Gerne geschehen. Obwohl ich eigentlich ein Weber-Anhänger bin, habe ich mir (nach langer Überlegung) einen Napoleon Gasgrill angeschafft. Ist eine kanadische Firma und die Qualität steht dem Weber in keinster Weise nach. Wenn man dann noch das Zubehör betrachtet, wie Pizzastein, Drehspieße und Grillgeschirr ist es viel günstiger als Weber. Wenn man das einmal hat, passt es natürlich auf beide Grills. Die Edelstahl-Räucherpfeife von Napoleon ist zum Beispiel viel besser als die von Weber. Rund und länglich für die Räucherchips und man kann sie deshalb ideal auf den Rost neben das Grillgut legen. Beim Holzkohle bin ich von Weber überzeugt, den ich gerne mit Kokosnuss-Briketts beheize. Die machen viel heißer als normale Holzkohle und halten auch länger die Hitze.
Zu der Diskussion mit Grillgabel und Zange. Ich nehme auch die Grillzange, aber viel wichtiger ist:
Die Qualität vom Fleisch. Wenn ihr billiges Schweinefleisch nehmt, dann klopft es besser, denn dann wird es zärter. Aber grillt lieber einmal weniger und kauft beim Metzger des Vertrauens und keinen Billigschrott. Dann spielt das auch keine Rolle. Probiert es doch mal mit einem guten Stück Fleisch aus.
Man sollte das Fleisch nicht vorher salzen, das ist viel wichtiger, denn dann wird der Saft rausgezogen. Ich habe es aber auch schon mal vorher gewürzt und bei einem guten Stück nicht darauf rumgekaut.
Nach dem grillen vor allem auch zugedeckt ruhen lassen und nicht gleich auf den Teller damit. Da geht bei den erfahrenen Grillern auch die Meinungen auseinander. Die einen decken ihr Fleisch nie mit Alufolie ab, sondern mit einem Küchentuch. Ich mach es mit Alufolie und es hat sich noch keiner beschwert.
Ich glaube, da ist nicht alles falsch und nicht alles richtig. Wie kocht Ihr zum Beispiel Spaghetti. Macht Ihr Öl ins Wasser oder nicht? Früher hat man es gemacht, damit die Sauce besser haftet oder die Nudeln nicht zusammen bebben. Wobei das Öl ja oben schwimmt und die Nudeln im Wasser dümpeln. Da gehen selbst bei Sterneköchen die Meinungen auseinander.
Was auf alle Fälle stimmt, ist folgender Spruch:
Da haben manche einen Weber Grill für über 1000 € und legen dann ein Angebotsfleisch für 5 € das Kilo auf den Grill. Verkehrte Welt!
Du grillst mit Kokosbrikett? Merkst du da geschmackliche Veränderungen im Vergleich zur "normalen" Holzkohle- , Buchen- oder Rebknorzeglut?
Ein Bekannter hat in Thailand - mangels Buche - seine Schinken mit trockenen Kokosschalen geräuchert. Es war für asiatische Verhältnisse ok, hatte aber irgendwie einen eigenartigen Geschmack.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
da merkst du vom Geschmack überhaupt keinen Unterschied. Man muss nur auf die Hitze aufpassen, die werden verdammt heiß. Man braucht dann aber auch weniger. Ob der Mehrpreis sich lohnt? Wahrscheinlich nicht - kommt auch darauf an, was man grillt. Für 2-3 Stunden Grillen würde ich sie empfehlen, weil die Dinger länger heiß bleiben.
Vielleicht war bei deinem Bekannten noch der ganze Schmodder dabei und vielleicht noch Fruchtfleisch. Das gibt dann vielleicht einen anderen Geschmack.
Danke dir.
Bei mir ist "grillen" sowieso "nur" offenes Feuer, runter brennen lassen, Eisenstange über die Feuerstelle, Rost drauf, Folie drauf, Fleisch drauf.
Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten "Herrenabend" im Grünen.
Dieses mal auch erstmals mit dem Kleinen. Inklusive "Übernachtung" im Zelt.
@LD
Drängel dich halt nit vor, wonn isch graad am Schreiwwe bin.
Zuletzt geändert von FCK58 am 27.05.2016, 16:15, insgesamt 1-mal geändert.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
Nein. Der hatte reine Kokosschalen benutzt um seine Schinken zu räuchern.
Sein Problem war, dass er nicht wusste, welches Holz Schadstoffe enthält und welches nicht. Darum ist er auf Kokosschalen ausgewichen.
Da ein eigener Rauch eben einen eigenen Geschmack produziert, hat´s mich halt interessiert zu wissen, ob´s bei der Glut auch so ist.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse
FCK58 hat geschrieben:Danke dir.
Bei mir ist "grillen" sowieso "nur" offenes Feuer, runter brennen lassen, Eisenstange über die Feuerstelle, Rost drauf, Folie drauf, Fleisch drauf.
Das ist auch ok und mach ich auch mal - richtig zünftig noch. Dann leer ich auch das Bier übers Steak, obwohl es Quatsch ist. Aber es raucht dann so schön.
Aber gerade auch bei dem Grillen kannst ja mal die Kokosnuss-Kohle ausprobieren.
Das ist die Erklärung - aber bei den Briketts ist das nicht der Fall und es schmeckt wie mit Holzkohle.
Naja, für eine fleischfressende Pflanze wie mich fällt halt alles ohne tierische Proteine unter den Begriff "Grünzeug".
Die Quarta und das Roggenbrot sind da selbstverständlich außen vor. Ohne "Gequellte" oder auch einem guten Roggenbrot, bestenfalls aus dem Stein-/Holzofen, schmeckt halt auch die beste Pfälzer Hausmacher nur in relativ kleinen Mengen.
Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.
Hermann Hesse