Kaiserslautern. Der Arm hebt sich schon recht oft. Noch sind es nicht die großen, raumgreifenden Gesten des Feldherren, aber dass der Mann in der Defensive bereits mit Weisungsbefugnissen ausgestattet ist, zeichnet sich ab. Nicht nur, weil ihm das früh ergraute Haar tatsächlich eine gewisse Autorität verleiht. Dabei ist Marc Torrejon noch bei weitem nicht dort, wo er sein kann. Die ersten Spiele waren schon gespielt, als der Wechsel vom spanischen Erstliga-Absteiger Racing Santander zum Bundesliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern endlich vollzogen war.
Wenn der Junge jetzt noch fleißig deutsch lernt, dann kann er ein Schlüsselspieler werden im Gegensatz zu solchen ehemaligen "Abwehrrecken" wie Bill Tchato oder Taribo West.
Wenn ich den Jessen sehe, habe ich den Eindruck, der ist gar kein LV. Der kennt seine Laufwege nicht und steht fast immer völlig falsch. Abwehrverhalte ist desolat.
Nibelunge hat geschrieben:Wenn ich den Jessen sehe, habe ich den Eindruck, der ist gar kein LV. Der kennt seine Laufwege nicht und steht fast immer völlig falsch. Abwehrverhalte ist desolat.
Und zwar sowohl was Jessen betrifft - der seine Sache in Bochum wieder sehr ordentlich gemacht hat - als auch was die Wahl des Threads betrifft.
Hier geht es um Marc Torrejón, den "Spanier", der eigentlich Katalane ist.
Dieser Katalane hat nun für uns das dritte Spiel am Stück durchgespielt und ist aus der Mannschaft schon nicht mehr wegzudenken.
Ein Transfercoup der Extraklasse, eine Entschädigung für fragwürdige Transfers wie die von ..., ach, lassen wir das.
Marc spielt im Aufbauspiel die sicheren, folgerichtigen Pässe. Das ist ungemein wertvoll.
Bei seinem ersten Spiel wackelte er noch ein bisschen aber jetzt ist er für mich eigentlich auch gesetzt. Weder Abel, der zu Beginn der Saison ziemlich unsicher wirkte (Rostock!) noch Yahia sind in meinen Augen da die bessere Alternative. Torrejon hat mich beeindruckt wie abgeklärt (hier passt der Ausdruck wie die Faust aufs Auge) er teilweise die Bälle ablief oder abschirmte, der strahlt eine ziemliche Ruhe aus. Möglicherweise ist er dadurch auch sein ein bisschen Stabilisator für Heintz, der oft noch ein bisschen hektisch wirkt (wer mags ihm verdenken).
Dass es für Yahia bei seinem Ex-Klub noch nicht mal reicht um in den Kader zu rutschen hat mich überrascht. Für Abel dagegen tut es mir ein bisschen leid, denn ich halte ihn für einen echt guten Typ dem ich abnehme, dass er für den Verein kämpft. Wenn man die Mannschaft nach dem Spiel in Bochum gesehen hat könnte man auch meinen, dass er durchaus ein wichtiger Typ abseits des Platzes im Team ist. Vielleicht so etwas, wie es in der Aufstiegssaison wohl ein Danny Fuchs war.