EchterLauterer hat geschrieben:Rheinteufel2222 hat geschrieben:
Verdachtsfall soll wohl heißen, dass positive Tests vorliegen, man dem Ergebnis aber noch nicht so richtig traut.
Was immer das heißen soll: Es ist ein positiver Test und der löst etwas aus. Ein Nachtest ist in den Prozeduren nicht vorgesehen. Und ändert auch nichts an der Tatsache, daß ein positiver Test vorliegt. Und das ist ein Trigger, der etwas auslöst.
Daß aber immer Hinterausgänge gesucht werden sollen ...
Und was machen wir dann, wenn ein "Nachtest" negativ wird? Welcher war dann richtig? "Auf dem Betzenberg wird solange getestet, bis ein dem FCK genehmes Ergebnis erreicht ist? [frei nach W.Schäfer]
Und was machen wir, wenn ein Gegner die Namen der positiven wissen will und sagt, wenn der aufläuft, spielen wir nicht?
Bei dieser Art Test ist meines Wissens die Sensitivität (jemand mit Virus wird positiv getestet) 100%, da diese vergleichsweise leicht „anschlagen“, ist aber die Spezifität (jemand ohne Virus wird negativ getestet) vergleichsweise gering.
Lege ich die Werte von typischen HIV-Tests zugrunde (Sensitivität: 100%, Spezifität: 99,8%, einer von 6000 ist HIV positiv) erhalte ich:
Richtig positiv 1, falsch positiv 12, richtig negativ: 5987, falsch negativ 0.
Solange die Sensitivität 100% ist, heißt negativ, auch negativ. Bei diesen Zahlen heißt das letztlich, dass nur einer von 13 positiv getesteten tatsächlich positiv ist. Bin ich in diesem Fall positiv getestet, so ist sie Chance, tatsächlich infiziert zu sein, kleiner als 8%.
Gehe ich schon aus, dass einer von 100 Menschen Corona-positiv ist und die Spezifität und die Sensibilität so hoch sind, wie oben beschrieben, so ist man mit etwa 83% tatsächlich positiv nach einem positiven Test.
Bei einem von 300 oder einem von 500 verringert sich dies auf etwa 63% beziehungsweise 31%.