Ich will keine alten Ressentiments pflegen, aber es passt wirklich gut ins Bild.
Seine Herkunft, seine leicht überhebliche Art (ausserhalb und auf dem Feld), die passende Sprache, das passende Gehalt, die Nähe zur Freundin - da hat wirklich alles gepasst bei diesem Wechsel.
Alles? Naja, die sportliche Perspektive ist nicht so wichtig, wie die zuvor aufgeführten Punkte.
Bei einem Wechsel muss man sich im klaren sein, welche Ziele persönlich wichtig sind. Sportliche Entwicklung, Geld, Nähe zur Familie, Sprache ...bei einem "Privatmann" wäre es nicht anders.
Von einem Profi "mehr" zu verlangen wäre Heuchelei.
Von einem Berater allerdings MUSS ich mehr verlangen. Er hat dafür zu sorgen, dass der Profi seinen Marktwert steigert und die sportliche Entwicklung stimmt.
Im Falle Mandjeck (befürchte ich) haben die 3 (oder sind es mittlerweile 4?) Berater Mist gebaut.
Die französische Liga ist vom "sportlichen Wert" sicher erst an 5. oder 6. Stelle europaweit zu sehen.
Mandjeck ist sportlich gesehen sicher noch nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. Ob er sich bei Stade Rennes weiterentwickelt?
Ich darf leichte Zweifel anmelden.
Ein Verein, der wie der FCK letzte Saison, "nichts zu verlieren" hat und auf "Perspektivspieler" (Sam, Mandjeck usw) setzen MUSS, ist eigentlich ideal um sich zu entwickeln. Hier kann man auch einmal schwächere Spiele haben und wird nicht gleich ausgewechselt, da alternativlos.
Ein talentierter Spieler, der zweifellos noch nicht am Ende seiner Entwicklung steht, wechselt nun zu einem durchschnittlichen französischen Klub (letzte Saison Platz 9). Eine Schwächephase darf er sich dort eigentlich nicht mehr erlauben (und sie wird bei einem derart jungen Spieler noch kommen), da Stade Rennes aufgrund eines milliardenschweren Präsidenten "ambitioniert" nach oben in der Tabelle schaut.
Schade (in meinen Augen) ist einfach, dass viele Profis nicht mehr bereit sind, sich für IHRE sportliche Entwicklung zu quälen, privates Vergnügen hintenanzustellen und für "eine Schippe mehr Geld" lieber ein durchschnittlicher Spieler bleiben wollen.
So werden gerade in jungen Jahren entscheidende Fehler gemacht und der Profi an einer grossen Karriere gehindert. Wie viele Profis machen mit 28/29 dann nochmal den berühmten "Schritt zurück" ... ach, ich höre besser auf, bevor ich Georges noch eine Träne nachweine und sage lediglich "au revoir".