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Stadionmiete: FCK beantragt wieder Senkung (Rheinpfalz)

Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.
salamander
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Beitrag von salamander »

Die Stadionmiete in dieser Höhe ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen (wirtschaftsschwache Region, kein Großsponsor) in der zweiten Liga nur zahlbar, wenn man an der sportlichen Qualität spart. Dies ist unter Fachleuten und Politikern unbestritten, denke ich.

Damit ist es für die Politik doch ganz einfach:

Entweder nimmt es hin, dass für den FCK auf Dauer der Klassenerhalt in Liga 2 das Ziel ist und es wahrscheinlich irgendwann in einem schlechten Jahr nicht mehr reicht. Das bedeutet dann, dass man mit dem FWS eine Investitionsruine dort stehen hat, die den Steuerzahler nur Geld kostet und weder verwertbar noch nutzbar ist. Und dies würde meiner Meinung nach auch zu einem baldigen Abschied von Stefan Kuntz führen, der FCK würde aus dem Profifussball verschwinden. Mit anderen Worten: Modell Saarbrücken.

Oder man akzeptiert die Sonderrolle des FCK für die Stadt, die Region und das Land, erkennt das Potenzial und die finanzielle Bedeutung, sieht die bei den Mietverhandlungen gemachten Fehler ein und erträgt das Gemecker der Fussballhasser, Mainz-Fans und Weltverbesserer tapfer. Dann hat der FCK die Chance, in den nächsten Jahren aufzusteigen, sich langfristig in der Bundesliga zu etablieren und erhebliche Mietzahlungen an die Stadt abzuführen.

Das ist eine politische Entscheidung. Will die Stadt Profifussball und eine Nutzung des Stadions oder will man Fussball wie in Saarbrücken und ein Stadion wie in Leipzig?
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Bei aller Liebe zum FCK, jetzt in der Winterpause kauft man Spieler, für viel Geld, jeden Falls, viel für einen FCK, in finanziell schwieriger Lage, und kaum ist dies angeschlossen, soll für die Saison 09/10 ob erste oder zweite Liga die Miete gesenkt werden, das ist dem Steuerzahler nicht mehr zu vermitteln, das wird eine Zereissprobe zwischen Stadt, Land und FCK.
Das Ende ist hier nicht abzusehen, ich habe erhebliche Zweifel, zumal Wahljahr ist. :nachdenklich:
Goldköpfchen
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Beitrag von Goldköpfchen »

Super wenns klaappt, denn die Miete is ziemlich hoch!
Paul
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Beitrag von Paul »

wernerg1958 hat geschrieben:... das ist dem Steuerzahler nicht mehr zu vermitteln, das wird eine Zereissprobe zwischen Stadt, Land und FCK.
Das Ende ist hier nicht abzusehen, ich habe erhebliche Zweifel, zumal Wahljahr ist. :nachdenklich:
Kann schon sein - und ist auch ein erster logischer Ansatz.
Aber wie schon so oft in den Diskussion hierüber muss man diese Sache langfristig sehen.
Der FCK verpflichtet JETZT Spieler, mit denen man möglichst ZEITNAH den Aufstieg versucht. Klappt das, ist man erheblich besser gestellt und im gleichen Atemzug eben auch die Stadt. Bei langfristigem 1.Ligaerhalt über Jahrzehnte wird die Stadt deutlich mehr profitieren als sie jetzt "investiert" (wobei die Investition ja bisher mit Besserungsscheinen "gegenfinanziert" wurde).
Lässt man jetzt keine Mietminderung mehr zu, so nimmt man dem FCK die Luft zu atmen, bekommt im negativsten Fall eine riesige Bauruine mit riesigem Schuldenberg, im besten Fall einen auf normalen Zweitliganiveau kaum konkurrenzfähigen Zweitligisten - der beste Fall geht aber dann nur, wenn man Jahr für Jahr Talente hat, die den FCK über Wasser halten, mehr ist dann definitiv nicht mehr drin!

Die Frage aller Fragen wird wie immer sein: Gibt es genug Leute, die langfristig denken oder entscheidet man kurzfristig aufgrund möglichen Wähler- oder anderen Drucks und schiebt damit das Bankrott-Problem an die nächste "Generationen" weiter.
Wie Altmeister sagt: 2028 kommt es ganz dicke - bis dahin brauchen wir ein richtig gutes Konzept. Und ehrlich gesagt gibt es dieses nur in Liga 1, wenn überhaupt... :nachdenklich:
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Porzellanteufel
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Beitrag von Porzellanteufel »

So, vorneweg: Wow, mein erster eingestellter Artikel und gleich so viele Kommentare :lol:
Aber eigentlich egal!


Meine Meinung: Schwierig zu vermitteln ist das nur dem dummen Steuerzahler. Die Stadt muss hier noch weiter investieren, um dem FCK eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft zu bescheren, die für eine Rückzahlung der gestundeten Miete führt. Ansonsten wäre das so, wie wenn ich ein Kind bekomme, erziehe und nach der 5. Klasse aus dem Haus werfe, weil ich jetzt zu viel Geld reingesteckt habe. Rechnen kann es ja schon ein bisschen! (Analog: "Der FCK hat ja schon einen halben Kader mit Spielern, die ordentlich kicken können!") Ich muss noch mehr Geld reinstecken, bis es fähig ist, den Wirtschaftsnachteil, der durch die Kosten verursacht wurde, selbst auszugleichen (=Mietminderung bis zum Aufstieg und danach abgeschlossener wirtschaftlichen Gesundung).

Und jetzt nochmal kurz nachdenken, wie viel Geld der Betze der Stadt jedes zweite Wochenende beschert! Wenn er weg ist, wünscht sich der Stadtrat die Option der Mietminderung zurück!

asthenen lexa
Teufel51539198
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Beitrag von Teufel51539198 »

Hallo,
habe - im ersten Moment - natürlich auch "moralische Zweifel", ob es in der Allgemeinheit (sprich Steuerzahler - lasse es mal M1er mit aufzunehmen, da diese nicht in die Allgemeinheit fallen :o ) "gut" ankommt, wenn der FCK eine Mietminderung bekommen würde.

Von Fakt möchte ich hier nicht sprechen, aber es dürfte wohl vielen klar sein, dass wenn wir in der laufenden Saison keine Mietminderung erhalten hätten, wohl eher auf Nebenplatz 4 gegen RW E (wenn überhaupt) spielen würden. Bei dieser Konstellation wären nie und nimmer im Schnitt über 30.000 Leute im Stadion.

Wenn der FCK keine Mietminderung bekommt, ist für die gesamte Stadt ein Wirtschaftsfaktor von der Pleite bedroht. Hier muß man ganz klar abwegen, ob es nicht sinnvoller ist den "Wirtschaftszweig FCK" schnellst möglichst auf gesunde (in Fußballer Sprache... 1. Liga) zu stellen, um auch hier langfristig Steuereinnahmen und weitere Umsätze durch die Wirtschaftskraft der FCK Fans zu sichern, die mindestens 17 Spiele pro Kalenderjahr dort verfolgen.

Wie gesagt, im ersten Moment hätte ich für jeden Verständnis, der diese Mietminderung nicht gut heißt. ABER aufgrund der (leider) noch aktuellen und unsicheren Lage ist es mehr als verständlich.

Noch eine Anmerkung:
Außerdem ist der FCK mehr als ein "Wirtschaftszweig"... :teufel2:
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Das ist ja alles richtig was Du schreibst Paul, aber Du weist auch was das Land bzw. die jetzige Regierung für negative Schlagzeilen in finanzieller Hinsicht macht ich sage nur Arb-Verein Nürburgring um nur zwei zu nennen, die Propleme der Stadt an vielen andern Ecken und Enden wo viel Geld gebraucht wird.
Ich bin ja auch dafür daß man die Miete weiterfür den FCK in bezahlbaren Rahmen hält, denn bei einer Insolvenz des FCK werden die finanziellen Probleme der Stadt nicht kleiner.
Aber!!! Wie schon geschrieben es ist Wahljahr, und hier liegt der Hund begraben, wer an die Macht will der denkt erst mal kurzfristig und macht enrsprechend Stimmung, und es ist in der Natur des Menschen für Macht zu behalten oder sie zu bekommen ist manchen jedes oder fast jedes Mittel Recht.
Hier und nur hierbei sehe ich die Gefahr für den FCK!
Paul
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Beitrag von Paul »

Dann lassen wir doch mal ein Gedankenspiel zu. Aus welchen Gründen auch immer wird dem FCK eine weitere Mietminderung verweigert - nebenbei verpasst der FCK den Aufstieg und falls nicht den späteren Klassenerhalt in Liga1. Niemand ist also mehr bereit, dem FCK die erdrückende Miete in Teilen abzunehmen.

Es gibt eigentlich eine einfache Einschätzung der Lage:
Entweder, dem FCK wird eine normale Miete abverlangt oder der FCK geht vor die Hunde (wenn nicht ein Wunder passiert) - sprich früher oder später in die Insolvenz.

Theoretisch dann spätestens 2028, nachdem man mit Glück 18 Jahre lang mittelmäßigen Zweitligafußball vor schwindender Kulisse geboten hat. Problem bei der Sache:
spätestens dann hat das Land Rheinland-Pfalz (und dahin wird es alles zurückfallen) ein riesen Problem. Und der Witz, das Problem ist selbst verschuldet, weil man einfach diese verdammte WM in klein Kaiserslautern haben musste. Das muss auch mal in die Köpfe ALLER Wähler. Wegen mir straft man den Kurt bei der nächsten Wahl (auch) deswegen ab. Dann ist halt die CDU an der Macht, aber dieses scheiß Darlehen hat man dann genauso an der Backe. Dreht und wendet es wie ihr wollt. Am Ende wird das Land bezahlen müssen. Einziger Ausweg ist ein FCK, der deutlich über Jahre Gewinn erwirtschaftet - so einfach ist das aus meiner (vielleicht beschränkten) Sicht.
Das ist keine gute Situation und ich als FCK-Fan bin alles andere als glücklich, dass wir vom Steuerzahler abhängen - aber wir als FCK haben da auch nicht alles alleine verbockt, das darf man auch mal festhalten!

2 kurzfristige Lösungen hätte ich dann doch:
1.) Gebt mir den Lottojackpot
2.) in den nächsten Jahren wird Geld wie Heu gedruckt und der Euro fällt ins Bodenlose...
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kadlec
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Beitrag von kadlec »

betze-weck hat geschrieben:Mir bereitet dieser neuerliche Antrag auf Mietminderung einfach nur noch Bauchschmerzen. Wie will man dies, gerade nach unseren Transferaktivitäten in den letzten Monaten, dem Steuerzahler eigentlich noch erklären? Gerade unter dem Aspekt, dass die Minderung auch im Falle eines etwaigen Aufstiegs erfolgen soll......
Ich erkläre dem Steuerzahler unsere Transferaktivitäten folgendermaßen:

1.) Verein und Stadt bilden notgedrungen eine Schicksalsgemeinschaft. Beide Akteure sind durch den Wahnsinnsvertrag ( Stadion ) unwiderruflich aneinandergekettet. Niemand kann einen Schritt ohne den Anderen machen. Wenn der FCK Insolvenz anmeldet, dann muß die Stadt allein die Lasten in voller Höhe tragen, was sie ebenfalls nicht könnte.

2.) Der FCK wird die Stadionmiete in der 2.Liga nicht mehr aufbringen können. Der FCK muß über kurz oder lang aufsteigen, um die Stadionmiete in voller Höhe wieder selbst stemmen zu können.

3.) Um dieses Ziel zu erreichen muß der Kader qualitativ verbessert werden, auch später in der 1.Liga, denn der Aufstieg muß nachhaltig sein. Wir müssen uns dauerhaft in der Bundesliga etablieren, ansonsten geht das Spiel wieder von vorne los.

4.) Die Stadt hat sich im vergangenen Frühjahr für diesen Weg entschieden und kann nun nicht mehr zurück, denn es macht keinen Sinn, den Verein auf halbem Wege verhungern zu lassen. Sie muß die nötigen Schritte nun mitvollziehen, wenn der Weg erfolgreich zum Ziel führen soll. Die Stadt war sich der Konsequenzen sicherlich bewußt, als sie sich für den FCK entschieden hat. Alles andere macht auch keinen Sinn. Wenn sie ihn hätte sterben lassen wollen, dann wäre das vergangene Frühjahr der richtige Zeitpunkt gewesen. Der Patient war klinisch tot, man hätte leicht einen Schlußstrich ziehen können. Nicht wenige außerhalb der Fangemeinde hätten vermutlich Verständnis dafür gezeigt.
Aber man hat sich eingedenkk der Tatsache, dass man das Problem nur gemeinsam lösen kann, für einen Neuanfang entschieden. Und nun, nachdem auf den Ruinen langsam aber sicher blühende Landschaften entstehen, kann man nicht einfach aufhören. Man muß das Feld weiter bestellen, wenn man die volle Ernte einfahren möchte.

5.) Daher sind die Transferaktivitäten und der Antrag auf ein weiteres Jahr mit geminderter Miete kein Gegensatz, der Bauchschmerzen verursachen könnte, sondern es sind zwingend notwendige Komplimentärmaßnahmen. Wer A sagt, der muß auch B sagen und darf nicht auf halbem wege stehen bleiben.
RedPumarius
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Beitrag von RedPumarius »

kepptn hat geschrieben:Red Devil, auch wenn man darüber streiten kann ob Heidel liest oder nicht (ich hab da meine Zweifel), hast Du völlig recht.

Als Lautrer (im Sinne von hier leben zu dürfen) sehe ich so eine aktion auch mit gemischten Gefühlen. So schön ich es für den FCK fände, sehe ich aber auch die Baustellen in der Stadt. Fakt ist: Lautern is pleite und man braucht jeden müden Cent.
Auch als FCK-Fan muss ich sagen, dass das totale Verarsche des Steuerzahlers wäre und nicht durchgesetzt werden sollte, denn da stiege doch bei vielen (zurecht!) der Hass auf diesen Verein.
Nein Danke! Auch wenns schwer fällt!
JochenG

Beitrag von JochenG »

Gut, hier noch ein paar Argumente für die Fraktionen:
  • Wir (unser FCK) konnte die Transfers im Sommer und jetzt nur stemmen, da wir eine Mietminderung erhalten haben.
  • Die neuen Spieler schlugen an und das gesamte Team (alle - wirklich alle) haben den FCK wieder auf die Erfolgsstraße gebracht
  • Dadurch steigen die Zuschauerzahlen und somit die direkten und auch teilweise indirekten Steuereinnahmen der Stadt
  • Die jetzige Bundesregierung hat sich gerade mal eben 50 Milliarden Euro geschenkt, die sie als Wahlkampfbeihilfe in die Städte und Kommunen und Wähler pumpt
  • Jeder vernünftige Stadionmietvertrag (ich denke mal der FCK hat den einzigen unvernünftigen) beinhaltet Mietzahlungen entsprechend der Liga-Zugehörigkeit. Da muss nicht gebettelt werden, da ist es einfach per Vertrag vorher geregelt und keinen interessiert es - auch keinen Journalisten
  • Jeder Banker, der Darlehen gibt schaut auf die Prognosen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Mit Dr. Ohlinger haben wir einen "realistischen" Zahlenmensch, der das entsprechend darstellen kann und somit auch die Politiker der Stadt (hoffentlich) überzeugt
  • Was die Schulden der Stadt für das Stadion betrifft, so ist es die Stadt alleine, die für die Schulden haftet. Die knapp 60 Mio Euro hat man sich teuer erkauft und dabei die Tilgung vergessen.
  • Zu guter Letzt: Es heisst "Returm on Invest - Das heisst erst investieren, dann Rendite erwarten - nicht umgekehrt...
Molloy
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Beitrag von Molloy »

Mal ein anderes Beispiel:
Als Saarländer der seit Beginn der Fußballbundesliga Fan des FCK ist, würde ich es nicht aktzeptieren wenn das Land Saarland bzw. die Stadt Saarbrücken (meine :wink: ) Steuergelder dem ruhmlosen Malstatter Klub zur Verfügung stellen würde.

Ihr könnt es drehen wie ihr wollt, der FCK hat als Verein diesen Verträgen zugestimmt und trotzdem von der Stadt KL eine Minderung der Stadionmiete erhalten.
Eine erneute Mietminderung würde mir wirklich Bauchschmerzen
bereiten und ist dem normalen Steuerzahler wohl nicht mehr vzu vermitteln.
fckfans
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Beitrag von fckfans »

Die Deppen zahlen seit 2003 keine Nutzungsgebühr für den Bruchweg

http://www.stadionprotest-mainz.de/down ... nzen_1.pdf

Und wieviel haben die in den letzten 10 Jahren an Steuern gezahlt?
Wieviel werden sie zahlen?
Eine Riesenstadt und Region und nichts los was Fußball betrifft, alles nur schön reden
und auf andere zeigen, lachhaft.
In Koblenz sieht es nich besser aus, ohne Stadt und Land wäre die TUS nicht in Liga 2,
aber die zerstören sich ja derzeit selbst mit ihren Machenschaften.

Alle Schmähungen richten beide eigentlich gegen sich selbst, sie haben es nur noch nicht bemerkt!

Es ist wichtig ein mittelständiges Unternehmen wie den FCK weiterhin zu fördern, gerade in der jetzigen Zeit,
Stadt und Land haben schon 160 Mio(10 Jahre) bekommen vom FCK, zusätzlich war die WM ein Erfolg für Stadt und Land,
der FCK wird die Investitionen wieder mehr als zurückzahlen, als Steuerzahler, Arbeitgeber Anzugsmagnet für
im Durchschnitt 35000 Zuschauer, auch diese konsumieren in der Stadt, oder nutzen auch Busse und Bahn, alles
Arbeitsplätze die ohne den FCK gefährdet wären, bei 7000 Zuschauer im Schnitt interessiert das kaum.

Natürlich gönne ich dem Depp und der TUS ein neues Stadion, aber man sollte die Verhältnisse berücksichtigen,
bevor man den FCK in das Visier nimmt.

Fußballhauptstadt Kaiserslautern seit 108 Jahren!
Zuletzt geändert von fckfans am 28.01.2009, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.
Danke für die Fußballwunder! You`ll never walk alone
Lambertz
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Beitrag von Lambertz »

Altmeister hat geschrieben:Das Hauptproblem des FCK wird auf Jahre hinaus die horrende Stadionmiete sein. Dabei geht es ja nicht nur um die jährlichen 3,2 Millionen Euro Grundmiete, sondern auch noch um ca. 2 weitere Millionen an Unterhaltskosten fürs Stadion. Insofern, das haben Stefan Kuntz und Dr. Ohlinger mehrfach völlig richtig festgestellt, kann der Verein in der 2. Liga so auf Dauer schlicht und einfach nicht existieren ohne Mietminderung. Insofern ist auch der erneute Mietminderungsantrag für 2009/2010 logisch. Falls dann bis 2010 spätestens der Wiederaufstieg geschafft sein sollte, sieht vieles wieder besser aus, aber noch längst nicht alles wieder gut, da man durch die Jahre in der 2. Liga viel an TV-Geldern durch den entsprechenden Absturz im 4-Jahres-TV-Ranking verloren hat (daher auch der Antrag auf Mietmindeurng auch für den Fall des sofortigen Aufstiegs 2009). Dieser Stadionvertrag läuft zu gleichen Konditionen bis 2028 weiter. Und der Witz an der Sache ist ja ohnehin, dass man nur Zinsen zahlt, nichts vom eigentlichen Darlehn von gut 60 Millionen Euro tilgt. Das bedeutet nichts anderes, als das man für die Zeit nach 2028 irgendwann einmal auch diese 60 Millionen zurückzahlen muss. Das Ganze ist also nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig ein wirkliches Desaster für den Verein. Von daher wird der Vorstand nicht drum herumkommen, langfristig ein Szenario zu entwickeln, wie man aus dieser Nummer wieder rauskommt. Also z. B. durch einen Stadionrückkauf. Dieser ist allerdings nur in Liga 1 überhaupt denkbar, und vermutlich auch dort alleine vom Verein nicht zu stemmen. Dafür braucht man zumindest einen finanzstarken Partner.
Diejenigen, die nun an dem (bereits vor längerer Zeit angekündigten) erneuten Antrag auf Mietminderung herummäkeln, sollten begreifen, dass der FCK noch längst nicht über den Berg ist und erst in Liga 1 wirklich wieder eine bessere (vor allem langfristige) Perspektive hat. Da dann ein paar Neuverpflichtungen auf Leihbasis aufzuführen, um die Mietminderung in Frage zu stellen, greift im Gesamtzusammenhang viel zu kurz.
Genau !
1.FcK
Paul
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Beitrag von Paul »

Molloy hat geschrieben:Ihr könnt es drehen wie ihr wollt, der FCK hat als Verein diesen Verträgen zugestimmt und trotzdem von der Stadt KL eine Minderung der Stadionmiete erhalten.
Hat der FCK wirklich aus freien Stücken zugestimmt? Gab es die Wahlmöglichkeit, nicht zu unterschreiben?
(ernstgemeinte Frage)
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Ulse
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Beitrag von Ulse »

[quote="RedPumarius"][quote="kepptn"]Red Devil, auch wenn man darüber streiten kann ob Heidel liest oder nicht (ich hab da meine Zweifel), hast Du völlig recht.

Als Lautrer (im Sinne von hier leben zu dürfen) sehe ich so eine aktion auch mit gemischten Gefühlen. So schön ich es für den FCK fände, sehe ich aber auch die Baustellen in der Stadt. Fakt ist: Lautern is pleite und man braucht jeden müden Cent.[/quote]

Auch als FCK-Fan muss ich sagen, dass das totale Verarsche des Steuerzahlers wäre und nicht durchgesetzt werden sollte, denn da stiege doch bei vielen (zurecht!) der Hass auf diesen Verein.
Nein Danke! Auch wenns schwer fällt![/quote]

Bitte??
Damit unterschreibst du das Todesurteil des FCK!! :shock:
Es ist doch keineswegs überraschend, dass die Mietminderung fortgesetzt werden MUSS, um zu überleben! Oder hat der sportliche Erfolg der Hinrunde schon wieder den Sinn für die Realität vernebelt?
Altmeister hat das ja sehr schön dargestellt, hier geht es um ein sehr langfristiges Problem, das selbst bei einem Aufstieg nicht vom Tisch ist.
Das muss der Stadt klar sein, egal wie schwer das vermittelbar ist... Und mit der Entscheidung zur Mietminderung im vergangenen Jahr ist der ERSTE Schritt gemacht worden, nicht mehr... Dass das weitergehen muss, war doch völlig klar! Deshalb ist der Antrag auch keine Überraschung. Ich bin mir sicher, dass Stefan Kuntz und Dr. Ohlinger das auch schon in den ersten Verhandlungen zum Ausdruck gebracht haben. Eine Minderung ist absolut notwendig...

Edith sagt: Verdammt, ich bin zitierbehindert!! Hilfe gern per PN! :?
Zuletzt geändert von Ulse am 28.01.2009, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.
"Ich weiß, dass ich nichts weiß..." (Sokrates)
JochenG

Beitrag von JochenG »

Da fällt mir noch was ein ....

Machen wir doch mal ein Planspiel:
Der FCK schafft den Aufstieg nicht (OK - reiner Zweckpessimismus) und steht am 24. Mai 2009 um 15:45 auf Platz 4 der Tabelle.
Welche Vereine steigen auf, welche ab und auf welchem Platz steht der FCK im Dezember 2009. Ich rechne dann, aufgrund des jetzigen TV-Vermarktungsplan aus, wo in der Geldrangliste der FCK dann steht und wie viel Einnahmen dann zu erwarten sind.

Solch eine Kalkulation hat Dr. Ohlinger sicher auch in seiner Präsentation - wenn nicht, wir werden sie hier einmal vorbereiten :)

Ich warte auf Input....

P.S.: Ich bin auch gegen Steuerverschwendung, aber hier geht es um 1,4 Mio - gegen so manches Hirnprojekt wie Brücken in freier Landschaft sind das - *räusper* Peanuts.
JochenG

Beitrag von JochenG »

Netter Artikel - Futter für meine Recherchen - Danke :!:
Molloy
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Beitrag von Molloy »

Paul hat geschrieben:
Molloy hat geschrieben:Ihr könnt es drehen wie ihr wollt, der FCK hat als Verein diesen Verträgen zugestimmt und trotzdem von der Stadt KL eine Minderung der Stadionmiete erhalten.
Hat der FCK wirklich aus freien Stücken zugestimmt? Gab es die Wahlmöglichkeit, nicht zu unterschreiben?
(ernstgemeinte Frage)
Wahrscheinlich gab es keine Wahlmöglichkeit.......

Aber wer hat denn den FCK in diese Lage gebracht?
FockeWulf
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Beitrag von FockeWulf »

klar sind 1,4 Mio allein betrachtet nicht die Welt. Aber ich höre jetzt schon wieder den Bund der Steuerzahler und alle Mainzer heulen und schimpfen. Das gibt wieder böses Blut! dann kommen wieder so Sprüche wie "Bevorzugung", "Privilegien" dadurch das der Landesvater Fan und Mitglied vom FCK ist usw. und blablabla. Aber wenn man die genauen Hintergründe (WM-Stadion etc.) nicht kennt, kann man natürlich kein Verständnis für einen Mieterlass auf Kosten der Steuerzahler haben. Deshalb sollte Beck die Hintergründe nochmal genaustens vermittlen, damit wir hier nicht wie ein Schnorrer-Verein darstehen und dadurch an Sympathie verlieren. :oops:
Zuletzt geändert von FockeWulf am 28.01.2009, 16:17, insgesamt 1-mal geändert.
wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Hallo Paul das ist ja alles richtig was Du schreibst, nur, daß im Wahlkampf manchen, ich sag mal vorsichtig, jedes Mittel Recht ist und ob dabei ein FCK über die Klinge springt, oder vielleicht nicht, ist denen vorrangig egal.
Die Typen wollen an die MACHT!!!!!!!
Die Schulden von 60Mio hat die Stadiongeschellschaft bzw. die Banken, das interessiert die machthungrigen im Wahlkampf nicht, es ist ein Zenario
das ich hier beschreibe, aber es kann real werden.

Ich Hoffe für Land Stadt und FCK, daß die Vernunft siegt, denn es ist das kleiner Übel mit Opption auf Rückführung der gesamt Verbindlichkeit.

Nochmal man darf aber in den Zeiten die jetzt anbrechen nicht blauäugig
davon ausgehen daß, das alles klatt läuft.
marxe
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Beitrag von marxe »

Es ist ja auch nur ein Mietstundung und kein Erlass! Wenn wir irgendwann können, müssen wir die zur Zeit erlassene Miete zurückzahlen.
Der Fussballstandord Kaiserslautern muss der Stadt sehr am Herzen liegen, denn noch ist der FCK das Aushängeschild, zwar etwas verwittert im Moment, aber das kann man mit einem eventuellen Aufstieg wieder aufpolieren.
Der Höhenflug des FCK zeigt der Stadt doch, das sie gut daran tut, die Miete im Moment zu stunden. Denn sollte der FCK Pleite gehen, würde sie von der aktuellen Minderung nichts mehr wiedersehen.
Die Stadt kriegt das bisher erlassene Geld, ja nur dann wieder, wenn der FCK wieder erfolgreichen Erstligafussball spielt. Und dafür muss man dann nochmal investieren, bzw. "leihen".
Der Höhenflug ein Argument pro weitere Stundung bei den aktuellen Verhandlungen.
Paul
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Beitrag von Paul »

Hallo wernerg1958,
ich versteh vollkommen deine Sichtweise, ehrlich. Und glaube mir, ich bin alles andere als sicher, dass die Stadt den nächsten (logischen) Schritt auf den FCK zugeht oder besser - mit dem FCK geht.

Dennoch hoffe ich auf weiter oben beschriebene Vernunftehe oder besser Schicksalsgemeinschaft.

Dass Politiker immer nur bis zur nächsten Wahl denken, sehe ich genauso, aber es gibt momentan durch die Entwicklung unter Kuntz/Ohlinger auch wirklich gute Argumente, mit dem FCK gemeinsam durch diese schweren Zeiten zu gehen.

@fckfans:
danke für das nette pdf, weitere gute Argumente für die Diskussionen mit Mainzer Bekannten.
Nur im Pälzer Bode hänn moi Haxe richdich Halt!
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wernerg1958

Beitrag von wernerg1958 »

Ja,Paul das hoffen wir alle, denke ich mal, ich halte es nur für wichtig, hier nicht Hura zu rufen, weil das gerade in diesem Wahljahr ein ganz heißes Eisen ist.
Ich möchte nur, daß wir alle nicht zu euphorisch sind.

Hoffen und Daumen drücken und an den richtigen Stellem pro FCK argimentieren, insbesonder da wo man negativ eingestellt ist.

Egal ob mit Arbeitskollegen am Stammtisch wo auch immer, das ist dann auch Wahlkampf, Wahlkampf für den FCK und somit für die befürworteten
Politiker sachlich, fundmentiert, überzeugen.

Dann versteht es hoffentlich auch der, der jetzt dagegen ist, und weis dann was er wählen muß, zum Wohle des FCK.
carpenoctem
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Beitrag von carpenoctem »

In Liga 2 braucht der Verein das Geld. Wenn ich mich nicht vertan hab kriegt der FCK nach aktuellem Stand ca. 4,5 Millionen Euro an TV-Gelder (aktueller Schlüssel).
Nicht gerade viel, wenn davon 1,8 Millionen abgehen für Miete (bleiben ja nurnoch 2,7 Millionen. Alternativ mal die 3,2 abgezogen blieben nur 1,3 Millionen.

Aber letzten Endes kann es garkeine Debatte geben ob in Liga 2 weiterhin Mietminderung gegeben wird. Frage ist nur: Auch in Liga 1?

Dort gibts nach aktuellem Schlüssel mindestens ca. 12,5 Millionen. Also ein Posten der deutlich größer ist. Warum also nicht Miete nach Vertrag? Um die Mannschaft in der Liga zu etablieren kann kein Argument sein. Etablieren will sich jeder Verein. Es muss also ein anderes Argument dafür geben, oder es muss nach Vertrag gezahlt.

Als verantwortlicher müsste ich sicherlich so denken. Ich persönlich kenne aber den Antrag nicht im vollen Umfang. Wer weiß wie das begründet wird...oder es die angesprochene offensive Verhandlungsposition
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