Forum

Vereinsvorstand Rainer Keßler plante Rücktritt (Der Betze brennt)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
beeltze-bub
Beiträge: 85
Registriert: 02.05.2016, 09:05
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von beeltze-bub »

Dass dem Präsidenten des e.V.'s als aktuell 100% Eigentümer die Einsicht verweigert wird, ist eigentlich ein Skandal, moralisch, wie auch von Mörserknecht belegt rechtlich.

Allerdings muss man bei der Sache eins bedenken: Keßler ist von den Mitgliedern nicht legitimiert worden, sondern ein Präsident von ARs Gnaden, da ist eine Schachfigur wohl vom Brett gesprungen. Nur hätte er es eben konsequent tun sollen - abtreten oder Mund halten!

Trotzdem, bei aller Kritik an diesem Vorgang: dass die Beteiligten sich im Moment den Allerwertesten aufreißen und an manche persönliche Schmerzgrenze gehen - ehrenamtlich - sollte man bei der Gesamtbeurteilung auch berücksichtigen.
Berthold
Beiträge: 1213
Registriert: 08.05.2008, 16:41
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von Berthold »

Achim71 hat geschrieben:
Ich pflichte meinen Vorredner bei und frage mich zusätzlich, wo waren bei der JHV die Herren die hier im Forum große Reden geschwungen haben und Interventionen ankündigten ? Weit und breit nichts davon zu hören oder zu sehen, mal wieder nur heiße Luft.
Wo warst Du denn auf der JHV, ich habe Dich großen Redner nicht gesehen.
Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den Anderen zu geben.
(Fritz Walter)
fckfans
Beiträge: 350
Registriert: 11.08.2007, 13:26
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Nein

Beitrag von fckfans »

beeltze-bub hat geschrieben:Dass dem Präsidenten des e.V.'s als aktuell 100% Eigentümer die Einsicht verweigert wird, ist eigentlich ein Skandal, moralisch, wie auch von Mörserknecht belegt rechtlich.

Allerdings muss man bei der Sache eins bedenken: Keßler ist von den Mitgliedern nicht legitimiert worden, sondern ein Präsident von ARs Gnaden, da ist eine Schachfigur wohl vom Brett gesprungen. Nur hätte er es eben konsequent tun sollen - abtreten oder Mund halten!

Trotzdem, bei aller Kritik an diesem Vorgang: dass die Beteiligten sich im Moment den Allerwertesten aufreißen und an manche persönliche Schmerzgrenze gehen - ehrenamtlich - sollte man bei der Gesamtbeurteilung auch berücksichtigen.
Genau so sieht es aus!
Der Vorstand des eV wird vom AR bestimmt/bestellt genau so kann er auch wieder vom AR ersetzt werden. Der AR ist im Verein und auch in der KG das höchste Gremium. Nach wie vor wird der AR von den Mitgliedern gewählt nicht von der Betze Brennt, TM und auch nicht von Facebookgruppen.
Wenn man diese Berichte von Unwissenheit, Anfeindungen, beleglos usw. liest ist das auch gut so.
Danke für die Fußballwunder! You`ll never walk alone
happy

Beitrag von happy »

Mörserknecht hat geschrieben:
Rainer Keßler hat geschrieben:Er habe vor 14 Tagen die Liste der bisher angesprochenen Investoren einsehen wollen, sagte Keßler. "Ich weiß, dass es eine solche Liste mit rot, gelb und grün markierten Namen gibt." Dieser Wunsch sei ihm verweigert worden.
Meines Erachtens ist diese Weigerung der Geschäftsführung der Management-GmbH klar rechtswidrig.

Rainer Keßler vertritt den Alleingesellschafter 1. FC Kaiserslautern e.V.

§ 51a GmbHG sagt dazu:

(1) Die Geschäftsführer haben jedem Gesellschafter auf Verlangen unverzüglich Auskunft über die Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben und die Einsicht der Bücher und Schriften zu gestatten.

(2) Die Geschäftsführer dürfen die Auskunft und die Einsicht verweigern, wenn zu besorgen ist, daß der Gesellschafter sie zu gesellschaftsfremden Zwecken verwenden und dadurch der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen nicht unerheblichen Nachteil zufügen wird. Die Verweigerung bedarf eines Beschlusses der Gesellschafter.

(3) Von diesen Vorschriften kann im Gesellschaftsvertrag nicht abgewichen werden.



Zu den in Abs. 1 genannten "Angelegenheiten der Gesellschaft" gehören auch die Angelegenheiten der KGaA. Zumindest für die GmbH & Co KG gibt es dazu eine klare Linie in der Rechtsprechung.

Als Aufsichtsratsvorsitzender sollte man die GmbH-Geschäftsführung mal zu pflichtgemäßem Handeln auffordern und nicht vom Vereinsvorstand "mehr Flexibilität" verlangen. Grauenhaft.
Ich danke Dir für die Klarstellung. Nach Abs. 2 letzter Satz hätte der Gesellschafter FCK e.V. sich selbst sagen müssen dass Sie keine Einsicht erhalten ??? Und das liegt dann in der Kompetenz des Vereinsvorstandes bzw. eigentlich der Vereinsvorstände ?
Ke07111978
Beiträge: 2104
Registriert: 11.07.2014, 17:10

Beitrag von Ke07111978 »

Mörserknecht hat geschrieben: Letztlich ist es aber so, dass auch auf diesem Feld die ganze Sache zu einem großen Teil von den handelnden Akteuren abhängt, wie Du sagst.
Martin hat natürlich vollkommen recht mit seiner Analyse der rechtlichen Situation, aber insbs. mit diesem Satz. Ich persönlich hatte keine Lust auf der JHV einen rechtlichen Exkurs zu machen, weil die anderen Probleme einfach noch wichtiger sind. Da ich aber heute auch vom FCK Blogwart zitiert werde, will ich dann zumindest mal einen Punkt klarstellen, um zu verdeutlichen, worauf z.B. einer R. Keßler zur Zeit achten muss und welche Implikationen das alles haben kann. Wie von ihm dargestellt, aber in der JHV völlig untergegangen, ist Betzeanleihe geteilt worden. 35% der Schulden sind nicht von der Kapitalgesellshaft übernommen worden, sondern liegen nach wie vor im e.V. Dafür ist der Vorstand des e.V. verantwortlich - und keiner sonst. Eine Verpfändung von Anteilen kann nur durch den e.V. erfolgen. Herr Klatt hat darauf überhaupt keinen Einluss. Er wird es aber wahrscheinlich brauchen, um überhaupt eine Zwischenfinanzierung zu bekommen. Mein Antrag, der nicht veröffentlicht wurde, zielte ja gerade darauf ab, Herrn Keßler ein klares Mitgliedervotum an die Hand zu geben, ob er einer solchen Verpfändung denn zustimmen soll oder nicht. Jetzt haben wir eine Situation in der der Vorstand des e.V. in eine solch existentiellen Entscheidung auf sich alleine gestellt ist. Das gleiche gilt für die Frage, zu welchem Wert - oder bis zu welchem Wert man bereit ist - Anteile an der Kapitalgesellschaft abzugeben, oder ob nicht doch eine Insolvenz zu einem bestimmten Zeitpunkt das bessere Szenario ist. Auch in dieser Frage ist der Vorstand des e.V., also Herr Kessler nun völlig auf sich alleine gestellt. Das er das satzungsmäßig entscheiden kann oder darf, ist das eine - aber er würde sich bestimmt wohler fühlen, wenn er von der JHV dafür ein klares Mandat erhalten hätte, in die eine oder andere Richtung.

Darüber hinaus geht es schlicht um die Frage, ob einige mittlere oder kleine Investoren zum jetzigen Zeitpunkt kombiniert mit einer Zwischenfinanzierung wirklich eine Lösung sind. Diese Saison hat gezeigt, wie gut ein Aufstieg zu planen ist - nämlich gar nicht. Ich denke allen Beteiligten ist mittlerweile bewusst, dass die Investition eines Investors untrennbar mit der Stadionfrage verbunden ist. Das ändert sich auch nicht nächstes Jahr und auch nicht in zwei Jahren. Was sich aber ändert, ist unser Verein. Er verliert an Bedeutung er verliert an Zusammenhalt, selbst die hart gesottesten können den Kampf gegen die Windmühlen irgendwann nicht mehr Stand halten. Ich habe letztes Jahr gesagt, dass wir den Verein wieder in einen Zustand versetzen müssen, in dem es sich lohnt zu kämpfen, in dem es sich lohnt persönlichen, finanziellen, sportlichen, egal welchen Einsatz zu bringen, ohne schon vorher zu wissen, es lohnt sich nicht. Alle im Vorstand aber insbesondere im Aufsichtsrat führen diesen Kampf mit einer bewundernswerten Leidenschaft. Sie schießen in dieser Leidenschaft vielleicht manchmal über das Ziel hinaus - genauso wie das Fans und Mitglieder vielleicht auch machen.

Ich persönlich bin dafür, dass man das ganze nun einer Lösung zuführt. Entweder haben wir bis März eine tragbare Lösung, die den Verein finanziell so ausstattet, dass er mind. die nächsten drei Jahre finanziell überleben kann oder eben nicht. Daran sollten wir jetzt alles setzen.

Es darf aber niemals zu einer Situation kommen, in der sich FCK-Mitglieder und Fans oder auch regionale Geldgeber sich am Verein beteiligen und ihr Geld nächstes Jahr weg ist. Darauf habe ich viele Beteiligte in die Pflicht genommen und das wurde mir auch zugesichert. Die Hauptlast trägt hier nun sicher R. Keßler.

Eine Insolvenz ist weder schön, noch erstrebenswert - aber sie schafft Fakten. Auch bei der Stadt. Dann sind alle Akteure dazu gezwungen über Lösungen nachzudenken - kein hätte hätte Fahradkette und den schwarzen Peter im politischen Wettstreit immer dem anderen zuschieben.

Es ist sicherlich richtig, dass der Verein in den letzten 20 Jahren nicht immer optimal gewirtschaftet hat. Aber er hat der Stadt Kaiserlautern auch über EUR 50 Mio. an Pacht gezahlt. Er hat das Stadion in dieser Zeit komplett alleine in Schuß gehalten, was bestimmt nochmal EUR 15 Mio. waren. Und die Stadt hat es gepackt bis heute keinen einzigen EUR Tilgung zu leisten, weil man eine teure und spekulative Finanzierung abgeschlossen hat. Das ist das Problem der Stadt und wenn man sich heute darauf einigen könnte, dass zumindest dieser Schaden von der Stadt übernommen wird, dann hätte man schon einen Großteil des Weges hinter sich. Denn dann hätte die Stadt heute gerade noch EUR 15 Mio. Schulden. Es ist das gute Recht der Stadt KL einer außerinsolvenzlichen Lösung nicht zuzustimmen aber es muss dann auch deutlich gemacht werden, mit welcher Feigheit hier agiert wurde. Wie dreist dem Steuerzahler geschadet wurde, nicht durch den Verein sondern durch die Politik, durch Leute, die der Allgemeinheit vorgaukeln wollten, eine WM in Kaiserslautern würde den Steuerzahler kein Geld kosten und wäre haushaltsneutral zu finanzieren. Diese Diskussion ist die gleiche, egal ob wir sie vor 10, vor 5 Jahren oder heute führen und sie wird auch nicht anderes, wenn wir sie in 2 Jahren führen. Das hat Patrick Banf an der JHV ja auch deutlich gemacht ohne Lösung der Thematik kein Investor. Das schlimme ist, dass jedes Jahr was man länger wartet, eine Lösung eher schwieriger, weil teurer macht.
Mörserknecht
Beiträge: 957
Registriert: 10.08.2006, 15:11
Wohnort: Hinter der feindlichen Linie

Beitrag von Mörserknecht »

happy hat geschrieben:Ich danke Dir für die Klarstellung. Nach Abs. 2 letzter Satz hätte der Gesellschafter FCK e.V. sich selbst sagen müssen dass Sie keine Einsicht erhalten ??? Und das liegt dann in der Kompetenz des Vereinsvorstandes bzw. eigentlich der Vereinsvorstände ?
Völlig richtig. Selbst wenn "zu besorgen ist" (dafür müssen Anhaltspunkte gegeben sein!), dass der Gesellschafter (der FCK e.V.) die Informationen zweckwidrig einsetzt, entscheidet über die Verweigerung die Gesellschafterversammlung.

Die Gesellschafterversammlung besteht hier aber nur aus einem Gesellschafter - dem FCK e.V. Also kann hier von der Geschäftsführung gegen den Willen des FCK e.V. nichts zurückgehalten werden.

Ich habe sinngemäß ein paar mal gelesen, dass der FCK hier ja "noch" der Alleingesellschafter sei. Nicht "noch". Immer.

Das Konstrukt ist kompliziert, aber den Einfluss des e.V. zu sichern, war doch Sinn der Übung Ausgliederungsausschuss, daher nochmal zur Erklärung:

Es gibt hier 2 (!) Kapitalgesellschaften, an denen der Verein beteiligt ist:

1. Die GmbH. Die gehört immer zu 100% dem Verein. Das ist über die Satzung des Vereins und der GmbH sichergestellt. Die Anteile der GmbH werden nicht veräußert. Der e.V. wird immer Alleingesellschafter sein. An der oben geschilderten Lage wird sich nie was ändern.

2. Die KGaA. Die betreibt das Profigeschäft. Ihre Geschäftsführung über nimmt die GmbH. Die KGaA hat zwei Kategorien von Gesellschaftern:

- Einen persönlich haftenden Gesellschafter, der die allein die Führung der Geschäfte übernimmt. Das ist jene GmbH.

- Einen Aktionär. Das ist der e.V. Hier wird es hoffentlich bald Zuwachs geben im Gestalt weiterer Aktionäre.


Zurück zur GmbH. Sie hat genau 2 Aufgaben:

1. Führung der Geschäfte der KGaA.
2. Übernahme der persönlichen Haftung für Verbindlichkeiten der KGaA.

Aus diesen zwei Punkten, insbesondere aus dem letzten Punkt, folgt, dass Angelegenheiten der KGaA immer auch Angelegenheiten der GmbH sind. Die Verweigerung von Informationen an den Alleingesellschafter der GmbH ist daher rechtswidrig.

Ich stehe nach wie vor hinter der Struktur, die wir hier aufgesetzt haben. Ich habe selber den Mitgliedern gesagt, dass der Verein nicht abgeknipst wird.

Deswegen ärgert mich nicht nur das Verhalten der GmbH-Geschäftsführung, sondern auch Sätze wie (sinngemäß) "die Trennung zwischen e.V. und Kapitalgesellschaft ist schwieriger als ich dachte".
Gislason, wink emol!
FCK58
Beiträge: 13148
Registriert: 14.04.2009, 18:25
Dauerkarte: Nein
Vereinsmitglied: Ja

Beitrag von FCK58 »

Wäre ich an Rainer Keßlers Stelle gewesen, hätte ich mich definitiv nicht so zurückgehalten. Krawall wäre da programmiert gewesen. So gut kenne ich mich mittlerweile. :wink:
Zugegeben: Krawall muss nicht immer von Vorteil sein aber einige Herren haben es wohl nötig, dass sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommen - und zwar von Anfang an.
Und erzähle mir bloß keiner, dass Klatt nicht wußte, wozu er verpflichtet ist und wozu nicht. Dieser Mann ist nämlich ganz bestimmt kein Trottel. Der weiß ganz genau, was er tun oder lassen muß/darf.
Wehret den Anfängen, kann ich da nur sagen und das hat Rainer Keßler mit seiner Rede auf der JHV wohl ganz gut hingekriegt. Damit hatten einige Herren ganz bestimmt nicht gerechnet, wie man an den Reaktionen sieht. Chapeau dafür.
Wie gesagt: Ich wäre an seiner Stelle wohl eher auf "Krawall gebürstet" gewesen. Sein Weg war aber vermutlich der bessere.
Zuletzt geändert von FCK58 am 22.12.2018, 12:02, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Meistermannschaft
Beiträge: 387
Registriert: 25.07.2012, 07:26

Beitrag von Meistermannschaft »

...Rainer Kessler war ja auch der einzige der nicht immer nur das Negative gesehen hat beim Stadion, sondern auch mal die Vorteile davon mal aufgezeigt hat, ich fande seine Rede gut und ich fand es völlig in Ordnung das er gezeigt hat, dass da oben eben nicht alles rund läuft.

Ehrlich gesagt bin ich mal gespannt ob es nicht noch ein "Nachspiel" für Ihn hat, würde mich ehrlich gesagt nicht wundern, wenn Banf, Klatt und Co. angepisst wären und ihm einen reinwürgen würden, da oben wundert mich nichts mehr.....
Antworten