denn so was aus?“

„Da, guggen!“

„Ach so, zum Lesen was – das ist heutzutage auf jedem App – so gut wie alle Bücher, die jemals geschrieben wurden – wissen Sie überhaupt was ein App ist?“

„Klar, dess iss die Abkerzung fer „Applikation“ un gebdd's uff de Händies oder Schmardphones.“

„Alle Achtung, Sie kennen sich ja noch gut aus, aber Handies, Smartphones und so was, das ist alles Zeugs von früher, das ist heutzutage alles da drin!“

Der junge Mann deutet auf seine Armbanduhr.

„In däre kleene Armbanduhr, ewei muss ich awwer lache!“

„Nein, ehrlich, da ist alles drin: 12.860 Apps, eine davon für mehr als 80 Millionen Büchern.“

„Donn guggen awwer, dass eisch de Arm nedd abfalld, mer wer dess zu schwer – awwer sahn mol, wer schbield donn heidzudach so in de Bundesliga und wie häsdn dess Schdadion jetzt?“

„Das ist verschieden, der Stadionname wechselt in jeder Halbhzeit dreimal und dann noch vor dem Spiel und nach dem Spiel, der Stadionsprecher gibt jeweils durch wie das Stadion gerade heißt – an jedem Spieltag hat das Stadion daher acht verschiedene Namen.“

„Was gebdsen do fer Nome?“

„Telekom-Klodeckel-Arena“, „Die-meiste-Kreditkarte-Arena“, „Chiquitta-Sportpark“, „Abu-Scheich-Kamin-Stadion“, „Vodafone-Sportpark unweit der Lauter“, „Sportpark zum Frauenhoffer-Institut“, „Ganzkörperkontrollzentrum Complete plus“, „Google-Arena“, Kaasbromm-Sportpark-Eight-plus-four“, „Partnership.de-Paradiesgarten“ und so weiter.“

„Aha, unn wer schbield donn so in de Bundesliga?“

„Das sind drei Mannschaften von Bayern München, drei von Bayer Leverkusen, drei von VW Wolfsburg, drei von Hörnix Hannover, drei chinesische, drei amerikanische, drei russische, drei arabische Mannschaften, drei von Kaasbromm Schlackenschacht und drei von RB Schluchtenbrause sowie unsere Mannschaft und das BILD-Team.“

„Jetzt honn ich awwer gleisch e paar Frache: Wieso schbielen do chinesiche, omerigonische, arabische Monnschafte unsoweidder in de deidsche Bundesliga?“

„Das ist doch ganz leicht, die Staaten haben sich ein Stück Land in Deutschland gekauft und dann bei der EU geklagt, dass sie in der Bundesliga mitspielen wollen.“

„Un donn hänse mitschbiele durfe?“

„Ja, der europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sie in einer deutschen Liga spielen dürfen und da sie genug Geld hatten, durften sie auch in der Bundesliga spielen.“


„Unn wie häsdn unser Veroin jetzt, ich nemm ned o, dass der noch so häsd wie frijer?“

„Schon lang nimmer, wie er gerade heißt, sagt uns immer der Stadionsprecher vor dem Spiel.“

„Awwer sahn mer jetzt ned, dass sich de Veroinsnome a achtmol inemme Schbiel ännert!“

„Nein, nein, das darf nicht sein, ein Verein darf an einem Spieltag nur einen Namen haben, das soll aber ab der nächsten Saison geändert werden.“

„Schbielreschele gebbd's awwer noch, odder is dess abgschafft wor – zum Beischbiel Abseids, Door, Oiwurf, Elfmeder, Foul, Hände, Schiedsrichder un Linjerischder, gelwe und roode Karde unsoweider ?“

„Natürlich gibt es das noch, zum Beispiel die Tore, unser Tor vor der Westtribüne heißt „Aldi-Nord“, das in der Ost „Hengstenberg-Sauerkrautkonzentrat““, und je nachdem wo ein Tor fällt, wird die entsprechende Werbemelodie eingespielt und auf den großen Anzeigetafeln und den Werbebanden laufen die entsprechenden Werbespots ab. Dann ruft unser Stadionsprecher zum Beispiel:

„Tor für Dallas Oil Company, und Abu-Scheich-Kamin präsentiert Ihnen den Torschützen:
Gregorowitsch Dschingis-Khan! Auch der aktuelle Spielstand wird Ihnen präsentiert von unserem Sponsor Abu-Scheich-Kamin:

'Aldi-Nord: Zwei - Hengstenberg-Sauerkrautkonzentrat: Null!

Und wir alle schreien das mit. Dann ruft der Stadionsprecher noch: Danke! Und wir antworten:
Bitte!

Dann pfeift der Schiedsrichter Tor und es gibt Anstoß – von welchem Sponsor jeweils der Anstoß präsentiert wird, ist vor dem Spiel immer ein großes Geheimnis und sehr spannend, da kann man in den Gewinnspielen darauf wetten.“

Jedsd muss ich widder froe: Erschd kummt die Door- oder Werbemusig, donn saht de Schdadionschbrecher wer des Door gschoss hat un wie's Schbiel steht und gons zum Schluss pfeift de Schiedsrischder „Door“ - was issen, wonn de Schiedsrichder oder Linjerischder awwer määnt, dass des gar käh Door war sondern Abseids gebbd, was issenen donn?“

„Also, das gibt''s nicht, das entscheiden die Sponsoren! Wenn die Tormusik eines Sponsors ertönt, ist es ein Tor – man kann ja nicht einfach gegen den Willen der Sponsoren auf Abseits oder sonstwas entscheiden, das hat es noch nie gegeben!“
Nachdem der Schiedsrichter das Tor gegeben hat, halten die Vorklatscher die Klatschtafeln hoch und gleich darauf beginnt die Klatschshow.“

„Ei jedsd veschdeh ich gar nix mäh, es gebd a Klatschshow unn was sinnen des fer Klatschdafele, die do hochgehall wärrn.“

„Das sind große Anzeigetafeln, da sind jeweils Klatschhände drauf – die Vorklatscher laufen am Spielfeldrand ums Stadion und halten die Klatschtafeln hoch– außerdem wird das auch auf den großen Anzeigetafeln im Stadion angezeigt: 'Zwei große klatschende Hände und drunter der Text: Bitte drücken Sie alle den grünen Knopf an der Vorderseite der rechten Armlehne.' “
Dann drücken wir alle auf diesen Knopf und aus der rechten und linken Armlehne sowie aus der Kopfstütze kommen die Klatschhände heraus. Die Klatschhände klatschen dann, das ist unheimlich laut, sogar auf Klatschstufe 1 – auf den Anzeigetafeln wird jeweils angezeigt, welche Klatschstufe gerade eingestellt ist, von Stufe 1 bis 5. Wenn die Übertragung bei der Konferenzschaltung im Fernsehen beginnt und wir im Fernsehen sind, gilt immer die Klatschstufe 5.
Dann wird auf den Anzeigetafeln angezeigt und über die Lautsprecher bekannt gegeben, wer die Klatschshow gesponsort hat – die sind immer von unserem Sponsor Abu-Scheich-Kamin, dem größten Batteriehersteller der Welt.“

„Ehr Buwe, des erinnert mich schdark on Freibursch, viel onnerschd war dess dort a net - unn wie issen des mit Abseids, das gebbt's awwer a noch?“

„Abseits ist klar, das wird vorher immer angekündigt, zum Beispiel: 'Die nächste Abseits wird Ihnen präsentiert von Deutschherrenwürstchen – Deutschherrenwürstchen, keines macht mich mehr an!'

„Des ist donn beschdimmd bei gelwe und roode Karde genau so, odder?“

„Ganz klar, es gibt in jedem Spiel vier gelbe, zwei gelb-rote und zwei rote Karten und die werden gesponsert und präsentiert von den unterschiedlichsten Firmen.“

„Was, mer wääs vorher wieviel Karde de Schiri fedäld, so e Bleedsinn!“

„Ja, und die Sponsoren, die am meisten bezahlen, dürfen bestimmen, wann und wer die verschiedenen Karten gezeigt bekommt.“

„Also, inderessiere ded mich dess doch noch emol, wo gebd's donn Karte fer so e Schbiel?“

„Im Presponsoringticketinggewinnspielshop bei jedem unserer Sponsoren in der Stadt, zum Beispiel in der früheren K-Mall am Abu-Scheich-Kamin-Platz, das ist eigentlich ganz einfach.“

„Aha, es Faggelrondell häsd demmno jetzt Abu-Scheich-Kamin-Platz, unn was koschden heidzudaach so e Kart?“

„Bei den Sponsoren im 'Advance-Sales-Field“ kosten die nix, die kann man gewinnen...“

„Gewinnschbiele?“

„Ja, fünf Gewinnschbiele mit jeweils zwei Fragen, die man mit einer 'Wri-Wa-App-SMS“ beantworten muss.“

„Unn widder bin isch wahrschoinlich zu alt - was e SMS iss wäas ich noch, awwer was issen e „Wri-Wa-App-SMS unn 'Advance-Sales-Field'?“

„Das sind alles Begriffe aus dem Euroglobaldenglischen.....“

„Moment, moment, ich glaab, ich bligg jetzt durch, oder lossen mich roode: 'Advance-Sales-Field' is de Vorfekaaf und eine 'Wri-Wa-App-SMS“ iss e SMS, die ner do mit eire Armbanduhrehändies beziehungsweise Wrist- Watch-Telefone durchgewwen, schdimds?“

„Sie scheinen mehr zu wissen als Sie zugeben wollen, eigentlich sind Sie auch ein ganz netter Opa.“

„Dess schwachsinniche Denglisch had's frijer a schun gebb, dess wääs ich noch, des had's meischd in de Werbung gäbb, in de Computer-Umgongssprach, bei de Neireische und erfunn hons Leid, die wedder Deidsch noch Englisch gekennt honn..“

„Also demnach war Euroglobaldenglisch damals noch kein Schulfach, heute ist es das einzigste Pflichtfach, das man nicht abwählen kann.“

„Also, mer konn alle Fächer heidzudaach abwähle – Deidsch, Englisch, Mathe, Fisigg - ausser demm beglobbde Euroglobaldenglisch do, ei wo gebbd's donn so was?“

„Na in Deutschland.“

„Alloo, bei denne beglobbde Gewinnschbiele mach ich beschdimmd net mit, konn mer donn käh Karte meh kaafe?“

„Doch, natürlich – acht Stunden vor dem Spiel versteigert unser Sponsor Viakondomo über seine Internetplattformen „Moneymaker“ und „John-Goodwin“ auf den Caymen-Inseln mehr als dreitausend Eintrittskarten.“

„Aha, awwer wieso haschen fohien g'sah „in der früheren K-Mall“, häsd die jetzt nimmer so?“

„Nein, der Name wurde verkauft, das heißt jetzt „Google-Arena-Center am Abu-Scheich-Kamin-Platz.“

„Google-Arena-Center, ja laafen dort Hinkel mit Senfsoß erum, oder was sunschd?“

„Nein, während der Bauphase gingen einige Baufirmen und Investoren in Insolvenz und das ganze Gebäude und Namen wurden an die Agentur „Google-Arena-Namingright-male-fide-purchasing-Society“ verkauft.“

„Ach ehr Buwwe, ich glaab so viel hadd sich gar ned viel feännert in de ledschde Johre – sahn emol, gehner a als uff Auswärdsschbiele?“

„Klar doch, letzte Woche waren wir zum Beispiel in Berlin.“

„Aha, midde Bohn oder sinner gefloh?“

„Mit der Bahn, der Flughafen Berlin ist noch nicht fertig.“
Zuletzt geändert von Thomas am 02.03.2014, 16:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Themen zusammengefügt.
Ich habe im Museum bisher keine Megaphonanlage der Walter-Elf gesehen, ebenso keine von unseren Meisterschaften/Pokalsiegen 1951-1953-1990-1991-1996-1998!
glanteufel68
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Beitrag von glanteufel68 »

Genial. :applaus:
Endlich mal was zum Lachen in dieser sonst eher trostlosen Zeit.

Wenn man mal ein paar Jahre zurückdenkt, wie damals alles war, jedoch auch ein beängstigender Blick in die Zukunft. Zwar noch nicht 2024 aber so oder so ähnlich wird´s wohl irgendwann mal sein, dann aber werde ich mich schon lange von meinem ehemaligen Leiblingssport verabschiedet haben.
Zuletzt geändert von glanteufel68 am 01.03.2014, 16:02, insgesamt 2-mal geändert.
sandman
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Beitrag von sandman »

Sehr geil geschrieben 8-) !

Ich weiß nur noch nicht, ob ich drüber lachen kann/soll...es steckt zuviel Wahrheit drinne :(
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)
EchterLauterer
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Beitrag von EchterLauterer »

Du meinst sicher, daß Du nichts über die Mannschaft schreiben mußt, wenn Du so lange Texte über Sonstiges schreibst? :D

Recht hättest Du. :!:

Aber ob sich für dieses Team noch ein Scheich finden wird?
Die einzige Gabe, die wahrhaft gerecht unter den Menschen aufgeteilt ist, ist der Verstand. Denn ein jeder glaubt, er habe genug davon. Pinkfarbener Text ist in jedem Falle Ironie, schwarzer Text aber vielleicht auch.
Die dritte Zeile dieser Signatur ist dem Forumssignaturwart gewidmet.
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