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Im Gegenzug für Millionen-Kredit: Künftig zwei Sitze im FCK-Beirat für Investoren (Der Betze brennt)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Für die Übernahme der nächsten Tilgungsrate an Quattrex, in Form eines Darlehens, gibt es einen weiteren Sitz im Beirat.
Geil.
Den e.V. (teil)umschulden - Zinsen dafür bekommen - und obendrauf noch einen 2. Sitz im Beirat.
Wenn das mal keine tüchtigen Geschäftsleute sind (?). :wink:

Wurde eigentlich die Satzung zur Ausgliederung entsprechend geändert, oder reicht einfach der aktuelle Beschluss?
Michimaas hat geschrieben:In dem Complience kann ja vielleicht auch drinstehen, dass sich die Geschäftsführer nicht mehr einmischen 8-) :lol:
... oder den "Wünschen" der Geldgeber entsprechen soll. :lol: :D
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 14.03.2021, 19:27, insgesamt 3-mal geändert.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
JG
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Beitrag von JG »

Voller Sarkasmus muss man wohl sagen, dass egal wer von Investorenseite im Beirat sitzen wird, zum Glück nicht mehr als drei vom aktuell gewählten AR drin sein werden.
oskarwend
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Beitrag von oskarwend »

Lonly Devil hat geschrieben:Für die Übernahme der nächsten Tilgungsrate an Quattrex, in Form eines Darlehens, gibt es einen weiteren Sitz im Beirat.
Geil.
Den e.V. (teil)umschulden - Zinsen dafür bekommen - und obendrauf noch einen 2. Sitz im Beirat.
Wenn das mal keine tüchtigen Geschäftsleute sind (?). :wink:
...
Herr Prof. Wilhelm, danke für Ihren Einsatz für den FCK und ihre zutreffenden Vorhersagen. Leider hat man Sie abserviert, ohne dass Ihre Vorschläge richtig besprochen worden sind.
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

Deshalb habe ich bereits vor Wochen geschrieben:

The Cheese is eaten!

Der Zug für eine tatsächliche Sanierung, die es dem Gesamtgebilde FCK ermöglicht hätte, danach aus eigener Kraft wirtschaftlich existieren zu können, war ab dem Moment abgefahren, als man sich nicht getraut hatte, auch den e.V. mit in die Planinsolvenz zu nehmen. Inklusive Anfechtung der Pachtverträge des Stadions und Sicherung des Erwerbsrechts zum Verkehrswert. Diese Chance kommt, wenn überhaupt, nur einmal. Wir hatten sie, wollten sie aber nicht nutzen. Der Einzige, der diese Sanierung mit Sachverstand hätte betreiben können, wurde aus den eigenen Reihen vertrieben.

Man wollte es sich weder mit dem regionalen Fürstentum noch mit der Stadt verscherzen und hat daher die Variante "Sanierung Soft" gewählt. An deren Ende steht dann aber eine Totalabhängigkeit von den regionalen Investoren. Wenn der e.V. €100,- braucht, um neues Klopapier zu kaufen, aber kein Geld hat, werden die Regionalen auch für €100,- einen Beiratssitz erhalten, wenn sie einen wollen.

Man braucht jetzt darüber auch nicht mehr zu diskutieren oder sonstwas, the game is over!

Schön wäre es allerdings, wenn man von Vereinsseite künftig auf die beiden Worte "Sanierung" und "Satzung" komplett verzichten würde.

Sanierung bedeutet nämlich nicht, dass nach abgeschlossenem Verfahren ein zahlungsunfähiger und somit stets erpressbarer Verein steht.

Satzung bedeutet nicht, dass aus einem Hinterzimmer Kommandos kommen, die ein faktischer Präsident dann umsetzt, oder besser von seinen "Geschäftsführern" umsetzen lässt.

Aber egal, was die Worte "Sanierung" und "Satzung" faktisch beim FCK wert sind, kann gerade jeder selbst beobachten. Und ob man sich künftig noch darüber aufregen soll, muss auch jeder selbst entscheiden.

Ich selbst werde mich darüber nicht mehr aufregen, ich habe verstanden, dass die Dinge nun so sind, wie sie sind. Ich drücke jetzt einfach den Investoren und dem Präsidenten die Daumen, dass sie viel Glück haben werden. Denn das können sie wahrlich brauchen...
Jetzt geht's los :teufel2:
Vincent
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Beitrag von Vincent »

@Miggeblädsch:
Genauso sehe ich das auch.
Aber ehrlich gesagt ist mir immer noch nicht klar, welches Ziel die SPI eigentlich verfolgt. Ihnen muss doch bewusst sein, dass mit dem bisherigen finanziellen Engagement der sportliche Erfolg nicht sichergestellt werden kann.
Ich hatte das vor über einem Jahr (05.03.2020) schon geschrieben. Passender Weise im Thread
Merk: "Insolvenz bleibt für uns ein Fremdwort"
viewtopic.php?f=3&t=26435
Vincent hat geschrieben:Sollte, wonach es aussieht, die Investorengruppe I und II tatsächlich ausweiten bzw. einsteigen ist meinem Dafürhalten nach die grosse Lösung (Ankerinvestor) zumindest im Hintergrund bereits fix oder Gruppe I + II investiert mehr als die benötigten 11 Millionen.
Denn welche Inverstoren geben 11 Millionen, nur um den Spielbetrieb für ein weiteres Jahr 3. Liga zu gewährleisten an deren Ende man aufsteigen muss? Da der aktuelle Kader / Etat nachweislich keine "Aufstiegsgarantie" hat, müsste, um dies zu erreichen, hier in einer Grössenordnung von 3-5 Millionen nachgebessert werden.
Ich gehe nicht davon aus, dass dieser Personenkreis nach dem Motto handelt "Wenn wir nicht aufsteigen, ist die Kohle halt weg" und auf eine Öffnung der Fansäule und deren Erlöse werden die Damen und Herrn auch kaum setzen wollen.
Wenn sie investieren, dann deutlich mehr als die 11 Millionen oder aber der Wal taucht bald auf.
Wenn ich nun aber die neue Situation bezüglich Anteile und Beiratssitzen betrachte, bin ich mir sicher, dass kein ernsthafter Investor (> 20 Mio.) in so ein Konstrukt einsteigen wird.
Die Regionalen haben den Verein vielleicht gerettet, aber sie haben ihn meines Erachtens nach auch seiner Zukunft beraubt, sofern diese nicht dauerhaft unterhalb der beiden Bundesligen angesiedelt sein soll.
Block9.3Andreas
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Beitrag von Block9.3Andreas »

Und immer noch gibt es welche unter uns die daran glauben, wir können das Stadion in unseren Besitz bringen. :lol:
Lautern-Fahne
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Beitrag von Lautern-Fahne »

Vincent hat geschrieben: Wenn ich nun aber die neue Situation bezüglich Anteile und Beiratssitzen betrachte, bin ich mir sicher, dass kein ernsthafter Investor (> 20 Mio.) in so ein Konstrukt einsteigen wird.
Zitat Merk auf der JHV: "Die Regionalen sind quasi unser Ankerinvestor." Denke nicht, dass ein weiterer Investor gewünscht ist. Vielleicht ist es auch einfach nicht realistisch. Es fällt mir immer noch nicht leicht zu glauben, dass seit 2016 gesucht wird und jeder Erfolg durch das Saarland verhindert wurde. Habe langsam das Gefühl, dass wir einfach nicht attraktiv sind.
"Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben was er will." José Mourinho

"Wir wollen keinen Schönheitspreis, sondern einfach nur punkten" Torsten Lieberknecht
FCKPersey1962
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Beitrag von FCKPersey1962 »

Wir haben regionale Investoren und wir kicken auch bald regional.
Ich habe mich auch damit abgefunden, spätestens nach der AR-Wahl.
Die 3. Liga wird unsere zukünftige Championsleaque sein.
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Orschel
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Beitrag von Orschel »

Weiß eigentlich jemand wer den e.V. nun im Beirat vertritt? Angeblich sollte es am Samstag eine Sitzung dazu gegeben haben... Ich meine, so 2 Wochen nach der JHV könnte man dies doch langsam mal beschließen und den Mitgliedern erneut zeigen, dass deren Votum nichts Wert ist wenn Herr Koblischek mit den 3. meisten Stimmen NICHT in den Beirat kommen wird...
Fahrer am Ball
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Beitrag von Fahrer am Ball »

@Miggeblädsch
De Kääs iss gess. Sehe ich auch so. Du sagst, du würdest dich nicht mehr aufregen (wollen). Das geht mir anders. Aber ich ziehe daraus meine Konsequenzen, indem ich mich distanziere, und zwar im mehrfachen Sinne. Ich distanziere mich davon, dass man mit der 10-Prozent-Marge den Auftrag der Mitglieder mit den Füßen tritt. Ich gehe zum FCK-Geschehen auf emotionale Distanz und hoffe trotzdem noch darauf, dass blinde Hühner auch mal ein Ei finden und wir nächste Saison alles Glück für uns gepachtet haben und aufsteigen. Desweiteren gehe ich auf Distanz, indem ich meine langjährige Mitgliedschaft kündigen werde. Mit Machenschaften wie den aktuellen und die der Vorgänger aus der jüngsten Vergangenheit kann ich mich nicht mehr identifizieren. Es reicht jetzt endgültig, meine Unterstützung und Geduld sind am Ende. Die Vertrauensbasis ein für alle Mal zerstört.

@Vincent
Sehe ich genauso. Ein Ankerinvestor der von dir beschriebenen Größenordnung, ein zumal glaubwürdiger und verlässlicher wird nicht in dieses Konstrukt investieren.
Wir haben auch vor Kurzem zudem mit ansehen müssen wie mit interessierten Investoren öffentlich umgegangen wird. Die werden von der Lautrer-Bexbach-Amigo-Sippschaft mit allen zur Verfügung Mitteln und assoziierten Schlaubergern bekämpft, diffamiert und nieder gemacht.
Der lange Atem der Buchholz-Doktrin findet damit seinen finalen Abschluss. Die besagt, keine Auswärtigen in die Gremien wählen, nur welche aus der Region. Die von außerhalb wollen dem FCK nur schaden und uns ausrauben.
Hauptsache die Bexbach-Connection hat überall die Daumen drauf, die Macht in ihren Händen. Ligazugehörigkeit unerheblich.
Betze_FUX
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Beitrag von Betze_FUX »

Fahrer am Ball
Über allem schwebt aber immernoch die Frage WArum?!
Ausser Millionen verlieren können die doch momentan nichts erreichen!
Und um selbst einen fussballverein zu führen sind sie in meinen Augen nicht fähig.
Ggf haben sie den Traum, einmal mit Mateschitz und Hopp pinkeln zu können. Aber das grenzt für mich an Größenwahn.
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

Vincent hat geschrieben:@Miggeblädsch:
Genauso sehe ich das auch.
Aber ehrlich gesagt ist mir immer noch nicht klar, welches Ziel die SPI eigentlich verfolgt. Ihnen muss doch bewusst sein, dass mit dem bisherigen finanziellen Engagement der sportliche Erfolg nicht sichergestellt werden kann...
@Vincent: Bevor ich falsch verstanden werde...

Ich will den regionalen Investoren überhaupt nicht in Abrede stellen, dass sie nur das Beste für den FCK -und somit auch für ihr Invest- wollen.

Aber "Wollen" ist eben nicht gleich "Können". Es wäre durchaus ein Zeichen von Professionalität, wenn die Beiratssitze nicht von 2 Investoren persönlich, sondern von 2 delegierten Experten besetzt werden. Warten wir's ab :wink:

Das Konstrukt, was wir aber gerade haben, beruht auf einer gewissen Abhängigkeit und schließt somit den Zutritt weiterer Investoren faktisch aus. Mal ganz abgesehen von den undurchsichtigen Strukturen oder deren Satzungskonformität...

Nun ist es aber so, wie es ist. Der eingeschlagene Weg ist nicht mehr umkehrbar. Das ist, was ich sagen wollte.
Jetzt geht's los :teufel2:
Devil's Answer
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Beitrag von Devil's Answer »

Betze_FUX hat geschrieben:... Aber das grenzt für mich an Größenwahn.
Das hatten wir schon mal. Damit fing doch die ganze Sch..... an.
Oooooh, Baby, Baby, it's a wild world
weißherbschtschorle
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Beitrag von weißherbschtschorle »

Orschel hat geschrieben:Weiß eigentlich jemand wer den e.V. nun im Beirat vertritt? Angeblich sollte es am Samstag eine Sitzung dazu gegeben haben... Ich meine, so 2 Wochen nach der JHV könnte man dies doch langsam mal beschließen und den Mitgliedern erneut zeigen, dass deren Votum nichts Wert ist wenn Herr Koblischek mit den 3. meisten Stimmen NICHT in den Beirat kommen wird...
Auf den Wert-egang von Herrn Koblischek bin ich gespannt.
Das erste Treffen des neuen AR war an Symbolik nicht zu überbieten.
Weimer,Keßler und Merk thronen in einer Reihe vor einer großen Glaswand die den Blick ins Stadion freigibt.
Gegenüber,mit dem Rücken zur Betonwand ,in der Mitte die Ausgangstür, Fuchs und Koblischek.

Man hätte durchaus die Tische in einem Fünfeck aufstellen können.

Das erste was ich an seiner Stelle gemacht hätte:
Sorry,Freunde so läuft das nicht.Aufstehen Tischerücken
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:
Saarpfalz
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Beitrag von Saarpfalz »

Gerrit1993 hat geschrieben:Demnach wird künftig schon für 10 Prozent der FCK-Anteile ein Beiratssitz an Investoren vergeben, obwohl diese Grenze im Rahmen der Ausgliederung 2018 eigentlich auf 20 Prozent festgelegt wurde.
Hab ich da nen Denk/Rechenfehler???

Die Regionalen haben schon 33% (für 11 Mio), nun wurde wegen einem DARLEHN für 1 Mio (= ca. 3% Anteile Wert) die Meßlatte für einen Beiratssitz von 20% auf 10% gesenkt.

Da die Regionalen ja sowieso schon 33% haben könnten sie dann eigentlich sogar auf 3 Sitze bestehen wenn das erstmal durchgewunken ist. Man hätte es bei den 20% belassen sollen und ihnen nur aufgrund des Darlehns den 2.Sitz bis zur Rückzahlung garantieren sollen.

Sollte jetzt ein anderer Investor mit 3,3 Mio einsteigen hätte er 10% Anteile und könnte auch auf einen Sitz pochen.

KEN oder jemand der sich mit Finanzen auskennt, kann das mal jemand erklären??? :?: :nachdenklich:
ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Nein, nicht pro 10% gibt es einen Sitz sondern ab 10% den zweiten Sitz. Bislang brauchte man 20% für den zweiten Sitz.
#keindeutbesser

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Orschel
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Beitrag von Orschel »

weißherbschtschorle hat geschrieben:Auf den Wert-egang von Herrn Koblischek bin ich gespannt.
Ich bin auch gespannt, ob er sich behaupten kann...
FCKPersey1962
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Beitrag von FCKPersey1962 »

Orschel hat geschrieben:
weißherbschtschorle hat geschrieben:Auf den Wert-egang von Herrn Koblischek bin ich gespannt.
Ich bin auch gespannt, ob er sich behaupten kann...
... oder sich behaupten darf.
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Thomas
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Beitrag von Thomas »

Orschel hat geschrieben:... und den Mitgliedern erneut zeigen, dass deren Votum nichts Wert ist wenn Herr Koblischek mit den 3. meisten Stimmen NICHT in den Beirat kommen wird ...
@Orschel:
Nach der letzten Wahl wurde auch der nicht gewählte, sondern nur nachberufene Martin Wagner in den Beirat bestellt anstatt des gewählten Fritz Fuchs - und es hat sich damals niemand, inklusive Dir nicht, daran gestört. Ich weiß aber, was Du meinst: Mir wäre es auch lieber, wenn der Beirat paritätisch auf bis zu neun Mitglieder aufgestockt würde und ich habe bei der AOMV 2018 auch für diese Variante gestimmt. Aber die Mehrheit der FCK-Mitglieder war damals dagegen. Wenn man das jetzt ändern würde, dann sollte man auch die Mitglieder darüber abstimmen lassen und das nicht wie die Zehn-Prozent-Geschichte ohne Mitgliedervotum beschließen. Just my 2 cents. :|
Saarpfalz hat geschrieben:Hab ich da nen Denk/Rechenfehler???
...
Da die Regionalen ja sowieso schon 33% haben könnten sie dann eigentlich sogar auf 3 Sitze bestehen wenn das erstmal durchgewunken ist. Man hätte es bei den 20% belassen sollen und ihnen nur aufgrund des Darlehns den 2.Sitz bis zur Rückzahlung garantieren sollen.

Sollte jetzt ein anderer Investor mit 3,3 Mio einsteigen hätte er 10% Anteile und könnte auch auf einen Sitz pochen.
@Saarpfalz, ExilDeiwl:
Die Zahl der Beiratssitze für Investoren ist auf maximal zwei begrenzt. Darin liegt Dein Denk/Rechenfehler. Bislang lag die Grenze für einen Sitz bei 20% der Aktien, jetzt wurde oder wird sie auf 10% heruntergesetzt.


All diese zurzeit relativ viel kritisierten Entscheidungen bezüglich des Beirats sind übrigens rechtmäßig und von der Mitgliederversammlung abgesegnet: Die FCK-Mitglieder gaben bei der Ausgliederung 2018 mit überwältigenden 92% fast alle Rechte auf Mitgestaltung bei diesen Detailfragen ab. Das war auch damals schon bekannt und wurde diskutiert, aber von vielen offenbar nicht richtig wahrgenommen, mehr dazu in den unten angehängten Archiv-Links. Die FCK-Mitglieder haben das Recht abgegeben, bei der Auswahl der Investoren mitzusprechen, auch bei einem möglichen Weiterverkauf an andere Investoren in ein paar Jahren (siehe Beispiel Uerdingen). Auch die von @Orschel angesprochene Entsendung in den Beirat wurde nicht geregelt, zum Beispiel über die Stimmenanzahl, sondern frei dem Beirat bzw. Aufsichtsrat selbst überlassen. Wie gesagt, ich empfehle bei Interesse im Nachgang nochmal folgende Links von damals zu durchstöbern:

- Mai 2018: Fragen und Antworten zur geplanten Ausgliederung
- Mai 2018: Interview "Die Mitglieder sollten sich genau informieren"
- Mai 2018: Meldung "Ausgliederung: Umstrittener Beirat in der Kritik"

Ganz besonders das Thema "Beirat" wurde damals immer wieder und sehr ausführlich diskutiert, etwa hier im April 2018 oder hier sogar schon im Mai 2017.

Hier ein Auszug zum Thema Beirat aus der damaligen Fragensammlung:
DBB fragt nach hat geschrieben:CharlyRedDevil fragt:
Sobald ein Investor in einer entsprechenden Größenordnung einsteigt, müssen zwei Aufsichtsräte des e.V. aus dem Beirat ausscheiden. Es ist nicht festgelegt, wer ausscheiden muss; es gibt dann Aufsichtsräte "1. und 2. Klasse"; Vereinsmitglieder könnten sich nicht mehr vertreten fühlen. Es wäre einfach gewesen, den kompletten e.V.-Aufsichtsrat im Beirat zu belassen und die Investoren-Vertreter zusätzlich in den Beirat aufzunehmen. Obwohl dies alle im Arbeitskreis Ausgliederung anwesenden FCK-Mitglieder als bessere Lösung erachteten und man auf die Gefahr von Unruhe im Verein hingewiesen hat, wurde von der Vereinsführung entschieden, diese mögliche Unruhe in Kauf zu nehmen. Warum?

Patrick Banf, Aufsichtsratsvorsitzender: Es wird sicherlich keine Aufsichtsräte erster und zweiter Klasse geben. Auch in der aktuellen Besetzung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats grundverschiedene Themenfelder. Jedes Mitglied versucht, sich mit seiner Kernkompetenz einzubringen. Man hat mit dem Vier-Säulen-Modell eine Vielzahl von unterschiedlichen Investoren. Zudem reicht bei Entscheidungen im Beirat nicht die einfache Mehrheit, sondern es müssen auch noch mindestens zwei der von den FCK-Mitgliedern gewählten Aufsichtsräte zustimmen. Diese Auflagen schränken natürlich die Möglichkeit, Investoren zu gewinnen, bereits jetzt stark ein. Aus diesem Grund haben wir uns für das bestehende Modell entschieden.
Letztendlich ist es wichtig, dass wir die bestmögliche Ausgliederung für den FCK und seine Mitglieder umsetzen, ohne einen potenziellen Investor die Tür vor der Nase zu zuschlagen.

kl_trott fragt:
Wenn ein Investor - fiktives Beispiel: Facebook - sich mehr als 40% der Anteile sichert, wird er, wenn ich das richtig verstanden habe, zwei Beiräte stellen. Diese sind aber grundsätzlich in der Unterzahl 2/5, um die Entscheidungshoheit beim Aufsichtsrat/Verein zu halten. Wie würde aber in einem solchen Fall verhindert, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg sich über die FCK-Mitgliederversammlung in den Aufsichtsrat wählen lässt und somit die Entscheidungshoheit im Beirat zu Gunsten der Investoren kippt?

Patrick Banf, Aufsichtsratsvorsitzender: Es ist richtig, dass ein Investor oder ein Vertreter eines Investors, also etwa sein Geschäftsführer, zur Wahl in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden kann. Dies ist aber kein besonderes Investorenrecht. Wird dieser Kandidat - nach Durchführung der Eignungsvorprüfung durch den Ehrenrat - dann von der Mitgliederversammlung in den Aufsichtsrat gewählt, so ist erstmal festzustellen, dass der Kandidat die Mitglieder offensichtlich von seiner Person überzeugen konnte und von diesen demokratisch legitimiert worden ist. Wenn der Investor beziehungsweise der Vertreter des Investors diese erste Hürde überwunden hat, sieht er sich nach seiner Wahl zwei weiteren Hürden ausgesetzt, die einem "Kippen der Entscheidungshoheit" im Beirat entgegenstehen:
Zweite Hürde: Das von der Mitgliederversammlung gewählte Mitglied mit Investorenbezug müsste ja überhaupt erst einmal vom Aufsichtsrat des Vereins in den Beirat entsandt werden; in diesem Fall würden ja drei der fünf Mitglieder von Vereinsseite gestellt, so dass nicht automatisch alle Mitglieder des Aufsichtsrats auch Mitglied des Beirats werden.
Dritte Hürde: Selbst wenn der von den Mitgliedern gewählte Vertreter des Investors vom Aufsichtsrat des Vereins in den Beirat entsandt würde, kann die Investorenseite nicht mit drei Mitgliedern gegen die beiden Stimmen der Vereinsseite entscheiden. Denn nach dem Entwurf des Gesellschaftsvertrages der Management GmbH bedürfen Beschlüsse des Beirats stets auch der Mehrheit der vom Verein entsandten Mitglieder. Dies bedeutet, dass das von Vereinsseite entsandte, dem Investor nahestehende Mitglied mindestens eines der beiden weiteren vom Verein entsandten Mitglieder von der Position der Investorenseite überzeugen muss. Dieser Überzeugungsprozess muss bei jeder einzelnen Entscheidung des Beirats durchlaufen werden. Der Investor hat also keine Möglichkeit, sich die permanente Entscheidungshoheit im Beirat zu sichern.

Quelle und kompletter Text: Der Betze brennt
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

@Thomas: Danke für die Recherche :daumen:

Aber ich denke, dass wir uns über die ganze Thematik rund um die Vergabe der Beiratssitze oder die Kompetenzen einzelner unserer zahlreichen Gremien keine Gedanken mehr zu machen brauchen. Ich bin der Meinung, dass diese Regelungen und auch unsere Gremien nur noch auf dem Papier existieren und Papier ist bekanntermaßen geduldig.

Faktisch sieht die Sache so aus, dass wir ständig vor der Zahlungsunfähigkeit stehen werden und es nur eine Personengruppe gibt, die geneigt ist, uns weiteres Geld zu leihen. Keine Bank der Welt wird dem FCK e.V. auch nur einen einzigen Euro leihen und kein Investor der Welt wird in dieses Abhängigkeitsmodell auch nur einen einzigen Euro investieren.

Das Modell ist schnell erklärt:

FCK braucht Kohle, um zu überleben. Die Regionalen geben dieses Geld und sagen, was sie dafür wollen. So einfach ist das und dafür braucht man auch keinen Beiratssitz. Man braucht nur Geld und der andere muss in Not sein. Somit regeln sich die Entscheidungskompetenzen von ganz alleine 8-)

Also mein Tipp an alle:

Macht euch keinen Kopf mehr, wer mit wem im Beirat sitzen und wieviele Mitglieder der Beirat haben wird. Das ist alles völlig egal. Die Entscheidungen sind längst getroffen, noch bevor sich der Beirat überhaupt mit einem Thema befassen wird.

Also entspannt euch und wünscht den Regionalen und unserem Präsidenten viel Glück, dass sie Erfolg mit ihren Entscheidungen haben werden.
Jetzt geht's los :teufel2:
Devil's Answer
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Beitrag von Devil's Answer »

Resignation und Enttäuschung
Spürbar
Nachvollziehbar
Verständlich

Und wird sich weiter ausbreiten

Schade
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Beitrag von Lonly Devil »

Für die Sperre angegebener Grund: Verwarnung/Sperre ... ... Respekt zeigen, Forumsregeln beachten!
Argumente?
Mit diesem Beschluss ist man die Satzung übergangen und hat die Vorgabe von mehr als 1000 Mitglieder untergraben.
Die Satzung, auch zum Beschluss zur Ausgliederung, ist im Prinzip das Gesetz des Vereins.
Frage: Ist dieser Beschluss, zur Vergabe eines weiteren Beiratssitzes, eigentlich rechtskräftig, wenn er gegen die Satzung des Vereins verstößt?

Unter dem Vorwand dem e.V. zu helfen, hat man sich weiteren Zugriff auf die KGaA verschafft.
"Vorwand" deshalb, weil mit einem Darlehen dem e.V. nicht wirklich geholfen ist.
Es wurde lediglich Summe X umgeschuldet und durch die Zinsen eine höhere Verschuldung erzeugt.
Frage: Wem ist dadurch wirklich geholfen?

Das Darlehen, kann zu gegebener Zeit auch in Eigenkapital umgewandelt werden?
Das dürfte dann auch erst einmal weitere Verhandlungen und Forderungen mit sich bringen.

Respekt?
Wem, oder was soll man da noch Respekt zollen?


@"es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Dieses Verhalten hat in den letzten Jahren sehr dazu beigetragen, dass sich Filz und Seilschaften so festsetzen konnten.

Ohrfeige auf rechts?
Macht nichts, "es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Ohrfeige auf links?
Macht nichts, "es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Tritt in den Hintern?
Macht nichts, "es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Schlag in die Magengrube?
Macht nichts, "es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Tritt in die Weichteile?
Macht nichts, "es ist halt so, machen wir das Beste daraus"

Und im Hintertgrund wurde stets am nächsten Coup gearbeitet. Mal sehen, was als nächstes kommt.
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