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70 Fans ließen ihre Betze-Anleihe entwerten (Der Betze brennt)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Stuttgart und Daimler darfst du aber nicht als Beispiel bringen. Das hinkt.
Hätte sich z.B. die BASF seit Urzeiten bei uns finanziell engagiert und würde jetzt beim FCK als Investor einsteigen wollen, gäbe es hier wohl auch vorwiegend Jubelarien.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Der Investor wird m.E. nicht die Lösung sein. Der ist sowieso schwer zu finden. Stellt er dann noch fest, dass seine Kohle - mind. teilweise an die Stadiongesellschaft und garnicht in den Verein geht, wird das seinen Appetit nicht gerade erhöhen. Die Stadt, kann im Rahmen einer Sanierung auf Basis eines IDW S6 Gutachten verzichten, genauso wie jeder andere Gläubiger auch. Duisburg hat beim MSV verzichtet. Es gibt gute Beispiele, insbes. wenn private Gläubiger, zB der Betzeanleihe auch verzichten. Deshalb darf dieser Verzicht eigentlich auch nur im Rahmen einer groß angelegten Restrukturierung ausgesprochen werden. Es ist einer der letzten Faustpfände, die wir noch haben.

Es ist wichtig zu verstehen und das öffentlich auch transparent zu machen, dass die Kohle des Steuerzahlers schon vor 15 Jahren versenkt wurde. Ein festhalten an Status Quo verschlimmbessert die Situation nur weiter. Ob die Stadt eine deutlich reduzieren Pachtvertrag unterschreibt, sowohl auf der Kosten- als auch auf der Pachtseite, oder ob sie die Schulden der Stadiongesellschaft übernimmt und das Stadion anschließend gegen Gewährung von Anteilen in den Verein einbringt, ist eigentlich egal. Gibt es eine mittelgroßen Invetor, der sich an einer solchen Transaktionen beteiligt um so besser. Was aber ganz sicher falsch ist, ist das Hoffen auf den Investor ohne die Sanierung voranzutreiben.
K
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Beitrag von K »

Verein

Ein fairer Investor wird für den FCK ein Traumgebilde bleiben - ob sinnvoll und von den Vereinsmitgliedern gewünscht oder nicht. Selbst wenn der Coup gelänge: Im besten Fall würde ein Interessent nach einer Planinsolvenz, eher aber erst nach einer Vollinsolvenz und nach Außerkraftsetzen oder vorläufigem Umgehen der 51-%-Regelung einsteigen.
Des eigenen Erfolgs und Ansehens wegen, würden die sportlich inkompetenten und hindernden Vorstände und Aufsichtsräte nach einer Schamfrist rasch ersetzt (incl. Abfindung für die Vermittlung der Gelegenheit und für das Räumen ihrer Position).
Der herrschenden, leistungsunabhängigen Selbstbedienungsmentalität wäre damit zwar zunächst ein Riegel vorgeschoben. Auch diverse Ultra-Gruppierungen würden zügig aus dem Stadion "hinauskomplimentiert". Das sind jedoch, neben der (Teil-)Schuldenbefreiung, die einzigen Vorteile, die ich sehe. - Sportlich blieben die überdimensionalen Fragezeichen.
Ich stehe daher einer Ausgliederung ablehnend gegenüber.


Stadt

Aus folgenden Gründen dürften die von @Ke genannten Sanierungsmaßnahmen (Schuldenübernahme, Teil-/Verzicht, reduzierte Pacht) kaum realistisch sein:

Die Stadt Kaiserslautern (KL) ist aufgrund ihres eigenen wirtschaftlichen Desasters erst recht handlungsunfähig und steht momentan als Schulden-Spitzenreiter ständig am Pranger.

Das INSM-Regionalranking 2009 der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" zeigte KL auf den hinteren Plätzen: dem 303. von 409 bundesweiten Plätzen, im rheinland-pfälzischen Ranking dem 35. von 36 Plätzen.

Laut Handelsblatt in 2016-05 hat sich die Situation mittlerweile noch drastisch verschärft:
"Kaum eine Region ist im Zukunftsatlas so stark abgerutscht wie Kaiserslautern und der dazugehörige Landkreis"

Zudem ist KL die Stadt mit der höchsten Verschuldung im Bundesgebiet - noch vor Mainz und Pirmasens. KL's Schuldenstand erreicht mit fast 1500 Millionen die ca. 3 bis 4-fache Höhe vergleichbarer und ebenfalls seit langem darniederliegender Städte im Ruhrgebiet.
Die aktuellen und künftigen Auswirkungen der Flüchtlingskrise (nach meiner Schätzung
ca. 100 Mrd €/Jahr bundesweit = anteilig 1200 €/Jahr pro Einwohner = 120 Mio € jährlich
direkt oder indirekt für KL) kommen in jedem Jahr zu den Schulden noch obendrauf.
Deshalb ist der FCK seit über zehn Jahren ein willkommener Sündenbock, mit dem Stadt, Medien und Politik geschickt vom kommunalen Finanzdesaster ablenken. - Obwohl man gleichzeitig auf allen Kanälen mit dem FCK wirbt. Für das Stadtmarketing gibt es sonst eben kaum was mit Werbewert.

Ich frage mich deshalb eher, wer hat(te) bei diesen Dimensionen und langfristigen Entwicklungen das schlechtere Management (Oberbürgermeister, Dezernenten, Vorstände)
sowie die inkompetenteren Aufsichtsgremien (Stadtrat, Ausichtsrat):

> > > > > > > > > > > > > Stadt oder Verein ? < < < < < < < < < < < < < < <

Wahrscheinlich ist ihnen allen längst alles egal; Hauptsache sie selbst und das eigene Umfeld sind am Drücker und damit versorgt.


Land / Risiken / Lösungen / zügig handeln

Ich glaube mittlerweile nicht mehr daran, dass der Verein aus der jetzigen Situation heraus, nochmals den Turnaround aus eigener Kraft sportlich und damit wirtschaftlich schaffen kann.
Nicht mit diesen Rahmenbedingungen und nicht mit diesen handelnden Personen.

Stefan hatte alles versucht, das Ruder in stürmischer See nochmal rumzureißen - und ist mehrfach knapp und unglücklich an seinem Eigensinn gescheitert. Im Erfolgsfall hätte man ihm manches verziehen.
Die neuen Rudergänger haben sich nun lediglich in Ufernähe in Position gebracht, um beim großen Fischzug dabeizusein. So wie damals der Schweizer Steuermann.

Aus meiner Sicht bleibt letztendlich nur der schmerzliche Weg, die Landespolitik zügig über die Stadion-Kreditbürgschaft in Anspruch zu nehmen. Allerdings wurden die in 2010 genannten Vorsorgemaßnahmen und Zeitfenster verpasst. Dieses Versäumnis könnte den FCK den ihm nicht wohlgesonnenen Personenkreisen umso schneller entgegentreiben.
In 24 Monaten wird die Fan-Anleihe mit 6 Mio. fällig; spätestens dann beginnen sich die Zahnräder in jedem Fall zu drehen und werden den Verein zerreissen.

In 2010 hatte Piranha ergänzend eine Kooperation mit dem VfR und daraus resultierende zusätzliche Stadionperspektiven vorgeschlagen. - Interessant!
Fritz Walter und seine Vorgänger haben trotz sportlichen Wettbewerbs schon immer mit anderen Lauterer Clubs kooperiert (auch gegenseitig Trainer oder Spieler ausgetauscht, sich unterstützt) und sich manchmal in der Folge zusammengeschlossen.

Warum sollte das heute in höchster Not nicht auch gelingen. Ganz ohne smarte Selbstdarsteller, Verwalter und Profiteure des Niedergangs.

Deshalb ist kein angstvolles Abwarten und Hoffen angesagt, sondern sofortiges Aufnehmen des Kampfs mit dem beinharten Herangehen und Stehvermögen eines Horst Eckel:
"Sein ganzes Spiel atmet die Frische und Lebendigkeit einer zügigen Kampfführung," so die FCK Stadionzeitschrift von 1953 und so der Erfolg.

Ein Jahr später hatte er mit seinen Teamkameraden als 22-Jähriger - nach der zweiten Meisterschaft vor fast 100.000 Zuschauern - ein für absolut unmöglich gehaltenes Ziel erreicht:

> > > > > > > > Den Weltmeisterschafts-Sieg von 1954 < < < < < < < < <

Das "Wunder von Bern" und die "wahre Geburtsstunde der Bundesrepublik".


Klingt pathetisch, aber so wären Rettung und Erfolg möglich. Entsprechende Persönlichkeiten hat und fände der Verein - auch Ehrenamtliche mit Fußballverstand und höchstem Engagement.

_
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

@K
Eine hervorragende Zusammenfassung, in welcher auch viel Arbeit steckt.
Im Endeffekt bleibt das, was ich auch schon seit Jahren vermute - die Planinsolvenz und ein Neubeginn in der RL. Vermutlich wird die Landesbürgschaft nur in diesem Szenario greifbar sein. Gerade wegen der "Fastinsolvenz" der Stadt KL.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

@k

Gute Zusammenfassung. Allerdings machst Du Dir zuviel Gedanken um die Stadt. Letztlich basiert die Leistungsbeziehung zwischen Stadt und Verein auf einem Vertrag, dem Pachtvertrag. Alles was danach kommt, ist Problem der Stadt, nicht des Vereins. Bereitet der Verein eine Planinsolvenz vor, plant er diese, wie das Wort schon sagt, auf Basis eines IDW S6 Gutachten. Dieses Gutachten wird zu dem Schluss kommen, dass der Verein überschuldet ist und keine positive Fortführungsprognose hat. Hauptgrund ist der Pachtvertrag.

Für die Stadt als Gläubiger gibt es dann zwei Möglichkeiten: Zustimmung zur Sanierung und somit deutlich reduzierte Pachtkonditionen für den FCK oder eben Insolvenz. Das bedeutet der Verteag wird gekündigt und mit einem Pächter neu verhandelt, der dann Regionalliga spielt. Der Bürgermeister / Stadtrat, der sich in dieser Situation entscheidet, den Stecker zu ziehen, den will ich sehen. Zumal es die wirtschaftlich betrachtet nachteilige Option wäre.

Allerdings musst Du das Spiel offensiv spielen. Dazu sehe ich keinen der handelten Personen in der Lage. Klatt könnte es inhaltlich, ist allerdings öffentlich kalt gestellt. Die Mitglieder hatten die Chance diesen Weg zu gehen bzw. zu wählen, haben sich aber darauf fokussiert alles an Kuntz festzumachen und sich von mal wieder von neuen Leuten mit großen Versprechen blenden lassen. Ganz offensichtlich hat der Verein nicht die notwendigen Selbstreinigungskräfte. Die JHV wird interessant aber wahrscheinlich so verlogen wie seit Jahren nicht mehr.
wkv
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Beitrag von wkv »

Was meinst du, ging im Oberbürgermeister vor, als der Frosch damals meinte, er könne Trapp nicht verkaufen für 5 Mio., weil das Geld dann direkt an die Stadt gehen müsste?
Meinst du wirklich, Kuntz und Co. waren gut gelitten danach? War der OB noch einmal vor Ort seitdem?

Und Ke, die Stadt Kaiserslautern steht unter Aufsicht der ADD. Keinerlei freiwillige Leistungen möglich, werden auf der einen Seite Leistungen erhöht, muss die Summe deckungsgleich an anderer Stelle eingespart werden. Das wären dann unsere Schwimmbäder.
Das wird man nicht tun.

Eine Insolvenz des FCK hätte ein Ende des städtischen Zuschuss zur Stadionbetreibergesellschaft zur Folge, eine Insolvenz der SBG wäre wohl die Folge. DANN hätte das Land das Stadion an der Backe, denn die bürgen für den Fall, wenn ich mich recht erinnere.

Das Szenario hat für sicherlich nicht nur einen Stadtrat Charme. Da ist nämlich so langsam der Punkt gekommen, so mein Gefühl, wo man einen Cut machen will.
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

wkv hat geschrieben:Was meinst du, ging im Oberbürgermeister vor, als der Frosch damals meinte, er könne Trapp nicht verkaufen für 5 Mio., weil das Geld dann direkt an die Stadt gehen müsste?
Meinst du wirklich, Kuntz und Co. waren gut gelitten danach? War der OB noch einmal vor Ort seitdem?

Und Ke, die Stadt Kaiserslautern steht unter Aufsicht der ADD. Keinerlei freiwillige Leistungen möglich, werden auf der einen Seite Leistungen erhöht, muss die Summe deckungsgleich an anderer Stelle eingespart werden. Das wären dann unsere Schwimmbäder.
Das wird man nicht tun.

Eine Insolvenz des FCK hätte ein Ende des städtischen Zuschuss zur Stadionbetreibergesellschaft zur Folge, eine Insolvenz der SBG wäre wohl die Folge. DANN hätte das Land das Stadion an der Backe, denn die bürgen für den Fall, wenn ich mich recht erinnere.

Das Szenario hat für sicherlich nicht nur einen Stadtrat Charme. Da ist nämlich so langsam der Punkt gekommen, so mein Gefühl, wo man einen Cut machen will.
Trapp ist doch das perfekte Beispiel, wie sinnbefreit jede Art von Zwischenlösung ist / war. Sie schafft falsche Anreize. Hätte Kuntz damals anders gehandelt, hätte er m.E. sogar seine Vorstandspflichten verletzt, da er gegen die Interessen des Vereins gehandelt hätte.

Nochmal:

Die Stadt ist Eigentümer des Stadions und verpachtet es an den FCK. Wie Sie das finanziert hat (nämlich brutal ineffizient, über eine 20-jährige, endfällige Kommunalanleihe) ist nicht das Problem des FCK. Und der ADD wird eine Teufel tun, sich gegen eine ökonomisch sinnvolle Lösung zu stellen. Wenn die Stadt Kaiserslautern auf Basis eines Restrukturierungsgutachten auf 1,5 Mio. Pacht und 1,5 Mio Betriebskosten p.a. verzichtet und somit erreicht, dass ihr Pächter (der einzige an den sie vermieten kann) diese Pacht dann noch zehn Jahre länger zahlen kann und z.B. nach drei Jahren in der ersten Liga auch wieder vollständig, dann wird sie dem nicht nur zustimmen, dann muss sie dem sogar zustimmen, weil alles andere den Interessen der Stadt, des Steuerzahlers, des Landes etc. diametral entgegenlaufen würde. Der ADD hat in diesem Zusammenhang gar nichts zu hupen. Der darf brav einen Haken machen.

Das einzige was dann transparent wird, ist dass unser ehemaliger Landesvater mit seinen windigen Finanztransaktionen auch diese Projekt total versaut hat.

Und by the way: Die Stadt Duisburg ist deshalb ein so perfektes Beispiel, weil sie jedes Zukunftsranking in Deutschland anführt - und zwar von unten. Der ADD ist quasi für NRW und Städte wie Duisburg erfunden worden. Das Problem ist doch einfach, das die Leute der Realität nicht ins Auge sehen wollen und lieber dem nächsten Rattenfänger (böses Wort hier im Forum - ich weis) hinterherlaufen.
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

Ke07111978 hat geschrieben:Die Stadt ist Eigentümer des Stadions und verpachtet es an den FCK. Wie Sie das finanziert hat (nämlich brutal ineffizient, über eine 20-jährige, endfällige Kommunalanleihe) ist nicht das Problem des FCK.
Nicht so ganz und vollständig!
Eigentümer ist die Stadiongesellschaft.

Name:
Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern GmbH
Rathaus Nord, Gebäude A
Lauterstr 2
67657 Kaiserslautern

Gründungsdatum:
03. Juni 2003

Zweck der Gesellschaft:
Förderung der Wirtschaft, insbesondere im Bereich Sport und Unterhaltung, Betrieb des Stadions auf dem Betzenberg und des Trainingsgeländes Fröhnerhof.

Stammkapital:
25.000 EUR

Gesellschafter:
Stadt Kaiserslautern

Geschäftsführer:
Herr Erwin Saile
Herr Klaus Wenzel

Der Gegenstand des Unternehmens ist eine nicht-wirtschaftliche Betätigung gemäß § 85 Abs. 4
GemO.


Die Stadt hat für die GmbH eine Patronatserklärung abgegeben.
Um eine mögliche insolvenzrechtliche Überschuldung der Gesellschaft in den künftigen Jahren
abzuwenden, hat die Stadt Kaiserslautern, nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde
(ADD, Trier), am 22.09.2008 eine rechtsverbindliche Patronatserklärung abgegeben und sich
dabei verpflichtet, die Gesellschaft bis zu einem Betrag von 10 Mio. Euro finanziell
auszustatten, damit diese jederzeit und fristgerecht in der Lage ist, ihren Verbindlichkeiten
nachzukommen. Der Betrag ist allerdings auf die Deckung der durch die jährlichen
Abschreibungsbeträge resultierenden Aufwendungen beschränkt.
Die Patronatserklärung ist zum 31.12.2015 mit einem Betrag von 5.508.029,56 Euro in
Anspruch genommen, so dass ein noch nicht benötigter und damit nicht in Anspruch
genommener Betrag in Höhe von 4.491.970,44 Euro verbleibt. Die Gesellschaft wird diesen
Betrag im Bedarfsfall auch weiterhin in Anspruch nehmen. Andere Beurteilungen zur
Notwendigkeit der Patronatserklärung werden zurückgestellt.

https://www.kaiserslautern.de/mb/themen ... on_web.pdf

Es würde helfen, sich mal den Bericht durchzulesen, der das Konstrukt und die Vequickungen mit dem FCK recht gut darlegt.
Diese Mietstundungen, (ob Besserungsscheine, Ligaabhängige Miete oder Mietpool) ... gab es ja schon, sowohl vor, als auch nach dem letzten Abstieg, geholfen hat es nichts.

Ich bin der Meinung, dass es neben der Insolvenz auch noch andere Möglichkeiten geben muss, und die heißt nicht Investor.

Die Summen, um die es geht, sind nicht riesig, es ist nur so, dass jegliche Einsparung durch eine gleichzeitige Reduktion der Einnahmen im laufenden Geschäft wieder hintertrieben wird, da man einfach keine Ahnung von Fussball und Verein hat, und das meiner Meinung nach bewusst, um die Mitglieder schnellstens vor die Wahl zu stellen, Regionalliga oder Investor. Blöd nur, das man keinen Investor findet.
Hasta la Victoria - siempre!
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

Die Gesellschaft hat Verluste aufgrund der Abschreibungen. Das ist ein Resultat der hirnrissigen Finanzierungsstruktur, die Patronatserklärung nur eine logische Konsequenz. Es liegen seit 10 Jahren 18 Mio. in der Kasse und gleichzeitig bedient die Gesellschaft eine Kommunalanleihe mit 4%. Alleine dieser Bullshit hat die Stadt inklusive Zineszinseffekt in den letzten 10 Jahren EUR 10 Mio. gekostet. Ich wiederhole mich jetzt zum letzten Mal:

Wenn der FCK auf Basis eines IDW S6 Gutachten eine Sanierung plant, und die Stadt eine Änderung des Pachtvertrages ablehnt und der FCK dann Insolvenz in Eigenverwaltung anmeldet, weil keine positive Fortführungsprognose besteht, kann der Vorstand eine Sekunde später den Pachtvertrag kündigen. Das heißt die Stadt und das Land müssen antreten und der FCK kann in aller Ruhe einen neunen Pachvertrag verhandeln zur Not spielen wir Regionalliga in Moorlautern (nur ein Scherz). Das heißt die Stadt hat sich durch ihr eigenes Handeln massiv geschadet. Steht dieses Szenario schwarz auf weis, von einer Big4 WP-Gesellschaft unterschrieben vor der Tür, wird es die Stadt / Land niemals soweit kommen lassen. Das wäre grob fahrlässig und von keinem Amtsvertreter auch nur annähernd zu begründen. Und jetzt lass ich es sein. Lasst uns weiter zugucken, wie der Verein langsam aber sicher stirbt und gar nichts machen. Dann können wir später am Grab stehen und erzählen: Was anders war nicht möglich, da war ja der böse ADD.
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

@KE...
Der Plan hat schon einen gewissen Charme, nur das mit der Insolvenz (und sei es auch nur geplant) stört mich.
Die Drohkulisse... wenn ihr den Scheissklotz uns nicht von den Schultern nimmt, dann brechen wir zusammen und ihr müsst dann so oder so euren Scheiss alleine stemmen, ist sicherlich durch das Beispiel von 1860 jetzt gerade vor aller Augen.

So voll wie in der RL das Grünwalder hatten die die Arena fast nie.
Aber ich glaube nicht dran, dass der Verein so einfach aus der Falle kommt.
Zum einen, weil wir das in der RL verdaddeln und über Jahre in der RL festhängen, Beispiel Waldhof und dann in der Oberliga sterben.
Zum anderen weil der Einzige, der den Knoten zerschlagen könnte - das Land - durch Beck's Skandale einfach nicht mehr hier reagieren kann, auf keinen Fall schnell.
Den Kredit einfach mal im Landeshaushalt aufzunehmen und damit Stadt und Verein massiv zu entlasten wäre vor Nürburgring und Hahn möglich gewesen, seit Dreyer und Klöckner ist diese Chance vorbei.
Die 3,5 Millionen die du als Pachtbelastung reduzieren willst, hatte der Verein letzte Saison durch Bödvardson schon reinbekommen, davor durch Müller und Zimmer, und ggf. schon für die neue durch Koch. Wenn nicht durch mangelhafte Vermarktung, schlechte Leistungen und mangelnden fussballerischen Sachverstand, das Geld wieder durch die Hände geflossen wäre, hättest du auch so den Turn Around geschafft.
Und der Wahnsinn geht weiter.
Das Chaos mit dem Ticketshop zeigt es. Das Problem kocht zur zeit nur nicht hoch, weil sich keiner dafür interessiert, aber Auswärtsdauerkarten sind nicht im Briefkasten und Dauerkarten landen bei der falschen Adresse.
Mitglieder haben kein Vorkaufsrecht mehr... Blöcke werden wieder besseres Wissen geschlossen.
Alles andere als professionell und "Kundenfreundlich"
Hasta la Victoria - siempre!
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

@ Mac:

Tue mir noch einen Gefallen: schaue bitte nicht immer in den Beteiligungsbericht sondern unter www.unternehmensregister.de in den öffentlich verfügbaren Jahresabschluss dort steht der eigentlich relevante Satz:
Die Namensschuldverschreibung in Höhe von € 65 Mio. hat eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren und ist mit einer Bürgschaft der Stadt Kaiserslautern gesichert.
Die Stadt hat gebürgt. Sie hat Schulden aufgenommen und dafür ein Stadion gekauft. Wäre die Diskussion eine andere, wenn die Stadt den Kaufpreis damals aus Steuereinnahmen finanziert hätte?

Und deine Betrachtungsweise ist falsch - wir müssen Polle und Bödi verkaufen, um den Nachteil, den wir aus einem völlig überhöhten Pachtvertrag haben auszugleichen. Wir verdatteln das Geld ja nicht - mit der von mir vorgeschlagenen Restrukturierung wäre unser Etat in den letzten 6 Jahren jedes Jahr um EUR 3 Mio. höher gewesen. Damit wären wir aufgestiegen. Damit hätten wir unsere Talente gehalten. Und dann hätten wir die Transfererlöse von Polle, Willi und Domse genommen (nachdem wir sie für jeweils 10 Mio. in der ersten Liga verkauft haben) und hätten das "verkackte" Stadion zurückgekauft. Alle wären froh: die Stadt, das Land, der Verein.
kalusto
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Beitrag von kalusto »

https://betze-anleihe.de/webstart/

An alle die ihre Schmuckurkunden entwerten wollen,können unter dem link nachlesen wie es geht.

Unter Anleihe 2013-2019

wird darauf hingewiesen,daß man nach Terminvereinbarung, unter Tel.0631 3188-0 auch am Spieltag Entwerten kann.

Ich möchte noch einmal darauf hin weisen,daß man durch das Entwerten,an dem bild kaum eine veränderung merkt und solltet ihr das Geld zurück haben wollen ,ist auch das Bild weg.Meine Bilder hängen schon wieder über ein Jahr Entwertet an der Wand.Die Bilder waren für mich von Anfang an eine Spende für meinen Verein,für unseren FCK !!!!!!
https://www.facebook.com/groups/2588448 ... 800158563/

Hier könnt ihr nachlesen,wo und wie ihr die Schmuckurkunden Entwerten könnt :teufel2:
Zuletzt geändert von Thomas am 30.03.2019, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Textauszug aus der geschlossenen Facebook-Gruppe eingefügt & in vorhandenen Thread verschoben.
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