Sorry, SFCK
wir reden aneinander vorbei, da wir den Focus auf zwei unterschiedliche, wenn auch miteinander verknüpfte, Themenbereiche des Artikels legen.
Dir geht es um die "schlimmen" Subventionen, ok, mir geht es um die finanzielle Situation des 1.FCK.
Bei der Subventionsgeschichte FWS ist eigentlich schon alles gesagt und ich hatte mich als Antwort auf die "Bedenken" eines konsequent inkonsequenten FDP-Stadtratsmitglieds bzgl. der Einschaltung der EU ja schon positioniert.
Als juristischer Argumentationsansatz soviel:
Miete muss nicht kostendeckend sein, sonst wären Millionen Eigentumswohnungen, die Verluste aus Vermietung und Verpachtung generieren von der Kommission zu prüfen.
Es gibt keinen Mietspiegel und keine Referenzmiete für ein Stadion, genauso wie es für das Pfalztheater keinen Mietspiegel gibt.
ein politischer Ansatz:
Das Stadion ist damals von der rheinlandpfälzischen Regierung unter Beck bestellt worden, es diente dazu sein Fußballego zu befriedigen und es hat den Verein fast und die Stadt zusätzlich in den Ruin getrieben. Es ist eine Sauerei, das auf Bürger von Stadt & Land abzuwälzen, aber gängige Praxis
Was jetzt passiert (Mietstundungen, Umschichtungen, Umlegung von Lasten auf kommende - bessere - Zeiten) ist ganz normaler Politikerproblemwegschiebeklüngel, der leider, auf Kosten der Bürger der Stadt Kaiserslautern geschieht. Aber das geht den Michael Ashelm als FAZ Journalist recht wenig an, da müssen die Lautrer Bürger ihren Stadträten was erzählen.
Da bin ich mit:
onkelodo hat geschrieben:Unsere kommunalen Finanzen, erst recht die in KL, geben sowas nicht mehr lange her. Unser aller Geld, gerade das der jüngeren Generation, wird hier verbraten und gleichzeitig werden damit auch zukünftigen Entscheidern Entscheidungsalternativen abgeschnitten.
Kurze Anm:
nicht mehr lange ist euphemistisch... die Stadt kann es sich nicht leisten!
Die Konsequenzen haben die Bürger von KL heute schon zu tragen, z.B. weil sie direkt zur Finanzierung von öffentlichen Arbeiten herangezogen werden, z.B. bei Straßen- und Kanalsanierungen
Mir geht es um was anderes.
Hat bisher der Schreiber der FAZ sich in seinen jährlichen Stefan Kuntz & FCK Bashing Artikeln auf Aussagen einiger mitteilungsbedürftiger Stadtratsmitglieder verlassen und dazu noch ein bischen dbb Geflüster eingestreut, hat er diesmal weitaus besser recherchiert und seine Aussagen auch verifiziert.
Von daher wird auch keine Gegendarstellung des Vereins kommen, denn bis auf die Transferzahlen von TM, lassen sich die Angaben aus seriösen Quellen, wie Bilanz des FCK, Anleiheprospekt, Stadtratsvorlagen und Beteiligungsbericht FWS, Pressemeldungen FCK belegen.
Mich wundert eigentlich nur, wie viele sich hier bezüglich Finanzierung, Liquiditätsproblem, Verwendung der Fananleihe, Museumsnutzung... des FCK überrascht bis schockiert zeigen, denn all das ist nix Neues und gerade hier auf dbb schon x-mal durchgekaut worden.
Und es hat kaum einen interessiert!
Nein - lieber glaubt man den Aussagen eines Prof. Rombach oder Fritz Grünewalt, sieht die Tränen eines Stefan Kuntz und jubelt orgiastisch seinen allgm. Frust hinaus.
Toll find ich z.B. die Idee mit der Finanzierung über Umschuldung:
Devil's Answer hat geschrieben:Beitrag von Devil's Answer » 07.03.2014, 17:08
65 Mio. Schulden lt. FAZ. Die Stadionmiete reicht angeblich nicht, um die Basiszinslast zu bedienen.
1% wären 650.000. Gibt es denn keine Möglichkeit einer Umschuldung zu einem Zinssatz von z.B. 4%. Dann läge die Zinslast bei 2,6 Mio. Und damit wäre selbst in Liga 2 zumindest diese abgedeckt.
Oder liege ich völlig daneben?
Das ist doch genau das Modell der heutigen Lösung mit der Stadiongesellschaft.
Er vergisst nur, das zusätzlich dazu, die Abschreibung finanziert werden muss, die als Ansparung für die Darlehnstilgung verwendet wird.
Er vergisst auch, dass der FCK, in der zweiten Liga dieses Mietmodell nicht mehr bedienen konnte, und Stefan aus diesem Grund immer wieder Mietstundungen und Erlasse verhandelte.
Das beste ist, genau dieses Modell wurde von den Politikern und den Verbrechern der Vereinsführung ausgehandelt, um dem FCK den Arsch zu retten, weil seine damalige gewählte Führung bei der ganzen WM Besoffenheit etwas den Durchblick verlor.
Viele seriöse, interessierte FCK'ler... von Stefan Kuntz mal als Ratten bezeichnet..., wissen um die schwierige heutige Situation des FCK, die, entgegen all der Märchenonkels nicht in erster Linie aufgrund der bösen Vergangenheit so ist, wie sie ist, sondern hausgemacht wird. Viele dieser FCK-Fans stecken jedes Jahr geistige Prügel ein, weil sie ihrer Sorge um den Verein Ausdruck geben, weil sie Einblick in die Finanzen nehmen, die Ein-und Ausgaben und Finanzpolitik des Vereins genau verfolgen und weil sie dies auch öffentlich machen.
Mich nervt es einfach, da muss so ein Schreiber der Hauspostille des deutschen Finanzgewerbes kommen, sich über die "Peanuts" von Mieterleichterung echauffieren und plötzlich schreiben wieder einige:
Palzschnuut hat geschrieben:Es bleibt nur zu hoffen, dass die wirtschaftliche Situation nicht wirklich so schlecht ist, wie sie im Artikel dargestellt wird.
Matt hat geschrieben:Ich finde diese ganze Stadionmiete/Wiederkauf Fröhnerhof Aktion hat auch einen faden Beigeschmack.
onkelodo hat geschrieben:
Und wenn das mit dem Museum und der Privatloge stimmt, wenn das mit der Anleihe und dem laufenden Betrieb stimmt - für mich ist das heftig, wenn nicht gar Betrug.
Gutsel hat geschrieben:Ich habe dabei auch kein gutes Gefühl und als fussballuninteressierter Bürger würde ich ausflippen.
Sorry Leute, ich zitiere euch aus rein technischen Gründen.
Übrigens Privatloge... zur Richtigstellung, es handelt sich um einen VIP-Bereich, der gegen Geld vom FCK vermietet wird und der mit Teilen der öffentlichen Finanzierungsmittel für das Museum gestaltet wurde. Wie so vieles nicht illegal, aber halt mit Geschmack
Besonders toll finde ich übrigens die Auslassungen von Menschen, wie die eines
Dr. diab rub... der so tut, als wenn er einen Doktorgrad in Finanzwissenschaften hätte, aber höchstens einen kleinen Doktor an der Fakultät für Märchen und italienische Heldensagen gemacht hat.