Nimmt man das Potential, was der Verein im Umfeld hat (Fans, Sponsoren, Stadt, Stadion) könnte der HSV sicher deutlich mehr aus sich machen, als bisher. Der kicker-Chefredakteur Holzschuh, hatte im Mai die Situation beim HSV so beschrieben:
(http://www.hsv-forum.de/showthread.php?t=99799)Sportlich ist wenig fußballerische Philosophie zu erkennen, anhand manch zweifelhafter
Millionen-Einkäufe hat sich lediglich der eine oder andere Vermittler klammheimlich ins
Fäustchen gelacht; wirtschaftlich erklimmen die jährlichen Verluste schwindelnde Höhen,
die Problemfelder werden immer gigantischer. Alles ein Zeichen, dass weder sportlich
noch kaufmännisch eine fachliche Symbiose greift. Kein Wunder bei den unzeitgemäßen
Statuten, die immer mal wieder Männer in den übermächtigen Aufsichtsrat spülen, die
dieser Aufgabe alles andere als gewachsen sind. Zwingende Folgen sind irrsinnige Fehler
im operativen Geschäft.
Zum Thema „fußballerische Philosophie“ lässt sich ja inzwischen festhalten, dass Frank Arnesen seine Koffer packen musste. Die Situation hat sich dennoch nicht grundlegend geändert. Der HSV hat ein Schuldenproblem, das er nicht in den Griff bekommt. Kurzzeitig soll angeblich sogar die Lizenz in Gefahr gewesen sein. Nach einem NDR-Artikel kam es dort aber zu keinen ernsten Problemen auch, weil der HSV mit einer Fananleihe für den „HSV-Campus“ (Nachwuchsförderung) seine Liquidität nachweisen konnte.
(http://www.ndr.de/sport/fussball/bundes ... v8863.html)
Der Grund für die Schwerfälligkeit und vor allem für das negative Image des HSV wird vor allem in der bisherigen Organisationsstruktur ausgemacht. Immer wieder im Fokus steht dabei der elfköpfige Aufsichtsrat, der alle 2 Jahre gewählt wird.
Der Aufsichtsrat besteht aus 11 Mitgliedern, von denen 8 von der Mitgliederversammlung gewählt werden und je ein Mitglied von den Fördernden Mitgliedern, den Amateurabteilungen und von der Gemeinschaft der Senioren entsandt wird. Die Wiederwahl bzw. erneute Entsendung ist zulässig.
(http://www.hsv.de/verein/verein/hsv-gremien/)
Nun gibt es eine bekannte Idee, den HSV neuauszurichten: die Profiabteilung und die Nachwuchsförderung sollen in eine eigene Gesellschaft ausgegliedert werden, die restlichen Gremien neu aufgestellt, neu strukturiert und eventuell neu besetzt werden.
Ein Modell hat der ehemalige Chef des HSV-Aufsichtsrat Ernst-Otto Rieckhoff entworfen. Es nennt sich HSVplus. Mitgearbeitet haben unter anderem Holger Hieronymus, Thomas von Heesen und Ditmar Jakobs.
Die wichtigsten Vorteile, die er nennt sind:
- 1.Durch die Ausgliederung können externe Geldgeber Anteile kaufen und so neue finanzielle Möglichkeiten schaffen, die Entschuldung wird vorangetrieben.
2.Durch die Ausgliederung wird der restliche Verein nicht mehr weiter vom Profifußball tangiert.
3.Die Organisation wird schlanker, der Aufsichtsrat verkleinert.
http://www.hsvplus.deWESHALB DER HSV EINE
STRUKTURELLE NEUORDNUNG BENÖTIGT
Kein durchschlagskräftiger strategischer Partner würde innerhalb der bisherigen Vereinsstruktur, die auch noch mit einem
zunehmenden Negativ-Image schwer belastet ist, attraktive Anreize sehen. Genau so trifft das auch auf Persönlichkeiten
mit nachgewiesener Professionalität für Führungsaufgaben oder Ehrenämter zu.
Der Weg in die deutsche Spitze zurück und dauerhaft nach Europa funktioniert Erfolg versprechend und zügig
allein mit kostenlosem Kapital von strategischen Partnern in einer HSV Gesellschaft.
Eine von vorn herein seriöse Verwendung des neuen Startkapitals als eine Art Anschubfinanzierung schafft dauerhaften Erfolg.
Hierzu ist eine Philosophie zu entwickeln, die stringent einzuhalten und zu kontrollieren ist. Hierin einzubinden ist ein konsequentes
Nachwuchskonzept mit entsprechend professioneller Führung.
Der Vorstand der HSV Gesellschaft zusammen mit seinen Aufsichtsgremien darf nur begrenzt Anteile an strategische Partner
ohne maßgeblichen Einfluss veräußern ( unterhalb der Grenze zur Sperrminorität von 25 % ).
Für Anteile darüber hinaus ist ausschließlich die Mitgliederversammlung befugt. Zudem wird die 50+1 Regel in der Satzung
des e.V. festgeschrieben. Das ist ein Mitglieder-Veto gegen ungewollte Fremdbestimmung, mit dem das Schreckgespenst
Ausgliederung vertrieben wird.
Selbst wenn man durch Anteilsverkauf einmalig einen großen Betrag vereinnahmt, ist dies besser, als es eben nicht zu tun.
Es kann sich durch einen Anteilsverkauf niemals eine finanziell schlechtere Situation ergeben als bei einem Nichtverkauf.
Die neue Organisationsstruktur

Quelle: http://www.hsvplus.de/wp-content/upload ... onzept.pdf (Seite 12)
Den Antrag möchte die Initiative HSVplus im Januar 2014 den Mitgliedern zur Wahl stellen. Angenommen ist er, wenn eine 3/4-Mehrheit zustimmt. Gegenwind kommt allerdings bisher (noch?) zaghaft aus dem "HSV Supportes Club", der sich vor allem für Fanbelange wie den Erhalt der Stehplätze im umgebauten Volksparkstadion eingesetzt hat, und einzelnen Mitgliedern, die vor allem fürchten, dass die Position der Mitglieder geschwächt wird. Zwar würde lt. den Machern von HSVplus die 50+1-Regel beachtet werden (muss sie ja auch), vor allem sieht man aber kritisch, dass Investoren Anteile erwerben können und somit unmittelbaren Einfluss nehmen.
Ich habe hier von der Seite "HSV-Block" mal das Fazit reinkopiert:
Quelle: http://www.hsv-block.de/2013/07/17/vors ... rieckhoff/Otto Rieckhoff hat sich einige Gedanken zu einer möglichen neuen Struktur gemacht und meiner Meinung nach einen guten Weg gefunden, die Mitgliederrechte weiterhin zu berücksichtigen und nicht zu schwächen. Uns allen muss klar sein, dass weder eine gute Struktur noch eine alte Struktur “Tore schießt”. Sie ist und kann keine Garantie für einen sportlichen Erfolg unseres Vereins sein. Sie kann jedoch die Grundlage für sportlichen Erfolg legen, da durch eine gute und effiziente Struktur die Wahrscheinlichkeit, kompetente und gute Personen in entscheidenden Positionen zu bekommen, deutlich höher sein wird, als es aktuell der Fall ist.
Die Möglichkeit, strategische Partner zu integrieren, finde ich sehr interessant. Wir geben damit im Grunde nichts aus der Hand und bekommen Geld, um dieses beispielsweise in Spieler zu investieren. Aktuell scheint dies sicherlich auch möglich zu sein, aber wir alle erinnern uns an diverse merkwürdige Versuche, Herrn Kühne einzubinden (Abgabe von Transferrechten), nur damit dies keine Schenkung war. Alles unnötig.
Allerdings muss auch noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden. Aufklärungsarbeit dahingehend, dass wir auch mit dieser Struktur ein Universalsportverein bleiben. Wir sind der HSV. Wir bleiben auch “HSV”. Wir verkaufen weder uns noch den HSV. Es kommt auch kein böser Investor, kein Herr Hopp, der uns und den HSV als ein neues Spielzeug missbraucht und uns in die Ecke wirft, wenn wir langweilig werden. Diese Ängste sind meiner Meinung nach alle komplett unbegründet, da die Struktur aktuell genug Schutzmechanismen bietet.
weitere Links:
Das Video mit den Erklärungen: http://www.youtube.com/watch?v=cfC-KVKlLuE
http://www.hsvplus.de/
http://www.hsvplus.de/wp-content/upload ... onzept.pdf
http://www.goal.com/de/news/827/bundesl ... en?ICID=OP
facebook.com/HSVplus
http://www.mopo.de/hsv/ex-aufsichtsrats ... 99852.html
http://www.hsv-forum.de/showthread.php?t=99799&page=45
http://www.hsv-forum.de/showthread.php?t=100500

