Mac41 hat geschrieben:Dem FCK hilft nichts anderes als ein radikaler Neuanfang und dabei ist der Rücktritt von Fritz Fuchs einer von mehreren richtigen Schritten. Fuchs, der Paladin von Ostermann tritt zurück, weil Ostermann ausgebootet wurde, durch die Initiative aus Mainz.
Beck hat mit Lotto die Reissleine gezogen, um den Status Quo auf dem Betze zu halten. Stefan Kuntz ist hier auch nur ein neuer Spieler auf der Bühne, der das Kriesenstück noch retten soll.
Jetzt Buchholz die Lorbeeren für die Kuntz-Verpflichtung anzudienen ist falsch, da er nur oportunistisch auf seinem Posten bleiben will und daher den Deal eingegangen ist, so wie es mit Toppmöller auch war, und zum zweiten, weil er selbst dahin auch getragen werden musste. Buchholz war bereit die Kröte Ostermann zu schlucken, weil er so an seinem Posten kleben konnte, er ist auch bereit Kuntz zu schlucken, solange er Aufsichtsratsvorsitzender bleibt.
Buchholz geht es nicht darum, Aufsichtsratsvorsitzender zu bleiben sondern darum, in welcher Verfassung er den Verein seinen Nachfolgern übergibt. Ähnlich wie ein US-Präsident in der letzten Phase der Amtszeit, wo schon daran gebastelt wird, wie man "in die Geschichte eingeht".
Buchholz arbeitet also wie ein Besessener an seinem Abgang, wechselt dabei scheinbar immer wieder die Fronten (von Bauckhage-Ostermann-Fuchs zu Beck-TotoLotto-Kuntz) und macht Fehler. Vielleicht muss er wirklich gebremst werden, auch im eigenen Interesse.
Mac41 hat geschrieben:Der FCK hat nur eine Chance, wenn alle, die heute im Management stehen, zurücktreten, eine neue unbelastete Führung anfängt und die Vergangenheit vollständig aufgedeckt wird.
Zunächst noch was zum ewigen Thema JHV 2007: Stellen wir uns mal vor, Bucholz hätte davor keine Opposition ins Boot geholt, also keinen Bauckhage, keinen Ohlinger, keinen Landry (die alle sind definitiv nicht als Unterstützer der alten Führung gekommen), auch keinen Toppmöller und später keinen Fuchs. Es wäre also die komplette alte Riege mit Göbel, Jaworski, Ruda, Schjönberg und Rekdal vor die Mitglieder getreten. Ich bin überzeugt, es wäre zur Abwahl (infolge Nichtentlastung) des AR gekommen, noch im Herbst 2007 war die Stimmungslage so. Nehmen wir also an, genau das wäre passiert. Was dann?
Dann hätte es Neuwahlen im Januar gegeben. Und was glaubst Du, welche Opposition dann angetreten wäre? Genau die, die wir jetzt kennengelernt haben, unsere "Ehrenamtlichen"! Ergänzt um ein paar Vertraute für den AR (die den neuen Vorstand ja bestellen müssen) und einen rhetorisch geschickten Sprecher, der vor den Mitgliedern um Zustimmung wirbt. Und diese Zustimmung hätte man erhalten, ein Politiker mit Kontakten in die Wirtschaft (Bauckhage), ein Bilanzexperte (Ohlinger), ein Marketingmann (Landry), ein Ex-Spieler mit FCK-Herzblut (Fuchs) - die hätten die Mitglieder doch liebend gerne gegen Göbel und Jaworski eingetauscht.
Und was hätten wir dann jetzt? Die Ostermann-Fraktion hätte schon gewonnen, der FCK wäre in dessen Händen! Parodoxerweise hat uns die alte Führung, die ja jeder davonjagen wollte, davor bewahrt (mit Druck aus Mainz).
Deswegen habe ich keine Hoffnung, dass die Gesundung des FCK in erster Linie von den Mitgliedern ausgehen wird und kann. Nein, es gibt nur einen Weg: Ein unbelasteter und anerkannter Mann, idealerweise Stefan Kuntz, wird an die Spitze der Hierarchie gestellt. Vorher muss er knallhart verhandeln mit dem Ziel, seine loyalen Mitsteiter in den Schlüsselpositionen des Vereins zu platzieren. Seine Verhandlungsposition dafür ist übrigens ideal, die Leute auf der anderen Seite des Verhandlungstisches haben ja nichtmal das Geld ihn zu bezahlen, sie müssen betteln, dass er kommt.
Mit Kuntz wäre übrigens auch die operative Macht von Buchholz zu Ende. Denn als AR-Chef konnte er ja nur deswegen in den operativen Bereich eingreifen, weil dort mit Göbel ein schwacher und überforderter Vereinsboss saß (und noch sitzt), der dem AR dankbar sein muss, weiterhin Vorstand mit dickem Gehalt bleiben zu dürfen. Mit so einer Marionette im Vorstand, der man hin und wieder mal was zuflüstern kann, kann auch ein Aufsichtsratsvorsitzender massiv Macht ausüben.
Also Stefan: Vehandle knallhart und rette dann unseren FCK!