Hier noch ein ähnlicher Artikel aus der "Zeit" von heute, nur mit weniger Sarkasmus. Da wir solche Artikel nun wirklich schon öfters hatten, sehe ich mal von einem Eintrag im Pressespiegel und einem neuen Thread ab und setze ihn einfach in einen vorhandenen.
Anmerken sollte man noch, dass der Niedergang des FCK wirklich alle großen Zeitungen interessiert, und das mit Sicherheit nicht nur aus Sensationsgier. Ganz Fußball-Deutschland und viele Journalisten leiden ehrlich mit dem FCK mit, selbst Nicht-FCK-Fans, das wäre bei Wolfsburg, Wehen oder Cottbus sicher nicht so. Hier also der Artikel:
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Niedergang eines Traditionsvereins
Das Horror-Szenario in der Pfalz nimmt langsam Konturen an. Dem 1. FC Kaiserslautern droht der Abstieg aus der Zweiten Fußball-Bundesliga und damit der Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Der Ursprung für diesen traurigen Niedergang liegt bereits zehn Jahre zurück.
Eine ganze Region hängt an diesem Traditionsverein, der in seiner Geschichte vier deutsche Fußball-Meisterschaften feierte und spätestens nach der 2:3-Heimniederlage im Südwest-Derby gegen TuS Koblenz am Montagabend dem Abgrund immer näher kommt.
Als Tabellen-Sechzehnter hat der FCK vier Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Dabei sah es nach der Entlassung von Trainer Kjetil Rekdal am vierten Spieltag der Rückrunde und der Verpflichtung von Nachfolger Milan Sasic kurze Zeit so aus, als ob sich Kaiserslautern etwas gefangen hätte. Doch die Heimpleite gegen Koblenz hat der Hoffnung rund um den Betzenberg wieder einen Dämpfer versetzt. Das Chaos, das den Klub seit zehn Jahren immer wieder begleitet, geht weiter.
Der traurige Niedergang eines Klubs, der Spieler wie Fritz Walter, Hans-Peter Briegel oder Andreas Brehme hervorgebracht hat und dessen Festung "Betzenberg" europaweit gefürchtet war, nimmt paradoxer Weise ihren Lauf mit dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Der FCK feiert 1998 seine vierte deutsche Meisterschaft. Diesem Triumph kommt deshalb so besondere Bedeutung bei, weil die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel als Aufsteiger sensationell den Titel gewinnt.
Dieser Erfolg verschleiert bei den FCK-Verantwortlichen aber den Blick für die Realität. Hat der Verein gerade noch den Abstieg aus der Bundesliga verdaut, will er nach dem Sensations-Coup nachlegen und mit Liga-Größen wie dem FC Bayern München mithalten. Zur Saison-Eröffnungsfeier 1999/2000 steht Coach Rehhagel vor der Haupttribüne und verkündet stolz: "Euer Trainer hat euch einen Weltmeister gekauft." In die pfälzische Provinz kommt der kostspielige französische Weltmeister Youri Djorkaeff und mit ihm gleich Mario Basler vom FC Bayern. Fortan herrscht Großmannsucht in der Pfalz. (...)
Quelle und kompletter Text: http://www.zeit.de/news/artikel/2008/02/27/2484667.xml