„Wir haben alles selbst in der Hand“
Im Interview spricht Mittelfeldspieler Oliver Kirch über die vergangene Partie gegen Bayer Leverkusen, den Abstiegskampf und seine persönliche Situation während seiner Verletzung.
Olli, gegen den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen musstet Ihr nach zwei Siegen wieder eine Niederlage einstecken. Wie hast Du die Partie gesehen?
Wir haben insgesamt nicht gut gespielt, auch wenn wir mit Bayer Leverkusen auf einen starken Gegner getroffen sind. Wir haben uns zu wenige Chancen erarbeitet und hätten es nicht verdient gehabt, ein Tor zu erzielen. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass auch Leverkusen, bis auf den Kopfball von Simon Rolfes, den Kevin gut entschärft hat, keine nennenswerten Tormöglichkeiten hatte. Es ist schade, dass die Partie wieder durch einen Sonntagsschuss von Sidney Sam entschieden wurde. Mit dem Punkt hätten wir sehr gut leben können.
Leverkusen ist individuell sehr stark besetzt. War das letztlich der Grund für die Niederlage?
Bayer hat einfach die individuelle Qualität, Spiele durch Einzelaktionen zu entscheiden. Es ist nur bitter, dass das gerade gegen uns der Fall war. Wir dürfen dem Spiel und dem Punkt jetzt nicht hinterher trauern, sondern müssen den Blick nach vorne auf die Partie gegen Stuttgart richten. (...)
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Hohe Konzentration zum Wochenauftakt
Mit einer intensiven Trainingseinheit begann am Dienstag, 5. April 2011, die Vorbereitung auf das Spiel beim VfB Stuttgart am Samstag. Während die Torhüter gesondert mit ihrem Trainer Gerry Ehrmann arbeiteten, fanden sich die Feldspieler auf Platz 2 am Fritz-Walter-Stadion ein.
Nach dem Aufwärmen und dem von Fitnesstrainer Oliver Schäfer geleiteten Dehnprogramm, warteten Koordinationsübungen auf die zwanzig Mann starke Trainingsgruppe, in der der verletzt pausierende Adam Nemec sowie Jan Moravek und Ivo Ilicevic, die individuell trainierten, fehlten. Das Trainerteam von Chefcoach Marco Kurz hatte hierzu einen Parcours aus Hütchen und Slalomstangen aufgebaut, den die Spieler immer wieder mit veränderten Abläufen zu durchlaufen hatten. Dabei wurde das Tempo unter den lautstarken Anfeuerungsrufen der Coaches immer weiter gesteigert, bis die Profis kräftig ins Schwitzen gerieten. (...)
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Zur Sache: Zwei FCK-Fragezeichen
Dienstage haben es nicht selten in sich für die Profis des 1. FC Kaiserslautern. So auch gestern: Nach dem trainingsfreien Montag bat Cheftrainer Marco Kurz seine Schützlinge zu zwei „sehr intensiven” Einheiten auf die grüne Fußballwiese am Fritz-Walter-Stadion.
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Der FCK-Trainer hat aber Hoffnung, Ilicevic und Moravek am kommenden Samstag (18.30 Uhr) im Bundesliga-Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart einsetzen zu können. „Wir versuchen beide hinzukriegen”, betonte Kurz. Für Moravek stehen dabei die Chancen wohl etwas besser als für Ilicevic. (...)
Quelle: Die Rheinpfalz; gepostet von User Palatinator auf rt.de
Labbadia stellt die Fans auf
„Unser Publikum kann die entscheidenden fünf Prozent ausmachen“
Von JENS NAGLER, KLAUS HENRICH und MATTHIAS SCHREIBER 05.04.2011 23:49 Uhr
Über die Fans in der Bundeliga wird derzeit viel diskutiert. In München wurde Präsident Uli Hoeneß (58) von Ultras angepöbelt. In Hamburg sitzt die Fan-Vereinigung „Supporters“ sogar im Aufsichtsrat, konnte also über die Entlassung des Vorstand-Vorsitzenden Bernd Hoffmann (48) mitentscheiden.
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Samstag kommt der 1. FC Kaiserslautern zum Abstiegsduell in die Mercedes-Benz Arena. Manager Fredi Bobic (39): „Das wird nicht einfach. Bei Kaiserslautern fällt auf: Wenn sie verlieren, dann nicht hoch.“ Heißt: Die Pfälzer werden hinten drin stehen. Labbadia: „Sie werden sagen: ‚Der VfB muss erstmal das Spiel machen.‘ Sie werden kompakt stehen – da brauchen wir Geduld.“
Mit „wir“ meint der Trainer seine Mannschaft – aber auch alle (!) Fans: „Wir werden Ball und Gegner auch mal hinten laufen lassen müssen.“ Labbadias Befürchtung: Das kritische Publikum auf den Stuttgarter Tribünen könnte seine Mannschaft mit Pfiffen verunsichern, wenn es gegen den FCK lange 0:0 steht oder der VfB gar in Rückstand gerät. (...)
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VfB Stuttgart
Mehr Sicherheit, weniger Spektakel
Dirk Preiß, aktualisiert am 05.04.2011 um 19:12 Uhr
„Es sind derzeit keine Kabinettstückchen gefragt, dafür aber Effektivität“, sagt Tamas Hajnal, der Mittelfeldspieler des VfB. Foto: dapd
Stuttgart - Es heißt ja nicht umsonst Kampf gegen den Abstieg. Spielerische Leckerbissen sollte auch in den letzten sechs Partien keiner vom VfB Stuttgart erwarten. Wobei: Ganz ohne kreative Momente ist der Klassenverbleib auch nicht zu schaffen. Auf die Mischung kommt es an - und auf die Ideen von Tamas Hajnal.
Sie werden nicht müde, um Verständnis zu werben, um Unterstützung zu bitten, und vor allem: um Geduld. Fredi Bobic, der Sportdirektor des VfB, setzt im Kampf gegen den Abstieg ebenso auf die Macht der Fans wie Bruno Labbadia. Der Trainer sagt: "Die Zuschauer können fünf Prozent ausmachen, wir wollen das Publikum mitreißen." Wobei er weiß: Einfach wird das nicht. (...)
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Bobic im Interview
"Mit viel Optimismus auf die Zielgerade"
Dirk Preiß, aktualisiert am 04.04.2011 um 18:31 Uhr
Sportdirektor Fredi Bobic (links) spricht im Interview über die Lage des VfB. Foto: dapd
Stuttgart - Sechs Spiele stehen in der Fußball-Bundesliga noch an, der Endspurt wird heiß, und VfB-Sportdirektor Fredi Bobic sieht dem Saisonfinale zuversichtlich entgegen. Er weiß aber auch: Siege sind jetzt Pflicht, "gerade in den Heimspielen".
Herr Bobic, in der Bundesliga sind es noch sechs Spiele, der Endspurt steht an. Ist der VfB gerüstet für das heiße Saisonfinale?
Absolut. Die Mannschaft hat sich in der Rückrunde stabilisiert, hat sich auch durch zahlreiche Rückschläge nicht umwerfen lassen und auch schwierige Situationen überstanden. Jetzt haben wir eine kleine Serie gestartet, die uns in eine bessere Ausgangsposition gebracht hat.
Wie groß ist Ihr Optimismus auf der Zielgeraden?
Ich gehe mit viel Optimismus auf die Zielgerade, er war aber auch im Herbst nie ungebrochen.
Aber sicher waren da auch mal Zweifel, oder?
Zweifeln - das versucht man mir immer wieder beizubringen. Aber wenn ich nicht schon als Spieler versucht hätte, immer positiv zu denken, wäre ich irgendwann kaputtgegangen. (...)
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VfB Stuttgart
Von der Last, ein Führungsspieler zu sein
Thomas Haid, aktualisiert am 05.04.2011 um 17:12 Uhr
Für Cacau und die anderen VfB-Häuptlinge Gentner und Delpierre ist die Verantwortung offenbar zu groß. Foto: dpa
Stuttgart - Als Markus Babbel in der Novemberkrise von 2009 nicht mehr weiter gewusst hat, veränderte er die Hierarchie. Der damalige Teamchef entmachtete den Kapitän Thomas Hitzlsperger und ersetzte ihn durch Matthieu Delpierre. Als Cacau wenig später um einen neuen Vertrag pokerte, verlangte er neben einer Gehaltserhöhung mehr Wertschätzung vom Club. Der VfB reagierte, indem er ihn zum Vizekapitän bestimmte. Und als Fredi Bobic im August gefragt wurde, wer ein Führungsspieler sei, nahm der Manager speziell Christian Gentner in die Pflicht.
Drei Spieler, ein Los: die Last ist für die Häuptlinge in spe offenbar zu gewaltig, die Verantwortung scheint sie zu überfordern, ja zu lähmen. Jetzt haben Delpierre, Cacau und Gentner sogar ihren Stammplatz verloren. Beim 1:1 am Samstag in Bremen saßen sie draußen. So ist die Beförderung ins Gegenteil umgeschlagen - in eine Degradierung. Das ist bei allen drei das (vorläufige) Ergebnis der Entwicklung, auch wenn jeder seine eigene Geschichte hat. (...)
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