@Lautern-Fahne: Dass FCK-Aktien für den Großteil der Fans uninteressant wäre, weil sie dann ja extra ein Depot dafür öffnen müssten, daran glaube ich wiederum überhaupt nicht. Wir wissen doch, wie verrückt FCK-Fans sein können. Ein Depot anzulegen ist kein Hexenwerk. Und wenn die Sparkasse KL pfiffig ist, bietet sie für ihre Kunden ein kostenlos geführtes Betze-Depot an (der Name ist meiner, liebe Banken und Sparkassen!

). Die Anleger in der Fansäule werden immer Kleinanleger sein. Natürlich gibt es auch solche Anleger, die sich größere Aktienpakete sichern wollen, für die passt dann eher Regionale Investoren. Ich weiß, dass die vier Säulen lediglich eine gedankliche Einteilung sind und dass es bei einem freien Verkauf diese Bezeichnungen keine Rolle spielen. Insofern kann man auch nicht sagen, „der gehört in Säule xy, in der anderen Säule darf er nicht.“ Das führt mich dann aber eher zum Modus, wie die Fansäule geöffnet wird. Als freier Verkauf? Jeder darf? So viel er will? Wenn weg, dann weg? Ich bin an der Stelle tatsächlich Laie, aber für solche Verkäufe könnte ich mir vorstellen, dass man da gewisse Limits setzen kann (nicht mehr als x Aktien pro Anleger. Setze das Limit auf 1.000 Euro, dann hast du den sonst freien Verkauf schon einmal reglementiert. Wer mehr anlegen will, muss vorstellig werden und wird geprüft (im Sinne von: wer ist das, welche Ziele hat er usw.). Also Handauslese. Ach so, und ich gehe davon aus, dass die Aktuen der KGaA nicht frei an der Börse gehandelt werden, sondern dass der Verkauf über ein Kreditinstitut gemanagt wird, welches sich dann auch um die Einhaltung dieser Limits kümmert.
So und dann bin ich letztlich bei dem Punkt, den Du ansprichst: die echten Kleinanleger sind damit bedient, werden in einer Vollversammlung einzeln aber über kaum Stimmrechte verfügen (zumindest nicht als einzelner Kleinanleger) und in den Beirat kommen sie mangels Masse eh nicht). Und die mittelgroßen Anleger? Die sind doch eh vorgesehen und sind auch jetzt schon handverlesen im Club. Auch die müssen es aber erst einmal schaffen über ausreichend Stimmanteile für einen Beiratssitz zu kommen (waren es 10 Prozent? 20?).
Und nein, ich glaube offen gestanden nicht, dass ich da zu groß denke. Bei der Fansäule geht es um ein Volumen zwischen 5 und 10 Millionen Euro. Würde ich zumindest so einschätzen. Und wenn es weniger wäre, dann wäre die Fansäule sowieso gar kein Problem bei dem eher knapp bemessenen Wert von 50(?) Mio. Euro.
Vielleicht liege ich auch komplett daneben, aber bislang konnte mich noch nichts wirklich davon überzeugen, dass die Fansäule „gefährlich“ wäre. SPI und Platin (ehemals PMG) haben sich schon ausreichend Anteile gesichert und können im Rahmen der Öffnung der Fansäule (bei Kapitalaufstockung) und auch sonst sicherlich jederzeit weitere Aktien kaufen, um ihren Einfluss zu sichern. Oder ihre Sperrminorität nutzen. Was sie ja möglicherweise in Sachen Fansäule tatsächlich tun (und da sind wir wieder am Anfang der Diskussion).
PS: Welcher Brief war das genau, von dem Du da sprichst? Gibt es dafür Quellen (Beiträge, Artikel), wo man sich einlesen kann? Ich hab das nicht (mehr?) in Erinnerung. Und Interview Marc Litz mit Ken muss ich offen gestanden auch mal suchen…