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FCK-Vorstandschef Gries: "Keine Sorge wegen nächster Saison" (Rheinpfalz)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
SEAN
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Beitrag von SEAN »

AlterFritz1945 hat geschrieben: Bzgl. der vorgenannten Spieler würde man den FCK wohl, ähnlich wie in der Tierwelt Gnadenhof nennen. Ist ja lächerlich, sich überhaupt mit solchen Spielern zu beschäftigen.
Mach die genannten Spieler nicht älter und schlechter als sie sind, und den stellenwert des FCK nicht höher und besser, als er ist.
Man kann keine jungen und talentierte ausbilden und damit viel Geld machen, wenn man sportlich keinen vernünftigen Stellenwert hat. Und den haben wir im Moment nicht. Den hat und hatte z.B. Freiburg, die über Jahre mindestens in der Top-Grupppe der zweiten, überwiegend in der ersten Liga spielen. Dort wird den jungen Spielern auch eine gewisse Anforderung gestellt, die wir aktuell nicht bieten können. Um den Verein auf ein gewisses sportliches Level zu heben, braucht man auch Spieler mit Erfahrung und guter Qualität, um in der Tabelle zu klettern und die Anforderungen an die Spieler hoch zu bringen.
Da wo wir jetzt stehen können wir nie entwicklungsfähige Spieler so lange halten, das sie einen zweiten oder dritten Schritt in der Entwicklung machen, folglich müssen wir die dann grundsätzlich in einem tieferen und für andere Vereine kostengünstigeren Level abgeben.
Das ist auch der Unterschied bei den von dir genannten Leipzigern. Die hatten in der anfangsphase auch erfahrenere Spieler, und je höher sie in den Ligen aufgestiegen sind, je jünger wurden die SPieler.
Am Anfang hatten die in der Regionalliga Spieler wie Hertsch, Schulz, Lagerblom, Frommer, Paskal Borell, Rockenbach oder Tim Sebastian geholt, die haben die Mannschaft zum Aufstieg gebracht, und wurden alle wieder aussortiert. Da war kaum einer unter 26-27 Jahre alt.
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!
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Beitrag von ! »

Wenn ein Verein Geld hat dann hat er auch mehr Möglichkeiten seine Talente zu halten. Wenn wir nicht mehr auf Spielerverkäufe angewiesen sind dann bleiben Spieler wie Orban, Heintz, Zimmer, Müller, Koch, Pollersbeck, Zoller..... auch im Verein. Und hätten wir diese Spieler plus vielleicht noch Demirbay oder Younes (die man hätte kaufen können), wäre das eine Mannschaft die für die 2. Liga schon fast Aufstiegsfavorit wäre.
->Pro Ausgliederung, pro Investoren, pro Profifußball in KL<-
Troglauer

Beitrag von Troglauer »

Rheinteufel2222 hat geschrieben:"Investor oder Regionalliga" ist ein schöner, knackiger Slogan, aber ob der wirklich wörtlich zu nehmen ist? Ich bin davon noch nicht wirklich überzeugt.

Überzeugt bin ich durchaus davon, dass es ohne Investor sehr schwer wird und das ein Investor vieles leichter macht. Ich bin auch davon überzeugt, dass uns ohne Investor langfristig die Möglichkeit der Regionalliga droht. Aber das die Regionalliga in dem Fall quasi die unvermeidbare Folge wäre geht mir dann doch etwas zu weit.

Die Aussage von Gries mit den Alternativen, die man finden müsste, wenn es mit dem strategischen Partner bis Ende dieses Jahres nicht klappt, deutet ja auch an, dass man auch beim Vorstand vom mindestens theoretischen Bestehen alternativer Lösungen ausgeht.
Wie ich weiter oben schon geschrieben habe, denke ich nicht, dass es sich hier nur um einen knackigen Slogan handelt.

Es wäre doch auch mehr als merkwürdig, wenn der Vorstand so ein Szenario an die Wand malt und dann sagt, ach ja stimmt, wir haben auch noch einen Plan B, der funktioniert auch gut ohne die Abgabe von Teilen der Selbstbestimmung des Vereins.

Es gab im Übrigen ja auch so eine Art Plan B. Das war der Plan des alten Vorstands und der hat, wie man sehen konnte, nicht funktioniert.

Es gibt eine Konstante beim alten und beim neuen Vorstand. Alle sind sich darin einig, dass der FCK mit diesen Strukturen in der 2. Liga auf Dauer nicht überlebensfähig ist. Jeder Plan B müsste also relativ kurzfristig (ca. 2-3 Jahre)zum Aufstieg führen.

Wie das ohne deutlich mehr Kapital funktionieren soll, erschließt sich mir nicht und dem Vorstand offensichtlich auch nicht. Zumal die Belastungen für den FCK in der Zukunft nicht kleiner, sondern eher größer werden. Wo dieses zusätzliche Kapital bei einem Plan B dann herkommen soll, sehe ich auch nicht. Mit Sparmaßnahmen kann man höchstens ein paar Löcher stopfen.

Deswegen bin ich mir leider relativ sicher, dass es keinen Plan B gibt, zumindest keinen, in dem der FCK weiter Profifußball spielt.
SEAN
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Beitrag von SEAN »

Troglauer hat geschrieben: Deswegen bin ich mir leider relativ sicher, dass es keinen Plan B gibt, zumindest keinen, in dem der FCK weiter Profifußball spielt.
Ich denk schon, das es einen Plan B gibt. Das könnte z.B. die Abmeldung der zweiten sein, das dürfte geschätzte 2 Mios im Jahr frei machen. Allerdings schmeißt das dann auch den Plan von einem Ausbildungsverein über den haufen. Zu viele entwickeln sich erst jenseits der 20 Jahre, zu viele Talente würden zu früh gehen, zu viele Talente aus der Region würden erst garnicht kommen, da der "Puffer" zweite Mannschaft weg wäre.
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Hernan-Cortes
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Beitrag von Hernan-Cortes »

asdf hat geschrieben:Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein normales Investment funktioniert bei uns. Ein Investor müsste ja mal mindestens 30-40 Mio zur Verfügung stellen, denn es reicht ja nicht aus einfach aufzusteigen. Das Investment funktioniert nur wenn wir auch erstklassig bleiben. Dafür ist dann glaub ich die Rendite zu klein. Daher sinds aus meiner Sicht drei Investorentypen, die machbar wären:

1.) Modell russischer Milliardär mit zu viel Tagesfreizeit: Wo das endet sehen wir bei 1860. Das würde glaub ich auch niemals eine Mehrheit erreichen

Model 60 München? Wenn du schon russischen Milliarder vergleichen willst, dann vergleiche doch gleich mit Chelsea. Bei 60 ist es ein Araber.
FCK58
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Beitrag von FCK58 »

Ich denke doch, dass es einen "Plan B" gibt: So lange weiter wurschteln, bis sich "Plan A" auch nur halbwegs umsetzen lässt.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
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AlterFritz1945
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Beitrag von AlterFritz1945 »

SEAN hat geschrieben:
AlterFritz1945 hat geschrieben: Bzgl. der vorgenannten Spieler würde man den FCK wohl, ähnlich wie in der Tierwelt Gnadenhof nennen. Ist ja lächerlich, sich überhaupt mit solchen Spielern zu beschäftigen.
Mach die genannten Spieler nicht älter und schlechter als sie sind, und den stellenwert des FCK nicht höher und besser, als er ist.
Man kann keine jungen und talentierte ausbilden und damit viel Geld machen, wenn man sportlich keinen vernünftigen Stellenwert hat. Und den haben wir im Moment nicht. Den hat und hatte z.B. Freiburg, die über Jahre mindestens in der Top-Grupppe der zweiten, überwiegend in der ersten Liga spielen. Dort wird den jungen Spielern auch eine gewisse Anforderung gestellt, die wir aktuell nicht bieten können. Um den Verein auf ein gewisses sportliches Level zu heben, braucht man auch Spieler mit Erfahrung und guter Qualität, um in der Tabelle zu klettern und die Anforderungen an die Spieler hoch zu bringen.
Da wo wir jetzt stehen können wir nie entwicklungsfähige Spieler so lange halten, das sie einen zweiten oder dritten Schritt in der Entwicklung machen, folglich müssen wir die dann grundsätzlich in einem tieferen und für andere Vereine kostengünstigeren Level abgeben.
Das ist auch der Unterschied bei den von dir genannten Leipzigern. Die hatten in der anfangsphase auch erfahrenere Spieler, und je höher sie in den Ligen aufgestiegen sind, je jünger wurden die SPieler.
Am Anfang hatten die in der Regionalliga Spieler wie Hertsch, Schulz, Lagerblom, Frommer, Paskal Borell, Rockenbach oder Tim Sebastian geholt, die haben die Mannschaft zum Aufstieg gebracht, und wurden alle wieder aussortiert. Da war kaum einer unter 26-27 Jahre alt.
Du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden.
Es geht darum, dass man mit Geld !!!(und das haben wir nicht !!) Perspektivspieler kaufen und !! halten kann, weil diese merken, dass in dem betreffenden Verein etwas wachsen soll und sie daran teilhaben können.
Das Freiburg-Modell ist auch top. Wir sind aber mittlerweile, so glaube ich, auch auf einem guten Weg. Nur - wir müssen auch finanziell erst mal wieder auf ein tragfähiges Niveau kommen.
Altlasten los werden, laufende Kosten in vernünftige Bahnen lenken etc.
Das ist für den Vorstand eine Herkulesaufgabe, und die Herren sind nicht zu beneiden, zumal sie ja nicht für diese Bredouille verantwortlich sind.
Troglauer

Beitrag von Troglauer »

SEAN hat geschrieben: Ich denk schon, das es einen Plan B gibt. Das könnte z.B. die Abmeldung der zweiten sein, das dürfte geschätzte 2 Mios im Jahr frei machen. Allerdings schmeißt das dann auch den Plan von einem Ausbildungsverein über den haufen. Zu viele entwickeln sich erst jenseits der 20 Jahre, zu viele Talente würden zu früh gehen, zu viele Talente aus der Region würden erst garnicht kommen, da der "Puffer" zweite Mannschaft weg wäre.
So eine Maßnahme wäre in meinen Augen klassisches Totsparen. Du schreibst es ja auch selbst völlig richtig.
Natürlich könnte man das schlimmste Szenario noch eine gewisse Zeit rauszögern aber aufhalten kann man es dann wohl kaum noch.
ix35

Beitrag von ix35 »

@AlterFritz
Deine Beiträge hier in diesem Thread treffen meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf. :applaus: Ich bin auch der Meinung wir müssen auf junge, leistungswillige Spieler bauen die sich bei uns entwickeln können und eine Perspektive für sich sehen und langfristig beim FCK bleiben wollen. Ich halte auch nichts davon abgeranzte Spieler zu holen die fußballerisch ihren Leistungszenit schon lange überschritten haben und jetzt auf ihrer Abschiedstour noch mal kräftig absahnen wollen und die Hände aufhalten ohne den sportlichen Gegenwert zu erbringen.
SEAN
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Beitrag von SEAN »

AlterFritz1945 hat geschrieben: Du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden.
Es geht darum, dass man mit Geld !!!(und das haben wir nicht !!) Perspektivspieler kaufen und !! halten kann, weil diese merken, dass in dem betreffenden Verein etwas wachsen soll und sie daran teilhaben können.
Das Freiburg-Modell ist auch top. Wir sind aber mittlerweile, so glaube ich, auch auf einem guten Weg. Nur - wir müssen auch finanziell erst mal wieder auf ein tragfähiges Niveau kommen.
Altlasten los werden, laufende Kosten in vernünftige Bahnen lenken etc.
Das ist für den Vorstand eine Herkulesaufgabe, und die Herren sind nicht zu beneiden, zumal sie ja nicht für diese Bredouille verantwortlich sind.
Und Du hast meinen nicht verstanden.
Wir werden nie wieder höher als zweite Liga spielen, wenn wir nur auf junge Talente bauen. Wir sind schlichtweg nicht in der Lage, die Talente zu holen, die dafür soweit sind, uns sportlich in die Bundesliga zu bringen. Und ohne Bundesliga werden wir auch nie finanziell in der Lage dafür sein. Dafür brauchen wir Erfahrung im Kader, die den jungen Talenten den Rücken freihalten, die nötige Klasse in den Kader bringen. Dazu gehören auch Spieler im Alter und der ehemaligen Klasse wie Baumjohann, Sam oder Ilicevic. Ob das genau diese Spieler sein müssen, darüber kann man diskutieren, aber ohne solche gehts nicht. Nimm mal dauerhaft in der Rückrunde Ewerton aus der IV und ich bin mir sicher, das ein Talent wie Koch gewaltig abbaut und wir wieder viel mehr Tore kassieren.
Talente die noch keine Führungskräfte, wie ein Orban damals, sind, brauchen solche neben sich, die ihnen zeigen wie der Hase läuft. So ein Orban wäre heute noch in der Regionalliga, wenn er nicht 2 Jahre von erfahrenen Spielern wie Amedick, Torrejon, Simunek oder Abel gelernt hätte. Auch die vier waren nicht mehr auf höchster Qualität, haben aber den jungen um Orban und Heintz die tricks zeigen können. Im Training geben nicht nur die Trainer Anweisungen, sondern auch die Platzhirsche, die Führungsspieler, die einiges an Erfahrung vorweisen können. Die jungen brauchen welche, an denen sie hochsehen können.
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Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

@SEAN:
:daumen: Volle Zustimmung. Aber das Verhältnis sollte stimmen. Nicht zu viele "alte Säcke"
Jetzt geht's los :teufel2:
lolboy205
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Beitrag von lolboy205 »

Wieso macht man ncht so eine Rundfrage welcher sponsor am besten ist weil ich finde viele würden gerne mitreden. :teufel2:
lolboy205
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Beitrag von lolboy205 »

Miggeblädsch hat geschrieben::daumen: Volle Zustimmung. Aber das Verhältnis sollte stimmen. Nicht zu viele "alte Säcke"
:daumen:
da muss ich recht geben
SEAN
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Beitrag von SEAN »

Miggeblädsch hat geschrieben: :daumen: :daumen: Volle Zustimmung. Aber das Verhältnis sollte stimmen. Nicht zu viele "alte Säcke"
Natürlich muß das Verhältnis stimmen. Für mich persönlich ist das perfekte Verhältnis
- ein Innenverteidiger
- ein defensiver Mittelfeldspieler
- ein offensiver Mittelfeldspieler und vieleicht
- ein Stürmer
auf dem Spielfeld.
Da bleiben mit dem Torwart (den der IV mit anweisen kann) 7 Positionen für die Talente. Der DM organisiert die Rückwärtsbewegung, der OM die Vorwärtsbewegung und der Stürmer die Situationen im Strafraum. So blockiert man keine Position fix für ein Talent, da die "alten Säcke" auf Postitionen spielen, die normalerweise immer doppelt auf dem Feld besetzt sind.
Das würde auch der zweiten Mannschaft sehr gut tun, ein Grund, warum für mich ein Spieler der Kategorie Dick kein Fehler für die zweite wäre, und dieser im Notfall bei der ersten aushelfen könnte.
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Schlabbefligger
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Beitrag von Schlabbefligger »

:teufel2: Auch wenn das Thema nur indirekt zur aktuellen finanziellen Sutuation des FCK passt, stellt doch die Aktion "Growdfunding" auf die Seite aktuell, damit Werbung gemacht wird für die einmalige Sache.
ChrisW
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Beitrag von ChrisW »

Wir sind doch nicht wirklich so naiv zu glauben, dass ein Investor Geld reinpumpt, ohne ein Mitspracherecht einzufordern. Und zwar ein erhebliches. Ich frage mich nur, wer investiert in einen Verein in der Westpfalz? Welche Vorteile sieht er da für sich? Da ist die Region München oder Hamburg doch ein ganz anderes Pfund. Es kann nur jemand werden, der sich einen Fußballverein "halten" will (so wie die Basketball-Clubs in den USA) und der FCK wäre zufällig "frei". Alle anderen Szenarien halte ich für unzutreffend. Vielleicht haben wir Glück, und sind bei den ersten, die sich "verkaufen" müssen. Wenn nämlich andere Großstädte dazu kommen (und das wird definitiv in den nächsten Jahrzehnen so sein), dann haben wir gegen ein Nürnberg, Dresden, Düsseldorf... eh keine Chancen mehr. Vielleicht fängt der frühe Vogel doch noch einen Wurm, bevor er von den Großen gefressen wird.
AlterFritz1945
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Beitrag von AlterFritz1945 »

SEAN hat geschrieben:
AlterFritz1945 hat geschrieben: Du hast meinen Beitrag nicht richtig verstanden.
Es geht darum, dass man mit Geld !!!(und das haben wir nicht !!) Perspektivspieler kaufen und !! halten kann, weil diese merken, dass in dem betreffenden Verein etwas wachsen soll und sie daran teilhaben können.
Das Freiburg-Modell ist auch top. Wir sind aber mittlerweile, so glaube ich, auch auf einem guten Weg. Nur - wir müssen auch finanziell erst mal wieder auf ein tragfähiges Niveau kommen.
Altlasten los werden, laufende Kosten in vernünftige Bahnen lenken etc.
Das ist für den Vorstand eine Herkulesaufgabe, und die Herren sind nicht zu beneiden, zumal sie ja nicht für diese Bredouille verantwortlich sind.
Und Du hast meinen nicht verstanden.
Wir werden nie wieder höher als zweite Liga spielen, wenn wir nur auf junge Talente bauen. Wir sind schlichtweg nicht in der Lage, die Talente zu holen, die dafür soweit sind, uns sportlich in die Bundesliga zu bringen. Und ohne Bundesliga werden wir auch nie finanziell in der Lage dafür sein. Dafür brauchen wir Erfahrung im Kader, die den jungen Talenten den Rücken freihalten, die nötige Klasse in den Kader bringen. Dazu gehören auch Spieler im Alter und der ehemaligen Klasse wie Baumjohann, Sam oder Ilicevic. Ob das genau diese Spieler sein müssen, darüber kann man diskutieren, aber ohne solche gehts nicht. Nimm mal dauerhaft in der Rückrunde Ewerton aus der IV und ich bin mir sicher, das ein Talent wie Koch gewaltig abbaut und wir wieder viel mehr Tore kassieren.
Talente die noch keine Führungskräfte, wie ein Orban damals, sind, brauchen solche neben sich, die ihnen zeigen wie der Hase läuft. So ein Orban wäre heute noch in der Regionalliga, wenn er nicht 2 Jahre von erfahrenen Spielern wie Amedick, Torrejon, Simunek oder Abel gelernt hätte. Auch die vier waren nicht mehr auf höchster Qualität, haben aber den jungen um Orban und Heintz die tricks zeigen können. Im Training geben nicht nur die Trainer Anweisungen, sondern auch die Platzhirsche, die Führungsspieler, die einiges an Erfahrung vorweisen können. Die jungen brauchen welche, an denen sie hochsehen können.
Schon wieder falsch. Ich habe nicht behauptet- alle alten Spieler raus, nur noch junge Leute holen. Aber unsere etablierten Spieler haben mittlerweile auch eine gewisse Erfahrung.
Dazu noch junge entwicklungsfähige Spieler (ich rede nicht von 18-20 jährigen), aber Leipzig macht es vor, indem sie keine Spieler über 23 Jahre neu verpflichten.
Ich habe auch nichts dagegen wenn uns der ein oder andere gestandene ältere Spieler verstärkt, aber bitte keinen, der in den letzten Jahren von Verein zu Verein durchgereicht wurde, oder mehr im Reha-Zentrum verbracht hat als auf dem Platz.
Z.B. Baumjohann. Mag er noch so ein guter Spieler sein, aber er ist halt extrem verletzungsan-fällig.
Wenn ältere Spieler, dann erfahrene Kämpen, die in anderen Vereinen langfristig was gezeigt haben.
So einer wie Mujdza zum Beispiel.
Dass er nun ausgerechnet, wo er eigentlich rel. selten verletzt war, sich ausgerechnet bei uns eine längere Verletzung zuzieht, ist natürlich ausgesprochenes Pech.
Für mich aber immer noch für die 2. Liga ein Top-Spieler und kein Wandervogel.
Und zum Schluss, bevor wieder der Einwand kommt - können wir uns nicht leisten.
Der Ansatz war, - vorausgesetzt ! - es findet sich ein Investor, der das Geld für die jungen Topspieler zur Verfügung stellt. Alles andere wollte ich gar nicht diskutieren.
DerRealist
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Beitrag von DerRealist »

Wenn sich nicht soviele mit der Floskel "in guten wie in schlechten Zeiten" in die eigene Tasche lügen würden und dem Verein auch in schweren Zeiten beiständen, wäre über die Zuschauer schonmal Geld mehr rekrutiert worden. Stadion, etc.
Aber das Alleinstellungsmerkmal, das FCK-Fans in ihrer Vergangenheits-Arroganz öfters mit sich herumtragen, ist schon lange keines mehr. In diesem Verein hat jeder, der sich schnöde abgewendet hat, seinen Anteil daran. Jeder. Es sind nicht immer nur "die da oben". Den die da unten haben und hatten in der Vergangenheit schon einiges bewegt und "Regime" gestürzt.
Mit ihrer Müdigkeit und Sattheit flog den Fans nach 98 der Bums mit um die Ohren.
Es wurde früher immer und das hat uns stark gemacht, gepredigt, dass es eine Einheit ist.
Als es aber ernst wurde, und richtig scheisse und jahrelang schlimm, waren es nur noch die da oben,
und von Einheit (auch im Schlechten) wollte niemand mehr was wissen.

So wird der "kommende" oder "drohende" Investor fast als ultima ratio verkauft und verheißt eine Zukunft. Wirklich? Bedeutet Geld, dass es dem Verein besser geht und alles gelingt? Es gibt genug Negativ-Beispiele. Das ist ein Klammern an ein Strohhalm und man sollte tunlichst daran arbeiten, ein Mehr-Säulen-Modell zu entwickeln, bei dem der Investor, wenn sich einer erbarmt, ein TEIL davon ist, aber nicht DER EINZIGE TEIL, auf dem Rom gegründet wird.
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

ChrisW hat geschrieben:Wir sind doch nicht wirklich so naiv zu glauben, dass ein Investor Geld reinpumpt, ohne ein Mitspracherecht einzufordern. Und zwar ein erhebliches. Ich frage mich nur, wer investiert in einen Verein in der Westpfalz? Welche Vorteile sieht er da für sich? Da ist die Region München oder Hamburg doch ein ganz anderes Pfund. Es kann nur jemand werden, der sich einen Fußballverein "halten" will (so wie die Basketball-Clubs in den USA) und der FCK wäre zufällig "frei". Alle anderen Szenarien halte ich für unzutreffend. Vielleicht haben wir Glück, und sind bei den ersten, die sich "verkaufen" müssen. Wenn nämlich andere Großstädte dazu kommen (und das wird definitiv in den nächsten Jahrzehnen so sein), dann haben wir gegen ein Nürnberg, Dresden, Düsseldorf... eh keine Chancen mehr. Vielleicht fängt der frühe Vogel doch noch einen Wurm, bevor er von den Großen gefressen wird.
Ich finde es immer wieder interessant, wie naiv sich viele das Geschäft rund um den Fußball vorstellen. Einige der Vielschreiber hier hätten damit ohne weiteres die Qualifikation als POTUS nachgewiesen, die ja mit Zoppo Trump neu kalibriert wurde.
Die Suche nach möglichen Sponsoren stellt sich ja jedes Jahr neu und wird mit der Verweildauer in der 2. Liga immer schwieriger, da die Werbeattraktivität des Namens und der Bilder sehr stark von der Medienpräsenz abhängt. Die ist seit geraumer Zeit im Sinkflug und einen richtigen Großen und Überregionalen hatten wir seit der DVAG nicht mehr, denn auch Latschenkiefer war leider nur ein temporärer Ausrutscher, der sich aus einer Nische heraus in den zumindest nationalen Fußball verirrt hatte. Hier beißt sich leider die Katze in den Schwanz, ohne Erstligapräsenz kein potenter Werbepartner, ohne potenten Werbepartner keine Erste Liga. Das wäre nur zu durchbrechen, wenn jemand eine langfristige Partnerschaft eingehen würde, aber leider - und das sieht man ja auch am immer wieder am in die Diskussion eingeworfenen Stadionnamen- nicht ausreichend, um den Aufstieg und Verbleib in der ersten Liga zu erzwingen. Wir haben ja so einen Partner z.B. mit Karlsberg, der allerdings sich diese Partnerschaft auch mit dem Biermonopol bezahlen lässt. Karlsberg hat diese strategische Partnerschaft sich auch schon viele Jahre mit einem AR Posten abgesichert, der verhindert andere ggf. attraktivere Partner (auch bundesweit) einzubinden. Andere Felder bei denenmit und durch den FCK Geld zu verdienen wäre, ist das Merchandising, aber da haben wir leider mit Uhlsport auch nicht gerade einen Big Player oder die Medienvermarktung, aber auch da sind wir durch den Vertrag mit Lagadère und die schon verbratene Signing Fee langfristiger gebunden.
Kuntz versuchte den Re-Wiederaufstieg mit einer kreditfinanzierten Geldspritze zu erzwingen und scheiterte grandios, weil weder Spieler und/oder Trainer, noch Organisation für die letzte Hürde ausreichend Qualität mitbrachten.
Ein Investor, d.h. jemand der aus primär monetären Erwägungen sein Geld (viel Geld) in den Verein steckt, steht aber nicht einfach so zur Verfügung. Sicherlich gibt es Investoren, die bereit sind nicht unerhebliche Summen in mehr oder weniger erfolgversprechende Geschäfte zu stecken, aber weder Rendite, noch mögliche Steuerersparnisse lassen ein Invest in Fußball als lohnend erscheinen. Solange es rentierlicher erscheint, die über den Globus wandernden Geldströme in Palmöl, Schrottimmobilien, Kreuzfahrtschiffen oder Schweinehälften zu stecken, solange wird der FCK vergeblich versuchen mit nicht unerheblichen Renditeversprechen Investoren anlocken. Schade ums Geld....
Am Ende scheint es doch wohl nur die Alternative übrig zwischen den Modellen 1860 oder Brauseclub, in der einfach nur der der Name oder das Ego eines Produkts, einer Person in den Focus gestellt wird und der Fußball und der Club eigentlich nur Mittel zum Zweck sind. Hoffentlich nicht!
Der FCK hat noch eine andere Alternative, die sich lohnen würde einmal näher zu untersuchen:
Sowohl Betzeanleihe, die Beitragsanpassung und auch das Crowdfunding zeigen, die Mitglieder und Fans des FCK wären auch zu einer Finanzierung aus sich selbst heraus motiviert und wahrscheinlich auch fähig.
Voraussetzung wäre allerdings auch eine entsprechende Reorganisation und Neuaufstellung des Vereins.
Hier war die plakative Aussage 'Bundes- oder Regionalliga' sicher nicht hilfreich, denn außer Verunsicherung hat sie nichts gebracht. Gries rudert ja schon wieder zurück und spricht von Alternativen zum Investor. Voraussetzung ist erst einmal wieder Vertrauen in ein seriöses Finanzmangement zu schaffen, das Problem Betzeanleihe frühzeitig zu lösen, Altlasten und Knebelverträge zu bereinigen und dann einen Plan zur Eigenfinanzierung aufzustellen. So schlecht sind die Voraussetzungen nicht. Gries sagt es ja, kurzfristig wird der neue TV Vertrag helfen, die Ausgliederung in eine Mitgliederkapitalgesellschaft wäre möglich, die Betzeanleihe könnte in eine Wandeleinleihe umgeschuldet werden, ein Aufstieg aus eigener Kraft in einem überschaubaren Zeitraum hält Stöver und Meier ja auch für möglich. Schon bei aufkeimendem sportlichem Erfolg wäre auch die Wende bei den Zuschauern zu erwarten und damit auch ein neuer Anlauf in der Stadiondiskussion leichter.
Hasta la Victoria - siempre!
DerRealist
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Beitrag von DerRealist »

Mac41 hat geschrieben: Der FCK hat noch eine andere Alternative, die sich lohnen würde einmal näher zu untersuchen:
Sowohl Betzeanleihe, die Beitragsanpassung und auch das Crowdfunding zeigen, die Mitglieder und Fans des FCK wären auch zu einer Finanzierung aus sich selbst heraus motiviert und wahrscheinlich auch fähig.
Echt? Reden wir von denselben Fans, die alle total vergrault wurden und bei denen Gries "die Klinken putzen muss", nur damit sie sich wieder überhaupt annähernd bequemen ins Boot zu kommen?
Und die sollen ihren Verein wieder und immer wieder mitfinanzieren? Wo soll das Vertrauen herkommen? Zumal sich soviele abgewendet haben und es nicht mal mehr ins Stadion schaffen. Sei es aus Faulheit oder aus "das tu ich mir nicht mehr an". Es ist doch egal, wer da oben in deren Augen "wurschtelt". Das Grundmisstrauen ist da und die Beziehung nachhaltig gestört.
Und in so einer Phase sollen FCK - Fans mit ihrem Geld größtendimensional helfen? Das wäre zu schön, um wahr zu sein - nur an diesen Fall kann ich wirklich nicht glauben. Damit sich das rentiert, müssten eine richtig große Masse bereit sein dafür. Die wird man aber nicht mehr zusammenbekommen.
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Beitrag von Betze_FUX »

Ich glaube auch dass das in der momentanen Situation eher utopisch ist. Zumal ja einige schon in die Anleihe eingezahlt haben und um ihre Rückzahlung bangen müssen bzw. diese der Verein grade am Bein hängt.

Andererseits glaub ich aber, dass, wenn Gries und Co so weiter arbeiten sich wieder ein gewissen Vertrauensverhältnis aufbaut.
Dann kann man mal wieder darüber nachdenken.

Derzeit wird sehr vieles äußerst kritisch hinterfragt und beäugt. logische Konsequenz.
Aber das ist der Rucksack den Hr. Klatt/Gries übernommen haben...
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Mac41 hat geschrieben:
Am Ende scheint es doch wohl nur die Alternative übrig zwischen den Modellen 1860 oder Brauseclub, in der einfach nur der der Name oder das Ego eines Produkts, einer Person in den Focus gestellt wird und der Fußball und der Club eigentlich nur Mittel zum Zweck sind. Hoffentlich nicht!

Der FCK hat noch eine andere Alternative, die sich lohnen würde einmal näher zu untersuchen:
Sowohl Betzeanleihe, die Beitragsanpassung und auch das Crowdfunding zeigen, die Mitglieder und Fans des FCK wären auch zu einer Finanzierung aus sich selbst heraus motiviert und wahrscheinlich auch fähig.
Voraussetzung wäre allerdings auch eine entsprechende Reorganisation und Neuaufstellung des Vereins.
Die Frage ist ob diese Alternative Sinn ergibt in einer Fussballwelt die zusehens und immer verstärkter bald auch in D nur übers Geld geregelt wird?

Es ist schön wenn FCK Fans beteiligt sind am NLZ und dort selbst mit anpacken.
Das stiftet Identität und macht den Verein lebbar.

Und trotzdem ist man nicht konkurrenzfähig wenn andere für 30 Millionen Zentren bauen können und alle Bedarfe in kurzer Zeit abdecken können.

Letztlich ist es aus meiner Sicht nur eine andere Sichtweise.
Die Leipziger sehen RB auch als IHREN Club an, ob der regiert wird von Brause oder Trump oder sonst wem.
Nur dort freut man sich über die gegebenen Chanchen die endlich da sind und ergriffen werden, während wir nur Gefahren und Nachteile sehen!
Das Beispiel 1860 wird gebetsmühlenartig aufgezeigt, dabei gibt es 100 andere die gut und viel besser laufen.

In USA sind alle Teams aller Sportarten in Besitzerhand.
Sind die Cowboys deswegen ein Retortenteam, trotz deren riesen Geschichte im Football?

Mir persönlich ist es egal ob der FCK Vorstandsvorsitzende Kuntz auf der Tribüne sitzt oder Abramovic, der ja nichts anderes darstellt.
Stimmt die Leistung nicht werden beide ausgepfiffen und lautstark kritisiert.
Ist man mit Entscheidungen nicht einverstanden werden keine Karten und Trikots gekauft, so steuert der Fan und Kunde den Verein ohnehin auch heute am meisten!

Die riesige Geschichte des FCK nimmt uns doch niemand und unterscheidet uns von 6 Jahre alten Retorten die das auch weiterhin bleiben werden, während der FCK selbst mit drei Scheichs ein Traditionsverein bleiben würde genau wie Liverpool!
Ein Investor könnte z. B. das FCK Museum indem diese Geschichte dargelegt wird auch endlich mal würdig ausbauen. Da würde man sicher auch stolz darauf sein!

Zudem geht es Investoren auch nicht immer um Rendite.
Viele haben natürlich auch ein Ego oder persönliche Interessen die befriedigt werden wollen und eine Rolle spielen.
Abramovic stand kurz davor Gladbach zu kaufen, sicher auch ein Fussballprovinzverein eben mit Geschichte.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
Mac41
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Beitrag von Mac41 »

DerRealist hat geschrieben: Und in so einer Phase sollen FCK - Fans mit ihrem Geld größtendimensional helfen? Das wäre zu schön, um wahr zu sein - nur an diesen Fall kann ich wirklich nicht glauben. Damit sich das rentiert, müssten eine richtig große Masse bereit sein dafür. Die wird man aber nicht mehr zusammenbekommen.
Ich weis ja nicht wieviel du mit größtendimensional meinst, aber ich würde gerne mal einen Businessplan sehen, bei dem die Summen der "Eigenkapitalerhöhung" und deren Verwendung dargelegt sind. Einfach mal so 30 Millionen in die Luft zu werfen... Danke, das ist kein Plan, das ist Dummschwätzerei.
Ein NLZ auszubauen, das Stadion zurückzukaufen, auch das ist noch kein Businessplan, denn mir fehlt da immer noch die Erklärung warum. Glaubt denn wirklich einer, wegen der blinkenden Duschen entwickelt sich C-Jugendlicher zum A-Nationalspieler?
Ok es gibt Basic's die es zu schaffen gilt, aber darüber hinaus sind auch andere -nicht monetäre Faktoren- entscheidend für den Erfolg.
Ich - wie viele andere auch, halte es für eine garnicht mal so schlechte Idee, erst einmal zu sagen was man überhaupt tun will, wo man hin will und warum das ganze, bevor man einfach mal eine Zahl in die Luft wirft und sagt ohne das spielen wir in 3 Jahren Regionalliga.
Bei mir um die Ecke ist ein Traditionsverein, der hat ein kleines, von den Mitgliedern teilweise selbst gebautes Stadion mit vielen Stehplätzen, er liegt im wirtschaftlich am stärksten gebeutelten Bezirk des Stadtgebietes, hat harte Konkurenz von anderen Profivereinen in direktem Umfeld, und doch gelingt es ihm mit bescheidenerem Budget als der FCK, zumindest im oberen Drittel der 2. Liga zu spielen und seine Zuschauer zu begeistern. Ich persönlich brauche keinen FC Hollywood und steh auf ehrlichem Fußball.
Hasta la Victoria - siempre!
WernerL
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Beitrag von WernerL »

Mac41 hat geschrieben: Ich weis ja nicht wieviel du mit größtendimensional meinst, aber ich würde gerne mal einen Businessplan sehen, bei dem die Summen der "Eigenkapitalerhöhung" und deren Verwendung dargelegt sind. Einfach mal so 30 Millionen in die Luft zu werfen... Danke, das ist kein Plan, das ist Dummschwätzerei.
Ein NLZ auszubauen, das Stadion zurückzukaufen, auch das ist noch kein Businessplan, denn mir fehlt da immer noch die Erklärung warum.
Der FCK wollte auch nicht mit 30 Millionen um sich werfen sondern das NLZ mit den notwendigsten Bauten ausstatten, die wiederum schlicht ein Wettbewerbsfaktor sind im Kampf um die Jugend.
Als Familienvater der die Auswahl hat zwischen mehreren Nachwuchszentren, ob Mainz oder Hoffenheim oder FCK gewinnt auch der persönliche Eindruck den man hat und die gute bedingungen die man bieten kann.
Aber es stimmt, mehr als drei Sterne kann man nicht bekommen!

Der Stadionrückkauf hat schlicht was mit den eingesparten Kosten zu tun.
Leipzig kauft jetzt auch das Stadion mal locker auf um die Miete zu sparen! Dieser Faktor müsste gerade dir sehr einleuchten!

Und zur Frage ehrlicher Fussball:
Ich bin mehr denn je der Meinung, dass wir uns da fast alle einfach in die eigene Tasche lügen?
Was ist ehrlicher Fussball im Profigeschäft?
Der FCK konnte früher Spieler kaufen weil man ein eigenes Stadion hatte und mehr Geld hatte für unsere Verhältnisse.
Es stimmt, früher war das alles nur nicht so offensichtlich, die Höchstgehälter noch deutlich niedriger.
Trotzdem gings auch schon vor 40 Jahren nur ums Geld! Die Spieler wurden weniger durch berater angestachelt schnell für hohes Gehalt zu wechseln.

Es wurde doch mehrfach beschrieben, dass man selbst in den unteren Ligen bereits durchkommerzialisiert.
Vereine die bessere Sponsoren haben werben auch da Spieler aus Nachbarortschaften weg indem Spritgeld oder Ausrüstung bezahlt werden. Das fällt eben nur nicht so auf weil sich die Meisten nicht mit den großen Emotionen damit beschäftigen und Vorstände sich rechtfertigen müssen.

Insgesamt stimmt aber: Nur viel geld reicht nicht immer, man sollte gutes konzeptionelles Arbeiten dahinter strukturiert haben sonst verpufft alles wie in Wolfsburg oder Hoffenheim.
„Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg.“ [George Bernard Shaw]
Troglauer

Beitrag von Troglauer »

Ehrlichen Fußball kann es geben aber ehrlichen Profifußfall? Das ist für mich ein Widerspruch in sich.

Es ist halt ein Geschäft und wenn man dort mitmischen will, dann muss man sich auch den Gesetzmäßigkeiten unterwerfen. Es ist ja auch nicht so, als hätte Geld früher keine Rolle gespielt. Das Problem liegt doch darin, dass wir heute einfach zu wenig davon haben.
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