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Ultras hinterfragen Arbeit des Fanprojekts (Szene KL)

Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.
LDH
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Beitrag von LDH »

Wie wichtig dem FCK Anhang dieses Thema ist zeigt ja die Anzahl an Kommentaren hier.

Da müssen sich die Ultras wohl selbst um den gewünschten Zutritt zu den Räumlichkeiten etc. kümmern....
paulgeht
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Beitrag von paulgeht »

LDH hat geschrieben:Wie wichtig dem FCK Anhang dieses Thema ist zeigt ja die Anzahl an Kommentaren hier.

[...]
Hm, das würde ich so nicht sagen. Ich verfolge und lese das hier mit großem Interesse, aber da ich nun wirklich wenig zu den Anschuldigungen beitragen oder etwas zur Verteidigung aufbringen kann, schreibe ich lieber keine Allgemeinplätze in diesen Thread.

Insofern würde ich die geringe Anzahl der Kommentare nicht zwingend als Indiz für das geringe Interesse an diesem Thema interpretieren.

Ein paar angesprochene Fakten waren mir zum Beispiel gar nicht bewusst, die Frage was genau mit der Finanzierung passiert ist natürlich auch immer "einen Blick wert". Vor allem aber die Ausführungen zu den Geschichten rund um die Preisvergabe des "Julius-Hirsch-Preises" ist interessant (übrigens auch als Querverweis zum Artikel "SS-Sigis Erben" von 11Freunde), sah mal da doch eher die Fassage als das, was dahinter passierte.

Dass manche (!) jetzt diesen offenen Brief wieder missbrauchen um den guten alten Ultra-Hammer rauszuholen und gehässig, ignorant oder süffisant draufzuhauen, ist leider schade und auch irgendwie etwas am Thema vorbei (natürlich gibt es genug, worüber man sich rund um unsere Ultragruppierungen unterhalten könnte und müsste, das hier ist aber mMn der falsche Ort/Thread). Dann lieber gar keine als solche Kommentare.

Denn offenkundig - dafür spricht ja auch die Beobachtung einiger hier - scheint da ja dann doch wirklich (auch im Vergleich zu anderen Vereinen) nicht alles wie geschmiert zu laufen. Darauf hingewiesen hat aber bis jetzt niemand.

Um sich jetzt ein rundes Bild machen zu können, wäre es natürlich auch gut von anderer Seite (also der Seite des Fanprojekts) etwas zu hören. Denn gerade in Zeiten der komplizierten und nicht geklärten Finanzierung sind das schon schwere Vorwürfe.
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Steini
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Beitrag von Steini »

Danke paulgeht.
Mir erging es ähnlich als ich den Artikel gelesen hatte.
Zu wenig weis ich wirklich über die genaue Arbeit.
Ich habe zwar den Jahresbericht des Fanprojekts mal durchgeblättert, aber Papier ist ja bekanntlich geduldig.
werauchimmer
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Beitrag von werauchimmer »

Ich sehe das auch mit großem Interesse hier.
Da ich kein großer Ultra Freund bin und manche Entwicklung mit denen kritisch sehe, kann ich umso weniger verstehen, warum man diesen soliden, fundierten und sachlichen Brief mit Ultrageschimpfe kommentieren muss.

Eines kann man denen nicht absprechen: Die haben ein paar sehr intelligente Leute dabei und das was da so an berechtigten Fragen formuliert wurde hat für mich ein gewisses Potential für eine richtige Bombe.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Lautre-Fan
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Beitrag von Lautre-Fan »

Also ich weiss jetzt nicht so genau, was es da zu hinterfragen gibt? Die Aufgabenbereiche sind ganz klar hier definiert (konzeptionell beschrieben)

http://www.kos-fanprojekte.de/index.php?id=36

Was die beiden Sozialarbeiter mit zwei Vollzeitstellen leisten, kann sich doch sehen lassen. Wenn z.B. Einzelfallhilfe geleistet wird, die mit sagen wir mal 5 Std. die Woche pro Fall begleitet wird, sind das bei einer 40 Std.-woche 8 Fälle pro Mitarbeiter. Das wären 16 Fälle für beide Mitarbeiter und das bei einem Einzugsgebiet über die Stadtgrenzen hinaus. Respekt!

Dazu kommt noch die soziale Gruppenarbeit, Präsenz an den Spieltagen, Öffentlichkeitsarbeit, administrative Aufgaben usw. also wenn das kein Vollzeitjob ist. Das der dann am besten noch für umme und in der Freizeit gemacht werden soll, da fehlen mir die Worte :?:
Ich, für meinen Teil, bin in erster Linie Lautre-Fan und in zweiter Linie Fußball-Fan!
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Flasher1986
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Beitrag von Flasher1986 »

Lautre-Fan hat geschrieben:Also ich weiss jetzt nicht so genau, was es da zu hinterfragen gibt?
Also ich persönlich finde schon, dass es da einiges zu hinterfragen gibt. Wie ich jetzt hier festgestellt habe, geht es net nur mir so, dass ich net weiß was die machen!
"Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (Horst Eckel)
Lautre-Fan
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Beitrag von Lautre-Fan »

Flasher1986 hat geschrieben:Also ich persönlich finde schon, dass es da einiges zu hinterfragen gibt. Wie ich jetzt hier festgestellt habe, geht es net nur mir so, dass ich net weiß was die machen!
Welche Erwartungen hast du, ihr, an das Projekt? Ist die Arbeit die geleistet wird nicht greifbar? Sind die Angebote die über das Projekt gemacht werden nicht im Sinne der Ultras?
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Phil
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Beitrag von Phil »

Entnimmst Du die Arbeit des Fanprojekts nur aus dem besagten Artikel oder auch aus der Wirklichkeit?

Ich kann dazu nur sagen, dass nach meinen eigenen Erfahrungen der Brief der Ultras absolut meinen Erlebnissen mit dem Fanprojekt entspricht.
Scrooge McDuck
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Beitrag von Scrooge McDuck »

Lautre-Fan hat geschrieben:Sind die Angebote die über das Projekt gemacht werden nicht im Sinne der Ultras?
Dann sag mir doch mal, was das Fanprojekt denn alles getan hat? Mir fällt da nur diese Arbeitsplatzgeschichte und der Julius-Hirsch-Preis ein, den die Kritiker auch anführen. Ansonsten hört und sieht man vom Fanprojekt recht wenig. Zumal an Spieltagen, was ja auch ein Kernpunkt der Kritik ist. Dass ein Fanprojektmitarbeiter sich vor einem Risikospiel erster Güte (Berlin im Pokal) Urlaub nimmt, kann nicht sein. In der Gastronomie nehm ich ja an Weihnachten auch keinen Urlaub, nur weil der Advent so stressig war. Bezeichnend auch, dass man als Außenstehender nicht mitbekommen hat, dass Yvonne nicht mehr Mitarbeiterin im Fanprojekt ist. Bis zu diesem Artikel hätte ich mich bei Problemen an sie halten wollen. Schon doof, wenn das Gesicht, das du kennst, weg ist und dir niemand sagt, da sei jemand neues.
Vigilo confido.
Flasher1986
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Beitrag von Flasher1986 »

Also die Dinge die sie gemacht haben und die bekannt sind, sind schon im Sinne der Ultras. Aber es ist eben nicht sehr viel was bekannt ist. Vielleicht haben sie ja auch 100 Millionen Sachen gemacht, aber dann muss man das besser kommunizieren.
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Lautre-Fan
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Beitrag von Lautre-Fan »

Der Schwerpunkt des Fanprojekts, soweit ich das aus der Konzeption entnehmen kann, liegen in der Ausbildungsplatzsuche. Das scheint mir die Kernarbeit, die ja auch finanziell von der Arbeitsagentur zu 50% unterstützt wird.

Vielleicht sind die Angebote, wie sie von den Ultras gefordert werden einfach nicht zu leisten. Ich weiß ja nicht wie das z.B. in Hamburg ist, müsste ich jetzt nachschauen, aber vielleicht ist das ja ganz anders konzeptioniert.

Der Arbeitsplatzwechsel, oder das Ausscheiden einer Mitarbeiterin, das in anderen Firmen auch vorkommt und vollig normal ist, was es da zu lametieren gibt, erschließt sich mir nicht. Man kann das öffentlich machen muss es aber nicht. Ich denke, für die die es persönlich tangiert war das bestimmt nichts überraschendes.

Ich möchte hier niemanden in Schutz nehmen oder verteidigen, aber ich frage mich wirklich, was jemanden dazu bewegt, zwei Arbeitsplätze in einem offenen Brief anzugreifen, wo soetwas bestimmt auch in anderer Form hätte geklärt werden können. Das in einem Forum, wo es doch in der Anonymität des Internets so einfach ist Leute anzugreifen, das man für sich selbst doch so auch nicht gerne hätte.

Vielleicht sollten als aller erstes einmal die Personen zu Wort kommen die direkt oder unmittelbar betroffen sind, oder von diesem Projekt profitiert haben. Ich kann mir vorstellen, das es da schon eine Menge gibt.
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Phil
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Beitrag von Phil »

Du hast was falsch verstanden: Eine Stelle wird zu 50% von der Arbeitsagentur bezahlt.

Es geht auch net darum, dass Arbeitsplatzwechsel nicht normal sind. Es geht darum, dass das Fanprojekt Ansprechpartner in der Fanszene sind. Aber wenn keine die neue Mitarbeiterin kennt, wie kann sie dann Ansprechpartner sein?
Flasher1986
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Beitrag von Flasher1986 »

Phil hat geschrieben:Du hast was falsch verstanden: Eine Stelle wird zu 50% von der Arbeitsagentur bezahlt.

Es geht auch net darum, dass Arbeitsplatzwechsel nicht normal sind. Es geht darum, dass das Fanprojekt Ansprechpartner in der Fanszene sind. Aber wenn keine die neue Mitarbeiterin kennt, wie kann sie dann Ansprechpartner sein?
Genau das ist der Kern der Sache...ich wüsste net mal an wen ich mich wenden soll wenn ich Fragen hab.
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Lautre-Fan
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Beitrag von Lautre-Fan »

Flasher1986 hat geschrieben:
Phil hat geschrieben:Du hast was falsch verstanden: Eine Stelle wird zu 50% von der Arbeitsagentur bezahlt.

Es geht auch net darum, dass Arbeitsplatzwechsel nicht normal sind. Es geht darum, dass das Fanprojekt Ansprechpartner in der Fanszene sind. Aber wenn keine die neue Mitarbeiterin kennt, wie kann sie dann Ansprechpartner sein?
Genau das ist der Kern der Sache...ich wüsste net mal an wen ich mich wenden soll wenn ich Fragen hab.
In der sozialen Arbeit verschmelzen oft Themenschwerpunkte. Ob da jetzt nur einer eine 50% Stelle besetzt oder beide ist doch jetzt Krümelsuche im Marmorkuchen. Es geht um die Arbeit an sich, die geleistet wird.

Wenn du nicht weißt, wie du dich an wen wenden kannst, klicke einfach den Link von mir weiter oben zur "Koordinationsstelle Fanprojekte". Dort findest du Telefonnummern und andere Kontakte zu unseren beiden Fanbeauftragten, sogar mit Foto, damit du dir ein Bild machen kannst mit wem du es zu tun hast :wink:

Auf dieser Seite gibt es auch sehr viele Berichte und Konzeptionen zur Fanarbeit in anderen Städten. Wirklich sehr interesant. Dort wird auch erläutert, wie auf gesetzlicher Basis des KJHG gearbeitet wird und wo die Schnittstellen der sozialen Arbeit mit Fußballfans liegen. Einfach mal durchklicken.
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Phil
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Beitrag von Phil »

Auf der Seite findet man auch mal nen Überblick, was Fanprojekte von anderen Vereinen alles auf die Beine stellen...

Ich weiß jetzt net wieso, aber mich würde gern mal interessieren, warum Du um alles in der Welt das Fanprojekt in Schutz nimmst?
Flasher1986
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Beitrag von Flasher1986 »

Fakt ist ganz einfach, dass ich sehr wenig von denen gehört habe. Vermutlich auch weil ich es nicht gebraucht habe. aber ich finde -und das muss man dann auch mal zugeben können- das der Brief im Kern Recht hat und einige kritische Fragen gestellt werden.
Diese Fragen hätten mich zwar niemals interessiert und ich hätte dies auch nicht angesprochen, alleine schon weil ich nicht daran gedacht hätte, aber jetzt da sie gestellt sind, wäre ich auf Antworten nichts desto trotz gespannt.
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Lautre-Fan
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Beitrag von Lautre-Fan »

Wie oben schon erwähnt, möchte ich das Fanprojekt nicht in Schutz nehmen. Eher geht es mir um Aufklärung mit meinem bescheidenen Ausführungen.

Vielleicht sollten wir einfach abwarten, bis sich die Betroffenen treffen und ausgetauscht haben.

Ich denke, dass vielleicht durch die Gespräche der Bedarf neu ausgerichtet wird, was ja auch im Sinne sozialer Arbeit ist, nämlich sich immer an den Bedürfnissen der Klientel zu orientieren und gegebenen Falls zu modifizieren.

Warten wirs einfach ab :-|
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Hellboy
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Beitrag von Hellboy »

@Lautre-Fan: Wenn der Schwerpunkt wirklich die Vermittlung von Ausbildungsstellen ist, finde ich dafür den Namen "Fanprojekt" doch sehr irreführend. Darunter würde ich nämlich eher aufsuchende Jugendsozialarbeit verstehen, die mMn gerade auf die Ultragruppierungen als attraktive Anlaufstellen für die Zielgruppe ausgerichtet sein müsste. Wenn man diese dann dermaßen vergrault, zeugt das nicht von einer zielgruppenorientierten Konzeption. Wenn der Schwerpunkt dagegen "Ausbildung" ist, sollen sie es einfach Jugendberufshilfe nennen - in Kooperation mit dem FCK. Dann erwartet auch niemand etwas anderes.

Natürlich ist das alles von Außen schwer zu beurteilen - zumal eine gute Öffentlichkeitsarbeit ja nun traditionell nicht zu den Stärken der Sozialen Arbeit gehrört...

Die Form der Kritik durch den offenen Brief finde ich allerdings unter aller Sau. Das ist für mich nichts als polemische Stimmungsmache, die noch nicht mal einen Hehl daraus macht, keine konstruktive Lösung finden zu wollen, sondern einfach nur Köpfe fordert. Das Fördern einer Transparenz in der Konzeption und Arbeitsweise ist aber natürlich legitim.
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