Das war ein emotianaler Abend aufm Betze, grandiose Stimmung, wirklich beeindruckend. Das erinnerte phasenweise an den alten Betze. Hatte nicht erwartet, dass das in diesem Stadion mit der bescheidenen Akustik (im Vergelcih zum alten, engen Betze mit 38500 Plätzen) möglich ist. Aber schön zu sehen und zu spüren!!
Sportlich wars leider zu wenig. Kampf, Einsatz- und Laufbereitschaft stimmten (sollte aber in einem so wichtigen Spiel vor einem solchen Publikum auch das mindeste sein), aber spielerisch war es mal wieder ein Offenbarungseid.
Ich war lange nicht gegen Foda, konnte manche überzogene Reaktion nur schwer nachvollziehen, doch inzwischen muss ich wohl zugeben, dass er der falsche Mann ist. Hatte ihm zugute gehalten, dass er lange Ergebnisse lieferte (zu Saisonbeginn 16 Spiele ungeschlagen - auch wenn spielerisch meist nicht überragend) und auch auf die Jugend setzte. Aber in einigen Spielen, jetzt auch in den beiden Relegatiosspielen, wurde die taktische Limitiertheit offensichtlich. Hinzu kommen Wechsel, die nicht nachzuvollziehen sind.
Das Interview nach dem Spiel brachte dann für mich das Fass zum Überlaufen: er hat allen Ernstes sinngemäß behauptet, ER habe durch seine tolle Arbeit und das tolle Spiel seiner Mannschaft die Fans aus der Abstiegsdepression geführt zu diesem Stolz auf die Mannschaft. Er hat nicht begriffen, dass es einfach der Stolz auf den Verein, auf den Mythos Betze ist und gegen das Projekt, dass man nicht auf unserem Berg feiern hören wollte.
Dennoch muss ich sagen, die Art und Werise, wie er hier oft angegangen wurde, ist doch weit über das Ziel hinausgeschossen. Wohltuend waren da die Analysen von salamander - übrigens auch schon sehr früh in der Saison, dass die meisten noch Pro Foda waren. Anfangs muss ich zugegen, habe ich ihm da soetwas wie Trotz unterstellt, da er ja - wenn ich mich recht entsinne - einer der gaaanz wenigen war, die gegen Ende immer noch zu Kurz standen.
Wobei ich mich hier schon Frage, was Kurz in seiner letzten Saison besser machte als Foda: er wechselte ebenfalls viel hin und her (sowohl von der Taktik als auch von den Spielern) und es war ebenso - zumindest für mich - kein Spielsystem erkennbar, die Mannschat wirkte verunsichert und demotiviert, besonders attraktiv war die Spielweise auch nicht.
Letztlich haben wir unser Saisonziel verfehlt, wenn auch denkbar knapp. Daher ist ein Trainerwechsel auch rein von den erreichten Ergebnissen (Spielweise mal außen vor gelassen) vermittelbar und vielleicht sogar angemessen.
Man muss aber auch sagen, dass viele Vereine ihre gesteckten Ziele, die ja auch ambitioniert formuliert sein sollten, nicht erreichen und dennoch nicht sofort der Kopf des Trainers gefordert wird.
Irritiert hat mich in diesem Zusammenhang, was hier oft zu lesen war zu einem Zeitpunkt, als der Aufstieg noch in der Rele möglich war: "die haben doch den direkten Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben."
Ja, natürlich haben sie das, erstens muss man sich ja - wie angedeutet - ambitionierte Ziele setzen und zweitens hätte man doch dann auch gemault, wenn man was von gesichertem Mittelfeldplatz als Ziel ausgeben hätte so nach dem Motto: Wir sind Absteiger, wir sind der FCK, wie kann man sich selbst nur so schlecht reden, man muss doch Stärke zeigen und den Aufstieg als Ziel ausgeben.
Genaus das wurde in den Verantwortlichen in der Aufstiegssaison und in der Absteigssaison unter Kurz vorgeworfen, dass man sich selbst immer klein redet und andere stark. Also da scheint mir, dann man es keinem recht machen!!
Nach der grauenhaften letzten Saison war zudem die Stimmung/Einschätzung sehr vieler, wir müssen froh sein, wenn wir nicht durchgereicht werden in Liga 3. Daran gemessen, war es ja dann doch eine erfolgreiche Saison, wo wir fast sogar aufgestiegen wären.
Und im Sommer wollten alle den großen Umbruch im Kader (berechtigt!!), der dann aj auch kam - dann muss man einräumen, dass die Spieler sich finden müssen. Die Transferpolitik, die letzte Saidson miserabel war, war gut bis sehr gut, wenige Flosp (die asind immer mal dabei, hielten sich aber in Grenzen), dafür gleich einige, die richtig eingeschlagen sind, allen voran Idrissou und Torrejon, Alushi (der sich dann halt leider verletzt hat, aber das kann man ja nicht auch Kuntz anlasten) zusehends auch Baumjohann und mit Abstrichen Bunjaku (seine Torquote ist absolut ok, erst recht wenn man bedenkt, dass er verdeudet wurde auf den Außen). Nur im Winter wäre wohl weniger mehr gewesen, einfach um nicht schon wieder alles durcheinader zu würfeln, auch wenn jeder Spieler für sich genommen natürlich auch einges verspricht und man sagen kann: wenn der günstig zu haben ist, sollte man sich die Chance nicht entgehen lassen. Karl und Löwe waren gute Transfers, wieder hat sich leider einer verletzt. Köhler hat sein Potential gg. FSV Frankfurt angedeutet, leider aber insgesamt zu selten, Drazan Fehleinkauf, Hoffer als Joker nicht schlecht, aber nciht unbedingt nötig, hätte da auch lieber Derstroff gesehen.
So, sorry, wurde jetzt doch ein ziemlicher Rundumschlag zu divesren Themen die ganze Saison betreffend und bin auch vom Hölzchen aufs Stöckchen gekommen - gibt so viele Dinge, die mich beschäftigen und mir zu meinem FCK im Kopf rumgehen...
Aber das reicht erst mal
