FCK-Ralle hat geschrieben:
Ich kann mirs eigentlich nur so erklären, dass entweder Milan Reinert nicht mehr will ODER, was ich mir eher vorstellen könnte, dass man hofft für Reinert eine entsprechend hohe Ablöse zu erhalten.
Wie auch immer....
Wenn man ein Produkt teuer verkaufen will, dann kommt es nicht auf den Wühltisch.
Nein, ich glaube das sowohl Stefan Kuntz als auch Milan Sasic zwei spezielle Köpfe sind, die nur schwer mit den Dingen umgehen können, die sie nicht selbst "geschaffen" haben. Das heisst, das Spieler, die von den Vorgängern verpflichtet oder protegiert wurden, aber auch andere Mitarbeiter und Strukturen, die sie vorgefunden haben, es erst einmal schwerer haben und sich mehr beweisen müssen. Dies ist keine Kritik, sondern eine Feststellung.
Im Falle der Lauterer EX-Jungstars ist sicherlich auch ein Manko vieler junger Spieler bemerkbar, die sich schwer tun, wenn sie nicht gehätschelt und getätschelt werden. Die 2. Liga ist für Jungstars sicher schwerer als die Erste, da es viele gestandene ex-Bundesligaprofis gibt, denen es ein Vergnügen ist, den Jungstars auf die Füsse zu steigen, um ihnen den Aufstieg in die Höhen, die sie selbst nicht erreichen konnten, zu erschweren - beim Gegener und auch im eigenen Kader. Für einen jungen Menschen ist es schwer, wenn ihm seit der C-Jugend die Tasche getragen wurde, dann selbsttändig zu werden oder auch mit den eigenen Ansprüchen und Fähigkeiten sich realistisch auseinanderzusetzen. Hier gibt es Trainer und Betreuer, die sicher besser den Zugang zu den Jungs finden, als Milan Sasic, aber das ist halt so.
In der Drucksituation in der der FCK war und auch immer noch ist, kann sich das Leitungsteam auch garnicht auf die Befindlichkeiten der armen Jungstarseele einlassen. Die einzigen, die wohl immer den richtigen seelischen Beistand bekommen, sind Gerry's Jungflieger. Aber die werden so aufgepumpt, das sie vor lauter Adrenalin halt kaum noch still stehen und die Hände nicht bei sich halten können, was gewisse andere Probleme verursacht.
Mehr Sorgen müssen wir uns über die Verletzten machen. Es ist nicht das erste Mal, das Spieler beim FCK schon nach kurzer Zeit den Krankenstand beziehen und nicht wieder auf die Beine kommen. Zwar wurde die medizinische Abteilung ausgetauscht, neuer Physio und neuer Mannschaftsarzt, aber mit Abel und auch Reghecamp stehen wieder einmal 2 Neuzugänge langfristig nicht zur Verfügung. Das sollte so nicht passieren.
Während des Trainingslagers wird sicher besser gearbeitet, als letztes Jahr und die Neuen können hoffentlich so integriert werden, das die Mannschaft stabil in die Rückrunde geht. Denn eins muss uns allen klar sein, der 2. Teil der Saison wird schwerer als der erste. Mit Freiburg, St.Pauli oder Aachen stehen Vereine hinter uns, die auch wieder aufsteigen wollen und selbst Nürnberg und Duisburg werden zumindest den Relegationsplatz anpeilen, wenn sie einigermaßen vernünftig ihre internen Probleme ausräumen. Aus der letzten Saison wissen wir selbst, das auch 8 Punkte noch aufzuholen sind, wenn man die wichtigen Spiele nicht verliert.
Was wir brauchen ist Stabilität in der Mannschaft und Souveränität auf dem Platz. Zu oft haben wir Punkte knapp verloren oder knapp gewonnen, nicht was das Ergebnis angeht, sondern wie das Spiel gelaufen ist. Selbst ein 6:0 über Rostock sollte uns nicht blenden, denn erst als das 2:0 gefallen war, brachen die Dämme und bis dahin war der Ausgleich immer möglich. Lautern macht nicht das Spiel, sondern kommt durch Balleroberung im Kampf zu seinen Chancen. Aus diesem Grund ist die Verstärkung des Mittelfeldes sicherlich eine gute Maßnahme, um dort mehr Ballsicherheit und Spielaufbau zu bekommen. Denn der Bonus der Saisonüberraschung ist aufgebraucht und wenn wir das erste Spiel gewonnen haben, fahren wir als Tabellenführer nach Nürnberg und später auf St. Pauli und es sollte für keinen Trainer der Welt schwer sein, seinen Spielern klarzumachen, uns ernst zu nehmen.
PS: @steini und scheiss fc köln
Die Nordsee bis zum Borussenpark in MG würde eigentlich schon reichen. Durch Flutung der hölländischen Deiche wären die Niederlande leicht in eine Marina umzubauen.
Wohnwagen zu Hausbooten, das wär doch mal ein europäisches Konjunkturprogramm.