JochenG hat geschrieben:
@Mac41
Ich denke, in diesem Forum wurden schon bei weitem mehr Beiträge eingestellt, die weniger "Inhalt" hatten als dieser hier. Die Perspektive-FCK gibt eine Information zum Thema Mitgliederkonzept und Stadionnutzung. Da steckt schon ein bisschen mehr drin als gar nichts. Letztlich aber auch egal.
Sorry Jochen, ich wollte die Initiative nicht angreifen, ganz im Gegenteil.
Aber wenn ich hier so einen Artikel lese, nach dem Motto:
Wir machen was, können aber nicht sagen was, insbesondere wenn es um Verhandlungen um "Konzepte" mit dem Vorstand oder einem Vorstand geht, da zuckt es bei mir fast regelmäßig im linken Zeh.
Ich bin Mitglied geworden in der wohl dunkelsten Phase des Vereins, zum Einen um ein Zeichen zu setzen, das ich zum FCK stehe und zum Anderen um bei Entscheidungen, insbesondere den Wahlen und den Entlastungen von handelnden Personen mitbestimmen zu können. Ich wollte die Entscheidung nicht einfach anderen überlassen.
Damals ging es mir nicht um irgendwelche finanziellen Vorteile oder einen kostenlosen Teddybären oder Seidenschal.
Das Problem ist sicherlich, das in der Diskussion um Mitglieder eines Vereins wie dem FCK sicherlich ganz unterschiedliche Erwartungshaltungen miteinander unter einen Hut gebracht werden.
Da ist zum einen demokratische Teilhabe an Entscheidungen. Das Beispiel aus der Vergangenheit zeigt, das die Mitglieder des Vereins bei den wichtigen Personalentscheidungen innerhalb des Vereins nie gefragt wurden. Das hat Vorteile, aber kann auch voll in die Hose gehen. Wer hat Jäggi eingestellt, wer hat Göbel zum Vorstand gemacht, wer hat plötzlich Bauckhage aus der Tasche gezogen, wer hat das Konzept des Verscherbeln des Vereins an die DVAG ausgeheckt und inwieweit war er dafür legitimiert. Wer hat Ostermann damals die Tür geöffnet und auch wieder zugeschlagen...
Über das Konstrukt Wunderkiste Aufsichtsrat, der wiederum Vorsitzenden des AR wählt und der wiederum Mitglieder bestimmen kann, die erst im Nachhinein bestätigt werden, der Vorstände beruft, die auch nur entlastet werden können, die wiederum Mitarbeiter berufen... all das ist doch sehr, sehr indirekt, insbesondere wenn Landesregierung, Stadt, Lotto, Sponsoren, Geldgeber ... auch noch direkter in Entscheidungen einbezogen sind, als der Verein, d.h. die Mitglieder.
Schwierige Kiste...
Zum anderen die Symbolkraft Mitglied des FCK, das sich bekennen zum Verein, soll funktionieren mit einem Autoaufkleber, Vorteilen im Fanshop, Rabatt auf Dauerkarten...
Wenn ich Vorteile vom Verein haben will, kann das auch ohne Mitglied zu sein funktionieren. Beispiel IKEA Family Club, das bedeutet ja nicht, das ich Aktionär bei IKEA werde.
Da sind viele Fragen, die von der Initiative aufgegriffen wurden und nun mit dem Vorstand diskutiert werden, zudem geht es ja nicht nur um Mitgliederkonzepte, sondern auch um Satzung und mehr.
Die Initiative hatte einen Vorschlag gemacht, der wurde diskutiert und mit dem Verein (Vorstand) verhandelt. Wenn jetzt gesagt wird, es gibt Dinge, die so nicht umgesetzt werden können, weil sie der Verein nicht akzeptieren kann, ist schon interessant was, sonst fangen alle wieder an zu spekulieren. Insofern geht meine Frage nur dahin, warum diese Meldung.
Vielleicht bin ich auch nur naiv oder zu direkt und zu wenig diplomatisch-politisch, aber ich hab gleich immer den Reflex zu fragen: Cui bono?