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Einvernehmliche, vorzeitige Trennung: Soeren Oliver Voigt ist nicht mehr FCK-Geschäftsführer (Pressemeldung FCK)

Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

kl_trott hat geschrieben:
Miggeblädsch hat geschrieben: Als Profi-Fußball-Unternehmen mit schwieriger Finanzsituation braucht man Profis in Sachen Finanzen und Profis in Sachen Fußball. Jedenfalls, wenn man langfristig Erfolg haben will.

Als Amateur-Club genügen Amateure.

Wenn man komplett in der Bedeutungslosigkeit verschwinden will, braucht man niemanden.

Ich persönlich würde den FCK gerne weiterhin im Profifußball erleben. Daher wünsche ich mir die Profis 8-)

Also, um deine Frage zu beantworten: Ja!
....Aber stimmt, wenn die Finanzjongleure das Sagen haben und die sportliche Leitung hinterhertrabt, damit hatten wir die letzten 20 Jahre mordsmäßigen Erfolg.


Ich kann mich nicht erinnern, dass der FCK in der Geschäftsführung der letzten 20 Jahre einen Finanzprofi aus dem Fußballgeschäft hatte. Das hätte ich dann ja klatt übersehen. Wir hatten insbesondere vor, während und nach der Ausgliederung nur eloquente Floristen, die den Unterschied zwischen Eigen- und Fremdkapital nicht verstanden hatten.

Und ja, natürlich muss er auf Geschäftsführerebene tätig sein, um eigenverantwortlich das operative Geschäft im finanziellen Bereich führen zu können. Sonst kannst du ihn auch gleich in einen Ballonseidenanzug stecken und ihm eine dicke rote Pappnase aufsetzen, denn er wird ohne Geschäftsführungsbefugnis am Betzenberg nicht mehr sein, als ein Clown auf einem Kindergeburtstag.

Natürlich hast du recht, dass der sportliche Bereich beim FCK, so wie bei jedem Fußballclub, ganz oben steht. Aber wenn von unten, nämlich vom wirtschaftlichen Fundament des Vereins keine Liquidität und keine Planungssicherheit geliefert wird, dann wird es obendrüber bald gar keinen sportlichen Bereich mehr geben. Beide Bereiche müssen gleichermaßen funktionieren, damit Erfolg entstehen kann.

So, wie du dir das vorstellst, nämlich einfach einen Buchhalter ohne Befugnis auf die Geschäftsstelle zu setzen und zu hoffen, dass die Jungs auf dem Rasen "irgendwie" aufsteigen, das wird nicht funktionieren. Wenn ich da so denken würde wie du, dann hätte ich mich längst selbst für diesen Job beworben.

Es werden neben dem Lizenzierungsverfahren Verhandlungen mit der Stadt bezüglich der Stadionmiete zu führen sein. Es werden Verhandlungen mit den Investoren bezüglich der Kapitalerhöhung in der KGaA zu führen sein. Es müssen Lösungsansätze für den e.V. erarbeitet werden, wie man langfristig die Zahlungsfähigkeit wieder erlangen kann. Was mit der "Fan-Säule" passiert, wäre schließlich auch noch zu klären und das Thema "Investorensuche" kommt da auch noch obendrauf.

Wer soll diese Themen für den FCK erarbeiten und dann verhandeln? Thomas Hengen?

Thomas Hengen wird das nicht hinkriegen, außerdem sollte er ja, wie von dir gewünscht, sich um den wichtigen sportlichen Bereich kümmern.

Und der von dir gewünschte "Mitarbeiter ohne Befugnis auf der Geschäftsstelle" wird auf solchen Verhandlungen sehr, sehr alt aussehen in seinem Ballonseidenanzug. Es handelt sich dabei nämlich nicht um Kindergeburtstage.

Ich kann ja wirklich verstehen, wenn manche Fans sich überhaupt nicht für die wirtschaftlichen und finanziellen Dinge des FCK interessieren, oder davon abgenervt bzw. frustriert sind und am besten gar nichts davon hören wollen. Das ist ok. Aber dann sollte man einfach diesen Thread meiden und gut is. Damit habe ich jetzt nicht dich gemeint, @kl_trott, sondern diejenigen, die sich dann an den Finanzdiskussionen beteiligen mit Beiträgen wie "Ich kann den Scheiß nimmer hören".

Schönes Wochenende euch allen :prost:
Jetzt geht's los :teufel2:
TreuDemFCK
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Beitrag von TreuDemFCK »

Das einzige was mich gerade positiv stimmt ist dass man hier wieder sieht dass der Verein noch nicht tot ist. Ich bin Leuten wie Moritz Kreilinger dankbar, dass sie sich mit ihrem Namen exponiert für das Wohl des Vereins in die Bresche werfen, Leuten wie Ken dafür dass sie mit ihrem Namen hier das Klein-Klein erklären, aber auch Leuten wie DonFCK dass sie hier in einer fairen Debatte ihre Meinung vertreten. Das alles hilft mehr als es schadet.

Aber die Inhalte machen mich müde. Wohl oder Wehe des Vereins in den nächsten 10 Jahren hängen von Strukturen ab. Ja, gute Entscheidungen sind wichtiger als gute Strukturen. Ja, wir haben Antwerpen geholt trotz schlechter Strukturen. Aber nein, das Argument zieht nicht für die Zukunft, und ich nähre mich der Verzweiflung dass wir immer noch keinen Konsens in diesem Punkt haben:

Wir brauchen gute, klare, erklärbare Strukturen. Eine starke Geschäftsführung, die beraten aber nicht übergangen wird.

Gutes Personal ohne gute Strukturen ist Glücksspiel. Wir können schlicht nicht darauf vertrauen dass in den nächsten 10 Jahren alle wichtigen Entscheidungen (und das sind sicher über 20) halt zufällig richtig getroffen werden. Wir wissen doch nichtmal wie lange das Team Merk bleibt. Sicher keine 10 Jahre. Und bei einem Team Banf 2.0 wäre mir deutlich mulmiger zu Mute.

Also: Wir brauchen Strukturen die die Wahrscheinlichkeit von guten Entscheidungen erhöhen. Das ist keine Garantie, klar. Aber ohne diese Strukturen ist die Wahrscheinlichkeit einfach super hoch, dass beschissene Entscheidungen getroffen werden. Wir brauchen diese Strukturen erstens für das Wohlergehen des Vereins, ohne nach Außen zu schauen. Aber auch ein Investor wird sich nicht dadurch beruhigen lassen dass Maggus immer dann vom Sky-Himmel herabsteigt wenn es gerade brenzlig wird und einen neuen Heilsbringer verpflichtet, völlig vorbei an allen Geschäftsführern. Der lässt sich nur davon überzeugen dass wir gute Strukturen haben in denen zusätzlich dann noch gute Leute platziert sind.
Betze_FUX
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Beitrag von Betze_FUX »

Ich stell mir gerade vor, wie das wohl bei einem Autohersteller am Band wäre.
Der Meister teilt morgens seine Gruppe ein. Sepp schraubt das Lenkrad rein.

Nach 2 Stunden kommt das Gleichstellungsbeauftragte und sagt dem Meister, dass Sepp doch besser lackieren sollte. Ausserdem ruft der Lagerchef an und Zeit dem Meister mit, dass der neue Mitarbeiter der der Meister mit der Personalabteilung ausgewählt hat, besser doch nicht genommen wird. Und der Kantinenchef teilt mit, das künftig günstigere Arbeitskräfte aus dem Osten die Autos montieren.

Alles weichen sind also auf Erfolg gestellt!
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

DonFCK hat geschrieben:@Ke07111978 Wir haben jetzt genau das Modell, über das wir abgestimmt haben und das mit großer Mehrheit....
@DonFCK: Sorry, aber ist das Ironie oder hast du das wirklich ernst gemeint?

Ich habe genau hingeschaut, aber ich kann kaum eine Übereinstimmung dessen, wofür ich bei der Ausgliederung gestimmt habe, mit dem, was wir alle sehen, erkennen. Daher meine Frage.

1) Ich habe für ein 4-Säulenmodell gestimmt. Insbesondere die "Fan-Säule"

2) Ich habe für eine Publikumsgesellschaft gestimmt, die bereit ist, sich jedem Investor zu öffnen und die Strukturen schafft, welche mehrere Investoren gleichzeitig zulässt

3) Ich habe für ein Modell gestimmt, dessen Gremien sich an die satzungsmäßig zugewiesenen Aufgaben halten.

4) Ich habe für ein Modell mit einem Beirat gestimmt, der Aufsicht führt und beratend tätig ist, aber ohne dabei ins operative Geschäft einzugreifen.

5) Ich habe für ein Modell mit klar getrennten Kompetenzbereichen gestimmt.

6) Ich habe für ein Modell gestimmt, welches formell die Strukturen / Rechtsform erfolgreicher Beteiligungsgesellschaften aufweist, damit wir endlich mal das regionale Hinterzimmergemauschel hinter uns lassen können.

7) Ich habe für ein Modell gestimmt, welches auf Eigenkapital aufgebaut ist, damit der FCK als Gesamtheit nicht mehr von Darlehen abhängig sein wird und somit nicht mehr erpressbar ist.

Wenn du mir nun sagst, dass wir nun genau das Modell haben, wofür ich eigentlich abgestimmt haben soll, so muss ich dir widersprechen.

Jedenfalls für mich gilt, dass der aktuelle Ist-Zustand des FCK mit dem Soll-Zustand, für den ich damals gestimmt habe, absolut nichts zu tun hat. Und da glaube ich, im Gegensatz zu dir, dass die Mehrheit das genauso sieht.
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Ultradeiweil
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Beitrag von Ultradeiweil »

Datenleak hat geschrieben:
Betze_FUX hat geschrieben:
Ich glaube man würde ihm/ihnen direkt neben dem Weltmeistern ein weiteres Denkmal setzen...
Ich glaube wir würden vorab schon was negatives finden... Und wenn nicht einfach so lange behaupten bis es jeder nachplappert. Wäre auch nicht das erste Mal :wink:

Made my day @datenleak deinen Humor muss man einfach mögen :D

Hier finden sich ja teilweise sehr gute Beiträge die sich damit auch absolut tiefgründig auseinander gesetzt haben hut ab ..aber leider sind auch immer wieder leute dabei die sich nur melden wenn's Mal wieder negatives gibt wo man weiter drauf schlagen kann ..

Pälzer krischer bleibt Pälzer krischer :lol:

Ich bin echt gespannt wie wir aus der Länderspielpause kommen .. hoffentlich erfolgreich denn ich glaube mit sportlichem Erfolg kommt auch der Rest :daumen:
Zuletzt geändert von Ultradeiweil am 13.11.2021, 11:02, insgesamt 1-mal geändert.
:pyro:
Oktober1973
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Beitrag von Oktober1973 »

@ von Migge:
"So, wie du dir das vorstellst, nämlich einfach einen Buchhalter ohne Befugnis auf die Geschäftsstelle zu setzen und zu hoffen, dass die Jungs auf dem Rasen "irgendwie" aufsteigen, das wird nicht funktionieren. Wenn ich da so denken würde wie du, dann hätte ich mich längst selbst für diesen Job beworben."

Kann aber auch für einen Buchhalter der nächste Karriereschritt sein. :wink: :lol: sorry, musste sein.
Ein Spass am Morgen verteibt Kummer und Sorgen..... :teufel2:
DonFCK
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Beitrag von DonFCK »

Miggeblädsch hat geschrieben: @DonFCK: Sorry, aber ist das Ironie oder hast du das wirklich ernst gemeint?
Ich habe genau hingeschaut, aber ich kann kaum eine Übereinstimmung dessen, wofür ich bei der Ausgliederung gestimmt habe, mit dem, was wir alle sehen, erkennen. Daher meine Frage.
1) Ich habe für ein 4-Säulenmodell gestimmt. Insbesondere die "Fan-Säule"
Es wurde klar kommuniziert das die Fan-Säule erst später geöffnet wird. Das Sie nach mittlerweile drei Jahren immer noch nicht offen ist natürlich ärgerlich. Hier muss der Aufsichtsrat (gewählt aus den Reihen der Mitgliedern) tätig werden wenn es hier Versäumnisse gibt.
Miggeblädsch hat geschrieben: 2) Ich habe für eine Publikumsgesellschaft gestimmt, die bereit ist, sich jedem Investor zu öffnen und die Strukturen schafft, welche mehrere Investoren gleichzeitig zulässt
Der Plan war es von einem Investor eine Anschubfinanzierung zu bekommen um so recht zügig wieder Aufzusteigen. Danach sollten weitere Anteile, dann für einen höheren Preis verkauft werden. Das ging nicht ganz auf. Es war aber nie von Anfang an geplant 100% des Vereins zu verkaufen und sich jedem zu öffnen. Wir haben bereits 33% Verkauft und das ist schon verdammt viel. Der richtige Zeitpunkt für die Ausgliederung wäre zu Zweitligszeiten gewesen. Aber da haben sich einige massiv dagegen gewehrt. Wenn ich mir Vereine wie Uerdingen, 60 oder den HSV anschaue bin ich mit unseren Investoren echt zufrieden
Miggeblädsch hat geschrieben: 3) Ich habe für ein Modell gestimmt, dessen Gremien sich an die satzungsmäßig zugewiesenen Aufgaben halten.
4) Ich habe für ein Modell mit einem Beirat gestimmt, der Aufsicht führt und beratend tätig ist, aber ohne dabei ins operative Geschäft einzugreifen.
5) Ich habe für ein Modell mit klar getrennten Kompetenzbereichen gestimmt.
6) Ich habe für ein Modell gestimmt, welches formell die Strukturen / Rechtsform erfolgreicher Beteiligungsgesellschaften aufweist, damit wir endlich mal das regionale Hinterzimmergemauschel hinter uns lassen können.
Das hat man gewusst das die Trennungen nicht optimal sind und das wurde auf der AOMV vor der Abstimmung auch noch mal ausgiebig diskutiert. Das Konstrukt gibt nun mal den Quasi Vorgesetzten (Beirat) das Recht den Angestellten zu beraten, ohne jedoch Weisungsbefugnis zu haben. Die Trennung zwischen Beratung und Einmischung ist nun mal fließend. Letztendlich muss der Geschäftsführer unterschreiben und seinen Kopf hinhalten. Ob er sich dann vom Beirat durch die Beratung unter Druck gesetzt fühlt, kann ich nicht beurteilen.
Miggeblädsch hat geschrieben: 7) Ich habe für ein Modell gestimmt, welches auf Eigenkapital aufgebaut ist, damit der FCK als Gesamtheit nicht mehr von Darlehen abhängig sein wird und somit nicht mehr erpressbar ist.
Das Modell ist nach wie vor auf Eigenkapital aufgebaut. Wenn wir aber 3. Liga spielen und jede Saison mehrere Millionen Verluste machen können wir kein Eigenkapital aufbauen. Das war aber immer klar, dass die 3 Liga ein Verlustgeschäft für uns ist. Somit sind wir darauf angewiesen das uns irgendeiner Geld und/oder ein Darlehn gibt. Und ja dann sind wir von dem Abhängig. Das hat aber nichts mit dem Modell sondern mit der Ligazugehörigkeit zu tun. Die Alternative wäre kein Geld annehmen und Regional- oder Oberliga zu spielen.
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

DonFCK hat geschrieben: ...Es wurde klar kommuniziert das die Fan-Säule erst später geöffnet wird...
Es wurde kommuniziert, dass die Fan-Säule sehr wichtig sei und daher alles dafür getan wird, sie so schnell wie möglich zu öffnen. Und das wurde weder getan noch ernsthaft versucht und man darf wohl Zweifel haben, ob es überhaupt noch gewollt ist.
DonFCK hat geschrieben:...Letztendlich muss der Geschäftsführer unterschreiben und seinen Kopf hinhalten....
Nein. Ein "Geschäftsführer" muss die Geschäfte führen. Deswegen nennt man ihn so. Natürlich muss er auch unterschreiben und den Kopf hinhalten. Und genau aus diesem Grund soll er auch die Geschäfte eigenverantwortlich führen dürfen, ohne dass man ihm ständig hineinplappert. Ansonsten ist er nämlich lediglich ein "Unterschreiber" oder ein "Kopfhinhalter".

DonFCK hat geschrieben:...Somit sind wir darauf angewiesen das uns irgendeiner Geld und/oder ein Darlehn gibt...
Genau das wollten wir ja gerade nicht mehr. Die Sache mit den Darlehen hatten wir bereits zu Genüge.
DonFCK hat geschrieben:...Die Alternative wäre kein Geld annehmen und Regional- oder Oberliga zu spielen.
Nein, die Alternative wäre, professionelle Strukturen zu schaffen, damit zusätzliche Investoren möglich sein können, das Eigenkapital anzunehmen und endlich konkurrenzfähig für 2. oder 1. Bundesliga zu werden.

Und natürlich können wir 99% der Anteile verkaufen und dann wäre immer noch nicht Schluss mit der Eigenkapitalbeschaffung, denn es können beliebig viele Kapitalerhöhungen durchgeführt werden. Viele scheinen zu denken, wenn die bisherigen Anteile verkauft sind, wäre kein weiteres Eigenkapital mehr möglich. Dies würde aber die Hinzunahme weiterer Investoren voraussetzen und die kommen wiederum erst dann, wenn professionelle Strukturen gegeben sind. Man kann es drehen und wenden wie man will, es läuft immer auf die eine Sache hinaus: Wenn man Kapital sammeln und Erfolg haben will, dann braucht man zuerst eine strukturell professionelle Basis. Oder Glück. Viel Glück. Jahr für Jahr...
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Yogi
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Beitrag von Yogi »

Apropo Investor, sollte da nicht gerade verhandelt werden?
Davon hört nun auch wieder nichts mehr, von dem ominösen Unbekannten...
mhhhh
HANSLIK/Man of the important Goals
BernddasBrot2
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Beitrag von BernddasBrot2 »

Hey Mitte,
Übertreib mal nicht mit deinen 20 Jahren ohne Finanzfachmann.
Ich erinnere mich noch an einen gewissen Herrn Ohlinger.
Der ging zwar auch, aber nur weil er sich hat nicht reinquatschen lassen.
Der Mann war sehr gut und clever.
:teufel2:
... und wenn du glaubst es könnte nicht schlimmer werden, lass mal TH machen, der zeigt DIR wie es noch schlimmer werden wird.
DonFCK
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Beitrag von DonFCK »

Miggeblädsch hat geschrieben:
DonFCK hat geschrieben:...Die Alternative wäre kein Geld annehmen und Regional- oder Oberliga zu spielen.
Nein, die Alternative wäre, professionelle Strukturen zu schaffen, damit zusätzliche Investoren möglich sein können, das Eigenkapital anzunehmen und endlich konkurrenzfähig für 2. oder 1. Bundesliga zu werden.
Ich bitte dich meine Texte nicht so zu kürzen das sie damit völlig aus dem Zusammenhang gerissen werden.

Strukturen schaffen um Eigenkapital annehmen? Die Strukturen wurden bei der Ausgliederung geschaffen die können wir jetzt nicht mehr ändern.

Eigenkaptial annehmen? Wir können froh sein das uns überhaupt jemand Geld gibt. Jetzt so zu tun als rennen uns andere mit ihrem Geld hinterher halte ich für falsch.

Und zur nicht geöffneten Fansäule "Fragen Sie bitte ihren demokratisch gewählten Aufsichtsrat"
BernddasBrot2 hat geschrieben:Hey Mitte,
Übertreib mal nicht mit deinen 20 Jahren ohne Finanzfachmann.
Ich erinnere mich noch an einen gewissen Herrn Ohlinger.
Der ging zwar auch, aber nur weil er sich hat nicht reinquatschen lassen.
Der Mann war sehr gut und clever.
:teufel2:
Zumindest im Aufsichtsrat hatten wir mit Hr. Weimer einen Top Fachmann in Sache Finanzen der auch beim SC Freiburg schon erfolgreich gearbeitet hat. Aber gewisse Fankreise mussten ihn ja bedrohen und mit Anzeigen überziehen in ihrem Satzungswahn. Sowohl Ehrenrat von FCK als auch der DFB bestätigten das kein Verstoß vorlag.
Zuletzt geändert von DonFCK am 13.11.2021, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
Lonly Devil
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Beitrag von Lonly Devil »

Yogi hat geschrieben:Apropo Investor, sollte da nicht gerade verhandelt werden?
Davon hört nun auch wieder nichts mehr, von dem ominösen Unbekannten...
mhhhh
Och, Herr Nardi hat doch zugesagt, dass die SPI ihr Investment auf 20Mio€, abzüglich der bisher bewilligten Gelder (?), erhöhen will.
Da braucht man doch vorerst keine fremden Geldgeber.

Auf die alten Wegbegleiter ist eben Verlass. 8-)
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

Oktober1973 hat geschrieben:...Kann aber auch für einen Buchhalter der nächste Karriereschritt sein...
... für den bestimmt. Aber nicht für den FCK 8-)
Jetzt geht's los :teufel2:
wernerg1958
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Beitrag von wernerg1958 »

Eins ist doch hoffentlich zu mindest den Meisten klar, unser FCK ist ein zartes Pflänzchen welches da es ab und an etwas Wasser bekommt so dahin vegetiert. Aber mit dem bisschen Wasser wird es kein großer blühender Baum. Es hat immer die Gefahr noch zu verdorren.
Das ganze Konstrukt wird nur mit wirklich sehr sehr viel Geld dieser kleinen Pflanze soviel Wasser bringen, daß es groß und Blütenreich wird.
Die geschaffenen Strukturen und die Strukturen in den Strukturen werden dazu nicht reichen und schon gar nicht hilfreich sein.
Die SPI so Wohlwollend sie auch den FCK stützen und helfen werden eben auch nicht die Menge Wasser haben welche gebraucht wird. Der FCK mit seiner KGaA und dem EV, die Stadt mit dem Stadion welches ja nur der FCK nutzt, brauchen eine Lösung welche ein Kapital von Jenseits der 50Mio bereitstellen kann und das sofort also nicht über Jahre. Und dazu braucht es den Willen ALLER und die Bereitschaft Aller, einzig und Allein den FCK als Wichtig anzusehen, das ist aber seit Jahren ja man kann sagen seit Jahrzehnten nicht zu sehen. Die Namen und die Strukturen sind dabei beliebig austauschbar.
breisgaubetze
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Beitrag von breisgaubetze »

Wie es jetzt weiter geht mit unserer Finanzabteilung ist nicht unbedingt meine dringendste Frage. Nachdem Herr Voigt seinen Abgang bestätigt hat, was ich sehr bedauere, da er uns in der größten Not aus der Patsche geholfen hat, wäre mein Interesse viel eher zu erfahren, welche Rolle unser lieber Herr Merk bei der Personalie SOV gespielt hat. "Unfassbar" loyal und kollegial scheint es ja nicht zugegangen zu sein, wie ich aus den Erklärungen heraushören kann.
Gibt es da ein Machtgerangel zwischen Beirat und Geschäftsführung und was sagt Thomas Hengen überhaupt?
Ich kann nur hoffen, dass diese neue "Querele" nicht auf den sportlichen Erfolg abfärbt und MA weiter in Ruhe arbeiten kann. :teufel2:
Der Klügere gibt nach! Eine traurige Wahrheit, sie begründet die Weltherrschaft der Dummheit.
Betze_FUX
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Beitrag von Betze_FUX »

Breisgau
Wir werden es erleben. live und in Farbe!
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp
kl_trott
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Beitrag von kl_trott »

Miggeblädsch hat geschrieben: Natürlich hast du recht, dass der sportliche Bereich beim FCK, so wie bei jedem Fußballclub, ganz oben steht.
Danke, dann sind wir uns ja einig. Sonst gibst Du vieles von Dir, was meine geschriebenen Worten den Sinn verdreht.
Miggeblädsch hat geschrieben:Es werden neben dem Lizenzierungsverfahren Verhandlungen mit der Stadt bezüglich der Stadionmiete zu führen sein. Es werden Verhandlungen mit den Investoren bezüglich der Kapitalerhöhung in der KGaA zu führen sein. Es müssen Lösungsansätze für den e.V. erarbeitet werden, wie man langfristig die Zahlungsfähigkeit wieder erlangen kann. Was mit der "Fan-Säule" passiert, wäre schließlich auch noch zu klären und das Thema "Investorensuche" kommt da auch noch obendrauf.
a) Lizenzierungsverfahren. Dafür brauche ich keinen GF mit Finanzhintergrund sondern irgendjemanden mit Finanzhintergrund. Sprich die gleichen Mitarbeiter, die das die letzten Jahre auch gemacht haben. Das ist reine Routine?!

b) Investorensuche.Ich war vor zwei Jahren in Burnley, Nordengland. Stell dir vor, selbst dort wissen inzwischen schon 20-jährige Fußballfans, dass der FCK pleite ist. Entweder irgendein Irrer aus unserer Fangemeinde gewinnt im Lotto oder es wird keinen Großinvestor mehr geben. Denn entweder es sind seriöse Geschäftsleute, die sich auf die Strukturen beim FCK nicht einlassen oder sie werden von den vorhandenen Investoren schlicht nicht reingelassen. So einfach ist das.
Wir haben genug Investoren. Wir haben die Regionalen und wir haben die Fansäule. Und wetten, wenn wir es irgendwann aus Versehen schaffen sollten, in die zweite Liga aufzusteigen und damit auf einen Schlag den Wert des Vereins um zig Millionen Euro erhöhen, geht plötzlich die Fansäule auf. Jede Wette. Auch hierfür: Ich brauche jemanden, der dieses Ereignis dann regelt, auch das muss kein Geschäftsführer sein, sondern irgendwer mit Ahnung.

c) e.V. auf Kurs bringen. welche Lösungsansätze aus dem Finanzuniversum schweben dir denn da so vor? Aus einer Kakerlake machst du keinen Marienkäfer. Sportlicher Erfolg und das Thema ist gelutscht, sonst nix.

d) Investorensuche und Fansäule, wer an diese Märchen glauben will, soll dies bitte tun.

e) Auch Mietverhandlungen wegen dem Stadion. Also sorry, das findet alle paar Jahre statt und hat selbst ein Stefan Kuntz auf die Reihe bekommen als ausgewiesener Geschäftsführer ohne Finanzhintergrund.

Wer soll diese Themen für den FCK erarbeiten und dann verhandeln? Thomas Hengen?
Nein, habe ich ja explizit geschrieben. Thomas Hengen, bzw. der SPort-GF muss die Richtung vorgeben und braucht jemanden, der alle anderen Themen professionel koordiniert und voranbringt. Aber eben alle anderen Themen und kein Finanz-Inselhocker, der alles andere brach liegen lässt.
Und der von dir gewünschte "Mitarbeiter ohne Befugnis auf der Geschäftsstelle" wird auf solchen Verhandlungen sehr, ...
Habe ich nie gewünscht, aber offensichtlich hast Du noch nie an einer Verhandlung mit einem Prokuristen teilgenommen, sonst wäre der Weg von dem was ich geschrieben habe bis zu deiner Interpretation furchtbar steinig und lang.

Es braucht eine gute Führungskraft, die alle Bereiche rund um das Sportliche abdeckt und eben keinen Finanzjongleur.
Schönes Wochenende euch allen :prost:
Gude. Trink ein paar und erinner dich an die tollen schönen Zeiten unter Klatt, Göbel und co.
Miggeblädsch
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Beitrag von Miggeblädsch »

kl_trott hat geschrieben: ....es wird keinen Großinvestor mehr geben. Denn entweder es sind seriöse Geschäftsleute, die sich auf die Strukturen beim FCK nicht einlassen oder sie werden von den vorhandenen Investoren schlicht nicht reingelassen. So einfach ist das.
...
...
...Gude. Trink ein paar und erinner dich an die tollen schönen Zeiten unter Klatt, Göbel und co.
... Prima. Da sind wir einer Meinung, was unsere "Strukturen" betrifft.

Während der @DonFCK, der offensichtlich "Rechtsform" mit "Strukturen" verwechselt, immer noch denkt, wir hätten doch bereits professionelle Strukturen, nämlich die, welche bei der Ausgliederung beschlossen wurden, bist du in der Lage zu erkennen, dass unsere tatsächlich gelebten Strukturen nichts mit der beschlossenen Rechstform zu tun haben und diese sogar ad Absurdum führen. Ganz besonders merkt man das daran, dass bei uns ein Geschäftsführer eben nichts zu sagen hat. Und, du sagst es ja selbst, solange dies so ist, werden keine seriösen Geschäftsleute als zusätzliche Investoren kommen.

Jetzt kann man natürlich die Ansicht vertreten, dass, wenn der Geschäftsführer sowieso nichts zu sagen hat, wir folglich gar keinen brauchen und neue Investoren eben vergessen können. Dann bleibt alles so, wie es ist.

Man kann aber auch, und das ist meine Ansicht, an den gelebten Strukturen arbeiten und so den Zutritt weiterer Investoren zumindest ermöglichen. Neue Investoren sollten sich darauf verlassen können, dass der Geschäftsführer, mit dem sie verhandeln, auch tatsächlich was zu sagen hat. Und falls neue Investoren nicht mit dem Geschäftsführer, sondern mit Beiräten oder bereits bestehenden Investoren verhandeln würden, dann wäre das schon ein bissl komisch, oder? :wink:

Genau das meine ich mit professionellen Strukturen.

Und da wünsche ich mir eben keinen "Finanzjongleur" ala Klatt, sondern wirklich einen Profi. Keinen Klatt und schon gar keinen Göbel. Ich wünsche mir auch keinen "Unterschreiber" und keinen "Kopfhinhalter", sondern einen erfahrenen Profi als Geschäftsführer!

Wenn man das alles auf dem Berg nicht will, dann brauchen wir auch die komplizierte Rechtsformkonstruktion, die bei der Ausgliederung beschlossen wurde, nicht.

So, wie es @Ken bereits in seinem (sehr fundierten!!) Beitrag geschrieben hat, kann man dann auch einfach eine GmbH draus machen und sich mehrere Gesellschaften, Beiräte und sonstiges Gedöns sparen.

Offiziell haben wir ein Firmenorganigramm, das zweidimensional kaum noch darstellbar ist. Da wird es selbst für gestandene Wirtschaftswissenschaftler schwer, den Überblick zu bewahren.

Faktisch haben wir einige Personen, die den Ton angeben.

Vielleicht ist das sogar besser und viele Fans finden das auch richtig und angebracht. Dann soll man es aber auch mit dem formellen Rechtsmantel in Einklang bringen, sonst bleibt das Ganze ein Mickey-Mouse-Theater und daher attraktiv als Schlagzeile für die Presse. Nicht attraktiv jedoch für neue Investoren.

Aber Hey..... lasst uns einfach zwei mal aufsteigen und dann ein paar Jahre erste Liga spielen. Dazu brauchen wir nur Glück, und das kostet ja nix. Alles wird gut 8-)

Gude :prost:
Jetzt geht's los :teufel2:
DonFCK
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Beitrag von DonFCK »

Miggeblädsch hat geschrieben:
So, wie es @Ken bereits in seinem (sehr fundierten!!) Beitrag geschrieben hat, kann man dann auch einfach eine GmbH draus machen und sich mehrere Gesellschaften, Beiräte und sonstiges Gedöns sparen.
Es steht jedem frei auf der nächsten JHV einen Antrag auf Änderung der Strukturen zu stellen. Das mit der GmbH ist aber nicht so einfach wegen 50+1.

Im Profifußball (1+2 Liga) gibt es
12* e.V
14* GmbH & Co. KGaA
5* AG
und genau 5* die GmbH. Das sind Hoppelheim, RB, Wolfsburg, Leverkusen und Gladbach.

Die vier Werksklubs haben eine GmbH und vom Rest nur Gladbach. Das hat auch einen guten Grund, den in einer GmbH führt die Geschäftsführung die Geschäfte auf Weisung der Gesellschafter. Wegen 50+1 darf man dann maximal 49% der Anteile verkaufen.

Deshalb wählen die Vereine die von 50+1 befreit sind die GmbH. RB macht eh was Sie wollen und Gladbach hat noch keine Anteile verkauft.

Es hat schon seine Gründe das alle die Anteile verkauft haben entweder eine AG oder eine GmbH & Co. KGaA sind. Übrigens auch mit Beiräten und sonstigem Gedöns.

Aber vielleicht finden wir das Ei des Kolumbus und starten mit der GmbH durch. Uerdingen ist der einzige Verein der im Deutschen Profifußball Anteile als GmbH verkauft hat. Das Ende ist bekannt.

Das ganze Lautrer Modell funktioniert halt nur wenn wir uns selbst finanzieren können und nicht jedes Jahr bei den Investoren betteln müssen.
wernerg1958
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Registriert: 11.07.2021, 10:26

Beitrag von wernerg1958 »

@DonFCK, Du hast mit deinem letzten Satz Recht, "wenn wir uns selber finanzieren können" Nur das genau kann der FCK nicht weder der EV noch die KGaA. Und ob der FCK das jemals wieder kann darf mehr als bezweifelt werden.
Die Rechtsform welche bei der Ausgliederung von einem sehr hohen %Satz von den anwesenden Mitgliedern beschlossen wurde ist absolut gut und in Ordnung, was nicht in Ordnung daran ist haben @Ken und Miggeblätsch ja schon sehr genau beschrieben.
DonFCK
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Beitrag von DonFCK »

Ke07111978 hat geschrieben:

Ich persönlich habe überhaupt kein Problem damit, dass Herr Nardi und Herr Dienes im Beirat sitzen. Finde das sogar gut - solange sie dort beraten. Ihre Aktionärsinteressen sollen sie über die Hauptversammlung der KGaA und - falls sie gewählt werden über deren Aufsichtsrat wahrnehmen. Ich habe allerdings ein Problem damit, dass Ben Remy und Valentin Hellou nicht im Beirat sitzen oder zudem weitere externe Experten. Im Beirat von Borussia Dortmund sitzen z.B. folgende Herren, keiner von denen weil er Investor ist:

Dr. Reinhard Rauball, Gerd Pieper, Dr. Reinhold Lunow, Dr. Winfried Materna
Dott. Michele Puller, Martin Eul, Christian Lindner, Reinhold Schulte, Ullrich Sierau, Dr. Thomas Steg, Ute Wolf
dazu
Patrick Albert Lynch, Klaus Kaiser, Oliver Hermes (assoziierte Mitglieder)

Die Investorenvertreter sitzen im Aufsichtsrat der KGaA. Bernd Geske (größter Aktionär), Judith Dommermuth (Frau von 1&1 Gründer Rolph Dommermuth), Ulrich Leitermann (Signal Iduna) und Björn Gulden (Puma). Die nehmen ihre Aktionärsrechte wahr, wie es vorgesehen ist - und versuchen nicht Herrn Watzke im Beirat zu erklären, welche Spieler oder Trainer er holen soll.
Ute Wolf -> Finanzvorstand Evonik Industries AG -> Evonik 8,19% Anteil am BVB
Reinhold Schulte -> Aufsichtsratsvorsitzender bei Signal Iduna -> SIGNAL IDUNA: 5,98% Anteil am BVB

Die Aussage das kein Investor im Beirat sitzt ist schlicht und ergreifend falsch. Und das sind nur die mit mehr als 5% Anteile. Alles unter 5% gilt als Streubesitzt und wird nicht veröffentlicht. Gut möglich das noch weitere Unternehmer im Beirat Aktien haben. Und das ist natürlich auch ein Problem Du weißt überhaupt nicht wer alles beteiligt ist.

Die Aktionäre sind also im Beirat und im Aufsichtsrat. Mit Signal Iduna (Schulte und Leitermann) und Evonik (Wolf und Kullmann) sind zwei Firmen sogar im Aufsichtsrat und im Beirat vertreten.

Das nenn ich doch mal eine klare Trennung. Da möchte ich gerne mal wissen was hier los wäre, wenn wir solch eine Struktur hätten.

Doch nicht alles so schlecht beim FCK.
Ke07111978
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Beitrag von Ke07111978 »

DonFCK hat geschrieben:@Ke07111978 Wir haben jetzt genau das Modell, über das wir abgestimmt haben und das mit großer Mehrheit.

Es war bei der Abstimmung klar und wurde auch im Vorfeld ausgiebig diskutiert:
.

@donFCK: ganz sicher nicht. Ich verweise mal auf die Seite ZukunftFCK die Q&A und die Präsentation. Einige Beispiele:

Zunächst mal steht da drin das ein Investor einen Sitz bekommen sollte, wenn er mehr als 20% hat und dann einen zweiten, wenn er mehr als 40% hat. Keiner der Investoren hat durchgerechnet mehr als 20% und zusammen haben sie keine 40%. Nicht das was beschlossen wurde. Vielleicht irgendwie hingemogelt.

Ein Investor, der berühmte Ankerinvestor, sollte sich an einer Kapitalgesellschaft beteiligen, an der sich ebenfalls kleinere regionale Investoren und Kleinaktionäre beteiligen. Deren Hauptversammlung über die Fansäule den Fans zugänglich ist etc. Nicht was beschlossen wurde.

Die Satzung der GmbH, die ich gerne jeden hier zukommen lassen kann, sieht 4 zustimmungspflichtige Geschäfte vor. Neben ein paar Exoten solche mit einem Gegenstandswert von über 300k. Wir beide wissen, dass sich unsere GF ohne „Beratung“ wahrscheinlich nichtmal nen Bürostuhl alleine bestellen durfte. (Man muss nur den Notzon Brief lesen). Nicht das was beschlossen wurde.

Das Modell 1860, in dem Investoren über Kredite den eV „helfen“ und für 1 Mio. einen Sitz bekommen. Nicht das was beschlossen wurde.

Ich kenne dutzende Leute die auf dieser Veranstaltung waren. Die teilweise mit der Faust in der Tasche zugestimmt haben. Dafür ganz sicher nicht. Wenn du das anders siehst, kommen wir das leider nicht zusammen. Und die Frage ob du da warst hast Du leider nicht beantwortet.

Aber das geht irgendwie auch an der eigentlichen Diskussion komplett vorbei. Denn das worauf sich der Kicker Artikel, der Notzon Brief und vor allem Bernhard Koblischeck im Rahmen seines Rücktritt beziehen, ist folgendes:
Wegen zahlreicher Vorkommnisse, über die ich in den ersten 4 Wochen meiner Tätigkeit Kenntnis erlangt habe, bzw. die mir zur Kenntnis gebracht worden sind, vor allem aber wegen angetroffener und fortgeführter Verhaltensmechanismen diverser Gremien im Verein, sehe ich mich zu diesem Schritt gezwungen. Dabei handelte es sich um Vorgänge, die ich weder mit meinem gelebten Werteverständnis noch mit meinem Verständnis von Recht und Gesetz in Einklang bringen kann.

In einem Umfeld, in dem den Mitgliedern vor der Jahreshauptversammlung bekannte und relevante Sachverhalte vorenthalten werden, obwohl sie möglicherweise Einfluss auf die Wahl und die Entlastung der zur Wiederwahl angetretenen Organe hätten haben können und in Gremien, denen jegliche Kraft fehlt, einen ordentlich getroffenen Beschluss zur Umsetzung zu bringen, kann ich nicht als Organ Kontrolle und Aufsicht führen.
Darüber haben die Mitglieder ganz sicher nicht abgestimmt. Wenn Du schreibst, dass es keine Bewerber mehr für den Aufsichtsrat gibt, dann ist das sicherlich richtig. Das hat aber mehr mit dem zu tun was Bernhard Koblischeck schreibt, als mit dem angeblich bösen Umfeld. Ich kenne gleich drei Leute die wegen der „guten“ Zusammenarbeit im Gremium und der Corporate Governance Themen nicht angetreten sind.

Zum Thema Weimer, den Du hier über den grünen Klee lobst: er hat seine neue Tätigkeit im Rahmen der AR Bewerbungen nicht korrekt angegeben. Das wurde auch nochmals von Dr. Koll bestätigt. Weimer ist bestimmt ein fähiger Mann - aber dann sollte man solche Angriffsfläche eben nicht geben. Völlig unnötig. Und man sollte klar und deutlich mit dem Thema Corporate Governance und Interessenskonflikten umgehen - gerade wenn man sie in der DNA hat… :wink:

Zu deinem letzten Post kann ich nur sagen, das mit Ute Wolf ist mir tatsächlich durchgerutscht. Das wundert mich auch, weil das eigentlich nicht unbedigt der Vorgaben im Corporate GovernanceKodex entspricht - es sei denn, es war von allen so gewünscht. Da es auch assoziierte Mitglieder gibt, dürfte dort eher ein Kultur herrschen, sich möglichst viel Kompetenz in den Beirat zu holen. Schulte ist im Aufsichtsrat der Iduna - also kein aktiver Manager, was ein ganz bedeutender Unterschied ist, da er qua Amt nicht operativ tätig ist (ich weis das da einige Probleme haben, das auseinander zu halten :wink: ).

Aber wie gesagt, das Thema ist hauptsächlich das ich bei Borussia Dortmund noch nie solche Themen wie aus unseren Gremien gehört habe. Ohne das Thema Jörg Wilhelm hier nochmals aufzumachen. Außerdem bekomme ich eben alle Dinge von Bedeutung, die KGaA von Dortmund betreffend als ad hoc Mitteilung. Ich bekomme Quartals und Jahresberichte einfach online. Ich habe unterschriebene Entsprechungseeklärungen (also das der deutsche Corporate Governance Kodex eingehalten wird). Ich kann die Satzung einsehen etc. Ich habe ausführliche Investorenpräsentationen. Alles das was Kapitalmarkt-Investoren gerne mögen. Falsch: voraussetzen.

Da du ja fleißig zu suchen scheinst: alles hier zu sehen: http://bvb.ir-portal.de/cgi-bin/show.ss ... e=borussia
ExilDeiwl
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Beitrag von ExilDeiwl »

Danke, Ken, ich teile Deine Einschätzung voll und ganz bzgl. der Diskrepanz von Beschluss der Ausgliederung und status quo. Wie man behaupten kann, dass wir das bekommen hätten, was zur Ausgliederung beschlossen wurde, ist mir gänzlich unklar! Wie sehr muss man die Augen verschließen, um das nicht erkennen zu können - oder wollen?!

Und wenn ich sehe, welche Dokumente von einem professionell geführten Fußballverein bzw. dessen AG öffentlich zugänglich sein können… Aber es ergibt sich am 15.12. ja die Gelegenheit, mal nach einer unterzeichneten Compliance Erklärung aller Vorstände und Aufsichtsräte zu fragen. Zeit genug dürfte ja nun gewesen sein, seine „genetische Veranlagung“ mal zu verschriftlichen. Es wäre aner wenig verwunderlich, wenn man sich beimdiesem Thema erneut die Blöße geben würde…
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Beitrag von GerryTarzan1979 »

DonFCK hat geschrieben:
...

Die Aktionäre sind also im Beirat und im Aufsichtsrat. Mit Signal Iduna (Schulte und Leitermann) und Evonik (Wolf und Kullmann) sind zwei Firmen sogar im Aufsichtsrat und im Beirat vertreten.

Das nenn ich doch mal eine klare Trennung. Da möchte ich gerne mal wissen was hier los wäre, wenn wir solch eine Struktur hätten.

Doch nicht alles so schlecht beim FCK.
Es gibt in meinen Augen aber einen kleinen Unterschied (wenn auch nur marginal, fast zu vernachlässigen)

Borussia Dortmund = 1. Liga & Champions League

1. FCK = 3. Liga & Mittelfeldplatz

Auch nicht alles so schlecht beim BVB :wink:
"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man kriegt."
aus "Forrest Gump" :winken:
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Beitrag von Lonly Devil »

GerryTarzan1979 hat geschrieben:.....

Es gibt in meinen Augen aber einen kleinen Unterschied (wenn auch nur marginal, fast zu vernachlässigen)
.... ...
Ein weiterer nicht all zu kleiner Unterschied: In Dortmund, um bei dem Beispiel zu bleiben, hat sich kein Investor/Gruppierung den kompletten Verein "von sich selbst abhängig gemacht".
Wie es beim 1.FCK der Fall ist. :nachdenklich:

Auch das, war nicht Sinn und Ziel der Ausgliederung beim 1.FCK. :wink:


P.S.
Mir geht es dabei nicht um den Vergleich CL Teilnehmer vs. 3.Ligist oder die personelle Besetzung der Gremien, sondern lediglich um die internen Strukturen und was man daraus machen kann.
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 15.11.2021, 09:48, insgesamt 2-mal geändert.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewisse Machenschaften eventuell vergeben, ICH NICHT!
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