Also nach der Personalie Kuntz wurde ja quasi der sportliche Betrieb gänzlich eingestellt. Da Kritik, da Kritik, da Kritik.
Wir sind ein Fußballverein und da erwartet man auch ein hohes Maß an Professionalität und Leistungsbereitschaft im sportlichen Bereich. Würde ich ganz einfach als potentieller Sponsor oder Investor sehr kritisch anmerken wollen. Wenn man mit dem sechsthöchsten Etat der 2.Liga in die 3.Liga absteigt, dann ist das ein Fiasko sondergleichen. Man kann und will es auch nicht glauben, da der Kader taktisch deutlich mehr hergab, als dass was erreicht wurde.
Gibt man dem Personal eine neue Chance, so erwartet man eine deutlich spürbare sportliche Leistungssteigerung. In Ansätzen ist die schon beim neuen Trainer Sascha Hildmann erkennbar.
Viele sportliche Ansätze waren in der Zeit von Stefan Kuntz (relativ) erfolgreich. Viele FCK-Werte wurden gelebt, sind entsprechend der heutigen Zeit medial visualisiert. Darauf gilt es sich zu besinnen. Darauf gilt es aufzubauen in der heutigen schweren Zeit:
https://www.youtube.com/watch?v=E2vO_Ih6NMU
Der 1.FCK braucht heuer ein klareres Leitbild, eine Vision, um ganz einfach von der Negativspirale heraustreten zu können. Für was steht der 1.FCK? Was hilft ist prinzipielle keine Hire and Fire-Mentalität. Was hilft sind Ideen und Ansätze um mehr Geld konstant in den Verein und die Region zu bringen.
Bis heute gibt es die Möglichkeit an einem Ideenwettbewerb teilzunehmen. Ich habe mich mal eingetragen. So soll es im Muster ausgefüllt ausschauen:
https://www.ideenwettbewerb-rlp.de/site ... gen%20.pdf
1. Kurzzusammenfassung
Als erster Verein in Deutschland gelang es dem Hamburger Sportverein mit dem Partner AOL im Juli 2001 das Naming Right in Deutschland zu etablieren. Statt dem werbefreien Volksparkstadion als Name, gingen die Zuschauermassen nun bis Juni 2007 in die AOL-Arena, bis Juni 2010 in die Nordbank Arena bzw. in die Imtech-Arena.
Pro Jahr konnten so 3,5 Millionen €/Jahr aus dem Verkauf der Namensrechte erwirtschaftet werden.
Nehme man den HSV als Beispiel, so käme man innerhalb von 15 Jahren auf Gesamteinnahmen in Höhe von ca. 50 Millionen € (diskontiert auf das Basisjahr 2001).
2. Problem/Lösung
In der Satzung des Vereins 1.FC Kaiserslautern ist der Name Fritz-Walter-Stadion fest verankert. Eine Umbenennung schwer möglich. Der Name Fritz-Walter steht für die Weltmeisterschaft 1954.
Das Konzept zum Erhalt des Namens Fritz-Walter-Stadion sah zwei Unternehmen vor, welche den Stadionnamen schützen vor dem branchenüblichen Naming Right. Neben einer informativen Berichterstattung in den Printmedien, wäre im Bereich der mittleren Werbebande im Fernsehfokus der Name Fritz Walter Stadion, umrahmt von zwei „Namensschützern“. Durch die Bandennutzung könnte eine jährliche Summe von vorsichtig geschätzten ca. 2,5 Millionen €/Jahr in der 1. Bundesliga erzielt werden.
Man könnte die Idee als Naming Right Substitut bezeichnen. Wobei eine Naming Right Alternative im umkämpften Sponsoring/Investorenmarkt charmanter klänge.
3. Markt/Zielgruppe
Die Idee ist im Bereich Sportmarketing, Sponsoring und Sportrechte angesiedelt.
Zielgruppe sind 2-5 Sponsoren (Das Konzept steht für: Innovation, Tradition, Erfolgreich, Sportliche Fairness, Regional, Bundesweit).
Zusätzlich könnten neue Zuschauerpotentiale durch neues Vertrauen und Vorbildcharakter (Debatte über Überkommerzialisierung, hohe Spielergehälter im Vgl. zu Normalverdienern) gewonnen werden.
Evtl. müssten Verhandlungen mit dem Vermarkter Lagardére geführt werden, da Namensrechte evtl. Vertragsbestandteile sind. Aufgrund der Satzung allerdings eher nicht.
4. Kundennutzen
Für den Kunden/Verein ergibt sich ein jährlicher Mehrwert von 2,5 Millionen € in der 1.Bundesliga. Dadurch wäre eine sportliche Leistungssteigerung möglich, welche durch bessere Platzierungen zu erhöhten TV-Geldern führen würde!
Rein aus der Innovation heraus ab der Saison 2008/2009:
Saison 2008/2009: 2,5 Millionen €
Saison 2009/2010: 2,5 Millionen €
Saison 2010/2011: 2,5 Millionen €
Saison 2011/2012: 2,5 Millionen €
Saison 2012/2013: 2,5 Millionen €
Saison 2013/2014: 2,5 Millionen €
Saison 2014/2015: 2,5 Millionen €
Saison 2015/2016: 2,5 Millionen €
Saison 2016/2017: 2,5 Millionen €
Saison 2017/2018: 2,5 Millionen €
Saison 2018/2019: 2,5 Millionen €
= 27,5 Millionen €!
bezogen auf die jeweilige Liga:
Saison 2008/2009: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2009/2010: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2010/2011: 2,5 Millionen € (1.Bundesliga)
Saison 2011/2012: 2,5 Millionen € (1.Bundesliga)
Saison 2012/2013: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2013/2014: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2014/2015: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2015/2016: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2016/2017: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2017/2018: 1,5 Millionen € (2.Bundesliga)
Saison 2018/2019: 1,0 Millionen € (3.Bundesliga)
= 18,0 Millionen €!
Für den Sponsor eine dezente Werbung in einem neuen Umfeld (Werbebande und Zeitungen/Neue Medien).
Neben den primären Namensschützern würden aber wohl auch die anderen Sponsoren angenehmer wahrgenommen.
5. Einzigartigkeit der Idee
Die Idee und eine Sogwirkung…
Im Winter 2007 reifte die Idee der Naming Right Alternative, welche speziell auf die Besonderheiten und Bedürfnisse des Stadionnamens in Kaiserslautern angepasst werden sollte. Seit dem 2.November 1985 trägt dieses den Namen des Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft: Fritz Walter. Eher zufällig, im tristen Zweitligaalltag, entwickelte sich die Idee aus einer Debatte über die finanzielle Schieflage des 1.FC Kaiserslautern. Aus der Vergangenheit hafteten noch diverse Altlasten (Steuernachzahlungen, Verkauf des vereinseigenen Stadions, …) am Verein.
… Aus der Idee und einer dezenten viralen Marketingkampagne entwickelte sich im Sommer 2008 in Braunschweig das Konzept Eintracht-Stadion, welches der damals drittklassigen Eintracht immerhin zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 250.000€ bescherte (Vgl. Interview mit Dr. Lutz Tantow, Landessparkasse Braunschweig, in der Zeitschrift 11Freunde). Nebenbei spürte man in Braunschweig einen gestiegenen Zusammenhalt, der die gelb blauen Löwen sogar ein Jahr in die Bundesliga schwemmen sollte.
… Analog zum Eintracht-Stadion gebar auch die TSG 1899 Hoffenheim ,ebenfalls im Sommer 2008, den Namen Rhein Neckar Arena. Auch hierbei fungierten wie in Braunschweig fünf lokale Unternehmen als Namensstifter, welche ca. 2,5 Millionen €/Jahr zusätzliche Einnahmen aufbrachten.
… Am 22. Januar 2015 erwarb Klaus-Michael Kühne für vier Jahre die Namensrechte am HSV-Stadion, das seit dem 1. Juli 2015 – 14 Jahre nach der ersten Umbenennung – wieder Volksparkstadion heißt.
… Zur Saison 2017/18 sicherte sich die Consorsbank die Namensrechte am Stadion in Nürnberg für drei Jahre, verzichtete jedoch auf ein klassisches Namens-Sponsoring, sondern rief zu einem Crowdfunding auf, um die Umbenennung in Max-Morlock-Stadion zu ermöglichen. Unterstützer beteiligten sich mit insgesamt 330.000 €, die Bank übernahm 2,4 Millionen €.
… Obwohl es sportlich für den FC Energie Cottbus nicht besonders gut läuft, konnte man im Bereich Sponsoring einen großen regionalen Sponsor an Land ziehen. Die Sparkasse Spree-Neiße sicherte sich die Namensrechte des Stadions der Freundschaft bis zum Ende der Saison 2019/2020. Das gaben die Cottbusser bekannt. Der neue Rechtepartner verzichtet jedoch darauf die Namensrechte zu nutzen. Somit bleibt der Stadionname „Stadion der Freundschaft“ erhalten.
6. Kompetenzen der Ideengebenden
Betriebswirtschaftsstudium ohne abgeschlossene Diplomarbeit (vorläufige Note: 2,9).
Freiwillig besuchte universitäre Veranstaltungen mit Teilnahmeschein: Sportökonomie, Sportmarketing, Sportmanagement.
Ehrenamtliche Trainertätigkeit für zwei Handballvereine.
Organisation dreier Handballcamps mit mehreren Partnern.
Aktuell: Geringfügige Beschäftigung und Hartz IV.
Ziel: Versicherungspflichtige Beschäftigung in TZ und freiberufliche Beratertätigkeit im Bereich Sport, Kunst und Kultur.
PS: Die Idee ist in einem Forum entstanden. Daher ist noch mindestens eine zweite Person beteiligt.
Um die Realisierung und Weiterentwicklung der Idee voranzutreiben bedarf es zusätzlicher Personen, die eventuell vom Vermarkter gestellt werden, oder fest beim 1.FC Kaiserslautern angestellt sind.
Hierbei geht es um Öffentlichkeitsarbeit, Sekretariatsaufgaben bzw. die Erstellung von hochwertigen Präsentationsmaterialien.
Wer sich für den Wettbewerb interessiert. Schaust:
https://www.ideenwettbewerb-rlp.de/